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Veröffentlicht am 11.11.2019

Happy End in der Warteschleife

Everything I Didn't Say
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Dies soll der Start von Jamies Karriere werden! Ihr erster Tag als Praktikantin bei einer amerikanischen Schnulzenserie läuft turbulent an, als sie in Seriendarsteller Carter hineinläuft und er sie für ...

Dies soll der Start von Jamies Karriere werden! Ihr erster Tag als Praktikantin bei einer amerikanischen Schnulzenserie läuft turbulent an, als sie in Seriendarsteller Carter hineinläuft und er sie für einen aufdringlichen Fan hält. Natürlich ist dies nur der Start von ganz viel Schmetterlingen, doch beiden ist es vertraglich verboten etwas miteinander anzufangen. Das kann doch nicht gut gehen, oder?

"Everything I didn't say" ist die erste Reihe, die von der Autorin bei LYX auch als Printausgaben erscheinen werden. Ihre vorherige New York Reihe war nur als Ebook only erhältlich. Scheinbar sieht LYX in dieser Reihe ein größeres Potenzial und somit war ich sehr gespannt, was es mit der Geschichte von Jamie und Carter auf sich haben würde.

Jamie musste bisher für alles hart kämpfen. Zusammen mit ihrem Bruder wuchs sie bei ihrem Vater auf. Ihre Mutter starb früh. Das Geld ist knapp bei der Familie und auch Jamie muss sich neben Studium und Praktikum noch mit einigen Nebenjobs herumschlagen. Dabei verfolgt sie zielstrebig ihren Traum: Sie möchte Dramaturgin am Theater werden.
Ich fand unsere Protagonistin sehr interessant und sympathisch. Sie hat es nicht leicht, stämmt aber alles allein und selbstständig. Das finde ich sehr beeindruckend.

Carter ist da das Gegenteil. Er kommt aus einem reichen, aber lieblosen Haus und darf bereits seinen Traum leben. Er will allerdings kein kleiner Dailysoap-Darsteller bleiben, sondern es auf die große Leinwand schaffen. Weibliche Fans sind dabei eine gern gesehene Begleiterscheinung. Dass Jamie so gar nicht auf seine Flirtversuche anspringt, wurmt ihn. Umso mehr strengt Carter sich an und das obwohl beide die Hände voneinander lassen sollten.

Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Wir erleben wie die beiden sich kennenlernen und in eingestreuten Abschnitten, die vier Jahre später spielen, erfahren wir das etwas passierte, das beide entzweite.
Das fand ich sehr interessant gemacht, denn irgendwann holt die Vergangenheit die Gegenwart ein und Jamie und Carter treffen erneut aufeinander. Die ganze Thematik dahinter fand ich super, da sie nicht schon tausendmal im New Adult Genre dagewesen ist.
Das möchte ich dem Buch überhaupt hoch anrechnen. Kim Nina Ocker hat sich auch mit der Filmthematik mal auf neues Gebiet gewagt und das machte das Buch so interessant. Überhaupt kann die Autorin wunderbar schreiben, ihr Prolog wird mir noch lange in Erinnerung sein.

Was mich ab und an ein wenig störte, waren ein paar Ungereimtheiten, auf die ich ohne zu spoilern nicht eingehen kann. Allerdings war es nichts Gravierendes, sondern nur auffällig.

Das Finale der Geschichte war wunderschön und sehr berührend. Kim Nina Ocker hat mit "Everything I didn't say" eine außergewöhnliche Geschichte erzählt, deren Charaktere erkennen mussten, dass es auch ein Leben nach dem vermeintlichen Happy End gibt und das dieses nicht immer leicht ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.10.2018

Ein gelungener Abschluss

Aura 3: Aura – Der Fluch
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Hannah und ihre Freunde sind auf der Flucht, denn Hannahs Identität ist aufgeflogen. Allerdings ist sich die Gruppe alles andere als einig. Für Hannah beginnt eine Zerreißprobe. Sie will dem gefährlichen ...

Hannah und ihre Freunde sind auf der Flucht, denn Hannahs Identität ist aufgeflogen. Allerdings ist sich die Gruppe alles andere als einig. Für Hannah beginnt eine Zerreißprobe. Sie will dem gefährlichen Levander das Handwerk legen, aber auch den Jungen beschützen, der ihr am Herzen liegt: Raphael oder ist es doch eher Valentin?

Teil zwei hatte mich absolut gepackt und so war ich total gespannt, wie es weitergehen würde mit den Formern und Hannah. Teil drei knüpft nahtlos am Vorgängerband an. Allerdings war das Tempo der Handlung ein wenig zurückgeschraubt. Ruhe kehrte ein. Teilweise war es mir nach den rasanten Ereignissen ein wenig zu ruhig. Hannah versteckt sich mit ihrer Gruppe vor Levander und seinen Männern. Dabei kommt es zu Reibereien unter den Freunden. Zwischen Hannah und Raphael krieselt es.
So ist es Valentin, der auf die Bildfläche tritt. In Teil zwei war ich total auf Raphaels Seite und ein wenig verwirrt, als ich im Klappentext sah, dass Valentin auf die Bildfläche treten sollte. Im Laufe des Buches macht diese Entwicklung allerdings total Sinn und bringt zum Ende der Reihe mehr Spannung hinein, da wir uns fragen, wer Hannahs Herz erobert haben wird.

