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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2016

Alle Jahre wieder...

Die drei !!! Der Adventskalender
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Nachdem ich bereits im vergangenen Jahr den Adventskalender von "Die drei !!!" sehr gemocht habe, war ich schon sehr neugierig darauf, was man sich in diesem Jahr hat einfallen lassen und ich muss sagen, ...

Nachdem ich bereits im vergangenen Jahr den Adventskalender von "Die drei !!!" sehr gemocht habe, war ich schon sehr neugierig darauf, was man sich in diesem Jahr hat einfallen lassen und ich muss sagen, dass ich wieder einmal nicht enttäuscht wurde, denn der Adventskalender, in dem erneut Geschenkpapier enthalten ist, ist sehr vielseitig, sodass er alles andere als langweilig ist.

Neben der üblichen Geschichte, die in 24 Kapitel eingeteilt ist, gibt es dazu noch Backideen, kleinere Rätsel und Tipps, die wohl jedes junge Mädchen ansprechen dürften. Da der Adventskalender ein Alter von 10 bis 12 Jahren empfiehlt, sind sämtliche Tipps altersgerecht, sodass man voll und ganz seinen Spaß dabei haben darf.

Der wohl wichtigste Punkt, weshalb ich auch in diesem Jahr wieder den Adventskalender von "Die drei !!!" haben wollte, ist die Tatsache, dass man hier vollkommen ohne Schokolade oder anderen Süßigkeiten auskommt, dafür aber das Lesen gefördert wird und somit auch Kinder zum Adventskalender greifen, die sonst eher weniger lesen.

Eine sehr schöne Idee und eine noch schönere Zusammenstellung!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wahrlich ein Meisterwerk

The Stand - Das letzte Gefecht
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Obwohl ich bereits seit langer Zeit ein großer Fan von Stephen King bin, habe ich tatsächlich zuvor noch nie eines seiner größten Meisterwerke gelesen. Da "The Stand - Das letzte Gefecht" in diesem Jahr ...

Obwohl ich bereits seit langer Zeit ein großer Fan von Stephen King bin, habe ich tatsächlich zuvor noch nie eines seiner größten Meisterwerke gelesen. Da "The Stand - Das letzte Gefecht" in diesem Jahr allerdings noch einmal in einer überarbeiteten Fassung neu veröffentlicht wurde, wollte ich das Werk nun endlich lesen und ich muss sagen, dass es mir gut gefallen hat und ich den Hype um das Buch vollkommen verstehen kann.

Stephen King konnte dabei wieder einmal mit seinem grandiosen Schreibstil bei mir punkten: Stellenweise salopp, immer direkt, es wird nichts beschönigt und gleichzeitig kann man sich in nahezu jeden einzelnen Moment hineinversetzen, sodass "The Stand - Das letzte Gefecht" letztendlich sehr gut durchdacht wirkt. Allerdings muss man leider auch sagen, dass das Buch bei etwas mehr als 1700 Seiten die ein oder andere Länge besitzt, die man vielleicht hätte vermeiden können, allerdings ist dies etwas, was ich dem Autor sehr gut verzeihen kann.

Gleichzeitig muss man auch sagen, dass man dem Buch zwar sein Alter von fast vierzig Jahren durchaus an der ein oder anderen Stelle anmerkt, das Buch allerdings dennoch nicht altbacken wirkt, sodass man mit diesem Werk absolut nichts falsch machen kann. Es ist zwar stellenweise sehr viel Input, aber wenn man sich tatsächlich voll und ganz auf die Geschichte einlassen kann, dürfte man keinerlei Probleme mit den Figuren und den vielen Fachbegriffen rund um das Militär und dem Virus haben.

Hierbei geht es um einen Virus, der sich nahezu weltweit ausgebreitet hat, allerdings spielt der Roman in den USA, sodass man hier das Sterben der US-Bevölkerung haargenau mitbekommt, denn man ist augenscheinlich komplett machtlos gegen den Virus, sodass es es nur sehr wenige Menschen gibt, die den Virus überleben, bzw. immun gegen diesen sind. Der Überlebenskampf der Menschen wird dabei sehr gut und authentisch dargestellt, sodass ich mich zum Großteil in ihre Lage hineinversetzen konnte.

