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Veröffentlicht am 15.09.2016

✎ Dave Pelzer - Dave 1 Sie nannten mich ›Es‹

Sie nannten mich "Es"
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Leider habe ich auch hier erst hinterher herausgefunden, dass dies der erste Teil einer Trilogie ist, sonst wären meine Erwartungen wohl etwas niedriger gewesen..
Die Grausamkeiten, die dem Kind Dave angetan ...

Leider habe ich auch hier erst hinterher herausgefunden, dass dies der erste Teil einer Trilogie ist, sonst wären meine Erwartungen wohl etwas niedriger gewesen..
Die Grausamkeiten, die dem Kind Dave angetan werden, waren wirklich sehr, sehr furchtbar. Ich habe so oft mitgelitten..
Aber auf all meine Fragen, die ich schon vor dem Lesen hatte, bekomm ich einfach keine (zufriedenstellenden) Antworten. Wenn man es genau nimmt, bekomm ich sogar keine Antwort.
Wir erfahren schon aus dem Klappentext, dass er der Hölle entkommen ist. Und wir erfahren auch wie. Aber warum hat es zum Beispiel sooo lange gedauert? Ich mein, er war ja nicht das einzige Kind der Familie, aber der einzige, der misshandelt wurde. Fiel das denn nicht auf? Bzw warum hat da nicht mal jemand eingegriffen? Ich hab so eine Wut in mir! Nicht nur gegen die Eltern, sondern auch gegen alle, die jahrelang zugesehen haben!
Es gibt Szenen in dem Buch, die haben mir den Atem stocken lassen. Sowas kann doch nicht unbemerkt bleiben!?!
Dieses Buch erzählt wirklich nur die Leidensgeschichte des Autors. Das ist zum einen ganz ok, denn er will einfach auf das Thema 'Kindesmisshandlung' (noch mehr) aufmerksam machen. Will sagen: 'Schaut hin!' Ich hätte aber zum Beispiel auch gerne erfahren, wie es weiterging. Dazu muss ich mir wohl die anderen beiden Bücher zulegen..

Leider habe ich ja schon sehr viele Biographien / Erfahrungen gelesen, die dieses Bild immer wieder bestätigen: Wir schauen nur auf uns selbst und die schönen Dinge im Leben. Das Schlechte wird einfach ausgeblendet. Für mich eine der traurigsten Tatsachen, die es gibt. Alleine schafft man nicht viel, aber man könnte einen Stein ins Rollen bringen - und das ist manchmal mehr als genug..

©2016

Veröffentlicht am 15.09.2016

✎ Geneva Lee - Royals-Saga 2 Royal Desire

Royal Desire
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Hätte ich vorher gewusst, dass es in 'Royal Desire' um noch mehr Sex geht als in 'Royal Passion', bin ich mir nicht sicher, ob ich das Buch wirklich zur Hand genommen hätte..
Das Problem ist einfach, dass ...

Hätte ich vorher gewusst, dass es in 'Royal Desire' um noch mehr Sex geht als in 'Royal Passion', bin ich mir nicht sicher, ob ich das Buch wirklich zur Hand genommen hätte..
Das Problem ist einfach, dass mir die Geschichte um Clara und Alexander wirklich gut gefällt. Ich begleite die beiden - und auch die anderen Protagonisten - auf ihrem doch eher steinigen Weg sehr gerne. Jedoch stört es mich extrem, dass die zwei auf gefühlt jeder zweiten Seite Geschlechtsverkehr haben oder daran denken. Besteht deren Beziehung wirklich nur daraus? ? ? Das wäre sehr schade, denn für mich sind sie ein süßes Paar.
Aufgrund der Häufigkeit der Sexszenen kann ich die Reihe auch nicht mehr ins Genre 'New Adult' setzen. Für mich gehört der Hinweis 'Erotik' definitiv auf das Buch. Auch deshalb, weil es dann junge Jugendliche nicht in die Hände bekommen. Aufgrund des Klappentextes könnte man meines Erachtens nämlich einfach von einer Prinzessinenstory ausgehen - welche ich zumindest eigentlich auch erwartet hatte.
Geneva Lee kann schreiben - diese Frage stellt sich für mich nach dem ersten Buch gar nicht mehr. Jedoch hoffe ich, dass sie irgendwann auch in ein anderes Genre wechseln wird.
Ob ich mir das 3. Buch "antun" werde? Ich denke ja.. Ich möchte einfach wissen, wie die Liebesgeschichte des Paares endet und werde über die Erotikszenen wohl hinweglesen müssen..
Da die 'Royals-Saga' (mittlerweile) noch darüber hinausgeht, muss ich das Ganze dann auch erstmal auf mich wirken lassen und ich denke, ich werde mir zu den anderen Büchern auch erst ein paar Rezensionen durchlesen..

