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Veröffentlicht am 22.09.2018

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Die Arrestzelle
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Die Geschichte zieht einen sofort in das Geschehen, man kann sich genau so wenig darauf vorbereiten, wie der Protagonist Ibu. Der glaubt das alles auch erstmal gar nicht, sondern denkt andere würden ihn ...

Die Geschichte zieht einen sofort in das Geschehen, man kann sich genau so wenig darauf vorbereiten, wie der Protagonist Ibu. Der glaubt das alles auch erstmal gar nicht, sondern denkt andere würden ihn reinlegen oder er sei verrückt. Deshalb nimmt er alles anfangs auch ziemlich locker. Doch das Problem dabei ist, dass er auch mit der Zeit nicht ernster wird, er bleibt sehr auf der amüsierten Ebene.
Damit hängt auch seine Sprache zusammen. Er redet sehr im Jugendsprachstil (er ist 25 Jahre alt). An sich wäre es passend und an manchen Stellen auch lustig gewesen, doch seine Art ist übertrieben dargestellt. Das sage ich nicht, weil ich selbst älter bin, ich bin 20 Jahre alt, doch viele der Begriffe würde ich nie sagen oder so oft sagen und einige waren mir sogar fremd. Ich hatte das Gefühl ein fünfzehn jähriger Junge, der mitten in der Pubertät steckt, spricht aus Ibu.

Aber dennoch schafft der Autor eine interessante Geschichte, die die Leben von mehreren Personen verknüpft und die mit der Zeit ineinander überlaufen. Auch die Charaktere sind interessant und nicht alltäglich gestaltet, weshalb einige Aktionen den Leser überraschen und ihn grinsen lassen.

Zusammenfassen dien solides Buch, welches man einmal gelesen haben kann.

Veröffentlicht am 12.09.2018

Zwiegespalten

Narbensohn
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An diesem Buch gibt es vieles was gut war, aber leider auch einige schlechte Dinge, weshalb ich zwischen Freude und Augenrollen hin und her wechselte.
Der Anfang ist beispielsweise sehr interessant: Helena, ...

An diesem Buch gibt es vieles was gut war, aber leider auch einige schlechte Dinge, weshalb ich zwischen Freude und Augenrollen hin und her wechselte.
Der Anfang ist beispielsweise sehr interessant: Helena, eine Studentin, die Autorin werden will, besucht für ihr Buch Gefängnisinsassen. Dies läuft auf eine Mischung aus Romanze und Thriller hinaus, die einige sehr gute Parts hatte.
Doch das Problem dabei ist, dass die typische Liebesbeziehung angesteuert wird und sehr viele Stereotypen genutzt werden: Die aufopfernde Helena, die in allem und jedem nur Gutes sieht, ,,rettet‘‘ den übertrieben gutaussehenden Badboy, der sich als intelligent und Gefühlsverdrängend rausstellt. Schon oft genug gelesen? Ja, ich auch. Dabei bedroht Liam sie ziemlich oft und fügt ihr auch Schaden zu, was sie aber in drei Sekunden wegstecken kann und ihn aufgrund seiner Vergangenheit nur als Opfer sieht.
Ich hätte mir vielschichtigere Charaktere gewünscht und einen Ablauf bei der Beziehung der nicht so üblich und vorhersagend ist.

Ausgeglichen wird das aber mir den unterhaltsamen Dialogen und der grausamen Vergangenheit, die man sich erst einmal ausdenken muss. Manchmal wurde es auch richtig spannend, wo ich eine Zeit lang das Buch nicht aus der Hand legen konnte.
Alles in allem lässt mich das Buch zwiegespalten zurück.

Veröffentlicht am 07.09.2018

Nebenhandlungen

Die Tote und der Polizist
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Das ist der dritte Band um die Stockholmer Polizistin Emma Sköld.
Auch dieses Mal wechseln die Perspektiven, so dass der Leser viele Eindrücke und Sichtweisen bekommt. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, ...

Das ist der dritte Band um die Stockholmer Polizistin Emma Sköld.
Auch dieses Mal wechseln die Perspektiven, so dass der Leser viele Eindrücke und Sichtweisen bekommt. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, leicht kann man sie sich vorstellen und verstehen wie sie handeln und denken.

Durch vielseitige Nebenkriegsschauplätzen wird der emotionale und psychische Druck durchgehend erhöht und man fiebert gebannt mit der Protagonistin und ist gespannt, wie die Geschichte endet.

Doch davon gab es leider auch etwas zu viel, denn manche Nebenhandlungen sind quasi i Sand verlaufen, obwohl sie einiges an Potenzial hatten. Auch wurde man so von der Hauptstory abgelenkt und die Spannung ging ein wenig verloren.

Alles in allem fühlte ich mich gut unterhalten, denn der Plot war kein typischer Krimi.

Veröffentlicht am 29.05.2018

Spirituelle Ebene

Crash in Downunder
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Die Autorin entführt den Leser in ein wunderschönes Australien, das sich der Leser durch die guten Beschreibungen der Umgebung sehr gut vorstellen kann. So, wie es auch wirklich aussieht, was ich durch ...

Die Autorin entführt den Leser in ein wunderschönes Australien, das sich der Leser durch die guten Beschreibungen der Umgebung sehr gut vorstellen kann. So, wie es auch wirklich aussieht, was ich durch meinen eigenen Aufenthalt dort bestätigen kann.
Auch die Charaktere sind sehr gut beschrieben und ihre Gedankengänge und Handlungen sind nachvollziehbar.

Die spirituelle Ebene macht einen großen Teil des Buches aus, mehr als ich erwartet habe. Deshalb hatte ich manchmal Schwierigkeiten mit dem Buch, doch ich habe auch erkannt, dass Menschen, die damit etwas anfangen können, detailreiche und interessante Beschreibungen bekommen!

Veröffentlicht am 16.05.2018

Zu viel Kitsch

Obsidian 5: Opposition. Schattenblitz
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Katy kann noch immer nicht fassen, dass Daemon sie verlassen und sich der Armee der Lux angeschlossen hat. Seit deren Invasion ist ein Krieg ausgebrochen, der schon viele Menschenleben gekostet hat. Niemand ...

Katy kann noch immer nicht fassen, dass Daemon sie verlassen und sich der Armee der Lux angeschlossen hat. Seit deren Invasion ist ein Krieg ausgebrochen, der schon viele Menschenleben gekostet hat. Niemand ist mehr sicher, doch um der schwangeren Beth zu helfen, wagt Katy sich aus dem Haus. Als ihr größter Wunsch in Erfüllung geht und sie Daemon begegnet, scheint dieser jegliche Gefühle für sie verloren zu haben. Katy muss herausfinden, ob noch etwas von dem Daemon, den sie liebt, in ihm steckt – bevor alles verloren ist.

Mit der Invasion gab es in dem Buch zum Finale noch einmal eine überraschende Wendung. Durch die weiteren Lux konnten viele blutigere Szenen erschaffen werden, was die Geschichte realistischer macht, da es kein ,,wir sind die Helden und kriegen den Krieg locker in den Griff‘‘ Schema war. Und doch gab es eine Sache die mich gestört hat: Es war zu kitschig. Die Romantik zwischen Katy und Deamon war bisher immer schön und sehr gut zu lesen, doch in diesem Teil wurde es einfach übertrieben. Etwas weniger und das Buch hätte fünf Sterne bekommen.

Aber im Allgemeinen lässt sich sagen, dass das Buch sehr lesenswert war und ich mich schon auf die Bücher von Deamons Sicht freue (solange der Kitsch weg bleibt)!