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Veröffentlicht am 27.03.2018

Warmherziger Wohlfühlroman mit Sommerflair

Drei Schwestern am Meer
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Die drei Schwestern Katharina, genannt Rina, Jana und Pia verloren früh ihre Eltern und wuchsen bei ihrer Großmutter Marianne auf Rügen auf.
Rina ist Ärztin und lebt eigentlich in Berlin. Jetzt stehen ...

Die drei Schwestern Katharina, genannt Rina, Jana und Pia verloren früh ihre Eltern und wuchsen bei ihrer Großmutter Marianne auf Rügen auf.
Rina ist Ärztin und lebt eigentlich in Berlin. Jetzt stehen ihr zwei Wochen Ferien bei der Oma auf Rügen bevor, in denen sie sich nach Ruhe, Sonne und Meer sehnt. Doch alles kommt ganz anders.
In Rinas Privatleben steht eine Veränderung an und dann bricht plötzlich ihre Oma bewusstlos zusammen. Rina ist glücklicherweise im Haus, kann ihre Oma reanimieren und diese landet im Krankenhaus auf der Intensivstation im künstlichen Koma.
Eine sorgenvolle Zeit beginnt für Rina, aber sie erhält Unterstützung durch ihre Schwestern Jana und Pia. Doch auch bei den beiden ist im Privatleben nicht alles so wie es sein sollte.
Doch die drei Schwestern halten zusammen, sind für einander da und kümmern sich gemeinsam um ihre Oma. Diese erwacht aus dem Koma und erzählt nach offenbar wirren Träumen merkwürdige Dinge, die die drei Schwestern auf die Spur eines Familiengeheimnisses bringen.

Die drei Schwestern sind ein tolles Team und haben mich schnell begeistert. Solch ein schönes Verhältnis unter Geschwistern wünscht sich sicher jeder. Die drei sind liebenswert, jede hat ihre Stärken und Schwächen und sie ergänzen sich prima. Und ganz besonders liegt ihnen natürlich ihre Oma am Herzen, bei der sie nach dem Verlust der Eltern aufgewachsen sind. Sie nennen sich selber „Drei Engel für Oma“ und tun alles, damit ihre Oma es künftig etwas leichter hat, wenn sie aus dem Krankenhaus kommen wird.
Besondere Nähe bekommt man zu Rina, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Ihre Gefühls- und Gedankenwelt wirkt real und glaubhaft, so dass ich fast das Gefühl hatte, eine gute Freundin erzählt mir ihre Geschichte. Aber auch Jana und Pia haben ihren Anteil an der Geschichte und alle drei sind liebevoll gezeichnet und charakterisiert.
Es gibt etliche Nebenfiguren, wie nette Nachbarn, Krankenhauspersonal und eine junger Hausarzt. Sie alle spielen mehr oder weniger wichtige Rollen und passen gut ins Gesamtbild.
Die Geschichte selbst ist unterhaltsam und es ist einiges los. Da geht es nicht nur um die Großmutter, ihre Krankheit und die Folgen sondern auch um einige Veränderungen im Leben der drei Schwestern und letztendlich auch um das große Geheimnis der Großmutter, das einiges verändert.
Ich habe mich mit den drei Schwestern um die Oma gesorgt, mit ihnen gelacht und sie beobachtet, wie sie Pläne schmieden.
Durch den schönen, mitreißenden Schreibstil hatte ich das Gefühl mit dabei zu sein und die Erlebnisse mit den Schwestern zu teilen.

Die Insel Rügen mit ihren Kreidefelsen, tollen Stränden, schöner Landschaft und charmanten Orten ist ein tolles Setting für die Geschichte. Durch die schönen bildhaften Beschreibungen hörte ich das Meer rauschen und spürte fast den Wind in den Haaren. Die Lust auf eine Reise nach Rügen im Sommer ist jetzt groß!

Auch Freunde von leckerem Essen kommen nicht zu kurz. Da gibt es Ofenfleisch, Heringe die zu Pfefferlingen werden, Karamell und Haselnusspaste. Wem da das Wasser im Mund zusammen läuft, der findet im Anhang zum Buch einige Rezepte.