©2016

Veröffentlicht am 15.09.2016

✎ Ute Bareiss - Im Fahrwasser der Macht

Im Fahrwasser der Macht
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Ein Buch, mit dem ich mich mal wieder etwas schwer tu..
Zuerst kam ich ganz gut in die Story rein, aber von Anfang an hatte ich so meine Problemchen, an besagter dran zu bleiben. Mir fiel es überhaupt ...

Ein Buch, mit dem ich mich mal wieder etwas schwer tu..
Zuerst kam ich ganz gut in die Story rein, aber von Anfang an hatte ich so meine Problemchen, an besagter dran zu bleiben. Mir fiel es überhaupt nicht schwer, das Buch mal 1, 2 Tage gar nicht zu beachten. Auch zog sich die Geschichte an sich für mich unheimlich in die Länge.
Das lag aber keinesfalls an den Charakteren, denn die fand ich sehr authentisch und super ausgearbeitet. Und trotzdem ging mir nur einer nahe. (was aber auch daran liegen mag, dass die Szenen mit ihm wirklich krass und nichts für Zartbesaitete sind)
Ebenso die Handlung an sich: Manchmal war richtig viel Action angesagt und ich fieberte ein wenig mit, aber ich hatte nie das Gefühl, wirklich am Buch zu kleben. Das hat mir einfach gefehlt..
Auch trug das Bedienen einiger Klischees nicht unbedingt dazu bei, mir die Geschichte sympathischer zu machen.
Toll fand ich aber die Zitate am Anfang eines jeden Kapitels. Sie haben diese gut eingeleitet und waren wirklich toll gewählt.
Mich konnte dieser "Thriller" leider nicht abholen. Aber vielleicht sind so politische Themen auch einfach nicht mein Fall. Gestört hat mich hier aber auch die teilweise falsche Wahl, wenn es darum ging, etwas Italienisches zu sagen. Absicht? Hm.. (für mich nicht an allen Stellen ersichtlich)

©2016

Veröffentlicht am 20.08.2024

✎ Dr. Heike Niemeier - Essen gut, alles gut

Essen gut, alles gut
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Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um dieses Buch zu beendet. Doch nicht nur das. Ich habe auch 3 1/2 Jahre dafür benötigt.

Sehr enthusiastisch schlug ich das Buch auf meinem eReader auf, um immer wieder ...

Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um dieses Buch zu beendet. Doch nicht nur das. Ich habe auch 3 1/2 Jahre dafür benötigt.

Sehr enthusiastisch schlug ich das Buch auf meinem eReader auf, um immer wieder darüber einzuschlafen. Dr. Heike Niemeier holt unheimlich weit aus und wiederholt ständig.

Ziemlich schnell wird klar, dass sich Dr. Niemeier für die Low Carb Ernährung stark macht.Viel Gemüse, viel Eiweiß, einige gute Fette und wenig Kohlenhydrate. Das schlägt sich in den Rezepten nieder, die zahlreich im Buch zu finden sind. Leider vergisst sie dabei oft Hülsenfrüchte. Sie beschränkt sich zum Großteil auf tierisches Eiweiß.

Zudem stören mich die Menschen, die hier auftauchen: Es sind Personen, die zu ihr in die Praxis kommen. Doch scheinbar sind alle beruflich erfolgreich und klug. Und das wird auch immer wieder erwähnt.

