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Veröffentlicht am 23.04.2018

Zum Schluss wieder begeistert!

Layers
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INHALT:
Dorian lebt auf der Straße und kommt ganz gut durch, auch wenn es manchmal schwer ist.
Doch dann wacht er eines Tages auf und ein Toter liegt neben ihm , verwundet durch Dorians Taschenmesser. ...

INHALT:
Dorian lebt auf der Straße und kommt ganz gut durch, auch wenn es manchmal schwer ist.
Doch dann wacht er eines Tages auf und ein Toter liegt neben ihm , verwundet durch Dorians Taschenmesser. Dorian kann sich an nichts erinnern, war er womöglich selbst der Mörder?
Ein Mann namens Nico findet ihn genau in dieser Situation und macht ihm ein verlockendes Angebot: Dorian kommt in Bornheims Villa, bekommt dort Essen, neue Kleidung und Bildung - alles was er dafür tun muss, ist artig zu sein und einige Flugblätter verteilen. Ein wenig misstrauisch ist Dorian; es ist doch alles viel zu gut, um wahr zu sein, und als er Flugblätter verteilt, passieren immer wieder seltsame Dinge.
Also übernimmt er eine andere Aufgabe: Er soll Werbegeschenke ausliefern und muss sich dabei an einen genauen Plan halten. Nach einem Zwischenfall behält er eins dieser Werbegeschenke und ist plötzlich in großer Gefahr ...


MEINUNG: Cover
Ich mag das Cover, die Sicht auf eine Großstadt von unten und wie Titel und Autor aus vier Richtungen zu lesen sind, passend zum Titel, als wären sie übereinander.
Aber vor allem gefällt mir, was ich im Internet auf dem Cover nicht gesehen habe: Das man die Buchdeckel so schön aufklappen kann und so mehrere Schichten sieht, denn "Die Wahrheit ist vielschichtig", wie es auch dort geschrieben steht. Der aufklappbare Teil ist gestaltet wie das Cover, mit Wolkenkratzer von unten am Rand, das Quadrat in der Mitte wird mit jeder Schicht kleiner. So eine tolle Gestaltung, das Buch wäre mir auch aufgefallen, wenn es nicht von Ursula Poznanski gewesen wäre ;D

Protagonisten Dorian ist wohl einer der leichtgläubigsten Buchcharaktere aller Zeiten. Dabei ist er nicht dumm, er zieht gute Schlüsse aus den Dingen, die er erlebt, und geht auch immer schlau vor. Er ist nicht leichtsinnig oder naiv ... Aber zu vertrauensselig. Wie der Klappentext des Buches schon sagt: Die Wahrheit ist vielschichtig. Es tauchen immer wieder Leute auf, die sehr suspekt handeln, aber es kommt immer wieder vor, dass Dorian ihnen einfach traut, bzw. misstrauisch ist, aber das Misstrauen nichts bei ihm bewirkt - er verhält sich normal. Er kommt zu Bornheims Villa und er findet zwar schon alles sehr seltsam und vertraut der Sache nicht, macht aber trotzdem, was man von ihm verlangt, auch wenn er keine Ahnung hat, wofür.
Ansonsten mochte ich Dorian eigentlich. Am Anfang war er etwas besessen von Emils Tod (der Tote neben ihm) und hatte ständig Angst, auch später denkt er oft daran. Er lebt eigentlich die ganze Zeit in Paranoia, erst Angst vor der Polizei, nach seiner Flucht aus der Villa kommt noch die Angst vor Bornheims Leuten dazu, aber Dorian ist vorsichtig und schlauer als ich anfangs erwartet hätte.

Andere Charaktere Stella ist ein Mädchen aus Bornheims Villa, in das Dorian sich sofort verliebt, dem er sehr vertraut und das ihm sehr wichtig ist. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelte sich sehr schnell, viel zu schnell, ernsthaft. So schnell, dass sie sehr verdächtig wirkte. Sie war nichts Besonderes, sondern wirklich stinknormal und es gab auch nicht wirklich etwas, dass die beiden verband, es war beim zweiten Sehen oder so einfach so. Und dann konnte Dorian an nichts anderes mehr denken als an sie und nicht bedeutete ihm mehr als Stella. Wirkt das nicht höchst verdächtig?
Melvin, ein Junge aus der Villa, ist etwas rebellisch, aber doch froh mit seinem Leben in der Villa. Er verschwindet während Dorians Aufenthalt in der Villa und Dorian kann nicht glauben, dass Melvin weggelaufen sein soll, wie es behauptet wird. Das ist eines der Dinge, die Dorian beunruhigt.