Diese schöne Geschichte über drei Schwestern bietet neben sommerlichem Flair, guter Unterhaltung und einem schönen Schauplatz noch ein bisschen mehr. Themen wie Verlust, Trauer, Vergangenheitsbewältigung, familiärer Zusammenhalt, Vertrauen und Freundschaft bringen viele Facetten in die Geschichte und haben mich auch an einigen Stellen nachdenklich werden lassen.
Auch wenn das Familiengeheimnis am Ende aufgelöst wird, was vielleicht ein bisschen zu einfach ging, bieten doch einige Dinge Möglichkeiten für eine Fortsetzung, auf die Anne Barns vielleicht irgendwann Lust hat. Ich würde mich darüber freuen!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© fanti2412.blogspot.de

Veröffentlicht am 24.03.2018

Solider Küsten-Krimi

Blutmöwen
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Dies ist bereits der 5. Fall für Kommissarin Helene Christ, für mich war es allerdings der erste, denn ich kannte die Reihe bisher nicht.
Daher kann ich sagen, dass man die Fälle durchaus unabhängig voneinander ...

Dies ist bereits der 5. Fall für Kommissarin Helene Christ, für mich war es allerdings der erste, denn ich kannte die Reihe bisher nicht.
Daher kann ich sagen, dass man die Fälle durchaus unabhängig voneinander lesen kann und nicht zwingend die Reihenfolge einhalten muss.

Bauer Brodersen wurde offenbar mit seinem eigenen Jagdgewehr erschossen und liegt am Rand seines Weizenfeldes. Touristen finden ihn und der örtliche Dorfpolizist informiert die Kriminalpolizei.
Kommissarin Helene Christ und ihr Kollege Nuri Önal übernehmen die Ermittlungen.
War es Mord oder Selbstmord?
Offenbar gibt es kaum Personen, die um Brodersen trauern und viele, die ein Motiv haben könnten, ihn umzubringen.
Dazu kommt, dass der Brodersen Hof, ein Familienbetrieb, große finanzielle Probleme hat und wohl vor dem Aus steht.
Auch das könnte ein Motiv sein. Es gibt viel zu tun für die Kommissare, denn es müssen viele Personen befragt werden und viele Fährten bzw. Spuren sind zu verfolgen.

Helene Christ hat mir als Protagonistin gut gefallen. Sie ist gut gezeichnet, eine gewissenhafte Polizistin, die ihren Beruf ernst nimmt und immer die Wahrheit finden möchte. Es gibt auch kleine Einblicke in ihr Privatleben, was die Figur authentisch macht und sie abrundet.
Ihr Partner Nuri Önal gefiel mir dagegen nicht so gut.
Zu oft wurde mir hier erwähnt, dass er Migrationshintergrund hat und sich deswegen „dumme Bemerkungen“ gefallen lassen muss. Offenbar kompensiert er das damit, dass er sehr häufig den „bad Cop“ gibt und sich bei Befragungen oder Verhören sehr unfreundlich und harsch verhält.
Irgendwie hat mich das gestört.

Der Fall ist sehr undurchsichtig und die beiden Kommissare haben viel Mühe herauszufinden, ob es Selbstmord oder Mord war und wer der Mörder sein könnte! Natürlich werden auch Befragungen innerhalb der Familie durchgeführt, aber die sehr religiöse Witwe schweigt und blockt ab während von Sohn und Tochter, die beide nicht mehr auf dem heimischen Hof leben, auch nicht so sehr viel zu erfahren ist.
Schnell hatte ich den Eindruck, dass es da Geheimnisse in der Familie geben muss und ich sollte mich nicht täuschen.
Dadurch ist der Fall durchgehend spannend, denn es gilt ja einiges aufzuklären und viele Spuren zu verfolgen.
Die klassische Ermittlungsarbeit, die die Kommissare hier zu erledigen haben, hat mir gut gefallen und sie wurde auch glaubhaft und nachvollziehbar beschrieben.
Sehr gut gefallen hat mir auch das Setting in Flensburg und in dem kleinen Dorf im Umland. Das Dorfleben, besonders der in einem Dorf oft übliche Klatsch und Tratsch, wurde gut dargestellt und für die Story genutzt.
Die Landschaft der Flensburger Förde und der Region ist anschaulich beschrieben und macht Lust auf einen Besuch dort.