Den Schreibstil der Autorin fand ich grundsätzlich gut. Nicht zu wissenschaftlich, daher leicht verständlich. Die permanenten Querverweise hingegen haben mich im Laufe der Zeit eher gestört.

Wünschenswert wäre ein Register. Im Buch kann ich mir Rezepte und Grafiken markieren und hinblättern. Im eBook lässt sich dies nur semigut umsetzen.

Interessant fand die Essperimente. Dabei kann man sich und seine Essgewohnheiten selbst unter die Lupe nehmen.

Für mich war leider wenig Neues dabei, doch wer erst anfängt, sich mit Low Carb Ernährung zu beschäftigen, wird mit diesem Werk einen guten Überblick bekommen.

©2024 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 08.08.2024

✎ Tessa Bickers - Wir treffen uns im nächsten Kapitel

Wir treffen uns im nächsten Kapitel
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Ich war so, so gespannt auf diesen Roman! Ich wollte Schmalz, ich wollte Herzschmerz, ich wollte Liebe - ich wollte einfach das volle Programm!

Was ich bekam, war leider nicht so meins …

„PS: Ich liebe ...

Ich war so, so gespannt auf diesen Roman! Ich wollte Schmalz, ich wollte Herzschmerz, ich wollte Liebe - ich wollte einfach das volle Programm!

Was ich bekam, war leider nicht so meins …

„PS: Ich liebe dich“ habe ich sehr, sehr gut in Erinnerung. Es ist einer meiner Lieblingsliebesromane. Seit Jahren bin ich auf der Suche nach ähnlicher Literatur und habe sie bisher nicht wirklich gefunden.
Dass „Wir treffen uns im nächsten Kapitel“ da mithalten kann, habe ich gar nicht erst angenommen. Dennoch fand ich die Idee mit den Anmerkungen an den Buchrändern interessant.

Das ist dann auch so das Einzige, was mich am Lesen gehalten hat.
Alles andere war so vorhersehbar, dass ich dachte, ich hätte das Buch selbst geschrieben. Es gab nicht eine überraschende Wendung, bei der ich dachte: „Wow!“
Die Liebesgeschichte zwischen Erin und James läuft dermaßen langsam an - vor allem von ihrer Seite aus -, dass ich vermutete, dass das nie etwas wird. Je näher der Schluss kam, desto mehr wollte ich eigentlich, dass es im Endeffekt zwischen den beiden doch nichts wird.

Da die Geschichte aus zwei Perspektiven geschrieben wurde, bekommen wir sowohl Erins als aus James‘ Leben hautnah mit.
James tat mir richtig leid. Was er durchmachen musste, kann man nicht in Worte fassen. Seine familiäre Situation, sein seelischer Zustand, seine Erfahrungen im Kindes-/Jugendalter. Ich bewundere ihn für seine Stärke.
Erin hingegen ist ein extrem nerviger Charakter in meinen Augen gewesen. Doch auch sie hat zum Ende hin Stärke bewiesen.

Diese RomCom wird als „perfekte Wohlfühl-Unterhaltung“ angepriesen. Aufgrund der zahlreichen, negativen Aspekte kann ich dies jedoch nicht bestätigen. Der Humor kam mir ebenfalls zu kurz. Ich hatte mit einer deutlich lockeren Lektüre gerechnet.

Was ich mir - mal wieder - fleißig notiert habe, sind die Klassiker, die erwähnt werden und die ich noch nicht gelesen habe. Da ich keins der ausgewählten Bücher kenne, kann ich auch nicht viel zu den Anmerkungen sagen und ob sie gut ausgesucht wurden. Oft habe ich daher einfach keinen Mehrwert darin gesehen, da man lediglich die Notizen, jedoch nicht die entsprechende Textstelle präsentiert bekommt.

Tessa Bickers Debüt konnte mich leider nicht überzeugen, auch wenn die Grundidee vielversprechend klang.

©2024 Mademoiselle Cake

Zitate:

»Ich schreibe auf die Ränder, um das Buch im Gedächtnis zu behalten. Und die Worte im Herzen.« (S. 113)

»Leuten Hoffnung zu geben ist, als schenke man ihnen Flügel, mit denen sie durchs Leben fliegen können.« (S. 159)