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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2018

Spannend, düster und ein wenig zu überraschend

Die Grimm-Chroniken (Band 6): Der Tanz der verlorenen Seelen
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„Der Tanz der verlorenen Seelen“ ist der sechste Band der düsteren Märchenserie „Die Grimm Chroniken“ und stammt aus der Feder von Maya Shepherd. Nach dem Ende des fünften Bandes tappte der Leser nach ...

„Der Tanz der verlorenen Seelen“ ist der sechste Band der düsteren Märchenserie „Die Grimm Chroniken“ und stammt aus der Feder von Maya Shepherd. Nach dem Ende des fünften Bandes tappte der Leser nach wie vor im Dunklen und es wurden einige neue Fragen aufgeworfen. In diesem Band werden nun endlich einige Geheimnisse gelüftet und Fragen beantwortet.

Hinter Mary und Dorian liegt ein langer und schwieriger Weg, doch endlich können sie Hoffung schöpfen. Ihr Wunsch nach einer eigenen Welt scheint schon bald in Erfüllung zu gehen. Doch das augenscheinliche Geschenk fordert einen hohen Preis. Nichts ist so wie es scheint und Mary wird mit einem Geheimnis konfrontiert, an dem sie zerbrechen könnte.

Wie bei jedem Band dieser Serie ist mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Dank des Rückblicks auf den ersten Seiten wird dem Leser alles Wichtige wieder in Erinnerung gerufen. Dieser Band punktet mit einer spannenden Handlung, die einige Überraschungen bereithält. Dabei gelingt es der Autorin Maya Shepherd perfekt, altbekannte Märchen mit der Geschichte zu verweben. Es macht Spaß, beim Lesen nach Hinweisen auf die verschiedenen Märchen Ausschau zu halten. Neben einer spannenden Handlung punktet dieser Band mit mehr Einblicken in die verschiedenen Charaktere. Auch über Ember, die Dienerin von Margery, erfährt man nun mehr. Diese hatte bereits im fünften Band ihren ersten Auftritt, blieb jedoch eher eine Randfigur. Nun lässt sich erahnen, dass Ember eine nicht ganz unwichtige Rolle spielen wird. Natürlich lässt Maya Shepherd sich auch in diesem Band nicht zu weit in die Karten schauen und so bleibt Ember weiterhin geheimnisvoll und undurchsichtig. An Spannung mangelt es definitiv nicht, ich hätte jedoch auf die eine oder andere Überraschung verzichten können, was das "jeder mit jedem" angeht. Das war mir etwas zu viel, ist aber auch mein einziger Kritikpunkt. Am Ende des Buches geht die Autorin auf verschiedene Punkte in der Geschichte ein und erläutert die Hintergründe, bzw. den Bezug zum Originalmärchen. Liebhaber der Originalmärchen sollten sich daher das Nachwort nicht entgehen lassen.

Mit „Der Tanz der verlorenen Seelen“ hat Maya Shepherd einen weiteren düsteren Band der Serie „Die Grimm Chroniken“ geschaffen. Die Handlung wird stark vorangetrieben und es werden einige Geheimnisse gelüftet. Dieser Band ist definitiv einer der stärksten der Reihe, nur einige Enthüllungen waren mir etwas zu heftig.

Veröffentlicht am 29.10.2017

Wenn ein blutsaugender Formwandler Schottland rettet.

Schattenkrieger - Hüter des Steinernen Tors
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Da mir die Reihe rund um das Steinerne Tor gut gefallen hatte, war ich gespannt auf den neuen Reihen-Auftakt von Pia Guttenson. "Schattenkrieger - Hüter des Steinernen Tors" schließt nahtlos an den dritten ...

Da mir die Reihe rund um das Steinerne Tor gut gefallen hatte, war ich gespannt auf den neuen Reihen-Auftakt von Pia Guttenson. "Schattenkrieger - Hüter des Steinernen Tors" schließt nahtlos an den dritten Band der Vorgänger-Reihe an. Man kann das Buch entweder als vierten Band lesen oder auch ohne Vorkenntnisse der anderen Reihe.

