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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2018

fesselnd und letztendlich überzeugend, aber mit anfänglichen Startschwierigkeiten

Chosen 1: Die Bestimmte
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Klappentext
Ein Eliteinternat für Hochbegabte – nicht gerade Emmas Traum! Doch dieses Internat ist nicht das, was es zu sein scheint. Alle Schüler haben paranormale Fähigkeiten: Der charismatische Aidan ...

Klappentext
Ein Eliteinternat für Hochbegabte – nicht gerade Emmas Traum! Doch dieses Internat ist nicht das, was es zu sein scheint. Alle Schüler haben paranormale Fähigkeiten: Der charismatische Aidan kann Feuer und Wasser tanzen lassen, und Emma findet heraus, dass sie die Gefühle anderer Menschen erspüren kann – sie ist eine Emotionentaucherin. Gerade als sich Emma und Aidan annähern, taucht plötzlich Jared auf, ein ehemaliger Internatsschüler, und weiht sie in ein düsteres Geheimnis des Internats ein. Emma weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Auf einmal bricht eine Rebellion los, und für Emma geht es dabei nicht nur um die große Liebe, sondern um Leben und Tod!

Meine Meinung
Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Es ist unfassbar spannend und fesselnd, sodass man es gar nicht mehr beiseitelegen konnte.

Allerdings hatte ich anfangs ein paar Schwierigkeiten in die Geschichte einzufinden.
Grund dafür war, dass am Anfang die Kapitel sehr kurz und knapp gehalten wurden und dadurch alles sehr abgehakt geschrieben war. Das hatte zur Folge, dass bei mir zunächst kein Lesefluss aufkam.
Das hat sich allerdings nach ein paar Seiten gelegt. Die Kapitel wurden dann länger und man konnte der Handlung viel besser folgen und man kam eben in einen Lesefluss rein. Die Geschichte hatte einen dann auch richtig gepackt und gefesselt.

Die Handlung war nach den anfänglichen Schwierigkeiten nachvollziehbar und sehr spannend. Es wurde nie langweilig und es gab zahlreiche Irrungen und Wirrungen sowie überraschende Wendungen, die die Spannung immer hoch gehalten haben und das Buch überhaupt nicht vorhersehbar machten.

Emma ist eine tolle und starke Hauptfigur. Sie lässt nicht mit sich spielen und versucht sich gegen andere zu behaupten und nicht beeinflussen zu lassen. Sie ist unfassbar schlau, intelligent und nicht auf den Mund gefallen. Ihre Schlagfertigkeit sorgt auch für viele witzige Moment, in denen man sich ein Schmunzeln auch nicht verkneifen konnte. Ihre Denk- und Handlungsweise werden nachvollziehbar und verständlich dargestellt, weswegen man ihr gut folgen und mit ihr mitfiebern konnte.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und flüssig. Die spannenden und dramatischen Momente werden sehr gut rüber gebracht und auch Emmas Gefühlschaos, insbesondere in Bezug auf ihre Gabe, werden emotional dargestellt, sodass man sich gut in sie einfühlen konnte.
Gut hat mir auch gefallen, dass ein paar Absätze aus der Sicht von Emmas Mutter in der Vergangenheit geschrieben sind, sodass man ein bisschen besser verstehen konnte, was damals passiert ist. Allerdings wurde das auch jeweils ein paar Seiten später in der Gegenwart ebenfalls noch mal aufgegriffen, weswegen man es auch ohne diese Passagen erfahren hätte. Also vom inhaltlichen her gab es dadurch keinen Mehrwert sondern meiner Meinung nach eher nur aus emotionaler Sicht.

Insgesamt also ein toller erster Band, der zwar Startschwierigkeiten hatte aber trotzdem lesenswert und überzeugend ist.

Veröffentlicht am 08.06.2018

Ein schwieriges Thema wunderbar näher gebracht

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
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Klappentext
Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten ...

Klappentext
Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedankenwelt zwanghaft beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Sie versucht Mut zu beweisen und überwindet durch Daisy nicht nur kleine Hindernisse, sondern auch große Gegensätze, die sie von anderen Menschen trennen. Für Aza wird es ein großes Abenteuer und eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale, der sie zu entkommen versucht.

Meine Meinung
Und wieder hat John Green es geschafft, einem ein schwieriges und trauriges Thema näher zu bringen und einem dazu die Augen zu öffnen.

