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Veröffentlicht am 08.06.2018

Schöne magische Geschichte – besonders für jüngere Leser.

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth
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„Magisterium – Der Weg ins Labyrinth“ ist der erste Teil der Jugendbuch-Reihe von Cassandra Clare und Holly Black.

Callum ist ein zwölfjähriger Junge, der aufgrund einer schweren Beinverletzung hinkt ...

„Magisterium – Der Weg ins Labyrinth“ ist der erste Teil der Jugendbuch-Reihe von Cassandra Clare und Holly Black.

Callum ist ein zwölfjähriger Junge, der aufgrund einer schweren Beinverletzung hinkt und in der Schule ziemlich unbeliebt ist. Zu allem Überfluss muss er auch noch eine Prüfung im Magisterium ablegen. Das ist eine geheime Schule für Magier, an der auch bereits seine Eltern waren – doch sein Vater verteufelt jegliche Magie, seitdem seine Frau deswegen gestorben ist, und hat Callum beauftragt, sich möglichst ungeschickt bei der Prüfung zu verhalten, um nicht angenommen zu werden. Allen Bemühungen zum Trotz fängt Callum seine Ausbildung zum Magier an und findet sogar Gefallen daran und Freunde – völlig neue Erfahrungen für ihn. Aber dann macht er eine fruchtbare Entdeckung, die alles ändert.

Nach dem Riesenerfolg der Harry-Potter-Reihe eine Geschichte über einen jungen Magier zu schreiben, ist schon sehr gewagt, da es doch zu befürchten ist, dass dieses Buch immer auch mit Harry Potter verglichen werden wird. Zugegeben, mir ging es genauso. Ich habe auch nach Parallelen gesucht und auch so einige gefunden – unbeliebter Junge wird großer Magier, armer Freund und schlaue Freundin, Schüler, der ihn abgrundtief hasst und noch ein paar Dinge mehr, die hier aber zu viel von dem Geschehen verraten würden.

Doch wenn man mal das große Vorbild außer Acht lässt und sich rein auf das Magisterium konzentriert, dann haben die beiden Autorinnen eine interessante Welt geschaffen. Die Schule in den Tiefen einer Höhle, das seltsame Essen und die „verzauberten“ Wesen sind faszinierend.

Der Schreibstil ist passend für ein Jugendbuch leicht und gut zu lesen. Die Geschichte beginnt gleich sehr spannend und macht den Einstieg in das Geschehen einfach. Zwischendurch gibt es mal ein paar Szenen, die sich etwas ziehen, aber neue Welten wollen eben auch beschrieben sein, damit man sich sie besser vorstellen kann.

Callums Art und Tolpatschigkeit sorgt immer wieder für humorvolle Szenen und auch für Spannung ist gesorgt. Somit ist dies eine schöne magische Geschichte, vor allem für die jüngeren Leser.

Die Altersempfehlung von 10-17 Jahren halte ich für angemessen. Aber ähnlich wie Harry Potter kann man es durchaus auch als Erwachsener noch lesen – mit dem Wissen im Hinterkopf, dass es ein Jugendbuch ist.

Das Cover ist ein absoluter Traum. Faszinierend ist der von beiden Seiten lesbare Schriftzug „Magisterium“. Die kupferfarbene Schrift und die weißen Verzierungen auf dem schwarzen Hintergrund sehen klasse aus und die kupferfarbenen Ränder der Seiten lassen das Buch edel aussehen.

Fazit:
Schöne magische Geschichte – besonders für jüngere Leser.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Gefühlvolle Fortsetzung um Sage und Luca.

Verliere mich. Nicht.
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In „Verliere mich. Nicht“, dem zweiten Teil der „Berühre mich nicht-Dilogie“ von Laura Kneidel (erschienen im Januar 2018), versuchen Sage und Luca mit ihrer Trennung klarzukommen, wobei sich das als ziemlich ...