Handlung
Einfach alles, was passiert, wirkt verdächtig. Wirklich alles. Und einiges widerspricht sich auch mal. Das baut Spannung auf und fesselt den Leser ans Buch, schließlich will man erfahren, was da eigentlich los ist.
Nur im Mittelteil hat sich irgendwie einiges wiederholt und dadurch wurde es in die Länge gezogen. Da hatte ich ehrilch gesagt nicht große Lust, weiterzulesen, auch weil ich dachte zu wissen, was los war.
Danach wurde es aber wieder rasant und spannend und das Ende war wieder, wie ich von Frau Poznanski gar nicht anders erwartet habe, spektakulär und voller Überraschungen.

FAZIT:
Auch wenn ich am Anfang und im Mittelteil ein klitzekleines bisschen gelangweilt war, hat Ursula Poznanski mich wieder überrascht und begeistert. Tolles Buch ^^

Veröffentlicht am 19.04.2018

Ein Zopf der Hoffnung

Der Zopf
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Drei Frauen, drei Länder, drei verschiedene Schicksale.
Smita möchte ihrer Tochter ein besseres Leben ermöglichen, Giulia möchte das Perückenunternehmen ihrer Familie retten und Sarah kämpft trotz Diskriminierung ...

Drei Frauen, drei Länder, drei verschiedene Schicksale.
Smita möchte ihrer Tochter ein besseres Leben ermöglichen, Giulia möchte das Perückenunternehmen ihrer Familie retten und Sarah kämpft trotz Diskriminierung um Erfolg bei ihrer Arbeit. Sie sind einander so fern und doch verbindet ein Zopf ihre Leben und gibt ihnen wieder Hoffnung ...

Protagonisten
Smita ist eine Dalit, eine Unberührbare, unterhalb aller Kasten. Ihr Schicksal ist es, Exkremente der anderen zu säubern. Sie mag dieses Leben nicht, aber sie kann auch nichts an den Umständen ändern. Nur für ihre Tochter Lalita wünscht sie, dass diese zur Schule gehen und all dem entkommen kann, da sie es niemals übers Herz bringen würde, ihre kleine zarte Tochter zu dieser widerlichen, demütigenden Arbeit zu zwingen. Sie arbeitet hart, um Lalita ein besseres Leben zu ermöglichen, dass einer Dalit in diesem Dorf sonst nicht möglich wäre. Sie ist mutig und stark, obwohl sie ihr ganzes Leben nur gedemütigt wurde und wie Abschaum behandelt wurde.

Sarah ist wohl die Personifikation von Ehrgeiz. Sie musste hart um ihre Partnerschaft bei der Anwaltskanzlei kämpfen und will diese Position auf keinen Fall gefährden. Sie ist gut in ihrem Job, aber das reicht ihr nicht, wenn sie so gut sein will wie die Männer, mit denen sie konkurriert. Für ihre Kinder hat sie kaum Zeit, da sie sich keinen Tag freinehmen möchte und mit ihrem Job verheiratet scheint. Als sie erkrankt, ist sie entschlossen, wie gewohnt weiterzuarbeiten und sich nichts anmerken zu lassen, damit sie unverwundbar bleibt und all ihre Arbeit nicht umsonst war. Ihre harte Mauer, die sie mühsam aufrecht erhält, schützt einen weichen Kern, ein Mädchen, das Anerkennung möchte.

Giulia arbeitet in der Perückenfabrik ihrer Familie, ein Unternehmen, dass die Familie seit Generationen führt und mit vielen Traditionen verbindet. Doch dann schlägt das Leben zu und alles, was sie besitzen, steht auf dem Spiel. Da hat Giulia kaum die Gelegenheit ihre neu entdeckten Gefühle für ihren Geliebten zu genießen, weil sie auch andere Sorgen hat. Ihre Familie und die Traditionen bedeuten ihr viel, sie möchte anders als ihre Schwestern nicht etwas vollkommen anderes tun, sondern das gleiche Geschäft fortführen und das Erbe bewahren, wenn auch auf eine andere Art.

