Profilbild von Hermione27

Hermione27

Lesejury Star
offline

Hermione27 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hermione27 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2018

Schöner Roman fürs Herz – ideale Urlaubslektüre

Zwischen dir und mir das Meer
0

Lena hat früh ihre Mutter verloren, die bei einem Badeunfall auf Amrum uns Leben kam, als Lena erst 8 Jahre alt war.
Vielleicht beschäftigt sie sich deshalb mit dem Sammeln von Meerglas, aus dem sie schönen ...

Lena hat früh ihre Mutter verloren, die bei einem Badeunfall auf Amrum uns Leben kam, als Lena erst 8 Jahre alt war.
Vielleicht beschäftigt sie sich deshalb mit dem Sammeln von Meerglas, aus dem sie schönen Schmuck herstellt, um etwas aus dem Meer zurückzubekommen?
Als ein junger italienischer Gast zu Besuch auf Amrum ist, aber dann sehr überstürzt abreist und dabei Fotos von ihrer Mutter hinterlässt, entschließt Lena sich spontan auf Spurensuche an der Amalfiküste zu gehen. Auch der gutaussehende Gast geht ihr nicht mehr aus dem Kopf…

Meine Meinung:
Ich habe „Immer wieder im Sommer“ sehr gerne gelesen und der Roman „Zwischen dir und mir das Meer“ hat mir ähnlich gut gefallen.
Schön fand ich, dass der Roman aus zwei Perspektiven in zwei Zeiten erzählt wird (aus der Sicht Lenas in der aktuellen Zeit und aus der Sicht ihrer Mutter Mariella in den 1970er Jahren), so dass sich langsam ein rundes Bild zusammensetzt.
Die Personen sind sehr liebevoll gezeichnet und bleiben recht authentisch in ihren Handlungen und in ihrer Entwicklung, so dass man als Leserin ihre Beweggründe recht gut nachvollziehen kann.

Neben der netten Kulisse von Amrum als Nordseeinsel, die mir schon in „Immer wieder im Sommer“ gut gefallen hat, fand ich in diesem Roman besonders die Amalfiküste sehr schön beschrieben. Somit kann man sich beim Lesen sehr gut an diesen Sehnsuchtsort versetzen und riecht die Zitronen / Zitronenblüten und spürt fast die Sonne auf der Haut.

Besonders nett fand ich, dass die Geschichte sehr gefühlvoll erzählt wird, ohne kitschig zu wirken, und man sich beim Lesen in die Umgebung und die Beziehung der Personen hineinträumen kann.

Fazit:
Ein sehr nettes Buch, das sich zum Beispiel bestens als Urlaubslektüre eignet!

Veröffentlicht am 17.08.2018

Zauberhaft illustrierte neue kleine Hotzenplotz-Geschichte

Der Räuber Hotzenplotz: Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete
0

„Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ ist eine neue kleine Geschichte vom Räuber Hotzenplotz, die nachträglich aus dem Nachlass von Otfried Preußler veröffentlicht wurde.
Zu Beginn ist der Räuber ...

„Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ ist eine neue kleine Geschichte vom Räuber Hotzenplotz, die nachträglich aus dem Nachlass von Otfried Preußler veröffentlicht wurde.
Zu Beginn ist der Räuber Hotzenplotz mal wieder aus dem Spritzenhaus ausgebrochen, und Kasperl und Seppel machen sich auf den Weg in den Wald, um ihn zu suchen und dann auf den Mond zu schießen.


Meine Meinung:
Die neue Story ist eine typische Hotzenplotz-Geschichte, auch wenn sie eher kurz und überschaubar ist. Sie hat mich aber mit vielen liebenswerten Details, die auch auf die anderen Geschichten anspielen, besonders gefangen genommen.
Es ist einfach nur herrlich, wie Wachtmeister Dimpfelmoser zu Kasperl und Seppel – die aufbrechen wollen, um den Räuber zu fangen - sagt, er sei bis 18 Uhr auf der Polizeiwache erreichbar, wenn etwas wäre!
Auch sonst sind Kasperl, Seppel, der Räuber Hotzenplatz und alle handelnden Personen unverwechselbar wie immer.
Besonders reizend sind in diesem kleinen Büchlein die schönen Illustrationen, die sich gut an die ersten drei Bände anlehnen.


Fazit:
Mir hat „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ viel Spaß gemacht!

Veröffentlicht am 29.07.2018

Spannender Berlin-Krimi mit aktuellem Bezug

Der Tiergartenmörder
0

Im Dezember 2016, zur Zeit des Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt in Berlin, wird die Studentin Tabea van Horten ermordet im Tiergarten aufgefunden. Ihr syrischer Freund Said gerät schnell in Verdacht. ...

Im Dezember 2016, zur Zeit des Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt in Berlin, wird die Studentin Tabea van Horten ermordet im Tiergarten aufgefunden. Ihr syrischer Freund Said gerät schnell in Verdacht. Doch die Kommissarin Becca und ihr Kollege Tom glauben nicht Recht an die Schuld von Said, denn das Geflecht der Verdächtigen aus Tabeas Umfeld ist viel komplexer.


Meine Meinung:
Susan Carner ist ein spannender Krimi mit einer schönen Spannungskurve gelungen, bei dem man als Leser die Spuren und verschiedenen Verdächtigen gerne verfolgt.