Valentin mausert sich dabei zu einem sehr interessanten und vielschichtigen Charakter. Er ist kein Saubermann und er ist moralisch nicht perfekt. Das ist das Spannende an ihm.

Nach einem ruhigeren Handlungsverlauf, trumpft das große Finale der Geschichte noch einmal so richtig auf. Clara Benedict packt hier wieder so einige Schockmomente aus. Es werden sogar (liebgewonnene) Figuren sterben müssen, was ich sehr mutig fand.

Auch der dritte Teil konnte mich sehr gut unterhalten, auch wenn er mir nicht ganz so gut gefiel, wie Band zwei, welcher ein wahres Highlight war. Die tolle Aura-Trilogie findet hier ihren würdigen Abschluss. Am Ende hätte ich mir allerdings noch einen Epilog gewünscht. Das hätte auch noch die letzten Fragen geklärt und mich komplett zufriedenstellen können.

Ansonsten kann ich allen Clara Benedicts Aura nur empfehlen, die Lust auf mutige, schockierende und unterhaltsame Fantasy im Jugendbuchbereich haben.

Veröffentlicht am 26.06.2018

Ein wirklich tolles Jugendbuch

Zurück auf Gestern
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Lulu und Claire könnten die perfekte Definition von "Sister from another Mister" sein. Seit einem Jahr sind sie die besten Freundinnen und könnten sich näher nicht sein. An Claires 15. Geburtstag bekommt ...

Lulu und Claire könnten die perfekte Definition von "Sister from another Mister" sein. Seit einem Jahr sind sie die besten Freundinnen und könnten sich näher nicht sein. An Claires 15. Geburtstag bekommt sie das Erbstück ihrer geliebten Oma geschenkt - eine Kette bestehend aus zwei Hälften. Eine davon überlässt sie Lulu. Zufällig entdecken die Freundinnen, dass sie mithilfe der Kette die Zeit zurückdrehen können. Was verdammt cool und praktisch beginnt, zeigt schon bald seine Tücken...

Bekanntlich liebe ich Geschichten, in denen mit der Zeit gespielt wird. So war ich tierisch gespannt, wie Katrin Lankers, die mir bisher unbekannt war, die Idee umsetzen würde.
Ich war vom ersten Kapitel an in der Geschichte angekommen. Die Autorin hat einen wunderbar lebendigen Schreibstil, der die Protagonistinnen sehr authentisch erscheinen ließ. Das gefiel mir richtig gut.

Claire und Lulu verbindet eine positive Mädchenfreundschaft. Beide sind gut zueinander und unterstützen sich. Mir gefiel auch das restliche Umfeld der Figuren, deren familiäre Verhältnisse nicht immer Friede Freude Eierkuchen waren.
So muss Claire mit ihrer ach so perfekten Stiefschwester klar kommen, die auch noch in ihre Klasse geht.

Die Mädchen sind 15, sodass die erste Liebe auch ein Thema des Buches ist. Das fand ich sehr schön und süß umgesetzt. Ich habe da gerne mit Claire mitgefiebert und mit Lulu gelitten.

Die Idee des zeitumkehrenden Schmucksstücks ist für die Geschichte am präsentesten. Natürlich spielen die Mädchen viel damit herum, ohne sich im Klaren zu sein, was da eigentlich passiert. Es gibt auch eine Hintergrundgeschichte dazu, die mir gut gefiel.

Das Zeitumkehren bleibt nicht unentdeckt und ruft zwielichtige Charaktere auf den Plan. Der Handlungsstrang und dessen Auflösung war sehr vorhersehbar, was den sehr guten Eindruck des Jugendbuches minimal schmälerte.

Ansonsten kann ich Katrin Lankers "Zurück auf gestern" nur empfehlen. Die Geschichte ist süß, unterhaltsam und toll geschrieben.

Veröffentlicht am 12.03.2026

Die Jungs fanden es super

Käpt’n Wumpe und der geheime Piratenschatz
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Wumpe ist ein Strandwildschwein und lebt mit seiner Familie auf der tropischen Insel Terralinga. Den ganzen Tag nur faul im Sand herumliegen wird dem kleinen Schwein schnell ziemlich langweilig. Er will ...

Wumpe ist ein Strandwildschwein und lebt mit seiner Familie auf der tropischen Insel Terralinga. Den ganzen Tag nur faul im Sand herumliegen wird dem kleinen Schwein schnell ziemlich langweilig. Er will ein Pirat sein, auf Abenteuer gehen und Schätze finde. Nur doof, dass allein seine beste Freundin Paula zu seiner Crew dazugehören will. Doch auch zu zweit lassen sich Schätze finden!
Als das Buch bei uns ankam, war ich überrascht über seine Dicke. Immerhin 130 Seiten gibt es hier zum Vorlesen. Somit war das Ganze nicht an einem Abend erledigt. Die Altersempfehlung ist ab 5 und da würde ich absolut mitgehen. Der 5-Jährige lauschte gebannt den Kapiteln, während der 3-Jährige sein Ding machte und kaum Interesse zeigte.