Dieser solide Küsten-Krimi punktet mit einer sympathischen Kommissarin, vielfältigen Themen, wie Familiengeheimnisse, häusliche Gewalt und die schwierige Lage alteingesessener Bauernfamilien.
Ich hatte spannende Lesestunden und freue mich auf weitere Fälle mit Helene Christ!


Fazit: 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 20.03.2018

Krimi-Debüt mit viel Lokalkolorit und Charme

Yasemins Kiosk
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Die Polizistin Nina wurde vom Dienst suspendiert und kehrte von Wuppertal in ihre Heimatstadt Bielefeld zurück, um sich um ihre psychisch gestörte Mutter zu kümmern. Das Zusammenleben gestaltet sich sehr ...

Die Polizistin Nina wurde vom Dienst suspendiert und kehrte von Wuppertal in ihre Heimatstadt Bielefeld zurück, um sich um ihre psychisch gestörte Mutter zu kümmern. Das Zusammenleben gestaltet sich sehr schwierig, da die Mutter sich einfach nicht helfen lassen will. So sucht Nina nach einer eigenen Wohnung und landet im Mehrfamilienhaus von Dorothee Klasbrummel. Die ältere Dame leidet unter ein Phobie und verlässt seit vielen Jahren nicht mehr ihre Wohnung. Im Erdgeschoss beitreibt die junge Yasemin einen Kiosk und wird von der Hauseigentümerin Dorothee behandelt wie eine eigene Tochter. Die beiden verbindet eine schöne Freundschaft aber Yasemin hat ein Problem. Sie wird von einem Stalker massiv belästigt.
Als Nina ins Haus einzieht, verspricht sie Yasemin, ihr zu helfen und den Stalker zu finden.
Aber dann findet Yasemin im Altpapiercontainer die Leiche eines Bekannten. Die Polizei geht aufgrund der Todesursache nicht von Fremdeinwirkung sondern Drogen und Alkohol aus, doch das kann Yasemin nicht glauben.
Und so beginnen die drei so unterschiedlichen Frauen selbst zu ermitteln.

Der Krimi wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Wir erleben einen unbekannten Mann, der die Leiche in seinem Auto durch die Gegend fährt, um sie zu „entsorgen“. Im weiteren Verlauf erfahren wir noch, dass dieser Mann wohl nicht der Mörder ist, sondern nur den Auftrag hatte, die Leiche wegzuschaffen. Ansonsten ist er versessen von der Idee, seinem „Engel“ ein Haus zu bauen, in dem er mit ihr leben will.
Wer dieser Mann ist und was er mit dem gesamten Fall zu tun hat, erfährt der Leser erst ganz am Ende und da hält die Autorin eine faustdicke Überraschung bereit.
Im anderen Handlungsstrang verfolgen wir die Erlebnisse der drei Frauen. Sie ermitteln verdeckt im Umfeld des Mordopfers und Nina nimmt nebenbei noch die ehemaligen Freunde von Yasemin unter die Lupe, unter denen sie den Stalker vermutet.
Jede der drei Frauen hat Eigenarten und Probleme. So ist Nina total mit der Pflege ihrer Mutter überfordert, Dorothee kämpft mit ihrer Phobie, die Wohnung nicht verlassen zu können und Yasemin hat Angst vor dem Stalker. Auch charakterlich sind sie sehr unterschiedlich. Es ist der Autorin gut gelungen, die drei Protagonistinnen auszuarbeiten und zu zeichnen. Besonders Dorothee hatte ich schnell ins Herz geschlossen, denn trotz ihrer Phobie hat sie sich ihr fröhliches Gemüt bewahrt, ist lebensfroh und macht einfach das Beste aus ihrer Situation.
Aber auch Nina und Yasemin waren mir sympathisch und diese ungleiche Frauenfreundschaft hat mir gefallen. Denn die drei unterstützen und helfen sich gegenseitig, jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten. Die gemeinsamen Ermittlungen schweißen sie zusammen und unbewusst helfen sie sich gegenseitig mehr bei ihren Problemen, als sie selbst bemerken.

