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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2017

Unterhaltsame, spannende Fantasy!

Die Legende der vier Königreiche - Ungekrönt
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Am liebsten lese ich Bücher die von fremden Welten erzählen. Fantasy ist mein Lieblingsgenre und da ich in letzter Zeit in anderen Genres gewildert hatte wollte ich mich mit diesem Buch wieder auf heimischen ...

Am liebsten lese ich Bücher die von fremden Welten erzählen. Fantasy ist mein Lieblingsgenre und da ich in letzter Zeit in anderen Genres gewildert hatte wollte ich mich mit diesem Buch wieder auf heimischen Boden kommen. Die Autorin ist mir noch kein wirklicher Begriff gewesen, doch der Klappentext konnte mich durchweg überzeugen es mit diesem Buch zu versuchen. Erhofft hatte ich mir einen spannenden Fantasyauftakt in einer fremden Welt mit einer gehörigen Portion Intrige und Liebe. Ingesamt habe ich das auch bekommen, doch kommt die Geschichte leider nicht ganz ohne Schwächen aus.


Die Autorin hat einen recht einfachen Schreibstil der flüssig zu lesen ist. Dabei wollte der Funke bei mir nicht so recht rüberspringen. Dies lag zum einen daran dass ich hier einfach mehr "Tiefe" erwartet hätte. Zum anderen bemerkte ich wie mir in manchen Szenen einfach die kleinen Details fehlten. In manchen Szenen konnte mich die Autorin einfach nicht "mitnehmen", Spannung, Drama und Liebe waren eher Oberflächlich beschrieben.
Die Figuren zeigten hier jedoch mehr Detailverliebtheit und wurden sehr gut von der Autorin gezeichnet. Besonders gut gefiel mir die Idee der Ruined mit Emelina und der Königsfamilie in Lera, hier hat die Autorin wirklich ein stimmiges Setting gestaltet. So viel es mir auch nicht besonders schwer mich mit den Charakteren zu identifizieren, wenn ich mich auch nicht wirklich in alle hineinversetzen konnte. Die Dialoge wiesen hier und da geringe Schwächen auf. Besonders auffällig waren inhaltliche Wiederholungen oder eher oberflächige Gespräche zwischen den Charakteren.

Der Einstieg in die Geschichte viel mir recht leicht. Allerdings wird der Leser über die tatsächlichen Ereignisse erst nach und nach aufgeklärt und informiert. Daran musste ich mich am Anfang erstmal gewöhnen, die Autorin hat am Anfang den Leser ein wenig stehen gelassen. Das Buch thematisiert die Rache von Emelina der Prinzessin von Ruina. Durch den Tod ihrer Eltern und die Entführung ihrer Schwester, will Em nur noch eins - Rache an der Königsfamilie von Lera nehmen. Dabei will sie alles und jeden auslöschen, der Plan ist gefährlich wie genial. Sie nutzt die Gelegenheit der arrangierten Hochzeit des Thronfolgers um ins Königshaus einzudringen. Auf ihrem Weg dorthin begegnen ihr Freunde wie Feinde und am Ende weiß sie nicht wem sie noch trauen kann. Denn Der Thronfolger Casimir ist anders als erwartet, anders als sein Vater der die Ruined jagt und hinrichten lässt. Doch Emelina ist zu weit gekommen um jetzt auf ihr Herz zu hören und trifft eine Entscheidung die alles verändern wird. 

Die Geschichte hat ein paar Wendungen die die Charaktere in Bedrängnis bringen und somit einiges an Spannung aufzubauen. Der ausgearbeitete Racheplan hat mir von Anfang an gut gefallen. Allerdings fand ich das alles sehr gewagt und auf "Glück" hoffend so kam Leben in die Geschichte und hielt mich bis zur letzten Seite gebannt.