Allerdings stellt sich dabei auch heraus, dass nicht nur der Virus der Feind der Menschheit ist, sondern auch die Menschen in ihrer Lage nicht zwingend zusammenhalten, denn am Ende bilden sich zwei Lager, bei dem letztendlich alles auf einen großen Showdown hinausläuft, sodass der Titel "Das letzte Gefecht" mehr als passend ist.

Das Cover ist - wie auch bei den anderen King-Werken - sehr schlicht, aber durchaus passend zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat direkt mein Interesse geweckt, sodass ich schon im Vorfeld sehr gespannt auf die Geschichte war.

Kurz gesagt: Mit "The Stand - Das letzte Gefecht" hat Stephen King wieder einmal ein unglaublich spannendes und gut durchdachtes Meisterwerk abgeliefert, dass mit interessanten und vielseitigen Figuren sowie einem grandiosen Schreibstil überzeugen kann. Hier sollte man sich von den knapp 1700 Seiten demnach nicht abschrecken lassen, sondern das Buch in vollen Zügen genießen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Steht Band 1 in Nichts nach

Looking for Hope
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Es ist mittlerweile fast anderthalb Jahre her, dass ich "Hope Forever", Band 1 von "Hopeless", gelesen habe und sehr begeistert war. Da "Looking for Hope" einfach der erste Band aus Sicht von Holder ist, ...

Es ist mittlerweile fast anderthalb Jahre her, dass ich "Hope Forever", Band 1 von "Hopeless", gelesen habe und sehr begeistert war. Da "Looking for Hope" einfach der erste Band aus Sicht von Holder ist, habe ich mit dem Lesen des zweiten Bandes bewusst etwas gewartet, damit ich mich nicht mehr an alles erinnern kann und ich muss sagen, dass das genau richtig war, denn dadurch habe ich die Geschichte rund um Sky und Holder noch einmal auf eine besondere Art und Weise erleben dürfen.

Colleen Hoovers Schreibstil ist dabei wieder ganz großes Kino: Die Geschichte liest sich leicht und flüssig und ich liebe es, dass die Geschichte aus Sicht von Holder erzählt wird, da ich seine Gefühle und Ängste in Bezug auf Sky schon fast intensiver empfunden habe, als noch in "Hope Forever", wo das Buch aus Skys Perspektive erzählt wurde.

Dazu gibt es in "Looking for Hope" nicht nur die Geschichte zwischen Sky und Holder, sondern auch die Geschichte von Holders Zwillingsschwester Les, die sich das Leben genommen hat. So wird nicht nur genauestens darauf eingegangen, wie nahe sich Holder und Les standen, sondern auch die Schuldgefühle, die Holder in sich trägt, da er seine Schwester nicht retten konnte. Mit der Hilfe von Tagebucheinträgen wendet er sich an seine Schwester und erzählt ihr alles über seine Suche nach Hope und darüber, wie er Sky kennengelernt hat.

Gleichzeitig hat man auch hier das Gefühl, dass man nicht nur einen bloßen Abklatsch von "Hope forever" in den Händen hält, sondern bekommt hier ganz andere Sichtweisen, mit denen ich zuvor nicht gerechnet habe. So kommt u.a. Daniel, Holders bester Freund, hier deutlich mehr zu Wort, sodass man dieses auch besser kennen lernt. Gleiches gilt auch für die Familienverhältnisse, die bei Holder vorherrschen, seitdem sich die Eltern getrennt haben und Les verstorben ist.

Sehr schön ist es auch, dass die Geschichte weit vor dem ersten Aufeinandertreffen zwischen Holder und Sky beginnt, denn zuerst wird dem Leser Holder erst einmal näher gebracht, indem man mehr über sein Leben, seine Gedanken und die Probleme, die er stellenweise hat, erfährt. Wäre die Geschichte direkt bei Sky erst eingestiegen, hätte ich an dem Buch wohl weit weniger Spaß gehabt.

