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Veröffentlicht am 20.04.2018

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Palace of Glass - Die Wächterin
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Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch das sehr schöne Cover und die vielen begeisternden Stimmen. Auch der Klappentext hat sich interessant angehört. Durch ihn habe ich eine neuartige Geschichte erwartet.

Die ...

Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch das sehr schöne Cover und die vielen begeisternden Stimmen. Auch der Klappentext hat sich interessant angehört. Durch ihn habe ich eine neuartige Geschichte erwartet.

Die Geschichte spielt in London. Es ist eine Zukunftsvision von London, aber doch eine Anlehnung an das viktorianische Zeitalter. Hautkontakt ist verboten. Alle Menschen versuchen so gut wie möglich ihre Haut zu verdecken. Da von Berührungen Gefahr ausgeht. Es gibt die sogenannten Magdalenen, diese können Menschen durch ihre Berührungen beeinflussen. Rea ist eine solche Magdalena, und versucht so gut wie möglich damit zu leben. Was ihr auch recht gut gelingt, bis sie sich auf einmal im königlichen Palast wiederfindet.

Allein schon die Kulisse London fand ich großartig. Und auch wenn die Geschichte in der Zukunft spielt, so tragen doch die Menschen altertümliche Kleidung, da diese den Körper besser verhüllt. Auch die Idee mit den Magdalenen ihren verschiedenen Typen, und das Berührungen verboten sind, fand ich richtig gut. Es gab auch einige tolle Charaktere, doch wusste man nie so genau, wo man bei jedem dran war.

Denn Rea kommt an den königlichen Hof, um den Prinzen zu beschützen, auf den mehrere Attentate ausgeübt wurden. Und so weiß man nicht recht, wer Freund und wer Feind ist. So bleiben die Charaktere oft undurchsichtig, was leider auch die Sympathie für einige schmälert.

Den Anfang der Geschichte fand ich richtig interessant, da man in die Welt eingeführt wurde. Doch dann zog sich die Geschichte etwas für mich, die Handlung ging nur schleppend voran und ich habe mich etwas durch das Buch gequält. Doch ca. bei der Hälfte konnte mich die Geschichte wieder packen, sodass ich mit großem Interesse weiter gelesen habe. Und gerade die letzten 50 Seiten konnte mich noch einmal richtig begeistern und denn es gab einen großen Aha Moment.

So sehr ich die Autorin wegen ihrer Idee auch mag, so fand ich ihren Schreibstil nicht immer so angenehm zu lesen. Oft waren es für mich zu viele Beschreibung, sodass die Dynamik unterging. So zogen sich manche Abschnitte für mich und es wurde zäh. Trotzdem bin ich sehr gespannt auf den nächsten Band.

Fazit:
Palace of Glass - Die Wächterin war für mich ein durchwachsenes Leseerlebnis.
Die Idee der Geschichte, sowie die Kulisse fand ich großartige.
Die Charaktere teilweise undurchsichtig, manche aber auch sympathisch.
Mit dem Schreibstil hatte ich ein paar Probleme, die Dynamik fehlte mir in manchen Abschnitten, andre waren dafür sehr spannend.

Veröffentlicht am 07.04.2018

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Mädchen in Scherben
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Mädchen in Scherben ist mir schon vor Monaten begegnen, schon das Original fand ich sehr ansprechend und so habe ich mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass dieses übersetzt wird. Da ich gerne Jugendbücher ...

Mädchen in Scherben ist mir schon vor Monaten begegnen, schon das Original fand ich sehr ansprechend und so habe ich mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass dieses übersetzt wird. Da ich gerne Jugendbücher lese, die auch ernste Themen behandeln und Bücher in denen Selbstverletzendes Verhalten eine Rolle spielt, sind da rar gesät, was auch verständlich ist, da es ein schwieriges Thema ist.