In „Verliere mich. Nicht“, dem zweiten Teil der „Berühre mich nicht-Dilogie“ von Laura Kneidel (erschienen im Januar 2018), versuchen Sage und Luca mit ihrer Trennung klarzukommen, wobei sich das als ziemlich schwer herausstellt, waren die beiden doch noch nie so glücklich wie in der kurzen Zeit miteinander.
So nach und nach nähern sie sich einander wieder an, aber solange Sage‘ Vergangenheit noch zwischen ihnen steht, kann sie einer Versöhnung nicht nachgeben. Nur leider traut sie sich nicht, Luca alles zu erzählen, denn was ist, wenn er sie dann nicht mehr will? Also schweigt sie lieber und hält ihn auf Abstand, so hat sie mehr Nähe zu ihm, als wenn er sie fortstößt.

„Verliere mich. Nicht“ beginnt direkt da, wo „Berühre mich. Nicht“ geendet hat – nach Sage‘ Flucht vor Luca und ihrer Vergangenheit. Diese schafft es immer wieder, Sage einzuholen, egal wie sehr sie sich bemüht mittels Therapie und Überwindungstaktiken ihr zu entkommen. Durch die Trennung von Luca und die Zeit der Einsamkeit während der Semesterferien hat ihr Selbstbewusstsein einen herben Rückschlag erlitten. Ihre Ängste sind wieder präsenter als zuvor. Hinzu kommen dann auch noch weitere Versuche der Kontaktaufnahme von ihm.

Wie bereits im ersten Teil ist die Geschichte in der Ich-Erzählperspektive geschrieben und auch hier werden Sage‘ Gefühle und Ängste sehr detailliert geschildert, so dass sie sich gut nachvollziehen lassen. Ebenso wie in meiner Rezension zu „Berühre mich. Nicht“ bemängele ich hier, dass die anderen Charaktere durch diese Erzählvariante unscharf bleiben und deren Gefühle nur bedingt erkennbar sind.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, einfach gehalten und gut zu lesen. Dadurch, dass es noch nicht lange her ist, dass ich den ersten Teil gelesen habe, konnte ich direkt wieder in Sage‘ Welt abtauchen und ihren Leidensweg mit ihr erleben. So manches Mal hätte ich sie gerne in die richtige Richtung geschubst, sie vor falschen Rückschlüssen (die eigentlich ziemlich offensichtlich waren) gewarnt und ihr vor allem dazu geraten, endlich mal den Mund aufzumachen und mit Luca das Gespräch zu suchen.

Auch in diesem Teil gibt es teilweise etwas langatmige Passagen, aber im Großen und Ganzen nimmt die Geschichte hier wesentlich mehr Fahrt auf als der erste Teil, so dass es mir hier deutlich schwerer fiel, das Buch gelegentlich aus der Hand zu legen.

Das Cover ist ähnlich gehalten wie der erste Teil, so lässt sich die Zugehörigkeit zu einer Reihe gut erkennen. Ansonsten ist auch hier leider kein Zusammenhang mit der Geschichte erkennbar, was ich eigentlich immer befürworte.

Fazit:
Gefühlvolle Fortsetzung um Sage und Luca.

Veröffentlicht am 07.04.2018

Eine interessante Geschichte über das Schicksal und was passieren kann, wenn es beeinflusst wird.

Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung
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„Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung“ von Stefanie Hasse ist der erste Teil einer Fantasy-Dilogie rund um das Thema Schicksal und ist im Juli 2017 erschienen.

Kiera hat als kleines Mädchen auf ...

„Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung“ von Stefanie Hasse ist der erste Teil einer Fantasy-Dilogie rund um das Thema Schicksal und ist im Juli 2017 erschienen.