Handlung und Schreibstil
Einiges an diesem Buch fand ich wirklich toll, anderes etwas schwächer.
Wir hatten hier drei Handlungsstränge, die zum Schluss eine Verbindung hergestellt haben, die nicht zu erzwungen wirkte. Ich fand aber nicht alle Handlungsstränge so emotional berührend, denn während ich mit Smita richtig mitgelitten habe und für Sarah auch viel Mitgefühl aufbringen konnte, ließ Giulias Schicksal mich eher kalt. Zwar hatte ich auch mit ihr Mitleid, aber ihre Geschichte konnte mich nicht so sehr überzeugen wie die anderen.
Ich fand es schade, dass auf dem Umschlag schon der Ausgang der Geschichte stand anstelle der Ausgangspunkte, aber das habe ich seltsamerweise gar nicht vorher gelesen, da die Inhaltsbeschreibung im Internet eine andere war.

Am meisten haben mich die Umstände in Indien schockiert. Es ist ein großes Land mit vielen verschiedenen Arten von Menschen und ich dachte, schon etwas über das Kastensystem zu wissen, aber was hier aufgewühlt wurde, war unglaublich und ich habe vieles nochmal recherchiert, weil ich es wirklich nicht glauben konnte.

Ich dachte erst, ich könnte Probleme mit den fehlenden Anführungsstrichen haben, aber dem war definitiv nicht so. Ich fand den Schreibstil sehr angenehm und die indirekte Rede fand ich eigentlich sogar sehr gut gewählt.

Fazit
"Der Zopf" hat mir wirklich ziemlich gut gefallen! Zwei der drei Schicksale konnten mich wirklich mitreißen und haben mich sehr berührt.

Veröffentlicht am 30.03.2018

Süß, aber auch viel Drama

Save Me
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Ruby Bell will nicht auffallen. Sie ist nur durch ein Stipendium an der renommierten Maxton Hall und möchte die Schule möglichst schnell hinter sich bringen um dann in Oxford zu studieren. Wenn sie die ...

Ruby Bell will nicht auffallen. Sie ist nur durch ein Stipendium an der renommierten Maxton Hall und möchte die Schule möglichst schnell hinter sich bringen um dann in Oxford zu studieren. Wenn sie die Aufmerksamkeit der falschen Leute auf sich zieht, dann könnte das ihr die Zeit an der Maxton Hall sehr erschweren.
Und so kommt es dann auch, als Ruby etwas beobachtet, dass sie nicht sehen sollte und auch gar nicht hätte sehen wollen. Sie gerät in die Schusslinie von James Beaufort, dem heimlichen Anführer dort, und manche Dinge beginnen, sich zu ändern - wie ihre Gefühle für diesen arroganten, reichen Sportler, der auch eine anziehende, weiche Seite zu haben scheint ...

Protagonisten
Ruby will an ihrer Schule nicht auffallen. Sie ist zwar an der Maxton Hall, aber die anderen Schüler sind reich und viele von ihnen bilden sich viel drauf ein. Nur wenn sie sich unauffällig verhält, kann Ruby die Schule ohne größere Schwierigkeiten schaffen - und das will sie, denn es ist ihr Traum, an Oxford zu studieren und diese Schule ist ihre beste Möglichkeit dazu.
Doch dann beobachtet sie etwas, dass sie nicht hätte wissen sollen und erregt die Aufmerksamkeit des Königs der Schule, und das bringt ihr ganzes Leben durcheinander. Dabei plant Ruby sehr gerne und führt ihren Planer sehr leidenschaftlich und mit größter Sorgfalt. Sie ist ein stolzer Mensch und möchte mit dem Geldbasierten Ego einiger Schüler nichts zu tun haben. Sie hat einen Plan für ihre Zukunft, sie hat Ziele und sie ist entschlossen, alles zu erreichen - diese reichen Kids sollen ihr einfach aus dem Weg bleiben. Ihre widersprüchlichen Gefühle in James' Nähe, auf die sie eigentlich verzichten könnte, machen ihre Situation nicht leichter, aber sie versucht zu widerstehen.

Aber James hat sie jetzt auf dem Radar. Er glaubt nicht, dass man sie nicht wirklich mit Geld bestechen kann und versucht herauszufinden, was ihr Schwachpunkt ist, dann ist er aber überrascht von den Dingen, die er über sie erfährt. Zum einen erfährt er sehr wenig, weil sie so unsichtbar ist und dann erfährt er auch keine weltbewegenden Dinge und bleibt am Ball.
James hat nur wenig zu verlieren, da er sich in seiner Position recht sicher ist, dass er keine Konsequenzen zu befürchten hat. Seine Zukunft ist schon komplett verplant und am liebsten hätten sein Eltern ein Mädchen aus einem ähnlich reichen Haus. James selbst hat da kaum Mitspracherecht und das frustriert ihn ungemein. Es gab schon einige Skandale in seiner Familie und auf sowas hat er keine Lust, aber ansonsten ist er sehr selbstsicher und arrogant. Doch seine Faszination für Ruby machen ihn bald weicher.