Die Handlung fand ich schön und nachvollziehbar beschrieben. Am Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten in die Handlung einzusteigen, da man so plötzlich ins Geschehen geworfen wurde. Aber nach den ersten Seiten hat man sich auch wieder zurecht gefunden. Gut hat mir an der Handlung Gefallen, dass man einerseits das Thema rund um Azas Ängste hatte und wie diese ihr Leben beeinflussen und andererseits das Verschwinden des Milliardärs hatte. Das hat toll zusammen funktioniert und hat das Buch richtig spannend und fesselnd gemacht. Nebenbei gab es noch zahlreiche andere Themen (Freundschaft, Liebe, Familie), die aufgegriffen wurden, sodass manchmal dadurch die Suche nach dem Milliardär in den Hintergrund geraten ist, obwohl dies neben der Azas Ängsten das Hauptthema sein sollte. Das war ein bisschen Schade, aber die weiteren Geschehnisse konnten das gut auffangen.

Ich fand es sehr gut, wie John Green Azas Angstzustände beschrieben hat, was dabei in ihrem Kopf vorgeht und wie er die Probleme und ihre Gedanken dem Leser dargestellt hat. Man konnte das sehr gut nachvollziehen und hat auch verstanden, was Aza durchmachen muss. Es wirkte zwar auf den ersten Blick etwas kurios und abstrus, was in Aza vorgeht und wie sie handelt, aber man hat sich mit der Zeit so gut in sie hineinversetzen können, dass man mit ihr fühlt und ihre Handlungen nachvollziehen konnte.

Aza ist einem sehr sympathisch. Sie hat ihre Probleme und Ängste, versucht aber trotzdem so gut es geht und im Rahmen ihres möglichen für ihre Mitmenschen da zu sein. Das und wie sie mit ihrer Angststörung umgeht, lässt sie in meinen Augen auch sehr stark wirken, weswegen sie für mich eine sehr interessante Figur ist.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und sehr emotional. Es werden viele Gefühle und Emotionen transportiert, sodass man sich sehr gut in dieses schwierige Thema einfühlen konnte und auch das Gefühl hatte, ein Teil davon zu sein.
Schön fand ich auch, dass viele SMS und Blogeinträge abgedruckt wurden. Nicht nur, dass die zahlreichen Zitate in den Blogeinträgen sowie der jeweilige Kommentar dazu wirklich schön waren und sehr tiefsinnig, sondern vor allem wirkte die Handlung dadurch lebendiger.

Klar, das Cover erregt sofort Aufmerksamkeit und ist auch sehr interessant gestaltet. Gleichzeitig hatte ich mich aber auch gefragt, was es damit auf sich hat. Das hat sich mir zunächst nicht erschlossen. Die Frage darauf wird aber im Laufe des Buches beantwortet, sodass es mir jetzt sogar noch besser gefällt, da es wirklich geschickt gemacht wurde. Vor allem der Titel passt einfach unfassbar gut zum Inhalt.

Obwohl ich vorher keine Berührungspunkte zum Thema Angststörung hatte, wurde das einem hier in diesem Buch auf eine sehr schöne Art und Weise nachvollziehbar, einfühlsam und emotional näher gebracht.

Insgesamt also ein wirkliches tolles Buch, das mich überzeugt hat.

Veröffentlicht am 06.06.2018

einfach magisch

So klingt dein Herz
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Klappentext
Die junge Laura lebt im Verborgenen im Westen Irlands. Niemand weiß, dass sie eine ganz besondere Fähigkeit besitzt: Sie kann jede menschliche Stimme, alle Tiere und jedes Geräusch der Welt ...

Klappentext
Die junge Laura lebt im Verborgenen im Westen Irlands. Niemand weiß, dass sie eine ganz besondere Fähigkeit besitzt: Sie kann jede menschliche Stimme, alle Tiere und jedes Geräusch der Welt nachahmen. Als der Toningenieur Solomon im Wald auf Laura trifft, fühlt er sich sofort magisch von ihr angezogen. Doch auch Solomons Lebensgefährtin, die Regisseurin Bo, ist fasziniert: Sie möchte einen Film über die geheimnisvolle Laura drehen. Über Nacht findet sich Laura in unserer lauten, modernen Welt wieder. Kann ihre Gabe ihr dabei helfen, das Glück zu finden – und die Liebe?

Meine Meinung
Wirklich ein wunderschönes Buch, das einen auf eine schöne Reise mitgenommen hatte und einem einfach ein paar schöne Lesestunden beschert hat.

