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Veröffentlicht am 24.03.2018

Ein kurzweiliger Thriller

Ich bin der Hass
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Inhalt:

In dem fünften Teil der Reihe haben Special Agent Marcus Williams und sein Bruder, der Serienkiller Francis Ackerman einen neuen Fall der sie nach San Francisco bringt. Dort verfolgen sie einen ...

Inhalt:

In dem fünften Teil der Reihe haben Special Agent Marcus Williams und sein Bruder, der Serienkiller Francis Ackerman einen neuen Fall der sie nach San Francisco bringt. Dort verfolgen sie einen Mann der sich selbst „Gladiator“ nennt. Gleichzeitig verschwinden junge Mädchen, die für ein ganz spezielles Experiment herhalten müssen. Ein wahrer Kampf gegen Leben und Tod beginnt...

Rezension:

Als erstes möchte ich bei diesem Hörbuch den Sprecher Thomas Balou Martin loben. Er weiß wie man eine besondere Stimmung erzeugt und den Hörer in diese Welt eintauchen lassen kann.

Im Zuge einer Leserunde habe ich eine gekürzte Version des Hörbuchs gehört und hatte an einigen Stellen das Gefühl einige Dinge wurden zu stark gekürzt. Man konnte der Geschichte zwar folgen, doch so manche Details hätte ich doch noch gern gewusst.

Doch nun zur Rezension der Geschichte an sich – Für mich war es der erste Teil der Serie den ich gehört/gelesen habe. Für die Geschichte an sich ist das kein Nachteil, denn sie beginnt von vorn und ist ein in sich eigenständiger Fall. Doch um einige Entwicklungen und Entscheidungen der beiden Brüder zu verstehen bzw. nachvollziehen zu können, wäre es wohl doch von Vorteil die Reihe von Beginn an zu lesen. Denn für mich wollte sich der Gedanke nicht richtig einstellen, dass Ackerman früher selbst mal grausig war. Dazu kommt er mir hier fast ein bisschen zu menschlich rüber.

Ich kam gut in das Geschehen und konnte mir Orte und Personen sehr gut vorstellen, doch haben sich für mich dennoch manche Fragen begleitet, die auch bis zum Schluss nicht geklärt werden konnten.

Natürlich kann und will ich nicht viel von der Geschichte erzählen, doch hatte ich gerade zum Ende hin das Gefühl, dass so manche Erläuterung am Ende hätte weggelassen werden und mehr Raum und Zeit für die Geschichte an sich genommen werden können.

Die Geschichte als solches könnte (natürlich sehr abgeschwächt) auch wirklich vorkommen, zumindest der Komplex den eine Figur dort aufweist, doch war war alles einen kleinen Ticken zu viel meiner Meinung nach.

Dennoch möchte ich das Buch in der Gesamtheit jedem ans Herz legen, der die vorherigen Bücher bereits gelesen hat. Die die sie noch nicht kennen, empfehle ich sie vorher zu lesen/zu hören.

Alles in allem ein guter Thriller der ein tolles und kurzweiliges Vergnügen ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Originalität
  • Spannung
  • Stil
Veröffentlicht am 27.12.2017

Optimiere die Welt!

Die Optimierer
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Inhalt:

Wir haben das Jahr 2052 und Europa ist nicht mehr so wie wir es kennen. Das Leben wird über spezielle Kontaktlinsen gesteuert und Roboter übernehmen Haushaltsaufgaben und viele Jobs. Doch nicht ...

Inhalt:

Wir haben das Jahr 2052 und Europa ist nicht mehr so wie wir es kennen. Das Leben wird über spezielle Kontaktlinsen gesteuert und Roboter übernehmen Haushaltsaufgaben und viele Jobs. Doch nicht alle können von ihnen gemacht werden und deswegen gibt es Samson. Denn Samson Freitag ist Lebensberater und soll den Menschen ihren perfekten Job zuordnen. Einen, in dem sie selbst aufgehen und somit der Gesellschaft am Besten helfen können. Doch dann passiert ein Fehler und Samsons Welt steht auf dem Kopf.