Aufgebaut ist das Buch in mehrere Kapitel die je nachdem aus der Sicht von Casimir oder Emelina erzählen. Leider wechselt die Autorin auch innerhalb der Kapitel einfach mal in die Sicht des anderen. Zudem gibt es immer wieder einige "Zeitsprünge" zwischen den Kapiteln was bei mir zu Unstimmigkeiten geführt hat. Denn plötzlich waren zwei Tage nach dem letzten Ereignis vergangen. Eine einfache Zeitangabe bei beginn der Kapitel wäre hier sehr hilfreich gewesen.

Fazit

Alles in allem habe ich mit "Die Legender der vier Königreiche - Ungekrönt" eine unterhaltsame Geschichte bekommen die mich unterhalten konnte. Gerade das Ende ist ein ordentlicher Cliffhanger und ich bin gespannt ob und wann eine Fortsetzung erscheinen wird. Punkten konnten in dieser Geschichte vor allem das gestaltete Setting und die Umsetzung der Autorin. 

Veröffentlicht am 19.07.2018

Oberflächliche Story und schlechte Umsetzung!

Witchborn
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Es gibt Bücher die man auf dem ersten Blick sieht und sich denkt das muss ich lesen! Ob es nun das Cover ist, dass einen überzeugt oder der Klappentext. Manchmal ist es aber auch eine Herausforderung sich ...

Es gibt Bücher die man auf dem ersten Blick sieht und sich denkt das muss ich lesen! Ob es nun das Cover ist, dass einen überzeugt oder der Klappentext. Manchmal ist es aber auch eine Herausforderung sich das nächste Buch herauszusuchen...wenn man nicht so genau weiß was man lesen will. Bei Witchborn habe ich kein wirkliches Ziel verfolgt, es viel mir auf Netgalley in die Hände und dann auf meinen Kindle. Der Klappentext ließ mich zwar parallelen zu schon bekannten Büchern erkennen, trotzdem wollte ich es wagen. Am Ende konnte das Buch mit seiner Geschichte und den Figuren mich weder überraschen noch enttäuschen - es war einfach eine nette Lektüre für zwischendurch.

Der Autor hat wirklich einen düsteren und bildhaften Schreibstil, der sich flüssig und gut lesen lässt. Dabei gibt der Autor seinen Ideen die passende Umsetzung und gestaltet ein wirklich spannendes Setting das mir persönlich gut gefallen hat. Die Figuren wirkten lebhaft und sehr realistisch, in keinem Fall abgehoben oder mit Superkräften gesegnet. Etwas was mir ein wenig gefehlt hat war die Tiefe der Geschichte und die Entwicklung der Figuren. Natürlich erlebt Alyce eine Wandlung da sie von jetzt auf heute plötzlich ganz alleine ist und ihren Platz finden muss. Doch das war mir einfach zu wenig, auch der Rest der Figuren und die Ereignisse der Geschichte haben mich nicht sonderlich gefesselt. Es schien mir alles sehr Oberflächlich beschrieben und es kam mir so vor als wollte der Autor nur schnell seine Geschichte erzählen. An manchen Stellen hätte ich mir eine ausführlichere Erzählung gewünscht, die paar Seiten mehr wären dann doch für die Geschichte schöner gewesen.

Dabei ist der Inhalt um Alyce und die Königinnen schnell erzählt: Alyce kann nur knapp den Hexenjägern entkommen die das ganze Land mit Mord und Dunkelheit überziehen - und ihre Mutter auf dem gewissen haben. Sie flieht nach London und hofft dort in der Menschenmasse untertauchen zu können. Dabei begegnet sie Solomon eine Jungen der sie vor ihren Verfolgern rettet und fortan beschützt. Gemeinsam kommen die beiden dem Geheimnis der beiden Königinnen auf die Spur und der Magie. Alyce muss sich entscheiden auf welcher Seite sie steht wird sie in die Dunkelheit gehen oder im Licht bleiben? Ihre Gabe wird stärker werden und am Ende ist es für Alyce nur noch eine Frage der Zeit bis der Schleier zur Dunkelheit reißt.

Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, ich war direkt schockiert von der Brutalität der Hexenjagd und den Hexenverbrennungen die damit einhergegangen sind. Alyce war mir bis zum Schluss nicht sehr sympathisch. So hinterfragte sie nie etwas und lief oft blauäugig in gefährliche Situationen hinein. Solomon war genauso nur das man ihn nicht wirklich kennenlernte, er war für mich zwar präsent doch bis zum Ende nicht wirklich interessant. Man erfuhr so wenig über ihn und Alyce das ich mich nicht wirklich in die Charaktere hineinversetzen konnte. Und davon waren leider alle Figuren der Geschichte betroffen.

Fazit

Am Ende hatte ich mit "Witchborn" einige gute Lesestunden in denen mich das Buch unterhalten konnte. Allerdings hat mir hier und da einfach das gewisse etwas gefehlt. Einzig und allein der Schreibstil und die Ideen des Autors konnten mich überzeugen.

Veröffentlicht am 22.06.2018

Leider mehr erwartet!

Der Schwarze Thron 1 - Die Schwestern
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Wie schon so oft erwähnt sind gerade Fantasy Bücher mein absolutes Lieblingsgenre. Und so hab ich mich endlich mal - es wurde langsam Zeit - an die Reihe von Kendare Blake gewagt. Dabei waren meine Erwartungen ...

Wie schon so oft erwähnt sind gerade Fantasy Bücher mein absolutes Lieblingsgenre. Und so hab ich mich endlich mal - es wurde langsam Zeit - an die Reihe von Kendare Blake gewagt. Dabei waren meine Erwartungen gar nicht mal so hoch, da ich kaum andere Lesermeinungen mir vorher angeschaut habe. Der Klappentext versprach mir nämlich schon im vorraus eine spannende Geschichte. Leider habe ich bereits zum Anfang gemerkt das die Geschichte und ich nicht gänzlich zueinander passen wollten.

Die Geschichte liest sich durchweg leicht und flüssig, besticht mit abwechslungsreichen Dialogen sowie Figuren, mit denen man sich identifizieren und ins Herz schließen kann. Alles ist wirklich sehr detailreich und liebevoll ausgearbeitet und sehr authentisch. So habe ich mit den drei Schwestern Mirabella, Katharine und Arsinoe mitgefiebert und konnte mich sehr gut in sie  hineinversetzen. Das war auch nicht wirklich das Problem, denn Schreiben kann die Autorin aufjedenfall. Es war eher das ständige stocken im fortlaufend der Geschichte als, wenn die Autorin absichtlich alles künstlich in die Länge ziehen wollte. Einige Szenen hätte man wirklich kürzen können und andere wiederum etwas ausführlicher gestalten. Es fühlte sich für mich so an als ob man schnell durch die ganze Story geschoben wird. Aber auch das wechselt hin und wieder, was auch der einzige Grund war wieso ich bis zum Ende durchhalten konnte.

Die Ereignisse um die drei Schwestern sind dabei schnell zusammengefasst; Sie sind alle drei Anwärterinnen auf den schwarzen Thron des Inselreichs Fennbirn, jede hat eine magische Gabe und nach Beltane haben sie ein Jahr Zeit ihre jeweiligen anderen Schwestern zu besiegen um gekrönt zu werden - den am Ende gibt es nur eine Königin. Der Leser erlebt mit den drei Königinnen ihren 16 Geburtstag und das Beltanefest, dabei stößt jede der jungen Mädchen auf Hindernisse die jede für sich überwinden muss. Arsinoe und Katharine müssen auf das erwachen ihrer magischen Gabe vertrauen und Mirabella findet sich in einer Verschwörung des Tempels wieder. Die Zeit bis zur Erwachsenenzermonie die der Beginn von allem ist verstreicht langsam und zwischendurch kommt der einen oder anderen Schwester Zweifel an dem was sie tut oder tun muss. Zu spät merken sie das man niemandem trauen sollte, nicht mal seinen Schwestern. 

