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Veröffentlicht am 17.04.2018

Leg Dich nicht mit der Mafia an

Dirty
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Dirty ist ein Playboy, der sich nicht mit Beziehungen aufhält, sondern mit einer eigenen Website seine Gespielinnen per Fragebogen castet. Das funktioniert wunderbar für ihn, bis er auf Olivia trifft. ...

Dirty ist ein Playboy, der sich nicht mit Beziehungen aufhält, sondern mit einer eigenen Website seine Gespielinnen per Fragebogen castet. Das funktioniert wunderbar für ihn, bis er auf Olivia trifft. Bei einem Einbruch für seinen besten Freund Rich, bei dem eigentlich dessen wertvoller Lamborghini vom Mafiaboss Castellano zurückgeholt werden sollte, befreit er mehr oder weniger versehentlich die gefangene Olivia. Olivia gleicht Castellanos Verlobter fast komplett, so dass er sie gefangen hielt, um ihr anzutun, was er bei seiner Vorlobten nicht durfte. Auch Dirty und seine Freunde halten Olivia für Castellanos Verlobte und wollen sie nun für den Wagen eintauschen. Doch Dirty, der Olivia vorerst in seinem Spielzimmer unterbringt, hat recht bald Zweifel an dem Tausch und entwickelt echte Gefühle für die verletzte und missbrauchte Frau. Auch Olivia fühlt sich trotz ihrer Vorgeschichte sofort zu ihrem geheimnisvollen „Retter“ hingezogen und kann sich seinem Charme nicht entziehen. Aber mit der Mafia legt man sich nicht ungestraft an. Das merken auch Dirty und seine Freunde bald.
Der Schreibstil von Sarah Saxx ist wie immer schön zu lesen. Die Geschichte ist stellenweise richtig spannend. Auch wenn es sicher sehr weit hergeholt ist, dass ein paar reiche Jungs einfach so in die gesicherte Villa eines einflussreichen Mafiabosses einbrechen können. Und dass sie dann im Anschluss quasi unbehelligt bleiben und mit einem hellblauen Auge davonkommen. Aber unterhaltsam ist das ganze allemal.
Etwas schwergetan habe ich mich mit dem Verhalten von Olivia. Wie man nach Monaten der Folter auf den nächstbesten attraktiven Kerl anspringen kann, war mir nicht ganz schlüssig. Das ging etwas zu schnell. Die Figur des Ben hat mich da mehr überzeugt. Ich bin auch gespannt, welche Geschichten sich zukünftig um Rich und Thug drehen werden. Wobei Thug für mich der interessantere Charakter ist.
Insgesamt ist das Buch spannend, sexy und unterhaltsam. Dafür gebe ich eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 25.03.2018

Interessante Familiengeschichte

Alles Geld der Welt
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„Alles Geld der Welt“ ist nicht wirklich das Buch zum Film, wie es das Cover vermuten lässt. Tatsächlich handelt eigentlich nur ein Kapitel des ganzen Buches von der Entführung Jean Paul Getty III. Cover ...

„Alles Geld der Welt“ ist nicht wirklich das Buch zum Film, wie es das Cover vermuten lässt. Tatsächlich handelt eigentlich nur ein Kapitel des ganzen Buches von der Entführung Jean Paul Getty III. Cover und Klappentext führen etwas in die Irre.
Das bedeutet aber nicht, dass das Buch nicht lesenswert wäre. Die Familiengeschichte der Gettys wird von John Pearson sehr detailliert und spannend erzählt. Angefangen bei George Franklin Getty, der quasi aus dem Nichts den Grundstein für eines der größten Familienimperien der Welt gelegt hat, bis zu seinen Ururenkeln. Der Autor beleuchtet alle Tragödien, die die Familie heimgesucht haben und versucht sich an der Ursachenforschung. Man kann geteilter Meinung sein, ob das ganze Geld nun eine Bürde oder ein Segen war, vielleicht auch einfach beides.
Obwohl ich etwas anderes erwartet hatte, hat mich die Geschichte doch sehr gefesselt. Es gab viele überraschende Wendungen, mit denen man gar nicht gerechnet hätte. John Pearson hat sehr gut recherchiert und schreibt relativ wertungsfrei.
Trotz einiger Längen ist das Buch eine hochinteressante Biographie, die ich durchaus empfehlen kann.

Veröffentlicht am 12.11.2017

Wohlfühl-Krimi

Eine alte Schuld
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Die Privatermittler Jack und Sarah sind wieder gefragt. Die ermitteln in einem weiteren Teil der Cherringham-Reihe.