Die Handlung ist leicht verständlich und sehr schön beschrieben. Sie steigt langsam ein, wird aber mit der Zeit sehr fesselnd. Es werden viele Fragen und Problematiken aufgeworfen, die man beantwortet haben möchte, weswegen die Spannung stets aufrecht gehalten wird.
Ich muss auch sagen, dass die Handlung mich, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wirklich positiv überrascht hatte. Sie nahm einen Verlauf mit dem ich so nicht gerechnet hatte, der mich aber vollkommen überzeugt hatte.
Natürlich gibt es auch in diesem Buch von Cecelia Ahern diese leicht magische und fantastische Seite. Das hat auch hier wieder super in gepasst bzw. baut das Buch ja gerade darauf auf. Das hat mir sehr gut gefallen und war auch in sich stimmig. Vor allem fand ich gut, dass das alles sehr bodenständig und realistisch dargestellt wird, sodass man nie das Gefühl hatte, in einem Fantasyroman gelandet zu sein oder es übertrieben gewirkt hat.

Außerdem hat mir die Konstellation der einzelnen Figuren sehr gut gefallen. Solomon, Bo, Rachel und natürlich Laura sind alle grundverschieden und haben alle ihre Eigenheiten. Alle haben ihre Ecken und Kanten, was ich wirklich gut fand, da sie dadurch sehr real und lebendig rüber kamen.

Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht und flüssig. Das Buch ist in der dritten Person geschrieben und hat keine der Figuren als Haupterzähler. Eher wechselt die Perspektive ständig und zwischendurch. Es gibt einem dadurch eher einen Überblick über die Gefühle und Absichten aller Personen ohne sich zu sehr auf eine zu fokussieren. Das war mal etwas anderes. Es hat den Lesefluss in keinster Weise gestört, allerdings hatte ich mir gerade am Anfang des Buches gewünscht, mehr aus Lauras Perspektive zu erfahren. Insbesondere, wie es ihr ging, als sie auf das Doku-Team getroffen ist. Da erfährt man das lediglich aus den Erlebnissen der Anderen. Das war ein bisschen Schade, aber hat das Ganze auch irgendwie interessant gemacht.
Ahern schafft es auch in diesem Fall die zahlreichen Gefühle und Emotionen zum Leser zu transportieren. Sie schafft eine einzigartige Atmosphäre in dem Roman, die einfach zu den Geschehnissen in dem Buch passt. Man konnte also trotz der mangelnden Perspektive von Laura (die erst relativ spät eingesetzt hatte) gut mit ihr mitfiebern und -fühlen.

Insgesamt also ein wirklich schöner, stimmungsgeladener Roman, der wieder ein Fünkchen Magie ins Leben gebracht hat.

Veröffentlicht am 04.06.2018

In Qualityland lautet die Antwort auf alles ok

QualityLand
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Inhalt
Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund - Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter ...

Inhalt
Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund - Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter Arbeitsloser immer mehr das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt. Wenn das System wirklich so perfekt ist, warum gibt es dann Drohnen, die an Flugangst leiden, oder Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung? Warum werden die Maschinen immer menschlicher, aber die Menschen immer maschineller?

Meine Meinung
Ich fand das Buch wirklich interessant und unterhaltsam.

Die Handlung spielt sich an verschiedenen Orten ab und wechselt dadurch von Kapitel zu Kapitel auch immer die Erzählperspektive. Zum einen ist da Peter Arbeitsloser, der ein niedriges Level hat und in seinem eigenen Leben gefangen zu sein scheint. Dann gibt es den Erzählstrang von Martyn, der ein hohes Level hat, aber mit seinem Leben nicht zufrieden ist. Als letztes gibt es noch den Erzählstrang um John of us, der versucht Präsident zu werden. Die Handlungen laufen alle Parallel ab und haben eigentlich nichts miteinander zu tun. Aber dadurch, dass die Protagonisten verschiedene Level und Jobs haben, bekommt man als Leser so einen Gesamteindruck, wie es in Qualityland abläuft.

Man wird zunächst langsam an das Geschehen herangeführt, sodass sich erst nach und nach ein Gesamtbild des Lebens in Qualityland ergibt. Genau dann beginnt auch das Buch spannend und fesselnd zu werden. Man möchte immer mehr erfahren und fiebert vor allem mit Peter Arbeitsloser mit, da ihn ein Problem nach dem nächsten verfolgt.