Von den drei Schwestern war mir Charakterlich Katharine sehr sympathisch, Arsinoe war sehr eigensinnig und stur und Mirabella das typisch verwöhnte Mädchen das alles hat und sich selbst bemitleidet. Das machte es für mich sehr schwer an den roten Faden der Geschichte anzuknüpfen. Einzig und allein die letzten Seiten haben mich in ihren Bann gezogen, dass Ende ist wirklich sehr überraschend für mich gewesen. 

Das Cover  und der Klappentext sind wirklich schön anzusehen und ausdrucksstark. Wobei der Klappentext die wichtigsten Elemente der Story gut zusammenfasst und den Leser dementsprechend darauf vorbereitet.

Fazit

"Der schwarze Thron; die Schwestern" beinhaltet Fantasyelemente die mir gut gefallen haben. Dem Ideenreichtum waren wirklich keinerlei Grenzen gesetzt, die Autorin hat nichts wirklich neues erfunden aber auch keine Klischees aufgegriffen. Genau das hat mir wirklich gut gefallen. Alles in allem konnte mich der Schreibstil und die Ideen überzeugen, die Umsetzung war nicht so mein Ding - was vor allem dem langsamen fortlauf der Geschichte geschuldet war.

Veröffentlicht am 11.01.2018

Leider sehr oberflächliche Story!

Timeless
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Durch meine Teilnahme an der Heyne Challenge musste ich mich letztens durch mein Regal wühlen um zu schauen wie viele Bücher für die Challenge bei mir auf die Erlösung warten gelesen zu werden. Dabei bin ...

Durch meine Teilnahme an der Heyne Challenge musste ich mich letztens durch mein Regal wühlen um zu schauen wie viele Bücher für die Challenge bei mir auf die Erlösung warten gelesen zu werden. Dabei bin ich auf "Timeless" von Alexandra Monir gestoßen dem man schon angesehen hat wie lange es im Regal geschlummert hat ohne herausgeholt worden zu sein. Als guten Vorsatz für das neue Jahr hatte ich daher beschlossen, besonders Bücher für die Challenge zu lesen die schon etwas länger auf meinem SUB liegen. So schnappte ich mir "Timeless" für die nächste Bahnfahrt und war direkt in die Story vertieft. Der Klappentext war nicht so aussagekräftig und die Bewertungen sind durchweg sehr unterschiedlich. Daher waren meine Erwartungen auch nicht sonderlich hoch, begeistern konnte mich das Buch trotzdem leider nicht.

Es beginnt dabei schon mit dem Schreibstil der Autorin, er ist zwar flüssig zu lesen dennoch ist alles sehr oberflächlich beschrieben. Es entwickelte sich für mich dadurch keine richtige Tiefe und die Ereignisse sind an mir vorbei gezogen. Etwas das ich sehr schade finde, hat die Story doch wirklich sehr großes Potenzial. Allerdings zieht sich diese Oberflächlichkeit bis ins letzte Detail, so sind auch die Figuren sehr grob beschrieben daher lernt man diese leider nicht wirklich kennen. Bei den Dialogen sieht es ähnlich aus, vom inhaltlichen sehr ähnlich gehalten verfällt man öfter in das Überfliegen eben dieser.