Das Besondere an diesem Krimi ist sicher viel Lokalkolorit gewürzt mit Charme und Humor. In Dialogen lässt die Autorin häufig die lokale Umgangssprache einfließen ebenso wie die Lebensweise der Region einschließlich Fußballverrücktheit und Kneipenszene. All das hat auf mich ziemlich authentisch gewirkt und zur guten Unterhaltung beigetragen.
Der Kriminalfall ist gut durchdacht, realitätsnah und berührt auch aktuelle Themen. Etwas Spannung ist eigentlich ständig vorhanden, da hier ja zwei Täter gesucht werden, der Mörder und der Stalker. Gegen Ende steigert sich die Spannung dann deutlich, als es schließlich zu einem Showdown kommt, in dem dann alles aufgeklärt wird.
Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und hat mich schnell mitgenommen nach Bielefeld und in die Welt der drei Freundinnen.

Dieser unblutige, leider etwas kurze, Debütkrimi bietet einen fein gesponnen Kriminalfall, facettenreiche Protagonistinnen und viel Charme und Raffinesse. Auch wenn einige Stellen etwas überzogen waren, würde ich gerne eine Fortsetzung lesen und mehr Abenteuer mit den drei ungleichen Freundinnen erleben!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© fanti2412.blogspot.de

Veröffentlicht am 16.03.2018

Unspektakulärer, ruhiger Krimi mit tollem Protagonisten

Ein eindeutiger Fall
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Dies war mein erster Krimi des Autors und auch um seinen Protagonisten Marc Hagen.
Auch wenn man die Vorgängerbände aus der Reihe nicht gelesen hat, kann man diesem Krimi gut folgen, denn die wichtigsten ...

Dies war mein erster Krimi des Autors und auch um seinen Protagonisten Marc Hagen.
Auch wenn man die Vorgängerbände aus der Reihe nicht gelesen hat, kann man diesem Krimi gut folgen, denn die wichtigsten Fakten um den Protagonisten werden immer wieder kurz erläutert.
Marc Hagen hat seine Tätigkeit als Anwalt eigentlich aufgegeben und seine Kanzlei aufgelöst.
Von einem Richter wird er gebeten, ein Mandat zu übernehmen, da der zuständige Verteidiger plötzlich verstorben ist. Nach kurzem Aktenstudium übernimmt er den Fall von Rainer Höller, der seine Tochter Monja ermordet haben soll, dies aber vehement bestreitet. Brisant an dem Fall ist, dass Ilka, die Mutter der getöteten Monja und Ex-Frau des Angeklagten, seine erste große Liebe war, die ihn damals aber verlassen hat. Sie tritt im anstehenden Prozess auch als Nebenklägerin auf. Es kommt natürlich zu einem Wiedersehen zwischen den beiden und in Rückblicken erfährt der Leser, wie sie sich damals kennengelernt haben und wie es zur Trennung kam.

Marc Hagen hat mir als Protagonist gut gefallen. Im Grunde seines Herzens ist er Anwalt und möchte für Gerechtigkeit sorgen. Deshalb versteht er das Mandat auch nicht als Pflichtverteidigung sondern versucht seinen Mandanten mit vollem Einsatz zu verteidigen. Auch wenn alle Indizien gegen seinen Mandanten sprechen, beginnt er zu recherchieren und stellt schnell fest, dass Monja nicht so ganz das "unschuldige" Mädchen war, wie ihre Mutter es darstellt. Es gibt durchaus andere Personen, die einen Grund gehabt hätten, Monja zu töten.
Mit viel Kreativität und ungewöhnlichen Ideen geht Marc Hagen vielen Spuren nach, um die Wahrheit zu finden.
Dabei berücksichtigt er nicht nur Fakten sondern auch Moral. Unterstützung erhält er durch die Assistentin seines verstorbenen Kollegen.
Mir hat die Ermittlungsarbeit von Marc Hagen gut gefallen, denn er arbeitet "trickreich" aber immer im Rahmen der Legalität. Der Autor verwendet etliche juristische Feinheiten und Begriffe, die auch für Laien gut dargestellt werden und authentisch wirken. Da er selbst Jurist ist, gelingt ihm das besonders gut.
Es gibt viele Wendungen und Überraschungen, falsche Fährten und andere die wiederum zu neuen führen. Dadurch ist ständig eine gewisse Spannung vorhanden und ich hatte keine Idee, welche Spur die richtige sein könnte und wer Monja letztendlich wirklich getötet hat.
Auch das Privatleben von Marc Hagen kommt nicht zu kurz, das nicht ganz unproblematisch ist. Da gibt es auch hin und wieder humorvolle Momente und Situationen.
Letztendlich gelingt es Marc Hagen die Wahrheit heraus zu finden. Die Auflösung bzw. das Ende war mir allerdings ein bisschen zu konstruiert, aber es war schlüssig und lässt keine Fragen offen.