Charlotte hatte wirklich kein einfaches Leben. Sie musste einiges durchmachen und dadurch hat das Buch gerade zu Beginn eine recht dunkle Atmosphäre. Auf die Handlung an sich, was so alles passiert, möchte ich gar nicht näher eingehen, da der Klappentext schön vage bleibt. Und ich dies hier auch gut fand, so weiß man als Leser nämlich selbst nicht so genau, wo Charlottes Weg hinführen wird. Doch wer nun Angst hat, das Buch könnte zu negativ werden, denn kann ich beruhigen.

Schon der Anfang des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Sätze sind eher abgehackt und kurz gehalten, was aber gut passt. Die Gefühle von Charlotte kommen sehr intensiv bei dem Leser an. Man lernt Charlotte kennen und bekommt immer wieder kurze Einblicke in ihre Vergangenheit. So intensiv und auch traurig dieser Teil war, so hat er mir doch am Besten gefallen. Nachdem für Charlotte ein neuer Abschnitt im Leben beginnt, ändert sich auch der Stil der Autorin, die Sätze werden runder. Diesen Abschnitt fand ich zwar auch sehr schön zu lesen, aber manchmal zog es sich etwas für mich. Ein paar Szenen wären hier für mich nicht nötig gewesen.

Mein großer Kritikpunkt ist das Ende, natürlich werde ich euch dieses nun nicht verraten, aber ganz allgemein war es mir zu unrealistisch, zu rosa im Vergleich zu dem Anfang und auch zu gewollt. Dies und wie sich ein Charakter verhalten hat, hat mir etwas sauer aufgestoßen beim Lesen. Davon abgesehen fand ich das Buch aber sehr gut. Ich denke, es ist einfach nicht leicht so ein Thema in ein Jugendbuch zu packen und dann auch noch eine realistische Storyline darum zu entwerfen, die den Leser aber nicht zu sehr bedrückt. Deswegen denke ich, es ist der Autorin hier doch recht gut gelungen.

Ich würde nicht emphelen das Buch in einer schlechten Phase zu lesen, da einzelne Szenen Triggern könnten.


Fazit:
Eine berührende Geschichte über ein zerbrochenes Mädchen.
Das Thema SVV in ein Jugendbuch zu packen ist sicherlich nicht leicht, besonders wenn die Geschichte nicht zu bedrückend werden soll. Dies ist der Autorin hier gut gelungen.
Nur mit dem doch etwas zu "rosa" gehalten Ende konnte ich mich nicht so anfreunden.

Veröffentlicht am 03.04.2018

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AchtNacht
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Kurzmeinung

Auf diesen Thriller von Sebastian Fitzek war ich sehr gespannt. Mich hat schon der Titel total angesprochen, da die Acht meine Lieblingszahl ist und der 08.08 mein Lieblingstag. Und dann ...

Kurzmeinung

Auf diesen Thriller von Sebastian Fitzek war ich sehr gespannt. Mich hat schon der Titel total angesprochen, da die Acht meine Lieblingszahl ist und der 08.08 mein Lieblingstag. Und dann hat sich der Klappentext auch noch so spannend angehört. Obwohl er mich an das Buch Menschenjagd von Stephen King erinnert hat. Da ich die Geschichte aber mochte und gerade die Sache mit den sozialen Netzwerken interessant fand, war ich trotzdem sehr gespannt auf die Geschichte.

Und im Großen und Ganzen hat sie mir auch sehr gut gefallen. Aber ich hatte wohl zu große Erwartungen. Dies war mein drittes Buch von Sebastian Fitzek und die beiden anderen hatten einfach diesen enormen WFT Moment bei mir und auch so einen großen Sog. Beides blieb hier leider aus. Aber trotzdem ist es eine sehr interessante Geschichte, die zeigt, wie schnell sich Dinge über das Internet verbreiten. Wie schnell es gehen kann, das Image eines Menschen zu ruinieren und leider auch, wie schnell immer noch ein Hetzjagd anstehen kann. Es zeigt, dass man nicht alles glauben sollte, was man auf Facebook und Co. so sieht, sondern immer noch seinen eigenen Kopf einschalten sollte, nur das Handy einzuschalten reicht nicht. Natürlich ist das alles mit einem spannenden Plot verknüpft. Die Auflösung der Geschichte hat mir nicht so gut gefallen. Ich habe dieses Ende zwar so nicht erwartet, aber trotzdem hatte es einfach nicht diesen Effekt bei mir, wie schon andere Bücher von ihm.