In Cherringham herrscht große Aufregung, denn bei archäologischen Ausgrabungen wird ...

Die Privatermittler Jack und Sarah sind wieder gefragt. Die ermitteln in einem weiteren Teil der Cherringham-Reihe.

In Cherringham herrscht große Aufregung, denn bei archäologischen Ausgrabungen wird eine zwanzig Jahre alte Leiche gefunden. Wer war der Tote und was ist vor vielen Jahren passiert? Schnell mach sich die Ersten durch ihr Verhalten verdächtig.
Jack und Sarah springen natürlich sofort auf den Cold Case an. Obwohl sie neben der Organisation des amerikanisch angehauchten Volksfestes in Cherringham eigentlich gar keine Zeit haben. Und so werden Zeugenbefragungen und illegale Einbrüche zur Beweissicherung einfach in den vollgepackten Alltag integriert. Das mutet manchmal etwas seltsam an, aber irgendwie passt es auch zu den verschrobenen Engländern.

Das Erzähltempo ist sehr gemächlich und es wird eher Wert auf Wohlfühlatmosphäre und lustige Volksfestspiele gelegt. Selbst ein Mord kommt hier eher unaufgeregt daher.
Jack und Sarah sind ein gutes Team und ergänzen sich perfekt. Man kann durch die ausführlichen Beschreibungen der Bewohner und der Umgebung sofort in die Welt von Cherringham eintauchen.

Die Spannung bleibt halt leider etwas auf der Strecke. Ansonsten ist es ein netter englischer Krimi, der sich gut liest.

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  • Lesespaß
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 30.07.2017

Familiengeschichte

Shutter Man
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Shutter Man erzählt die Famliengeschichte der Farrens, einer Verbrecherdynastie, die einst aus Irland nach Philadelphia übersiedelte.
In verschiedenen Rückblicken und Zeitsprüngen baut sich bis zum Ende ...

Shutter Man erzählt die Famliengeschichte der Farrens, einer Verbrecherdynastie, die einst aus Irland nach Philadelphia übersiedelte.
In verschiedenen Rückblicken und Zeitsprüngen baut sich bis zum Ende des Buches langsam ein Puzzle auf, bei dem aber letztendlich immer noch ein paar Teilchen fehlen.
Die Erzählweise kann man fast als langsam und gemächlich bezeichnen. Daher kommt nur bedingt Spannung auf. Man bleibt als Leser aber trotzdem gern dabei, da man bis zum Ende doch Antworten auf viele Fragen haben möchte.
Die zahlreichen Figuren und Charaktere sind mal mehr mal weniger interessant gezeichnet. Für mich persönlich war die Großmutter am interessantesten für die ganze Story.
Ich kann mir durchaus vorstellen, weitere Bücher der Reihe zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Handlung
  • Spannung
Veröffentlicht am 27.04.2017

Reise nach Schottland

Das Geheimnis von Chaleran Castle
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Felicia ist Reisejournalistin und hat einen neuen Auftrag bekommen. Sie soll einen Reisebericht über Schottland schreiben. In einem Bildband entdeckt sie Chaleran Castle und beschließt zuerst dorthin zu ...

Felicia ist Reisejournalistin und hat einen neuen Auftrag bekommen. Sie soll einen Reisebericht über Schottland schreiben. In einem Bildband entdeckt sie Chaleran Castle und beschließt zuerst dorthin zu reisen. Sie fühlt sich magisch von diesem Ort angezogen.
Doch ihre Ankunft ist zunächst alles andere als magisch. Alles scheint schief zu gehen. Erst als sie auf den gutaussehenden Tierarzt Finlay trifft, wendet sich das Blatt. Sie lernt die auf Chaleran Castle lebende Familie kennen und wird sofort herzlich aufgenommen. Am liebsten würde sie diesen Ort nie mehr verlassen und das hat auch seinen Grund.

Mir hat die Atmosphäre des Buches und der Schreibstil gut gefallen. Ich mag Schottland sehr und daher waren auch die Beschreibungen der Landschaft toll.
Die Figuren sind teilweise etwas stereotyp. Manche Handlungsstränge waren nicht ganz nachvollziehbar und ab einem gewissen Punkt war der Ausgang absolut vorhersehbar. Da hätte ich mir die ein oder andere Überraschung gewünscht.
Insgesamt hat man hier aber ein nettes Feel-good-Buch zur leichten Unterhaltung.

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