Während eines Kampfes lässt sich der Formwandler Nikoma in den Gezeitennebel der Parallelwelt Fenmar fallen, um jemandem das Leben zu retten. Doch er überlebt den Sturz und landet im heutigen Schottland. Seine einzige Hoffnung ist das Steinerne Tor, das ihn nach Fenmar zurückbringen könnte. Aber das Tor verweigert ihm den Zutritt und so ist er gezwungen, sich im modernen Schottland der heutigen Zeit zurechtzufinden. Die junge und rebellische Schottin Càtroina setzt sich schließlich für ihn ein und gibt ihm einen Platz im Leben. Als Formwandler kann Nikoma jedoch nicht ohne Blut überleben und wird so zur Gefahr für Càtroina und alle anderen Menschen um ihn herum. Zudem ist er nicht das einzige Wesen, das aus Fenmar nach Schottland gelangt ist. Einer der Lords, eine wunderschöne junge Frau, treibt sich in Edinburgh herum und tötet immer mehr Menschen. Gefangen zwischen seinen Gefühlen für Càtroina und dem Verlangen nach Blut, versucht er mit seinen letzten verbliebenen Kräften die Welt der Menschen vor dem Lord aus Fenmar zu beschützen.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des flüssigen und angenehmen Schreibstils der Autorin sehr leicht gefallen. Zu Beginn der Geschichte gibt es eine Zusammenfassung vom letzten Band der Reihe "Das Steinerne Tor", da viele Ereignisse auf dem Geschehen in Fenmar basieren. Für Leser, die mit "Schattenkrieger" einsteigen, ist das eine gute Hilfe, damit man alle Zusammenhänge versteht. Für mich war es etwas schade, da ich den letzten Band der Reihe noch nicht kannte. Ich hatte irgendwie nicht damit gerechnet, dass die Geschichte nahtlos an die Vorgängerreihe anschließt. Wer die Reihe "Das Steinerne Tor" lesen möchte, sollte das vor dem Lesen von "Schattenkrieger" in Angriff nehmen. Da Nikoma mein absoluter Favorit der Reihe war, habe ich mich sehr gefreut, dass er eine eigene Reihe erhalten hat. Nur konnte ich mich leider nicht mit Càtroina anfreunden. Ich hatte immer gehofft, dass es für Isa und Nikoma noch ein Happy End gibt. Was mit Sicherheit daran lag, dass der raue und wilde Nikoma mir schon immer besser gefallen hat als der perfekte Ian. Leider musste ich Càtroina immer mit Isa vergleichen und dabei kam sie leider weniger gut weg. Sie ist noch sehr jung, neigt zu trotzigen und rebellischen Aktionen und verhält sich Nikoma gegenüber sehr naiv und gutgläubig. Sie ist das komplette Gegenteil von Isa und ich hätte mir eine reifere Frau an Nikomas Seite gewünscht, gerade bei seinem Alter und seinen Erfahrungen im Krieg. Isa mag zwar nicht älter sein, aber sie ist gezeichnet von Kämpfen und Krieg, wodurch sie älter wirkte. Das Setting wird von Pia Guttenson wieder sehr schön beschrieben und man merkt, dass sie viele Schauplätze besucht hat und Schottland liebt. Ich würde am liebsten direkt losfahren und Schottland selbst entdecken. Die Geschichte spielt im Gegensatz zu der ersten Reihe nicht in Fenmar, sondern komplett in unserer Welt. Diese Abwechslung fand ich sehr gelungen und es war interessant zu sehen, wie Nikoma die Welt der Menschen entdeckt und sich dort zurechtfindet. Für Spannung sorgt nebenbei der weibliche Lord aus Fenmar, der in Edinburgh sein Unwesen treibt. Insgesamt hat mir dieser Reihen-Auftakt gut gefallen. Es hätte nur ein wenig mehr Action und weniger Liebe sein können. Ein großer Teil der Geschichte dreht sich um die Emotionen von Nikoma und Càtroina, was mir schon ein wenig zu viel war. Aber Fans von Romantik und Liebesgeschichten werden dafür mehr auf ihre Kosten kommen.

Fazit: Der neue Reihen-Auftakt "Schattenkrieger - Hüter des Steinernen Tors" von Pia Guttenson punktet mit einem tollen Setting in Schottland und einem angenehmen Schreibstil. Die Geschichte dreht sich zum größten Teil um die Beziehung zwischen Nikoma und Càtroina, wodurch Fans von Liebesgeschichten auch auf ihre Kosten kommen. Mir war es für ein Fantasybuch ein wenig zu viel, aber das ist Geschmackssache.

3,5 / 5,0 Sterne. Herzlichen Dank an Pia Guttenson für das kostenlose Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 20.08.2017

Interessante Grundidee, die noch viel Potenzial für den zweiten Band hat

Superior
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Auf „Superior – Das dunkle Licht der Gaben“ von Anne-Marie Jungwirth war ich wahnsinnig gespannt, denn der Klappentext hörte sich super an. Das Thema einer Gesellschaft, die Menschen nur anhand ihrer übernatürlichen ...

