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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die 11. Stunde

Die 11. Stunde
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Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen und war gespannt auf diesen Roman. Aus der Reihe "Womens Murder Club" kenne ich bereits "Die 5. Stunde" und "Die 7 Sünden" und habe diese in recht guter ...

Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen und war gespannt auf diesen Roman. Aus der Reihe "Womens Murder Club" kenne ich bereits "Die 5. Stunde" und "Die 7 Sünden" und habe diese in recht guter Erinnerung

Das 11. Buch der Womens Murder Club-Reihe hat mich leider nicht vollkommen überzeugen können.
Wie bei allen Büchern des Autors sind die Kapitel des Buches sehr kurz und es herrscht ein ständigs Hin- und Her zwischen den Handlungsträngen. Dies hat zur Folge, dass sich kein Lesefluss ergibt und ich musste mich bei jedem Griff zum Roman neu in die Handlung einfinden.

Die Storys, es gibt 2 Fälle gleichzeitig, handeln von einem Mörder, der Dealer erschiesst und berichten über den Fund von sechs Totenschädeln im Garten eines Prominenten und haben sich für mein Empfinden leider etwas in die Länge gezogen.
Gewürzt wird die Handlung durch die Schwangerschaft der Ermittlerin und deren persönliche Problemen mit ihrem Partner.
Ein weiterer Handlungsstrang bedient einen überaus nervigen Reporter, der aus meiner Sicht leider nicht zur Spannung beiträgt und eher als Lücken- bzw. Kapitelfüller fungiert.

Knapp vor Buchende erfolgt eine flotte Auflösung aller Fälle und Probleme, was dem Ganzen einen hektischen Schlußpunkt aufdrückt.

Von mir gibt es 3 Bewertungssterne und die Empfehlung, sich lieber mit einem der anderen Romane von Herrn Patterson die Lesezeit zu vertreiben

Veröffentlicht am 15.09.2016

Warschauer Verstrickungen

Warschauer Verstrickungen
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Im Rahmen einer Leserunde durfte ich „Warschauer Verstrickungen“ von Zymunt Miloszewski lesen.

Der Roman zeichnet sich durch ein interessantes Detail aus, jedes Kapitel beginnt mit aktuellen, allgemeinen ...

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich „Warschauer Verstrickungen“ von Zymunt Miloszewski lesen.

Der Roman zeichnet sich durch ein interessantes Detail aus, jedes Kapitel beginnt mit aktuellen, allgemeinen und politischen Nachrichten passend zum jeweiligen Tagesdatum. Das habe ich so bisher noch nirgends gefunden und fand die Idee erfrischend kreativ.

Die Hauptfigur des Staatsanwaltes Szacki wird zu Beginn des Buches wie ein normaler Familienmensch präsentiert, mit allen Sorgen und Ängsten, die jedem von uns geläufig sind. Dadurch fühlt man sich ihm nahe und hat das Gefühl ihm auf Augenhöhe zu begegnen.

Der Mord, auf den die Handlung aufbaut, geschieht nach einer Therapiesitzung unter dubiosen Umständen, denn das Opfer hat einen Bratspieß im Auge.

Mit Fortschreiten der Handlung spaltet sich der Roman in immer mehr Handlungsstränge. Diese verwirren und gepaart mit ständig neu auftretenden Figuren sowie jeder Menge polnischer Namen gerät der Lesefluss zunehmend ins Stocken. Der Autor des Thrillers baut außerdem gleich einem Reiseführer bei jeder Fahrt durch Warschau jede Menge Namen und Sehenswürdigkeiten ein, die erklärt werden und es zusätzlich erschweren dem roten Faden der Geschichte zu folgen.

Im letzten Drittel des Buches nimmt die Handlung leicht Fahrt auf, was für mich am Gesamteindruck einer mühsam zu lesenden Geschichte leider nicht mehr viel ändern kann.

Das Grundkonzept der „Warschauer Verstrickungen“ gefällt mir, aber die vielen Nebenschauplätze haben mich unnötige Umwege gehen lassen und am Ende hat sich für mich auch nicht jedes Detail geklärt. So bleibe ich mit einigen Fragezeichen und nicht ganz erfüllten Erwartungen zurück.

Sollte es eine Fortsetzung der Reihe um Staatsanwalt Szacki geben, kann ich mir einen erneuten Ausflug nach Polen vorstellen und würde mich freuen, wenn das Handlungskonzept dann etwas durchdachter verpackt wäre

Ein Danke an den Berlin Verlag für das Leseexemplar und die Gelegenheit an der Leserunde teilzunehmen.