Platzhalter für Profilbild

fredhel

Lesejury Star
offline

fredhel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit fredhel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2018

Öde erzählt

Opfer
0

Nicht nur das stylische Cover, sondern ganz besonders der Klappentext haben mich auf den Thriller neugierig gemacht. Leider habe ich mich von Seite zu Seite quälen müssen, denn der Schreibstil des Autors ...

Nicht nur das stylische Cover, sondern ganz besonders der Klappentext haben mich auf den Thriller neugierig gemacht. Leider habe ich mich von Seite zu Seite quälen müssen, denn der Schreibstil des Autors ist mehr als gewöhnungsbedürftig. Man hat das Gefühl, die Handlung unter Glas und wie in Zeitlupe zu beobachten. Einerseits wird alles sehr genau beschrieben, was in den brutalen Szenen fast schon an die Grenze des Erträglichen geht, andererseits springen die Emotionen nicht über, denn zu groß ist die Distanz zu den Protagonisten.
Der Plot selbst ist genial- Ermittler und Verbrecher sind von überragender Intelligenz und agieren wie Schachspieler. Ich bin immer noch begeistert, wie sich die Handlung entwickelt. Die Wendung, die das Ganze nimmt, ist nicht vorhersehbar und allein deswegen vergebe ich drei Lesesterne. Wenn diese tolle Story jemand anderes erzählt hätte, wäre es die volle Punktzahl geworden.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Normal sein

Spinster Girls – Was ist schon normal?
0

Die Protagonistin Evie hat ein sehr schweres Jahr hinter sich. Zwangsstörungen haben ihr ein normales Leben inklusive Schulbesuch unmöglich gemacht. Jetzt wechselt sie auf die Highschool und hofft darauf, ...

Die Protagonistin Evie hat ein sehr schweres Jahr hinter sich. Zwangsstörungen haben ihr ein normales Leben inklusive Schulbesuch unmöglich gemacht. Jetzt wechselt sie auf die Highschool und hofft darauf, in die Normalität zurückzukehren. Ihre ehemals beste Freundin Jane hat nur noch Zeit für ihren Freund Joel. Doch zum Glück findet Evie Anschluss an Lottie und Amber, die selbstbewußt durchs Leben gehen und sich nicht um jeden Preis verbiegen wollen, um Jungs zu gefallen. Soweit ist Evie jedoch nicht. Sie möchte so gern zurückgeliebt werden und sucht sofort die Schuld bei sich, wenn es mit der Beziehung nicht klappt. Eigentlich ist sie auf gutem Weg zur Genesung, aber dieses ständige Drama mit den Jungs wirft sie wieder weit zurück. Der Leser ist erschrocken, wenn er sie auf dem schleichenden Weg in die Irrationalität begleitet. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Denkmuster einer Zwangsstörung gut wieder gegeben werden, aber insgesamt war mir die Thematik dann doch zu trocken aufbereitet mit deutlichen Überlängen. Die Story hätte straffer und spannender erzählt werden können und ich bin gespannt, ob dieses Buch den Nerv der jugendlichen Leser treffen wird. Ich selbst hätte als Teenager dieses Buch nicht gern gelesen.

Veröffentlicht am 02.06.2018

Etwas zu schnulzig

Morgen ist es Liebe
1

"Morgen ist es Liebe" von Monika Maifeld ist ein typischer Heile-Welt-Roman. Die schöne, junge Ärztin Alexandra verunglückt auf dem Heimweg und wird von einem Unbekannten aus dem brennenden Wrack gezogen. ...

"Morgen ist es Liebe" von Monika Maifeld ist ein typischer Heile-Welt-Roman. Die schöne, junge Ärztin Alexandra verunglückt auf dem Heimweg und wird von einem Unbekannten aus dem brennenden Wrack gezogen. Der Retter wollte sich eigentlich umbringen und setzt nun alles daran, seinen Abschiedsbrief, der mittlerweile zu Alexandras Sachen geraten ist, zurückzuerhalten. Der Leser spürt natürlich sofort das geheimnisvolle Knistern zwischen den beiden, gegen das sie sich lange erfolgreich sträuben. Dann gibt es noch den erfolgreichen Exfreund, der seinen Nebenbuhler bekämpft, ausserdem einen Alkoholiker, der vom Weg abgekommen ist, einen bärbeissigen Polizisten, eine herzensgute Witwe mit einem fröhlichen kleinen Hund.....kurz: unter dem Zauber einer schneereichen Weihnachtszeit reiht sich in diesem Buch ein vorhersehbares Klischee an das andere.
Der Schreibstil der Autorin liest sich recht angenehm und manchmal braucht man ja auch eine rosa Wolke um vom Alltag entspannen zu können. Mir persönlich war der Plot zu flach, aber wer mal richtig entspannt abschalten möchte, trifft mit diesem Roman keine schlecht Wahl.

