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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Machtwechsel

Machtwechsel
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Dank einer Leserunde durfte ich "Machtwechsel" von Joe Ahl lesen.

Die BRD als Ort der Handlung in einem Thriller dieser Art war für mich Mal etwas Neues. Die Art des Eindringens und die daraus folgende ...

Dank einer Leserunde durfte ich "Machtwechsel" von Joe Ahl lesen.

Die BRD als Ort der Handlung in einem Thriller dieser Art war für mich Mal etwas Neues. Die Art des Eindringens und die daraus folgende Geiselnahme der Bundeskanzlerin nebst Kabinett habe ich in dieser Form bisher nirgends gelesen. Es ist klar, dass es am Ende zu einer actionreichen Befreiung kommt und das "Gute" siegt.
Die Geschichte kommt insgesamt gut lesbar rüber und hat kaum zähe Passagen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und so entsteht eine runde lesenswerte Geschichte über eine Geiselnahme im Bundeskanzleramt, die mich gut unterhalten hat. Besonders das "augenzwinkernde" Ende hat mich amüsiert.

Ich werden den Autor im Auge behalten und kann mir gut vorstellen nochmal ein Buch von ihm zu lesen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Tod beim Martinsumzug

Tod beim Martinszug
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Dank einer Leserunde durfte ich "Tod beim Martinszug" von Stefanie Gregg lesen.

Erstens, ich hatte eine lustige Lesezeit mit der Geschichte.

Der Roman ist vom Inhalt her rund und die Figuren sind gut ...

Dank einer Leserunde durfte ich "Tod beim Martinszug" von Stefanie Gregg lesen.

Erstens, ich hatte eine lustige Lesezeit mit der Geschichte.

Der Roman ist vom Inhalt her rund und die Figuren sind gut umschrieben. Die Handlung hält hier und da kleinere Überraschungen parat. Vermeintliche Kleinstadtidylle, ein bayrischer Sumpf aus Vetternwirtschaft und kleine Seitenhiebe auf die "gutbürgerliche" Gesellschaft lassen zwischendurch schmunzeln.
Leider schwächelt der Spannungsbogen häufiger und so war für mich als leidenschaftlichen Romanleser bereits nach kurzer Zeit klar, wohin die Reise geht

Ein nett geschriebener Roman, um es sich an einem verregneten Nachmittag auf dem Sofa gemütlich zu machen.

Meinen Lesegeschmack hat "Tod beim Martinszug" nicht ganz getroffen und deshalb gibt es 3 Bewertungssterne.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Sprengmeister und der unheilige Gral

Die Sprengmeister und der unheilige Gral
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Dank einer Leserunde durfte ich das Buch "Die Sprengmeister und der unheilige Gral" von Heiner Wacker lesen.

Der Autor entwirft im Jahr 2040/41 in Münster ein düsteres Bild: Die gesellschaftliche Ordnung ...

Dank einer Leserunde durfte ich das Buch "Die Sprengmeister und der unheilige Gral" von Heiner Wacker lesen.

Der Autor entwirft im Jahr 2040/41 in Münster ein düsteres Bild: Die gesellschaftliche Ordnung ist zusammengebrochen. Auf der einen Seite gibt es im Pomp lebende Reiche, auf der anderen Seite der größte Teil der Bevölkerung, der sich an der Armutsgrenze durchs Leben schlägt.
Die Alten leben teils in sogenannten Mumien-WG´s oder vegetieren vor sich hin.
Langsam formiert sich Widerstand in Form einer Gemeinschaft, die sich die Sprengmeister nennt und Attentate verübt.

Bis hier war die Handlung für mich in vielem nachvollziehbar und dank schwarzem Humor sehr unterhaltsam.

Im 2. Teil des Buchs kippt die Handlung in Richtung Action und wird zunehmend sexlastig. Mir persönlich war es irgendwann "too much".

Außerdem musste ich bei den sich ständig überkreuzenden Handlungsfäden und Figuren aufpassen, dass ich den Zusammenhang nicht aus dem Blick verlieren. Das ist mir an manchen Stellen nur durch Zurückblättern und Nachlesen gelungen.