Dabei gefiel mir der Einstieg in die Geschichte noch ganz gut, man steigt direkt in die Handlung ein und erfährt einiges über Michele und die Erlebnisse ihrer Eltern. Denn Michele verliert ihre Mutter bei einem tragischen Unfall, ihren Vater hat sie nie kennengelernt da er vor ihrer Geburt unter mysteriösen Umständen verschwunden ist. Ihre Mutter Marion stammt von der berühmten Familie Windsor ab, allerdings wollte ihre Familie ihren Mann nicht akzeptieren so ging sie ins Exil. Jahre später verfügt Marion in ihrem Testament das ihre Eltern Michele aufnehmen sollen falls ihr was zustößt. Michele ist von dieser Neuigkeit vollkommen geschockt, seit Jahren haben sie und ihre Mutter keinen Kontakt mehr zu ihren Großeltern gehabt. Nun lernt sie das prachtvolle Anwesen Windsor Manor und die Privilegien einer Privatschule kennen. Doch als Michele einen mysteriösen Schlüssel und das Tagebuch einer ihrer Vorfahren findet, beginnt sie in der Zeit zu reisen. Nach und nach lernt sie alle ihre Vorfahren kennen und das New York in dem diese gelebt haben. Aber sie begegnet auch einem jungen Mann, der seit ihrer Kindheit ihre Träume beherrscht…

Michele ist eine wirklich intelligente junge Frau die ihr Herz auf der Zunge trägt und nach dem Tod ihrer Mutter allein mit sich und ihren Fragen zurück bleibt. Als sie dann den Schlüssel findet und sich damit eine Möglichkeit ergibt an Informationen zu ihrem Vater zu gelangen ergreift sie diese Chance natürlich sofort.
Leider muss ich zugeben dass ich Michele zwischendurch immer wieder sehr naiv fand. Ich konnte ihre Handlungen und Gedanken dadurch nicht wirklich nachvollziehen. Das führte dann schon dazu dass ich irgendwann ein wenig genervt war von ihr. Dazu kam das die Autorin mit den ständigen Zeitsprüngen ihre Figuren in die Vergangenheit versetzt hat. Aber als Leser bekommt man keinerlei Erklärung dazu, wieso Michele diese nicht kontrollieren kann und was es mit Schlüssel so auf sich hat. Offene Fragen über Fragen, meiner Meinung nach hätten hier und da ein paar Informationen der Story an sich nicht geschadet.

Fazit
"Timeless" von Alexandra Monir konnte mich mit den von ihr gezeichneten Figuren und ihrem Schreibstil leider nicht überzeugen. Die Ereignisse und Situationen erschienen mir wie einfach schnell runtergeschrieben ohne Details und Tiefe. Auch wenn am Ende einige entscheidende Fragen offen bleiben, ist bei mir der Wunsch den zweiten Teil zu lesen nicht wirklich groß.

Veröffentlicht am 21.11.2017

Winterwunderland

Der Tanz unseres Lebens
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Manchmal trifft man auf Bücher die man am liebsten nie wieder aus der Hand legen möchte, zumindest will man nicht das diese Enden. Genauso stelle ich mir persönlich ein sehr gutes Buch vor, ein unvergessliches ...

Manchmal trifft man auf Bücher die man am liebsten nie wieder aus der Hand legen möchte, zumindest will man nicht das diese Enden. Genauso stelle ich mir persönlich ein sehr gutes Buch vor, ein unvergessliches Leseerlebnis. Als Leserin bin ich immer auf der Suche nach solchen Büchern und auch auf Amazon werde ich meist fündig. So fand ich "Der Tanz unseres Lebens" von Noa C. Walker. Die Autorin hat bereits einige Bücher geschrieben darunter auch "Du, Ich und die Farben des Lebens", welches vielen Lesern sicherlich ein Begriff sein wird. Ihr neuestes Werk soll nach dem Klappentext genauso träumerisch und wundervoll romantisch sein. Daher waren meine Erwartungen entsprechend hoch, leider konnte mich die Geschichte nicht vollends Überzeugen.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und inhaltlich sehr allgemein gehalten, leider hat er mich nicht sonderlich gut angesprochen. Mir fehlte die Wärme bei den emotionalen Erlebnissen der Figuren und die Kälte der Umgebung bei Florence Tanz auf dem Eis. Dennoch gefiel mir die Geschichte so gut dass ich weitergelesen habe. Das lag vor allem an der Gestaltung der Figuren, diese sind so wundervoll detailreich dass ich einfach über den Schreibstil hinweggesehen und weitergelesen habe. Man will einfach wissen wie es weitergeht, und so wird man einfach in die Geschichte mit hineingezogen ob man will oder nicht.
Das von der Autorin gestaltete Setting gefiel mir ganz gut auch die Dialoge waren relativ Interessant und Abwechslungsreich. Manchmal allerdings viel es mir schwer einem Dialog zwischen den Figuren zu folgen. Es schien mir fast so als ob die Autorin ihre vielen Ideen alle auf einmal verarbeiten wollte und daher einige Situationen etwas "vollgepackt" wirken.