Die Personen sind sehr glaubwürdig beschrieben und angelegt, so dass man ihre Motive gut nachvollziehen kann. Gut gefallen hat mir die sympathische Ermittlerin Becca Winter, die sich auch privat mit eigenen Problemen herumschlagen muss.

Neben der spannenden Handlung des Krimis nimmt der Roman immer wieder Bezug auf aktuelle politische Themen und geht sehr differenziert auf die aktuelle Flüchtlingsdebatte ein. Anfangs waren die entsprechenden Diskussionen für meinen Geschmack vielleicht ein wenig ausufernd, aber das legt sich durchaus im Laufe des Buches und inhaltlich konnte ich auch voll und ganz dahinterstehen.

Darüber hinaus bringt das Buch ein schönes Berlin-Flair rüber. Man kann sich gut an die Schauplätze versetzen und bekommt richtig Lust auf einen (erneuten) Besuch in Berlin. Sogar gastronomische Tipps werden eingeflochten und auch historische Betrachtungen finden ihren Platz (auch wenn diese zum Teil wieder ein wenig zu ausgreifend waren).


Fazit:
Ich habe das Buch gerne gelesen; es ist für einen Regionalkrimi insgesamt eine runde Sache und durch den aktuellen politischen Bezug auch darüber hinaus interessant.

Veröffentlicht am 05.07.2018

Klein, aber fein

Ans Meer
0

Anton ist Busfahrer und fährt jeden Tag die gleiche Strecke mit seinem Linienbus, wo er seine Fahrgäste inzwischen recht gut kennt. Eines Tages fordert Carla, eine Dame, die an Krebs erkrankt ist, ihn ...

Anton ist Busfahrer und fährt jeden Tag die gleiche Strecke mit seinem Linienbus, wo er seine Fahrgäste inzwischen recht gut kennt. Eines Tages fordert Carla, eine Dame, die an Krebs erkrankt ist, ihn auf, sie mit dem Bus nach Italien zu bringen, weil sie noch einmal das Meer sehr will.
So entschließt sich Anton spontan zu dieser Reise und nimmt einige Fahrgäste, hauptsächlich Schulkinder, mit.


Meine Meinung:
Das kleine Büchlein enthält eine reizende Geschichte, die sehr nett erzählt ist, wobei insbesondere auf die Perspektive von Anton und auch die anderer Personen gut eingegangen wird.
Die Geschichte ist in einer einfachen, recht direkten Sprache gehalten, die aber auch zu große Emotionen vermeidet. Trotz der Kürze der Erzählung lernen wir die handelnden Personen soweit kennen, dass wir viele relevante Aspekte ihrer Persönlichkeit nachvollziehen können.


Fazit:
Das Buch enthält eine nette, kleine Geschichte, die sich gut lesen lässt.

Veröffentlicht am 24.06.2018

Humorvolle Sammlung zum Thema Älterwerden

Ich dachte, älter werden dauert länger
0

Die beiden Autorinnen Heike Abidi und Lucinde Hutzenlaub, die um die 50 sind, nehmen sich in kurzen Episoden das Thema „Älterwerden“ zur Brust. Eingeteilt sind die kurzen Geschichten in die drei großen ...

Die beiden Autorinnen Heike Abidi und Lucinde Hutzenlaub, die um die 50 sind, nehmen sich in kurzen Episoden das Thema „Älterwerden“ zur Brust. Eingeteilt sind die kurzen Geschichten in die drei großen Themenblöcke: Bestandsaufnahme, Optik/Beauty und Neues ausprobieren.


Meine Meinung:
Auch wenn ich mit „erst“ Anfang 40 noch nicht ganz zur eigentlichen Zielgruppe des Buches gehöre, finde ich die Zusammenstellung der Themen sehr gelungen. Durch die abwechselnde Erzählung der beiden Autorinnen, die jeweils etwas andere Schwerpunkte setzen, sich aber sehr gut ergänzen, wirkt das Buch mit seinen kurzen Episoden noch kurzweiliger.
Mir haben besonders der erste und der dritte Teil gut gefallen, weil ich hierbei an einige eigene Erlebnisse erinnert wurde, z.B. bei neuen Dingen, die die beiden Autorinnen ausprobieren (wie ZUMBA, Thai Massage, gemeinsame Hobbies als Ehepaar…), oder auch bei den Themen, wie man mit dem eigenen Alter umgeht, wie man runde Geburtstage feiert etc.
Der zweite Teil hat bei mir eher gemischte Gefühle verursacht. Zum einen fand ich es sehr mutig und offen, wie die Autorinnen teilweise über eigene Erfahrungen berichtet haben, zum anderen gab es aber auch kurze Kapitel, die beinahe ein bisschen an Produktmarketing erinnert haben, was mir wiederum nicht ganz so gut gefallen hat.
Insgesamt war jedoch die Erzählweise und die Auswahl der Themen sehr humorvoll und führte häufig zu unkontrolliertem Kichern – auch in der Öffentlichkeit – so dass sich das Buch sehr gut auch als nettes Geschenk eignet, weil es so herrlich selbstironisch und voller Situationskomik ist.


Fazit:
Ich habe die kurzweiligen Geschichten aus dem Buch sehr gerne gelesen und fand besonders die Zusammenstellung der Themen durch die beiden beteiligten Autorinnen sehr gelungen!