Andere Charaktere
Während James Freunde genauso schlimm, arrogant und widerlich sind wie er - manchmal schlimmer, in seltenen Fällen weniger schlimm -, sind Rubys Freunde und Familie deutlich umgänglicher. Man kann also durchaus sagen, dass die Wahl der Freunde zeigt, was für Menschen sie eigentlich sind. James' Schwester Lydia fand ich auch noch sehr interessant, denn sie ist oft misstrauisch und ängstlich, aber sie ist eigentlich auch ein sehr nettes Mädchen, das eigene Ziele und Träume hat. Doch ähnlich wie bei James sind auch ihre Möglichkeiten eingeschränkt.

Handlung und Schreibstil
Der Schreibstil war auf jeden Fall sehr angenehm und flüssig. Ich habe das Buch in wenigen Stunden verschlungen und habe mich auf keiner Seite gelangweilt.
Die Geschichte an sich verspricht keine neue Idee, aber die Umsetzung war trotzdem sehr gelungen.
James und Ruby harmonieren ganz wunderbar miteinander und ihre Annäherungen wirken sehr authentisch, sodass man sie gern zusammensieht.
Es war mir nur an einigen Stellen zu viel Drama und vor allem das Ende ... einfach nein. Das hätte man anders machen können. Es sollte offensichtlich nur das nächste Buch vorbereiten und das fand ich wirklich schade, weil mir das Buch ansonsten sehr gut gefallen hat.

Fazit
"Save Me" hat mir sehr gut gefallen, da ich die Protagonisten sehr mochte und auch ihre Liebesgeschichte mich überzeugen konnte. Aber es war schon eine ganze Menge Drama!

Veröffentlicht am 29.03.2018

Ein tolles Finale, das endlich alle Erwartungen erfüllt hat!

Der Glanz der Dunkelheit
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Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Kann Lia es schaffen, Venda, Morrighan und Dalbreck den Frieden zu bringen?
Seit sie in Venda war, will sie nicht nur ihrem eigenen Volk, sondern auch den Vendanern ...

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Kann Lia es schaffen, Venda, Morrighan und Dalbreck den Frieden zu bringen?
Seit sie in Venda war, will sie nicht nur ihrem eigenen Volk, sondern auch den Vendanern helfen.
Dafür muss sie zuerst die Verräter in ihrem eigenen Land finden, die mit dem herzlosen Komizar zusammenarbeiten. Doch Lia selbst wird in ihrem Land als Verbrecherin gesucht und scheint keine Verbündeten zu haben - wird es ihr gelingen, die Frevler zu entlarven und ihr Reich zu retten?
Neben ihrer Sorgen um Venda und Morrighan fürchtet sie auch, dass sie und ihr geliebter Rafe keine Zukunft haben - seine Zukunft liegt in Dalbreck, aber Lia hat größere Ziele ...

Cover und Titel
Das Cover finde ich wirklich gelungen! Lia ist ja wirklich eine richtige Kriegerprinzessin und weiß zu kämpfen - ich finde es toll, dass mit diesem Cover auch diese Seite von ihr betont wird. Und außerdem zeigt das Cover, dass es hier jetzt ernst wird und es zu einer großen Schlacht kommt - es passt inhaltlich einfach perfekt und sieht dabei großartig aus.

Protagonisten
Lia will immer allen helfen und es hält sie auch nicht auf, dass die Schriften meinen, dass sie geopfert wird. Sie ist entschlossen, allen Menschen und Königreichen zu helfen und lässt sich nicht davon abbringen, nicht einmal von Rafe. Es bedrückt sie sehr, dass das morrighesische Volk tatsächlich glaubt, dass sie hinter dem Anschlag auf ihren Bruder steckt. Im Kampf ist sie zwar kaum zu schlagen, aber ihre Gefühle kann sie nicht so gut kontrollieren. Für ihre Stärke und Entschlossenheit, für ihren Mut und ihr Mitgefühl ist sie zu bewundern - und es macht sie zu einer guten Anführerin mit Herz.