Die Grundidee des Autors aus Zukunftstechnologien, Gentechnik, Kapitalismus in seiner schlimmsten Form, tiefschwarzem Humor und verschiedenen sozialen Komponenten eine sogenannte "Social Fiction" zu kreieren finde ich grundsätzlich klasse. Die Umsetzung konnte mich leider nicht zu 100 % überzeugen.

Trotdem sage ich "Danke", dass ich mitlesen durfte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Valhalla

Valhalla
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Vorsicht, diese Rezension enthält SPOILER











Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde entdecken.

Wie so oft mussten die bösen Nazis für die Grundgeschichte her halten. Ein Forschungslabor ...

Vorsicht, diese Rezension enthält SPOILER











Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde entdecken.

Wie so oft mussten die bösen Nazis für die Grundgeschichte her halten. Ein Forschungslabor in der Arktis, innerhalb einer versunkenen Stadt, diente während des 2. Weltkriegs als Basis für Genversuche, die schief gelaufen sind.

Durch Satellitenaufnahmen wird diese Stadt unter dem Eis entdeckt und eine Forschungsexpedition losgeschickt. Beim Öffnen einer Steinplatte wird der Virus freigesetzt und vernichtet bis auf die Heldin Hannah fast alle Teilnehmer. Hannah überlebt, dank ihrer Schwangerschaft, weil der Fötus wie ein Virenfilter wirkt.

Zwischenzeitlich haben die Russen das Gelände weiträumig gesichert und versuchen den Gen-Virus in ihre Hände zu bekommen. Hannah, die Heldin der Story muss aber, um ihr Kind nach der Geburt zu retten, nochmals in das Genlabor. Mit Hilfe einiger Wissenschaftler und eines russischen Hundeführers, der die Arktis kennt, gelingt eine Rückkehr in die Station. Dort stellt sich dann heraus, dass zwei Personen der ersten Expedition den Virusbefall überlebt haben und zu einer Art "Supermenschen" geworden sind.

Ich stoppe jetzt hier, um nicht alles zu verraten.

Deutlich fällt das Grundthema Nutzen und Fluch der Genforschung auf. Ein Thema, dass in der heutigen Zeit oft schon wie selbstverständlich hingenommen wird. Ob gentechnisch veränderte Lebensmittel oder wie hier Züchtung eines Supermenschen...es ist erschreckend wie leichtsinnig unter dem Deckmantel der Wissenschaft Prozesse losgetreten werden, deren genaue Folgen erst in der Zukunft erkennbar sein werden.

Die Grundidee der Geschichte ist aus meiner Sicht interessant und bietet gerade mit dem Thema Genforschung ein aktuelles und hochbrisantes Setting. Leider war der Spannungsbogen für mich nicht durchgängig vorhanden und vieles war auch vorhersehbar.

Die Charaktere sind mir bis zum Schluß ein ganzes Stück fremd geblieben.

Alles in allem ein Buch, dass aus meiner Sicht etwas schleppend beginnt, zwischendurch an Fahrt aufnimmt und dann in einem Showdown endet.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Rabenseele

Rabenseele
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Rabenseele ist ein Buch mit einer durchaus interessanten Schreib- und Erzählweise, die mich allerdings leider hier und da etwas verwirrt hat.

Der laufende Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ...

Rabenseele ist ein Buch mit einer durchaus interessanten Schreib- und Erzählweise, die mich allerdings leider hier und da etwas verwirrt hat.

Der laufende Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit verhinderte ein flüssiges Lesen und führte dazu, dass ich das Buch mehrfach unterbrechen musste.

Ich habe versucht mich in die Hauptprotagonisten hinein zu versetzen, was mir oft schwer fiel. Mehrere Figuren der Handlung erschienen mir wie eine Ansammlung verkappter Existenzen. Erschwerend kam für mich hinzu, dass ich die Gedankensprünge der Autorin zwischen Schuld, Reue, Gewalt und Grausamkeiten nicht fesseln konnten. Es gab für meinen persönlichen Geschmack etwas zu viele Handlungsstränge, die auch durch das letzte Kapitel am Ende nicht schlüssiger wurden.

"Rabenseele" ist für mich kein Buch zum gemütlichen Abschalten im Feierabend. Die Autorin erzählt ihre Geschichte in einer interessanten Erzählweise, die aber nicht meinen ganz persönlichen Lesenerv getroffen hat.