Das Cover ist schlicht, aber durchaus passend, da ich mir Holder in ähnlicher Form so vorgestellt habe. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich voll und ganz überzeugen, sodass ich dieses Buch unbedingt lesen musste.

Kurz gesagt: Auch wenn "Looking for Hope" lediglich den ersten Band "Hope Forever" aus einer anderen Sicht erzählt, steckt hier dennoch so viel mehr drin, denn man erfährt endlich mehr über Holders Familiengeschichte und seiner Suche nach Hope, die mich sehr berührt hat. Somit hat mir auch dieser Band wieder sehr gefallen, den ich somit nur empfehlen kann.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wunderbare Geschichte

Paris, du und ich
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Nachdem ich bereits einige Bücher von Adriana Popescu gelesen habe und von den meisten davon sehr begeistert war, stand für mich schnell fest, dass ich auch unbedingt "Paris, du und ich" lesen möchte, ...

Nachdem ich bereits einige Bücher von Adriana Popescu gelesen habe und von den meisten davon sehr begeistert war, stand für mich schnell fest, dass ich auch unbedingt "Paris, du und ich" lesen möchte, denn auch dieses klang wieder einmal wunderbar und konnte allein durch Paris mein Interesse wecken. Zum Glück wurde ich wieder einmal nicht enttäuscht, denn die Autorin konnte mich erneut auf ein unvergessliches Abenteuer entführen.

Der Schreibstil liest sich nicht nur sehr flott und leicht, sondern auch äußerst angenehm, denn die Autorin schafft es nicht nur die Stadt Paris zum Leser nach Hause zu bringen, sondern auch mit ihrem unverwechselbaren Humor und einer gewissen Melancholie zu begeistern. Dazu sind die Figuren und Dialoge sehr gut ausgearbeitet, sodass ich großen Spaß an der Geschichte hatte.

Hier wird die Geschichte von Emma erzählt, einer Leseratte mit Hang zu Romantik und Melancholie, die ich direkt ins Herz geschlossen habe. Sie glaubt, in dem Austauschschüler Alain die große Liebe gefunden zu haben und besucht ihn spontan in Paris, wo sie allerdings herausfinden muss, dass dieser bereits seit zwei Jahren eine Freundin hat und Emma in Deutschland nur benutzt hat. Emma lässt sich jedoch nicht unterkriegen und bleibt dennoch in Paris und möchte endlich all die Orte besuchen, die sie bislang nur aus ihren geliebten Büchern kannte.

Dabei trifft sie auf Vincent, der ebenfalls unter Liebeskummer leidet und wie Emma aus Deutschland kommt. Beide verstehen sich auf Anhieb gut und beschließen, sich fortan nicht mehr so schnell und überschwänglich zu verlieben. Doch ob das wirklich klappt, wenn man sich ausgerechnet in der Stadt der Liebe befindet?

Die Geschichte wird dabei stets authentisch erzählt. Ich konnte alles, was sowohl Emma als auch Vincent getan haben, nachvollziehen und habe beide ins Herz schließen können. Gleiches gilt für die anderen Figuren, die zwar nie an Emma und Vincent herankommen, mich aber dennoch unterhalten konnten. Gleichzeitig bekommt man hier einen guten Eindruck von Paris, denn die Autorin beschreibt sämtliche Cafés, Montmartre und andere Orte so ausführlich, sodass man schnell den Eindruck bekommt, selbst in Paris zu sein.

Das Cover finde ich sehr gelungen. Es wirkt nicht nur sehr romantisch, sondern stellt Emma auch perfekt dar, da ich sie mir genau so vorgestellt habe. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen, sodass ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: Adriana Popescu hat es wieder einmal geschafft, mich vollends zu begeistern. "Paris, du und ich" erzählt eine wunderbare Geschichte voller Melancholie, der ersten Liebe und der Stadt Paris, in die man sich im Laufe der Geschichte einfach nur verlieben kann. Für mich ein absolutes Highlight.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wunderbare Geschichte

Eins
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"Eins" ist eines der Bücher, die ich komplett ohne irgendwelche Erwartungen gelesen und mich vorher auch nicht sonderlich mit beschäftigt habe. Und das war auch vollkommen gut so, denn dadurch habe ich ...

