Ein Universum ohne fliegende Untertassen
Miss Gladys und ihr AstronautGladys ist eine ganz normale alte Dame. Gemeinsam mit ihren Enkeln Ellie und James lebt sie in einem gemütlichen kleinen Haus in Wigan und eigentlich ist alles gut – bis sie eines Tages einen mysteriösen ...
Gladys ist eine ganz normale alte Dame. Gemeinsam mit ihren Enkeln Ellie und James lebt sie in einem gemütlichen kleinen Haus in Wigan und eigentlich ist alles gut – bis sie eines Tages einen mysteriösen Anruf von einem Astronauten erhält, denn die Geschichte will ihr keiner glauben. Der Astronaut ist Tom Major und ausgerechnet der Mann, der soeben den ersten bemannten Flug zum Mars angetreten ist. Eigentlich hatte er nicht Gladys anrufen wollen, sondern seine Ex-Frau, Janet, deren Nummer jetzt Gladys gehört. Gegen seinen Willen verstrickt sich sein Schicksal immer mehr mit dem von Gladys Familie, denn tatsächlich stecken die ziemlich in Schwierigkeiten und Tom ist der Einzige, der ihnen aus der Patsche helfen kann.
Das Cover des Romans ist hübsch, hat allerdings ziemlich wenig mit der Geschichte zu tun um es freundlich auszudrücken. (Abgesehen davon, dass ein Astronaut und eine Tee in der Geschichte vorkommen, dabei spielen die Tassen selber jedoch eine absolute Nebenrolle.) Allerdings weckt es natürlich erst mal die Aufmerksamkeit der Leser und nach dem Klappentext kauft man das Buch dann sowieso. Die englischsprachigen Cover sind jedenfalls wesentlich besser gelungen.
Sprachlich gibt es an diesem Buch nichts auszusetzen, die Übersetzerin hat gute Arbeit geleistet und so konnte man sich wahrlich in den Zeilen verlieren. Besonders gut gefallen hat mir die Art und Weise, wie der Autor Erinnerungen eingearbeitet hat: Nicht durch Nacherzählungen sondern durch regelrechte Flash-Backs, die dann gleichwertig zur restlichen Geschichte in gesonderten Abschnitten standen.
Erzählt wird immer abwechselnd aus Glayds und Toms Welt, wobei jedoch auch Ellie und James zu Wort kommen, so dass man Einblicke in all ihre Gedanken gewinnt.
Mir ist die Geschichte bereits während des Lesens sehr ans Herz gewachsen, unter anderem auch wegen der fantastischen Hauptcharaktere. Alle haben sie ihre Besonderheiten und machen den Roman zu einem Juwel, den man nur weiter empfehlen kann. (Auch wenn ich als Autor an manchen Stellen den Spannungsbogen noch anders gesetzt hätte – so ist alles ein klein bisschen vorhersehbar.)
„Miss Gladys und ihr Astronaut“ hält (abgesehen von mystischen Kreaturen) für jeden Leser etwas parat und so kann ich nur jedem raten, zumindest einen Blick in die Leseprobe zu werfen.