Der Einstieg in das Buch ging mir allerdings leicht von der Hand, auf den ersten Seiten steigt man direkt in den Tanz von Florence auf dem Eis ein. Florence ist Tänzerin und versucht ihrer Vergangenheit zu entkommen in dem Sie sich auf die Spuren ihrer selbst begibt. Auf dem Eis tanzt sie sich ihre Traurigkeit und den Zusammenbruch Ihrer Träume von der Seele. Und das alles in der Kulisse eines wahren "Winterwunderlandes". Durch eine Unachtsamkeit springt Florence jedoch in den einbruchgefährdeten Bereich auf dem See. Dabei stürzt sie in das eisige Nass welches ihren nahen Tod bedeuten würde, wenn Martin ihr nicht zu Hilfe eilen würde.
Martin hat seinen großen Traum als Kinderkardiologe aufgegeben und arbeitet als Kinderarzt in einem ländlichen Gebiet. Als er die einsame Tänzerin auf dem Eis sieht, überkommt ihn der Wunsch ihr zuzusehen. Als er merkt wie sie sich immer mehr der Absperrung auf dem Eis nähert, bekommt er es mit der Angst um die unbekannte Tänzerin zu tun. Gerade noch rechtzeitig kommt er auf der fragilen Eisfläche an um die junge Frau aus den eisigen Fluten zu ziehen. Als er Florence zu seiner Vermieterin Claire und ihrer Tochter Zoé bringt, weiß er noch nicht dass sie einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen hat. Und Tag für Tag, wenn Florence auf das Eis steigt sieht er ihr zu - wie ein Schutzengel.

Das Buch ist in mehrere Kapitel gegliedert und erzählt seine Geschichte entweder aus der Sicht von Florence oder Martin. Mit Florence konnte ich mich direkt identifizieren und mich in sie hineinversetzen. Sie muss unter harten Bedingungen akzeptieren dass manche Träume einfach nur Träume und Wünsche bleiben werden. Doch sie ist eine wahre Kämpfernatur und wächst mit den Aufgaben die ihr das Leben auferlegt. Sie trotzt dem Schicksal und dem Leben wo sie nur kann. Mit Martin verhält es sich ein wenig anders, von Anfang an war es für mich schwer ihn zu verstehen. Seine Absichten, Wünsche und Träume die sich nicht erfüllen ließen waren schwer zu deuten.

Das Cover passt sehr schön zum Inhalt und trifft genau meinen Geschmack. Der Klappentext gibt gerade so viel Preis wie man als wissen muss. Zusammen ein wirklich sehr treffende Kombination die schön den traumhaften Inhalt der Geschichte wiedergibt.

Fazit
Insgesamt konnte die Autorin leider nur mit ihren wirklich tollen Figuren und dem Inhalt des Buches bei mir punkten. Durch ihren sehr allgemein gehaltenen und relativ emotionslosen Schreibstil, hat sie meine Erwartungen an ihr Buch leider nicht erfüllt. Dies ist aber eher eine persönliche Meinung meinerseits, es wird sicherlich Leser geben die gerade diese Art des Schreibstil sehr zu schätzen wissen. Und all diesen kann ich dieses Buch nur empfehlen.