Kiera hat als kleines Mädchen auf einem Jahrmarkt eine alte Münze geschenkt bekommen, jahrelang als Schatz in einer Kiste gehütet, fällt sie ihr eines Tages wieder in die Hände und verändert plötzlich alles. Einer der beiden neuen Schüler an ihrer Schule (Phoenix) behauptet, dass sie mit dieser Münze das Schicksal anderer Menschen beeinflussen kann und er als Schicksalsbringer ihr deswegen nicht mehr von der Seite weichen darf. Gleichzeitig warnt er sie vor seinem Bruder (Hayden), der ebenfalls hinter der Münze her ist. Die Ereignisse überschlagen sich und Kiera muss einen Weg wählen, wie sie mit dem Schicksal umgehen will.

Dieses Buch wurde in den sozialen Medien hochgelobt und da mich das wunderschöne Cover sofort angesprochen hat, musste ich es unbedingt ebenfalls lesen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Wortwahl und Satzstruktur sind sehr schlicht und einfach gehalten (mag daran liegen, dass es ein Jugendbuch ist?). Erzählt wird die Geschichte aus Kieras Perspektive. Dadurch bedingt und weil sie ihre Informationen über die Münze und das Schicksal nur häppchenweise bekommt, bleibt auch der Leser lange Zeit im Unklaren darüber, was es mit den beiden Jungen Phoenix und Hayden, dem Schicksal und der Münze auf sich hat.

Am Ende der Kapitel taucht manchmal noch ein mysteriöser Erzähler auf, der die Kieras Ereignisse und Entscheidungen beobachtet und bewertet. Auf der einen Seite erhält der Leser so weitere Bruchstücksinformationen, auf der anderen Seite wird dadurch die Neugier und Spannung hochgehalten.

Der Plot ist interessant. Ein Hauch Mythologie gepaart mit fantastischen Elementen sorgen für spannende Unterhaltung.

Die Charaktere sind relativ gut geschildert, auch wenn ihnen teilweise etwas Tiefe fehlt. Dies würde ich auf die Ich-Erzählperspektive schieben, da so die Gedanken und Gefühle der Personen, abgesehen von Kiera, nicht deutlich werden und man sich nur ein begrenztes Bild von ihnen machen kann.

Trotzdem kam für mich die Wendung bezüglich der Brüder nicht überraschend. Dieser Punkt war mir schon sehr früh klar. Wohingegen mich dann das Ende der Geschichte, welches ein ziemlich fieser Cliffhanger ist, doch eiskalt erwischt hat. Ich bin auf die Fortsetzung sehr gespannt und hoffe, dass einige Knoten in meinem Gehirn, die sich aufgrund der bruchstückhaften Erklärungen gebildet haben, wieder lösen werden.

Fazit:
Eine interessante Geschichte über das Schicksal und was passieren kann, wenn es beeinflusst wird.

Veröffentlicht am 05.04.2018

Pädagogisch wertvoll – glaube ich nicht, aber wenn es die Kinder zum Lesen animiert und sie zum Lachen bringt, ist das doch schon sehr viel wert.

Die Krumpflinge - Egon macht Ferien
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Egon ist ein Krumpfling und lebt mit seiner Familie im Keller der Familie Artich. Albi Artich ist traurig, weil seine Nachbarsfreundin mit ihren Eltern über die Sommerferien ans Meer zum Campen fährt und ...

Egon ist ein Krumpfling und lebt mit seiner Familie im Keller der Familie Artich. Albi Artich ist traurig, weil seine Nachbarsfreundin mit ihren Eltern über die Sommerferien ans Meer zum Campen fährt und er muss mit seinen Eltern in ein ödes Wellness-Hotel.

Doch Egon und Albi hecken einen Plan aus, so dass Egon mit in den Urlaub fahren kann. Doch eine Kleinigkeit geht schief. Auch Oma Krumpfling und Professor Krumpfling werden ausversehen mit eingepackt. Dies führt zu jeder Menge Chaos. Ob der Urlaub trotzdem schön wird?