Fazit:
Eine spannende Geschichte über die Tücken unsere Online Gesellschaft.
Jeder ist mit jedem vernetzt, Informationen werden blitzschnell verbreitet, blöd nur, wenn diese Informationen falsch sind. Und noch blöder, wenn dein Name gezogen wird und alle versuchen dich für 10 Millionen umzubringen.Wem kann man dann noch trauen?
Spannend und fesselnd.

Veröffentlicht am 29.03.2018

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Hell's Knights - Befreiung
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Ich lese im Moment echt gerne Biker Geschichten, wieso weiß ich auch nicht so genau, aber sie können mich begeistern und so war ich sehr gespannt auf Hell's Knights - Befreiung. Wobei ich etwas gezögert ...

Ich lese im Moment echt gerne Biker Geschichten, wieso weiß ich auch nicht so genau, aber sie können mich begeistern und so war ich sehr gespannt auf Hell's Knights - Befreiung. Wobei ich etwas gezögert habe. Der erste Abschnitt vom Klappentext hat mich sehr angesprochen. Doch dann kam die Sache mit der Flucht und ich fragte mich, wieso sind die Frauen in Biker Geschichten eigentlich ständig auf der Flucht. Aber letztendlich fand ich das Ganze hier überzeugend umgesetzt.

Addison hat die A*** Karte gezogen was ihr Leben angeht. Sie ist völlig auf sich alleine gestellt. Ihre Mutter ist eine Belastung und keine Hilfe, anstatt auf ihre Tochter aufzupassen, dröhnt sie sich lieber voll und verkauft dafür dann ihren Körper. So erlebt Addison schlimme Dinge, wirklich schlimme Dinge, wo ich öfters beim Lesen schlucken musste. Doch sie findet einen Weg hinaus und sucht Unterschlupf bei ihrem Vater, dem Präsidenten von einem MC. Und wie könnte es anders sein, ist da ein heißer Biker, der sofort ein Auge auf sie geworfen hat.

Cade. Er ist eine klasse für sich. Die Autorin beschreibt ihn einfach so extrem attraktiv und anziehend, dass selbst ich ihn am liebsten angesprungen hätte. Er ist auch total der Alpha Mann und gibt Addison ganz klare Anweisungen, was sie zu machen hat und erwähnt oft und gerne, dass sie ihm gehört. Und nun kommt der Punkt, der mir so gut gefallen hat. Addison sagt, Nö, ich habe für meine Freiheit gekämpft und nun lasse ich mir von dir nichts vorschreiben. Das Ganze sorgt natürlich für viel Reibung in der Geschichte. Und ich mochte es wirklich gerne, wie stark und frech sie war. Und auch, wie sie zu ihrer Vergangenheit gestandet hat und zu dem, was ihr passiert ist. Aber, ab einen Gewissenspunkt wurde ihr Verhalten einfach nur doof. Sie wollte sich so unbedingt widersetzen, dass sie sich in Gefahr begeben hat, was einfach nur unnötig war, besonders wenn man den Kontext betrachtet.

Die Sprache ist zum Teil derbe und es wird wirklich viel geflucht, da es zur Geschichte passt, hat es mich hier nicht gestört. Die erotischen Szenen kommen auch nicht zu kurz und sind auch echt mal was anderes. So ist das Pärchen auf dem Motorrad auf dem Cover sehr passend . Und dann gab es da noch so eine Szene mit Eiswürfeln.