Auf „Superior – Das dunkle Licht der Gaben“ von Anne-Marie Jungwirth war ich wahnsinnig gespannt, denn der Klappentext hörte sich super an. Das Thema einer Gesellschaft, die Menschen nur anhand ihrer übernatürlichen Gaben bewertet, hatte mich direkt angesprochen. Leider konnte ich mit den Protagonisten nicht warm werden, obwohl ich es wirklich wollte.

Die 20-jährige Amelia ist Mitglied bei der Superior Human Society. Diese Gesellschaft ist nur besonderen Menschen mit übernatürlichen Gaben vorbehalten. Die sogenannten Superiors führen ein privilegiertes Leben und nichts scheint unmöglich zu sein. Es gibt nur ein Problem: Amelias Gabe ist minderwertig und somit hat sie als Superia keinen großen Wert für die Gesellschaft. Nicht dass es Amelia stören würde, denn sie wollte nie dazugehören und sich den Zwängen und starren Regeln der Superior Human Society unterwerfen. Doch das ändert sich eines Tages schlagartig, als der gutaussehende Nathan in ihr Leben tritt. Denn im Gegensatz zu ihr hat er einen sehr hohen Score und ist damit unerreichbar für Amelia. Zusätzlich braut sich im Schatten der Gesellschaft etwas zusammen und Amelia gerät in höchste Gefahr.

Der Einstieg in das Buch ist mir durch den einfachen und lockeren Schreibstil der Autorin sehr leicht gefallen. Die Grundidee der Geschichte konnte mich von Anfang an begeistern, doch leider schwächelt die Umsetzung etwas und es geht viel Potenzial verloren. Obwohl ich es so gerne wollte, konnte Ich mit den Protagonisten einfach nicht warm werden. Amelia ist ein richtiges Partygirl. Sie lebt von einer Feier zur nächsten und schleppt gerne Männer ab. Zudem benimmt sie sich oft wie ein kleines Kind. Immer wieder reagiert sie unbeherrscht und trotzig. Durch ihre vorlaute und launische Art hat sie es mir wirklich nicht leicht gemacht. Ich mochte sie einfach nicht und daran konnte dann auch ihre positive Entwicklung im Laufe der Geschichte nichts mehr ändern. Auch Nathan war mir zu unreif. Irgendwie kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, was Amelia an ihm reizt. Er sieht heiß aus, aber das ist auch schon alles. Durch seine Gabe soll er überdurchschnittlich clever sein und Verbindungen schnell herstellen. Leider nutzt er seine Gabe nicht für sein privates Leben. Zudem hat er für meinen Geschmack zu wenig Rückgrat. Zwar kämpft er immer wieder für Amelia, doch wenn es hart auf hart kommt, macht er einen Rückzieher. Besonders an einer Stelle im Buch war ich sehr enttäuscht von ihm. Im Gegensatz zu den Hauptprotagonisten konnte Sky mich als Charakter begeistern. Der intelligente Nerd war mir von Anfang an sympathisch. Er wirkt zu Beginn etwas verrückt und labil, da er sehr unter seiner Gabe leidet. Doch man erkennt schnell, dass darunter ein starker Charakter zum Vorschein kommt, der für seine Ziele und Ideale kämpft. Leider kommt Sky im ersten Band viel zu kurz. Aber wer weiß, vielleicht spielt er ja in der Fortsetzung eine größere Rolle. Das Erzähltempo ist sehr lange Zeit ruhig. Erst im letzten Drittel kommt Spannung auf. Ich hätte mir vorher schon etwas mehr Würze gewünscht durch actionreiche Szenen oder überraschende Wendungen. Dafür ist das Ende sehr gut gelungen. Im letzten Drittel konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil die Handlung so spannend war. Von mir gibt es für unterhaltsame Lesestunden mit einem etwas schwierigen Start und einem spannenden Ende solide 3,5 Sterne. Für den Folgeband bietet die Gerschichte auf jeden Fall einiges an Potenzial und ich bin gespannt wie es mit Amelia und der Superior Human Society weitergeht.

Fazit: Das Buch „Superior – Das dunkle Licht der Gaben“ von Anne-Marie Jungwirth basiert auf einer guten Grundidee mit viel Potenzial. Leider konnte ich mit den Protagonisten nicht warm werden und die Geschichte baut sich nur sehr langsam auf, bis Spannung entsteht. Das Ende hingegen ist rasant und lässt auf einen spannenden zweiten Band hoffen.