Dieser unspektakuläre eher ruhige Krimi bietet solide Krimikost und punktet mit einem gut gezeichneten Protagonisten, von dem ich gerne mehr lesen möchte!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© fanti2412.blogspot.de

Veröffentlicht am 16.03.2018

Regionalkrimi mit rheinischem Frohsinn

Schnapsdrosseln
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Dies ist nach "Schnapsleiche" bereits der 2. Fall in dem die beiden Freundinnen Britta und Margot ermitteln. Man muss den 1. Fall nicht zwingend kennen, denn dieser Teil ist in sich abgeschlossen.
Dennoch ...

Dies ist nach "Schnapsleiche" bereits der 2. Fall in dem die beiden Freundinnen Britta und Margot ermitteln. Man muss den 1. Fall nicht zwingend kennen, denn dieser Teil ist in sich abgeschlossen.
Dennoch ist es hilfreich, wenn man den 1. Teil kennt, da sich die Figuren der beiden Freundinnen und deren Privatleben natürlich weiter entwickeln.
Die Geschichte spielt in Bonn und da hauptsächlich im Stadtteil Lengsdorf.
Als Bonnerin hat mir das besonders gut gefallen, da die Örtlichkeiten sehr genau, detailliert und realistisch beschrieben sind. Auch das "Dorfleben" in diesem Stadtteil ist authentisch wiedergegeben und ich musste oft grinsen, da mir vieles bekannt vor kam, weil ich in einem kleinen Stadtteil von Bonn aufgewachsen bin und das Leben dort wieder erkannt habe.

Wie auch schon im 1. Fall gibt es neben den schon bekannten Figuren viele interessante Charaktere, die sehr facettenreich sind und wunderbar in die Geschichte passen.
Mit ihrem flüssigen und lockeren Schreibstil und einer großen Portion Humor erzählt die Autorin viel über Intrigen, Geheimnisse und Familiendrama in dem beschaulichen Stadtteil Bonns. Die polizeiliche Ermittlungsarbeit tritt dabei nur am Rande auf, dennoch sind die Zusammentreffen von Britta und Kommissar Wörner, deren Liebelei eigentlich beendet ist, immer wieder witzig und ein gewisses Prickeln gibt es immer noch zwischen den beiden.
Den größten Teil der Ermittlungsarbeit erledigen Britta und Margot, die neugierig überall herum schnüffeln und dabei jede Menge Verdächtige und Motive präsentieren. Mit viel Witz und herrlichen Dialogen diskutieren die beiden alle Aspekte und nähern sich so immer mehr der eigentlichen Lösung.
Durch die vielen Verdächtigen und geschickt gelegte falsche Fährten sowie viele kreative Details ist die Spannung durchgängig hoch.
Außer Brittas Hund Louis spielen noch einige weitere Hunde eine Rolle, was Abwechslung bringt und die Story abrundet, besonders für Hundeliebhaber.

Insgesamt ist es ein abwechslungsreicher Regionalkrimi mit viel rheinischem Frohsinn und einem überraschenden Finale, der mich gut unterhalten hat und den ich als Bonnerin besonders gerne gelesen habe.



Fazit: 4 von 5 Sternen


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