Kaden stellt sich nun seiner Vergangenheit und man erfährt noch mehr über seine Kindheit und seine Familie. Diese Dinge belasten ihn immernoch, aber er will siech rächen und dann alles hinter sich lassen.
Er steht Lia immer tatkräftig zur Seite und unterstützt sie bei allem was sie tut.
Eine Entwicklung, die ihn betrifft, habe ich wirklich seit dem ersten Kapitel erahnt, aber ich fand sie auch ganz in Ordnung, darum mag ich nicht meckern.

Rafe musste in letzter Zeit viel durchmachen, aber er lässt sich nicht unterkriegen und versucht, für sein Königreich da zu sein. Aber seine Gedanken sind bei Lia, die ja so überzeugt von ihrer Mission ist. Zwar glaubt er selbst nicht an die Gabe, aber er glaubt an Lia und an ihre Entschlossenheit. Wenn es darum geht, Lia zu helfen und zu beschützen, dann ist er Feuer und Flamme und lässt sich nicht aufhalten, was es auch kostet.

Handlung und Schreibstil
Das war meiner Meinung nach der beste Teil der Reihe und alle meine Erwartungen wurden endlich erfüllt. Wäre das nicht so gewesen, hätte ich die Reihe insgesamt weniger gut gefunden. Alle Bücher haben zu diesem Buch geführt und bei allen spannenden Sachen versprochen, dass sie bald kommen. Das hat mich bei den Vorgängern oft geärgert, weil das Tempo endlos langsam war und viele Erklärungen und Entwicklungen auf später verschoben wurden.
Und ENDLICH waren sie da! Das lang erwartete Finale hatte alles, was mir in den anderen Büchern gefehlt hat und es war eigentlich ziemlich perfekt. Das Tempo war absolut in Ordnung, der Schreibstil war wieder sehr angenehm und der Inhalt hatte alles, was ich erwartet hatte und noch viel mehr!

Fazit
Mit "Der Glanz der Dunkelheit" wurden die Chroniken der Verbliebenen wirklich perfekt abgeschlossen. Es hatte alles, was in den Vorgängern gefehlt hat und was dem Leser zuvor an Handlung versprochen wurde. Das Finale gefiel mir von allen Büchern am besten!

Veröffentlicht am 24.11.2017

Vorbereitungen für den Abschluss der Reihe

Die Verzauberung der Schatten
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!
Inhalt
Vier Monate sind vergangen, seitdem Kell und Lila die Dane-Zwillinge besiegt haben. Und auch vier Monate, in denen sie nichts voneinander gehört haben.
Lila hat sich ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!
Inhalt
Vier Monate sind vergangen, seitdem Kell und Lila die Dane-Zwillinge besiegt haben. Und auch vier Monate, in denen sie nichts voneinander gehört haben.
Lila hat sich an Bord des Nachtfalken einen Namen gemacht und kommt ihren Träumen näher. Denn der Kapitän des Schiffes ist Alucard Emery, ein geübter Magier, der seine eigenen Geheimnisse hat, aber Lila immer schnell durchschaut.
Im roten London laufen währenddessen die Vorbereitungen für das Spiel der Elemente, ein magischer Wettbewerb zwischen den drei Königreichen. Für die dunkle Macht, die vor Monaten in der Stadt wütete, wird Kell als Verantwortlicher gesehen und der Druck, der auf ihm lastet, ist größer als je zuvor. Obwohl es verboten ist, möchte er heimlich an den Spielen teilnehmen, und auch aus allen drei Königreichen reisen zahlreiche Gäste sowie Teilnehmer an, unter ihnen auch ein bekanntes Schiff. Und währenddessen erwacht ein anderes London wieder zum Leben ...

Protagonisten
Wie auch im ersten Buch hatte Kell es nicht leicht. Es ging ihm schon vor den Ereignissen mit der dunklen Magie - Vitari - nicht gut, da wurde er wie Eigentum behandelt und fühlte sich einsam. Nun ist er als Antari einsamer als zuvor, und wird noch dazu als Schuldiger an vielen Toden angesehen. Sein Käfig wird dadurch nur noch kleiner. Der König und die Königin behandeln ihn anders als früher und lassen ihm weniger Freiraum, und auch Rhy hat sich verändert. Außerdem denkt er andauernd an Lila und fragt sich, was aus ihr geworden ist.
Kell ist zwar in seiner magischen Begabung überragend und wird in der Hinsicht bewundert, denn Antaris sind eben mächtig und begehrt. Aber trotz der Macht ist Kell sehr verletzlich, und darum hab ich noch mehr ins Herz geschlossen. Er ist immer sehr ernst und es fällt ihm schwer, locker zu lassen, aber wenn man seinen weichen Kern kennt, muss man ihn einfach lieben.