Veröffentlicht am 11.02.2026

Solider Romantasy-Auftakt mit Schwächen

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Drachen gehen immer. Daher war ich wahnsinnig gespannt auf A Fire in the Sky von Sophie Jordan. Beworben wird das Buch mit „Einzigartig, voller Twists, Spice, Drama und Drachen!“, und auch der Klappentext ...

Drachen gehen immer. Daher war ich wahnsinnig gespannt auf A Fire in the Sky von Sophie Jordan. Beworben wird das Buch mit „Einzigartig, voller Twists, Spice, Drama und Drachen!“, und auch der Klappentext hat mich sofort gepackt und entsprechend hohe Erwartungen geweckt.

Leider folgt die Handlung größtenteils dem bekannten Schema vieler Romantasy-Bücher. Bis zum letzten Drittel verläuft die Geschichte sehr langsam, das Tempo ist niedrig und es passiert insgesamt recht wenig. Der Fokus liegt stark auf dem Kennenlernen der Charaktere und der Liebesgeschichte. Echte Plottwists bleiben aus. Abgesehen von einer kleinen Überraschung am Ende war für mich vieles vorhersehbar.

Die Grundidee der Geschichte ist schön und vielversprechend, allerdings fehlte es mir an überraschenden Wendungen, Spannung und Tempo. Auch das Worldbuilding wurde nur angerissen und hätte deutlich mehr Tiefe vertragen können.

Hervorzuheben ist das letzte Drittel des Buches, das mich dann doch noch gut unterhalten konnte und etwas Dynamik in die Geschichte gebracht hat. Zudem ist die Gestaltung des Buches unglaublich schön. Sowohl das Cover als auch der Farbschnitt wirken magisch und machen das Buch zu einem echten Hingucker im Regal.

Fazit: Für mich persönlich war A Fire in the Sky leider kein Highlight. Wer jedoch Romantasy mit starkem Fokus auf die Liebesgeschichte mag und weniger Wert auf ein ausgefeiltes Worldbuilding legt, dürfte hier trotzdem auf seine Kosten kommen.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 14.01.2026

Spannender Krimi mit schwachem Ende

Wem du traust
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Die Grundidee von "Wem du traust" hat mir unglaublich gut gefallen: Zwei Freundinnen ziehen gemeinsam das Kind der einen groß. Mittlerweile ist Sofia ein Teenager und das Leben ihrer Mutter und das ihrer ...

Die Grundidee von "Wem du traust" hat mir unglaublich gut gefallen: Zwei Freundinnen ziehen gemeinsam das Kind der einen groß. Mittlerweile ist Sofia ein Teenager und das Leben ihrer Mutter und das ihrer besten Freundin hat sich geändert. Beide haben Partner und führen mehr ihr eigenes Leben. Doch dann verschwindet Sofia spurlos. Parallel dazu werden Erinnerungen an einen über zehn Jahre zurückliegenden Mordfall wach. Hat der Täter erneut zugeschlagen oder steckt jemand ganz anderes dahinter?

Die Umsetzung ist lange Zeit sehr spannend. Nach und nach kommen dunkle Geheimnisse ans Licht, sodass man als Leser ständig zweifelt und niemandem mehr wirklich trauen kann. Genau daraus entsteht eine intensive, unterschwellige Spannung. Ich konnte das Buch trotz kleiner Längen im Mittelteil kaum aus der Hand legen.

Besonders gelungen fand ich die Charakterzeichnung. Die Figuren sind hervorragend ausgearbeitet, mit nachvollziehbaren Gedanken, realistischen Handlungen und viel Tiefe. Die enge Verbindung zwischen ihnen wird eindrucksvoll geschildert. Die Autorin setzt insgesamt stark auf die psychologische Ebene. Im Laufe der Handlung bekommt die Fassade jedes Protagonisten Risse und offenbart dessen wahres Wesen.

Bis kurz vor dem Ende war ich bei vier Sternen. Doch leider konnte mich die Auflösung dann nicht überzeugen. Die Lösung wirkte auf mich sehr weit hergeholt und wenig realistisch. Auch wenn die Autorin mich überraschen konnte, hätte ich mir ein stimmigeres und glaubwürdigeres Ende gewünscht.

Fazit: "Wem du traust" ist ein psychologisch dichter und spannender Krimi mit starken Figuren und einer fesselnden Atmosphäre. Das unrealistische Ende trübt den insgesamt sehr guten Eindruck jedoch deutlich. Daher gibt es von mir 3 Sterne. Da mich die Geschichte abgesehen von dem Ende überzeugen konnte, werde ich mit Sicherheit noch zu anderen Werken der Autorin greifen.

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