Autorin:

“Die Optimierer” ist der erste Roman der Autorin Theresa Hanning. Ausgezeichnet mit dem Stefan-Lübbe-Preis 2016 hat sie bereits einen großen Erfolg erhalten. Sie wurde 1984 in München geboren und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von München.

Rezension:

Die Idee “was wäre wenn” ist sicher nicht neu, doch immer wieder spannend. Jeder malt sich seine eigene Welt aus bzw. überlegt doch ab und an mal, was in 10, 20 oder 100 Jahren mit unserer Welt passiert sein könnte. Doch auch, wenn wir das einfach nicht wissen können - sich solche Szenarien auszudenken kann interessant sein.

Und manche denken dann nicht nur, sie schreiben die Gedanken auch auf und verpacken es in einen Roman.

Hier ist nun Samson Freitag, ein Lebensberater, den wir in dieser Welt begleiten. Eigentlich ein sehr an das System angepasster Mensch muss plötzlich feststellen, dass dieses keine Fehler gestattet und plötzlich steht er innerhalb von ein paar Tagen ohen eine Zukunft da. So spannend ich die Geschichte finde, ist das auch mein Kritikpunkt - es passiert zu viel, zu schnell auf zu wenig Seiten. Man kommt kaum hinterher und die Gedanken, die man eben noch im Kopf zu einem Szenario hatte, sind schnelle verdrängt, denn es geht schon wieder rasant weiter. Das ist ein Buch, dass man (meiner Meinung nach) in Abschnitten und nicht auf einmal lesen sollte. Man muss bestimmte Teile erstmal sacken lassen, darüber nachdenken um dann mit der Geschichte fortfahren zu können.

Doch sollte man es doch lesen. Auch wenn es in der zukunft spielt, kann man vieles bereits auf unsere heutige Zeit übertragen und man sollte selbst mal darüber nachdenken, in wie weit man schon von Technik und all dem gesteuert ist.

Von mir eine klare Empfehlung, wenn ich mir von dem (hoffentlich erscheinendem) Nachfolger erhoffe, ein bisschen ruhiger zu sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Idee/Originalität
  • Spannung
Veröffentlicht am 09.12.2017

Ein bisschen Horror

Die Blutschule
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Inhalt:

Die Brüder Simon und Mark müssen aus der Großstadt raus und in ein abgelegenes Dorf ziehen. Doch die Sommerferien stehen bald an und damit ein bisschen ersehnte Freiheit. Der Vater jedoch hat ...

Inhalt:

Die Brüder Simon und Mark müssen aus der Großstadt raus und in ein abgelegenes Dorf ziehen. Doch die Sommerferien stehen bald an und damit ein bisschen ersehnte Freiheit. Der Vater jedoch hat andere Pläne mit ihnen und so nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. EIne iensame Insel und eine versteckte Schule mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird.

Rezension:

Das Buch, geschrieben von Sebastian Fitzek und seinemr Figur Max Rhode, ist ganz anders als seine "eigentlichen" Bücher.

Das liegt daran, dass es um ein Buch im Buch geht. In seinem Buch "Das Joshua-Profil" geht es eben auch um dieses Buch "Die Blutschule".

Man kann es aber auch unabhängig voneinander lesen.

Man muss jedoch damit leben, dass hier der Horror eine größere Rolle spielt uns eben kein typischer Fitzek Thriller ist. Dennoch habe ich das Buch gern gelesen und finde auch dieser Stil steht ihm gut.

Gerade als Autor ist es sicher schwer, sich in ein anderes Genre einzufinden.

Veröffentlicht am 01.04.2026

Ermittlungen in der Hitze eines Sommers

Tainted Love
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Ermittlungen in der Hitze eines Sommers

Nordhessen im flirrenden Hitzesommer 1986. Im Zonenrandgebiet rund um die DDR-Grenze herrscht eine beklemmende Idylle. Als der sinkende Wasserspiegel eines Sees ...