"Eins" ist eines der Bücher, die ich komplett ohne irgendwelche Erwartungen gelesen und mich vorher auch nicht sonderlich mit beschäftigt habe. Und das war auch vollkommen gut so, denn dadurch habe ich im Laufe der Geschichte eine - nicht immer positive - Überraschung nach der anderen erlebt, was mich von der ersten Seite an an das Buch gefesselt hat.

Sarah Crossan hat sich hierbei an das Thema "siamesische Zwillinge" gewagt, was in der heutigen Gesellschaft leider immer noch für viele Menschen ein Tabuthema ist, aber gar nicht sein soll. Dabei wurde das Thema von der Autorin nicht nur mit der nötigen Sensibilität herangegangen, sondern auch sehr gut recherchiert, sodass man dazu auch noch bestens informiert wird. Dabei wurden die Figuren von der Autorin sehr gut ausgearbeitet, die Dialoge haben mich sowohl zum Lachen gebracht, als auch zum Nachdenken angeregt und auch sonst wollte hier alles perfekt zueinander passen. Dazu wird die Geschichte in der Versform erzählt, was mir sehr gut gefällt.

Hierbei geht es hauptsächlich um die siamesischen Zwillinge Tippi und Grace, die von der Hüfte an zusammengewachsen sind und sich somit ein Leben teilen müssen. Doch dabei wollen die beiden Schwestern kein Mitleid, sondern sehnen sich viel mehr nach den alltäglichen Dingen wie Freundschaften, die erste große Liebe oder auch, dass jeder in ihrem Umfeld glücklich ist. Dabei ist es zum einen sehr interessant zu beobachten, wie sie ihren Alltag meistern, aber auch, wie verschieden die Schwestern sind.

Während Tippi das Herz auf der Zunge trägt und um einen flotten Spruch nie verlegen ist, ist Grace, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, oftmals in sich gekehrt und verkriecht sich in die Welt der Bücher, da die Orte in den Büchern die einzigen sind, die sie alleine betreten kann. Gleichzeitig ist Tippi durch und durch Realistin und hat sich damit abgefunden, dass sie niemals die große Liebe finden wird, da dies aufgrund ihrer Situation in ihren Augen nicht machbar ist. Grace hat dagegen die Hoffnung, dass sie doch noch irgendwann die große Liebe treffen könnte, was sie oftmals in einen Konflikt mit sich selbst bringt.

Gleichzeitig wird in "Eins" auch geschildert, was es bedeutet, wenn sich zwei Menschen ein Leben teilen müssen, was es bedeutet, wenn die eine Schwester krank wird und die andere nicht und was manchmal eine Entscheidung um Leben oder Tod anrichten kann.

Wer jetzt aber denkt, dass es hierbei nur um die Zwillinge geht, der wird hier noch viel mehr entdecken: Jon und Yasmeen, zwei Außenseiter auf ihrer Schule, die sich mit Tippi und Grace anfreunden, um Dragon, die balletttanzende Schwester von Tippi und Grace, die ihre ganz eigenen Probleme hat. Die Familie, die oftmals unter den ganzen Arztrechnungen und Kosten für die Zwillinge leidet und die Probleme, die sich zwischen ihren Eltern nicht mehr verheimlichen lassen.

Das Cover ist wunderschön und passt perfekt zu Tippi und Grace, dazu passen die Farbkleckse sehr gut zu den ungleichen Schwestern. Die Kurzbeschreibung sagt mir dagegen eher nicht zu, da diese zu oberflächlich gehalten ist und die Besonderheit der Geschichte in keinster Weise widerspiegelt.

Kurz gesagt: "Eins" konnte mich mit einem wunderbaren Erzählstil, vielseitigen und liebenswerten Figuren, sowie einer interessanten Thematik von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann ziehen, mich zum Lachen bringen, mich aber auch gleichzeitig zum Nachdenken anregen. Ich bin mehr als begeistert und hoffe, dass dieses Buch noch sehr viele Leser finden wird.