Das Buch ist zwar farbig illustriert, doch nicht so reich wie gedacht. Es gibt auch immer wieder Seiten, die keine Illustrationen zeigen und das war für den kleinen nicht so spannend. Die vereinzelten Illustrationen zeigen hauptsächlich die Figuren und ab und an mal eine Situation. Diese waren von Illustratorin Anja Grote ansprechend inszeniert und untermalten die Handlung.

Wumpe ist ein freches, abenteuerlustiges Schwein, der eine tiefe Freundschaft zu Paula pflegt und mit ihr eine Einheit bildet. Paula ist die Forscherin der Insel und hat sich einen Roboterarm gebaut. Gemeinsam finden sie einen mysteriösen, blauen Stein mit ungeahnter Wirkung und besuchen während ihrer Schnitzeljagd rund um die Insel einige der Bewohner. Das war definitiv ganz niedlich gemacht und gefiel dem Großen echt gut. Das ist für mich die Hauptsache.

Ich bin während des Vorlesens nur öfters über sperrige Redewendungen gestolpert, die meinen Lesefluss störten. Auch fragte ich mich, wie häufig man das Wort „Vorderfuß“ in ein Kinderbuch einbauen kann. Die Antwortet lautet: oft!

„Käpt’n Wumpe und der geheime Piratenschatz“ von Hannes Blume ist ein abenteuerliches Kinderbuch gegen Langeweile und für Zusammenhalt. Mein 5-Jähriger fand es ganz toll, was für mich die Hauptsache ist. Auch wenn es nicht zu meinen liebsten Vorlesebüchern zählen wird.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

So eine wichtige Message

Das Zauberwort heißt Nein!
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Fiete ist ein süßer, kleiner, roter Kater, der alles für seine Freunde tun würde. Doch diese nutzen Fiete aus und fordern Gefallen von ihm, die den kleinen Kater in ziemliche Schwierigkeiten bringen. ...



Fiete ist ein süßer, kleiner, roter Kater, der alles für seine Freunde tun würde. Doch diese nutzen Fiete aus und fordern Gefallen von ihm, die den kleinen Kater in ziemliche Schwierigkeiten bringen. Da muss erst eine kleine Heldin auftauchen, die Fiete zeigt, was Freundschaft bedeutet und das es da ein ganz wichtiges Zauberwort gibt: NEIN!



Das Cover des Kinderbuchs ist sehr aussagekräftig, zum einen sieht man den niedlichen Kater und ist direkt bezaubert, doch dann entdeckt man, was da eigentlich los ist, in welcher Bredouille er steckt. Das haben auch die Jungs direkt erkannt und waren bestürzt, was da gerade mit Fiete passiert. Ich war echt erstaunt, welche Gefühle das Cover bei den Kids ausgelöst hat und das auf subtilere Art und Weise.
Etwas unglücklich finde ich, dass auf dem Cover mit einem prominent platzierten Störer gearbeitet wurde, um ja darauf aufmerksam zu machen, dass dies das erste Kinderbuch von Rebecca Mir ist. Ich finde sie super, keine Frage, doch wirkt ihr schönes Portraitfoto wie ein Fremdkörper auf dem Cover und würde mich eher vom Kauf abschrecken als diesen anzureizen.

Tatsächlich hat sie das Buch auch nicht allein geschrieben, sondern zusammen mit Ruth Rahlff. Rebecca Mir setzt sich für den Schutz von Kindern vor Missbrauch ein und dahingehend sensibilisiert die Thematik des Buches. Nein ist ein wichtiges Wort und sollte in jedem Kontext akzeptiert werden. Das müssen die Kids früh genug lernen.
Hier begleiten wir also Kater Fiete dabei, wie er gefährliche Aufgaben für andere Katzen erledigen soll, die sich als seine Freunde ausgeben. Er traut sich nicht nein zu sagen. Erst eine kleine Maus hilft ihm den Mut dazu zu finden. Unterlegt wird die Geschichte mit großflächigen, farbigen Illustrationen, die wunderschön anzusehen und sehr niedlich sind. Gleichzeitig transportierten die Figuren über ihre Mimik ganz viel Gefühlsregungen, die meine Jungs sehr wohl zu interpretieren wussten und somit richtig mitfieberten.



Das Ende der Geschichte war recht abrupt und die Jungs und ich auch waren ein wenig verwirrt, dass die Story schon auserzählt war. Das hätte gerne runder auserzählt werden können. Dennoch kann ich sagen, dass uns „Das Zauberwort heißt Nein!“ richtig gut gefiel. Die Botschaft des Kinderbuchs ist super wichtig , der Held ist liebenswert und die Illustrationen sind schön und emotional. Daher würde ich es auf jeden Fall weiterempfehlen.

4/5

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