Ermittlungen in der Hitze eines Sommers

Nordhessen im flirrenden Hitzesommer 1986. Im Zonenrandgebiet rund um die DDR-Grenze herrscht eine beklemmende Idylle. Als der sinkende Wasserspiegel eines Sees plötzlich ein luxuriöses Autowrack freigibt, erwacht die Vergangenheit der Region zum Leben. Martin Ritter und die Journalistin Christine Lehmann nehmen die Fährte auf. Und auch ihr privates Leben wird auf den Kopf gestellt.

Als ich das Buch begonnen habe, war ich begeistert. Ich hatte direkt die Szenen vor Augen. Etwas ausgeblichen und das Gefühl einen Tatort der 80er zu sehen. Der Autor hatte es direkt geschafft mich in diese Zeit zu katapultieren.

Doch dann kam leider keine Spannung auf. Der Fall plätschert vor sich hin, es geht mehr um das Privatleben der beiden Figuren und es werden viele Spuren gelegt um dann am Ende doch eine recht unspektakuläre Auflösung zu bekommen. Für einen Krimi war es definitiv zu wenig Fall, zu wenig Ermittlung und viel zu viel Rahmenhandlung.

Und das ist sehr Schade, denn wie geschrieben, der Schreibstil selbst ist unfassbar gut. Sehr detailreich und man hat das Gefühl mittendrin zu sein. Doch wenn die Geschichte selbst dann vergessen wird, passt es leider nicht zusammen.

ISBN: 978-3691310108
Autor: Vincent Tal
Verlag: Pfaueninsel
ET: 30.03.26
Umfang: 224 Seiten

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  • Spannung
Veröffentlicht am 18.01.2026

Wer war es?

Deadline
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Wer war es?

Es ist kurz vor Weihnachten. Es soll nach Hause gehen und ein paar freie Tage warten. Doch dann wird das Flugzeug von Jill und ihren Kollegen entführt. Eigentlich erwarten sie einen ruhigen ...

Wer war es?

Es ist kurz vor Weihnachten. Es soll nach Hause gehen und ein paar freie Tage warten. Doch dann wird das Flugzeug von Jill und ihren Kollegen entführt. Eigentlich erwarten sie einen ruhigen Heimflug nach Portland, doch kurz nach dem Start übernimmt die Pilotin das Wort und offenbart einen tödlichen Plan. Sie hat sie alle auf das offene Meer gelenkt und verlangt, dass sich ein Mörder an Bord innerhalb von 30 Minuten zu erkennen gibt. Andernfalls will sie das Flugzeug in den Atlantik stürzen lassen.

Ein gutes “Wer war es” finde ich immer spannend. Man kann miträtseln und Theorien aufstellen. Was können Motive sein und wer ist eigentlich die Pilotin? Denn das wissen wir alle zu Beginn nicht.

Das Buch arbeitet mit sehr vielen unterschiedlichen Figuren und zahlreichen Rückblicken, wodurch man als Leserin aufmerksam bleiben muss, um den Überblick darüber zu behalten, wer wer ist und welche Rolle die einzelnen Personen spielen. Die Handlung setzt sich intensiv mit der Vergangenheit auseinander und gibt immer neue Informationen preis, die wichtig für die Gegenwart sind. Zwar entsteht Neugier darauf, wer die Pilotin ist und was genau hinter ihren Motiven steckt, insgesamt fehlt dem Buch jedoch der eigentliche Thriller-Charakter. Statt guter Spannung lesen wir zu viele Hintergrundgeschichten und Nebenhandlungen. Das hat mir persönlich leider etwas die Freude am Buch genommen.

Und zum Schluss finde ich es noch wichtig zu erwähnen (und das ist kein Spoiler, sondern wird relativ schnell beschrieben), dass Kind(er) sterben. Wer das Thema schwierig findet, sollte das Buch nicht lesen.

ISBN: 978-3442496082
Autor: Alex Lake
Verlag: Goldmann
ET: 17.12.25
Umfang: 464 Seiten

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