Die Figuren werden genauso grob und oberflächlich dargestellt – nämlich nur mit Fakten – wie das auch in Qualityland generell der Fall ist. Das passte natürlich super zu dem Buch, weswegen einem die Gefühlsebene oder die Wünsche und Absichten der Figuren auch gar nicht gefehlt hat. Dadurch hat es mir als Kontrast dazu (ohne nun zu viel vorweg zunehmen) auch sehr gut gefallen, wie Peter Arbeitsloser manchmal agiert.

Das Buch ist witzig und unterhaltsam geschrieben. Gleichzeitig ist es aber auch sehr neutral und gefühlskalt gehalten, was aber wunderbar zu dem Buch passt, da Gefühle in Qualityland keine große Rolle mehr zu spielen scheinen. Daher spiegelt der Schreibstil ebenfalls das Leben dort optimal wieder.

Gut fand ich auch die Kommentare bzw. Artikel die immer mal wieder zwischendurch abgedruckt werden. Sie zeigen nicht nur, was die Leute denken, sondern vor allem auch wie die Nachrichten/Neuigkeiten von den Journalisten aufbereitet und dargestellt werden.
Gut fand ich auch, dass man auch die Kommentare von dem hellen Buch über einen QR-Code einsehen konnte. Dadurch hatte man das Gefühl nichts verpasst zu haben, indem man sich für eines der beiden entschieden hatte.

Ebenfalls haben mir die Abschnitte gefallen, die einige Abläufe in Qualityland erklären. Sie sollen einen Wegweiser für Qualityland darstellen. Das war zum einen wirklich hilfreich um der Handlung folgen zu können, aber zum anderen auch sehr unterhaltsam und gleichzeitig beängstigend, wie die Gesellschaft dort lebt.

Die Idee von Qualityland finde ich auch mehreren Ebenen sehr beängstigend, weswegen man während dem Lesen auch automatisch sehr viel darüber nachdenkt. Das fand ich gut und man konnte das Buch auch aus mehreren Perspektiven gut betrachten.


Insgesamt also ein tolles und unterhaltsames Buch, was zum Nachdenken anregt.

Veröffentlicht am 24.05.2018

witzig, unterhaltsam und spannend

Wolkenschloss
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Klappentext
Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball ...

Klappentext
Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung. Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.

Meine Meinung
Auf das Buch habe ich mich schon länger gefreut und konnte es nun endlich lesen. Und ich kann sagen, dass es anders war, als ich erwartet hatte, aber im positiven Sinne.

Ich war zunächst etwas überfordert, weil so viele Figuren genannt wurden und ich mir nicht direkt merken konnte, wer wer ist. Aber am Ende des Buches befand sich ein Personenverzeichnis, das alle Personen aufgelistet hatte mit einem kurzen Hinweis zu deren Charaktereigenschaften. Das war wirklich hilfreich und hat mir auch gut gefallen.

Die Handlung begann zunächst eher leicht und nicht so aussagekräftig. Es passierte zunächst nicht viel, weil das Hotel und seine Mitarbeiter erst einmal vorgestellt wurden. Aber dann passierte von Seite zu Seite immer mehr und das Buch wurde immer spannender und geheimnisvoller, bis sich alles zugespitzt hatte. Das Buch hat also einen tollen Spannungsbogen und konnte damit überzeugen.
Klar erwartet man bei diesem Buch auch eine Liebesgeschichte, die es tatsächlich auch gibt. Zwar steht diese nicht im Fokus der Handlung, aber beschäftigt Fanny neben der Hauptgeschichte trotzdem. Glücklicherweise ist die Liebesgeschichte ganz und gar nicht kitschig, sondern wurde sehr schön dargestellt.

Fanny ist eine tolle Hauptfigur mit einer ganz einzigartigen Persönlichkeit. Sie war einem auf Anhieb sympathisch und wurde auch sehr gut dargestellt, sodass man sich gut in sie hineinversetzen konnte.
Die anderen Figuren blieben dagegen eher oberflächlich und wurden nur in ihren Grundrissen beschrieben. Das war aber nicht weiter schlimm, da bei der Anzahl an Personen das Buch wohl nur noch aus Charakterbeschreibungen bestehen würde. Für die Handlung war das auch ganz und gar nicht schlimm, da alles gesagt wurde, was man wissen musste.

Das Buch ist mir viel Witz und Humor geschrieben, was auch super zu der Fanny gepasst hat, die eine witzige Art zu Denken hat. Das hat das Buch sehr unterhaltsam gemacht.

Insgesamt ein sehr schönes Buch, was einen gut unterhält und einen schmunzeln lässt mit einer für mich sehr überraschenden und abenteuerlustigen Handlung.