Gegen Ende gab es etwas, was mir dann ein bisschen zu viel des Guten war. Aber davon abgesehen und von dem Verhalten von Addison, welches manchmal einfach nur unüberlegt war, hat mir die Geschichte gut gefallen. Im nächsten Band wird es um Spike gehen, denn man hier schon kennenlernt und auf seine Geschichte bin ich auch schon sehr gespannt.


Fazit:
Hat meine Erwartungen übertroffen.
Addison ist sehr taff und lässt sich nichts gefallen, da gerät sie mit Cade an den Richtigen, denn er spielt keine Spielchen, nimmt sich was er will und beschützt, was ihm gehört. Doch Addison ist es nicht gewohnt beschützt zu werden.
Die Geschichte ist spannend erzählt und gespickt mit einigen erotischen Szenen.

Veröffentlicht am 23.02.2018

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Valentin - Jenseits der Schatten
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Valentin ist ein Spinn-Off der Greyscale Reihe, welche ich vorher nicht gelesen habe. Dies ist auch keine Voraussetzung und ich hatte so keine Probleme mit dem Buch. Bin nun aber neugierig auf die ursprüngliche ...


Valentin ist ein Spinn-Off der Greyscale Reihe, welche ich vorher nicht gelesen habe. Dies ist auch keine Voraussetzung und ich hatte so keine Probleme mit dem Buch. Bin nun aber neugierig auf die ursprüngliche Reihe.

Valentin bekommt es mit den Beziehungen einfach nicht auf die Reihe. Frauen interessieren ihn nicht groß. Aber auch sein Versuch mit einem Mann war nicht gerade toll. So fragt er sich, was mit ihm nicht stimmt, da er zwar durchaus Lust auf Sex hat, aber dann doch keine Lust dabei empfindet. Außerdem hatte er im Dienst ein traumatisches Erlebnis, welches ihn immer noch belastet. Sein Kamerad und bester Freund Bastian ist ihm aber eine große Stütze. Als dann aber ein Anruf ihn in seine Vergangenheit zurück katapultiert, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sein Gerüst aus Verdrängung droht zusammen zu brechen.

Eigentlich wollte ich mir nur die Leseprobe runterladen, aber da mein Handy hing, habe ich das Buch dann aus Versehen gekauft. So war ich dann vom Anfang, der gleich mit Sex startet etwas überrascht. Doch der flüssige und einfache Schreibstil haben mich zum weiter Lesen verleitet und ich habe das Buch gleich weiter verschlungen.

Es steht zwar Gay Drama auf dem Cover, aber ich hätte nicht mit so viel Drama gerechnet. Da gab es ein paar wirklich harte Szenen, gerade wenn Valentin sich an seine Vergangenheit erinnert, da musste ich schon schlucken. Aber auch in der Gegenwart ist nicht immer alles schön. Valentin ist ein Sturkopf und stößt seine Freunde oft von sich. Wobei ich ihn echt um Bastian beneide, er ist wirklich ein toller Freund. Ein bisschen zu toll sogar, so lieb und rücksichtsvoll, wie er immer reagiert. Und ich bin mir nicht sicher, wie realistisch es ist, dass die beiden eng umschlungen zusammen schlafen, ohne irgendeine sexuelle Komponente. Ich kenne (leider) keinen Mann, der dies machen würde.

Hier steht keine Liebesgeschichte im Mittelpunkt, sondern eher wie Valentin zu sich selbst findet und sich seiner Vergangenheit stellt. Die wirklich nicht schön war.

Fazit:
Gay Drama steht auf dem Cover und Drama gibt es hier reichlich.
Einige Szenen waren wirklich schlimm und hoch emotional.
Das Thema Freundschaft kommt gut raus.
Fesselnd geschrieben, sodass ich nicht mehr aufhören wollte zu lesen.