Veröffentlicht am 28.05.2018

Etwas langweilig

Das Geräusch der Dinge, die beginnen
0

"Das Geräusch der Dinge, die beginnen" von Evita Greco ist ein sehr ruhiger Roman. Es hat relativ lange gedauert, ehe ich mich einlesen konnte. Das liegt vor allem in der Hauptperson Ada begründet. Sie ...

"Das Geräusch der Dinge, die beginnen" von Evita Greco ist ein sehr ruhiger Roman. Es hat relativ lange gedauert, ehe ich mich einlesen konnte. Das liegt vor allem in der Hauptperson Ada begründet. Sie ist eine merkwürdige junge Frau, die als kleines Kind von der Mutter verlassen und von einer überfürsorglichen Großmutter aufgezogen wurde. Großmutter Teresa liegt nun todkrank in einer Klinik und Ada richtet ihr ganzes Leben nach den Besuchszeiten aus. Ada macht auf mich einen leicht zurückgebliebenen Eindruck, emotional instabil, dabei zugleich extrem stark sämtliche Dinge und Begebenheiten des Alltags reflektierend, weit über das normale Mass hinaus. Sie freundet sich mit der behandelnden Krankenschwester Giulia an und beginnt eine komplizierte Liebesbeziehung zu dem Handelsvertreter Matteo. Der Roman beschreibt die Entwicklung der Beziehungen untereinander, kann aber den Leser nicht wirklich einfangen. Meines Erachtens liegt das an Ada, zu deren Gedankenwelt man nur schwer Zugang findet. Allein des zauberhaften Sprachstils der Autorin, die immer wieder mit leisen poetischen Wahrheiten und fast schon philosophischen Gedanken aufwartet, ist es zu verdanken, dass man das Buch dann doch bis zu Ende liest. Mich persönlich konnte es nicht fesseln, aber es wird Leser geben, die begeistert sein werden.

Veröffentlicht am 28.05.2018

Wasserleichen

Dezembermord
0

Moritz Kepplinger kommt gut erholt aus dem Urlaub in die Mordkommission zurück. Sofort wird er zum Leiter der Ermittlung an einem rätselhaften Todesfall ernannt: eine Leiche liegt im Göppinger Stauferbrunnen...

Kepplinger, ...

Moritz Kepplinger kommt gut erholt aus dem Urlaub in die Mordkommission zurück. Sofort wird er zum Leiter der Ermittlung an einem rätselhaften Todesfall ernannt: eine Leiche liegt im Göppinger Stauferbrunnen...

Kepplinger, und ihm zur Seite die junge Kollegin Lea, haben gedanklich schwere Rätsel zu knacken. Der Tote hatte ein Doppelleben, und auch andere Beteiligte sind nicht immer unter ihrem richtigen Namen aufgetreten. Es beginnt ein Verwirrspiel von Identitäten und Motiven, die Aufklärung kommt nur mühselig voran. Da der Autor selbst im Polizeidienst tätig ist, wird die oft frustrierende Ermittlungsarbeit authentisch dargestellt.

Lea und Moritz sind ein sympathisches Paar, das sich gut ergänzt. Ihr Beziehungsstatus hängt absolut in der Schwebe, hoffentlich erfährt man die Weiterentwicklung im Folgeband.

Der Plot ist eigentlich recht spannend, aber zugleich auch sehr verwirrend. Jetzt im Nachhinein könnte ich nicht mehr sagen, wie die Personen untereinander zusammenhängen und wer welche Motive hatte. Deswegen gibt es leichten Punktabzug, obwohl ich das Buch gern gelesen habe. Und wie immer bin ich von der Emons-Covergestaltung mit dem hohen Wiedererkennungswert begeistert.