Das Kinderbuch „Die Krumpflinge – Egon macht Ferien“ von Annette Roeder ist der 8. Band über Egon und die Krumpflinge. Aber auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bände gelingt der Einstieg in die Geschichte sehr gut.

Das Buch ist ideal für Kinder im Grundschulalter. Die Schrift ist sehr groß gehalten, so dass auch Erstleser die Wörter gut erkennen können. Außerdem lockern viele lustige Bilder die Geschichte auf und sorgen für jede Menge Lesespaß bei den Kleinen.

Ähnlich wie bei den Olchis gibt es einige Schimpfwörter zu entdecken und viele Streiche mitzuerleben.

Pädagogisch wertvoll – glaube ich nicht, aber wenn es die Kinder zum Lesen animiert und sie zum Lachen bringt, ist das doch schon sehr viel wert.

Veröffentlicht am 01.03.2018

Fazit: Angenehme Lesestunden gefüttert mit ein paar Hintergrundinformationen zum Thema Wölfe.

Winterherz
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„Winterherz“ von Tania Krätschmar ist im November 2010 erschienen.

Die Biologin Ella lebt abgeschieden in einer Waldhütte und arbeitet an einer wissenschaftlichen Abhandlung über Wölfe und deren Rückkehr ...

„Winterherz“ von Tania Krätschmar ist im November 2010 erschienen.

Die Biologin Ella lebt abgeschieden in einer Waldhütte und arbeitet an einer wissenschaftlichen Abhandlung über Wölfe und deren Rückkehr nach Deutschland. Wölfe sind ihre große Leidenschaft und sie wünscht sich nichts sehnlicher, als deren Spuren in ihrem Waldgebiet zu entdecken.

Doch nicht alle in der Region teilen diese Hoffnung. Die meisten stehen den Wölfen eher skeptisch oder gar feindlich gegenüber. Aufklärungsarbeit, um das Image der Wölfe zu verbessern, steht deswegen bei Ella ganz oben auf ihrer To-Do-Liste. Dementsprechend ist es nicht gerade förderlich, dass ihr Wolf-Hund-Mischling eines Tages ausreißt und ausgerechnet vor einem Museum, das gerade von einer Kindergruppe besucht wird, auftaucht. Zumal der Museumsbesitzer Sander Wölfe hasst.

Um diesen Fehler wieder gut zu machen, sucht Ella den Kontakt mit dem undurchsichtigen, zurückhaltenden Sander. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine gewisse Zuneigung zwischen den beiden, aber Sanders Abneigung gegen die Wölfe droht alles zu gefährden.
Neben der Liebesgeschichte, die sich sehr langsam entwickelt, erfährt der Leser sehr viel Wissenswertes über Wölfe – ihr Jagdverhalten, die Lebensumstände und die Gründe für die Angst der Menschen vor dem Wolf.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig, der Plot ist interessant, weist allerdings hier und da ein paar Längen auf. Trotzdem gibt es auch immer wieder kleinere Spannungsbögen, die das Buch durchaus interessant und lesenswert machen.

Die Geschichte wird aus einer allwissenden Perspektive erzählt. Zwischendrin gibt es immer mal wieder Rückblenden von Sander über seine Vergangenheit, womit der Leser so nach und nach erfährt, worin sein Wolfshass begründet ist (wobei man diesen Grund im Ansatz schon sehr schnell erahnen kann).

Die Charaktere sind authentisch herausgearbeitet. Ihre Gefühle und Eigenarten sind gut nachvollziehbar.

Das Cover ist recht schlicht, es zeigt Wolfsspuren im Schnee und einen Zweig Beeren. Damit ist zum einen das Thema Wölfe und zum anderen der Winter mit aufgegriffen. Außerdem verbreitet das Bild eine romantische Atmosphäre (meine TB-Ausgabe hat ein anderes Cover, als das hier gezeigte)

Fazit:
Angenehme Lesestunden gefüttert mit ein paar Hintergrundinformationen zum Thema Wölfe.