Prinz Rhy hat sich verändert. Durch den Bund fühlt er nun starke Gefühle von Kell, genauso wie umgekehrt. Beiden ist das nicht ganz angenehm, und Rhy ist zwar dankbar, fühlt sich aber schuldig, da er Kells Leben quasi mitlebt. Und er hat Schuldgefühle wegen seiner Torheit als er Hollands Geschenk angenommen hat, schließlich hat das alles noch weiter verschlimmert. Er ist jetzt entschlossen, ein verantwortungsvollerer Prinz zu werden, der seinem Reich gerecht wird. Außerdem will er auch Kell noch mehr als sonst helfen, und das alles hat mich kurz denken lassen, dass sein Charakter sich vollkommen verändert hat, aber er ist immer noch der unverbesserliche Prinz, den man kennt. Nur eben ein bisschen weniger leichtsinnig.

Lila ist nun endlich auf einem segelnden Schiff, und macht, was sie am besten kann: Stehlen. Und andere halb legale bis illegale Sachen. Fühlt sie sich schlecht dabei? Natürlich nicht, sie ist Delilah Bard und sie fürchtet sich vor nichts und niemandem! Auch wenn die dunkle Magie und die Dane-Zwillinge schon sehr unheimlich waren, gibt Lila nicht auf: Sie ist entschlossen Magie zu lernen und Meister Tierens Worte von damals ermutigen sie auch dazu, schließlich soll sie die Macht dazu in sich haben! Ja, Lila geht es gut, darum hatte ich eigentlich gar kein Mitgefühl mehr, weil sie wegen nichts leiden musste. Man folgt ihr nur bei ihren waghalsigen Abenteuern, ist Zeuge ihrer spitzen Zunge und merkt, dass auch sie oft an Kell denkt. Ja, der attraktive und begabte Antari geht ihr nie aus dem Kopf.
Lila erschien mir furchtloser, aber noch genauso impulsiv (und dadurch manchmal auch leichtsinnig) wie im ersten Band. Ich hatte Spaß daran, ihre Erlebnisse an Bord des Nachtfalken mitzuerleben, kam ihr emotional aber nicht ganz so nah wie im ersten Buch.

Alucard Emery ist ein interessanter Charakter. Er ist aufmerksam und irgendwie wurde er Kapitän dieses Schiffes, aber davor hat er Englisch gelernt, das im roten London die Sprache des Adels ist, und kennt wohl auch Kell und Rhy. Diese waren auch überrascht, dass Alucard überhaupt nach London kommt. Er kann mit Lilas spitzer Zunge mithalten und so ergeben die beiden ein überaus unterhaltsames Paar.

Handlung und Schreibstil
Das ganze Buch wurde von den Vorbereitung zum Spiel der Elemente eingenommen. Okay, nicht ganze, irgendwann fand es tatsächlich auch mal statt, aber mir kam es vor wie eine Ewigkeit. Vor allem vergingen dabei auch nicht besonders viele Tage und ich hatte das Gefühl, als würde nicht wirklich etwas passieren, aber die Autorin weiß, wie man Spannung aufbaut.
Warum dieses Buch nicht die volle Punktzahl von mir erhalten hat: Es hat mir zwar sehr gut gefallen, es war spannend und magisch, aber ich hatte das Gefühl, es hätte noch viel besser werden können. Es war wie andere Mittelbände von Trilogien: die Vorbereitung auf das Finale. Es war auf andere Art spannend als das erste Buch, nicht durch große Konflikte und dramatischen Wendungen, sondern mit den kleinen Dingen, wie das erwartete Wiedersehen von Lila und Kell, Kells Probleme mit seinem Umfeld und das Spiel der Elemente. Also es war schon gut, aber das erste hatte da mehr zu bieten und das Ende dieses Buchs verspricht, dass es im nächsten auch so sein wird. Da die Konflikte aber lange angekündigt wurden, hatte ich sie früher erwartet und war da ein bisschen enttäuscht.

Fazit
"Die Verzauberung der Schatten" hat mir ausgesprochen gut gefallen, mir hat nur ein wenig an echter Action gefehlt und es war eher eine Vorbereitung für den finalen Band der Trilogie.