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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2018

Schöne, humorvolle Liebesgeschichte

Winston Brothers
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Das Cover hat mich ehrlich gesagt nicht so sehr angesprochen, den Klappentext fand ich jedoch recht interessant.
Das Buch habe ich dann letztlich auf dem Weg von der Arbeit nach Hause angefangen zu lesen ...

Das Cover hat mich ehrlich gesagt nicht so sehr angesprochen, den Klappentext fand ich jedoch recht interessant.
Das Buch habe ich dann letztlich auf dem Weg von der Arbeit nach Hause angefangen zu lesen und konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Jessica und Duane erzählt, was zwei unterschiedliche Sichtweisen und Handlungsstränge gibt. Trotzdem bleiben diese immer gut verbunden. Beide Sichtweisen zusammen lassen einen die Reaktionen und Verhaltensweisen der beiden sehr gut nachvollziehen.
Die Liebesgeschichte startet sehr, sehr schnell (und heiß) und verliert dann aufgrund verschiedener Umstände etwas an Fahrt.

Die beiden Charaktere sind mir sofort sympatisch geworden. Sie werden detailreich und humorvoll beschrieben. Die häufigen Wortgefechte zwischen den beiden haben mich öfter schmunzeln lassen.
Die durchaus erotischen Passagen muss man sicherlich mögen, aber mir hat das sehr gut gefallen. Es passte einfach zu der Geschichte.
Mir hat auch besonders der Umgang der beiden miteinander und die als Nebencharaktere auftretenden Brüder von Duane gut gefallen.
Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, der Schreibstil ist modern und leicht und mit viel Witz gespickt, ohne albern zu wirken. Man kann das Buch wunderbar in einem Rutsch durchlesen.

Alles in allem ein Buch, dass ich definitiv weiter empfehlen kann.

Veröffentlicht am 14.05.2020

Spannender Reihenauftakt als Hörbuch

Belladonna
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Belladonna ist ein Roman von Karin Slaughter, welcher der Auftakt der Crant-Country-Reihe ist. In deutsch ist es bereits 2003 erschienen.
Hauptperson dieser Reihe - und auch dieses Thrillers - ist Sara ...

Belladonna ist ein Roman von Karin Slaughter, welcher der Auftakt der Crant-Country-Reihe ist. In deutsch ist es bereits 2003 erschienen.
Hauptperson dieser Reihe - und auch dieses Thrillers - ist Sara Linton, Kinderärztin und Gerichtsmedizinerin.

Der Thriller beginnt eher langsam mit dem Kennenlernen von Sara, ihrer Arbeit und ihrer Gedanken.
Bei Mittagessen mit ihrer Schwester findet sie dann eine junge Frau, die übel zugerichtet zurückgelassen wurde. Obwohl Sara sich bemüht sie zu retten, stirbt sie ihr unter den Händen weg.
Damit beginnen die Ermittlungen, die von Saras Ex-Mann Jeffrey geleitet werden, und in denen Sara kräftig mit mischt.

Bereits beim Fund der jungen Frau wird klar, dass das Buch vielleicht nicht das idealste ist für eher zartbesaitete Menschen. Die Verletzungen und die Obduktion werden sehr explizit beschrieben. Mich stört es nicht und ich fand es auch nicht übertrieben viele Details im Vergleich zu anderen Autoren des Genres. Mag aber sicherlich nicht jeder.

Das Buch an sich ist spannend, aber kein rasanter Thriller, in dem es ohne Pausen vorwärts geht. Man hat genug Zeit die Charaktere kennen zu lernen und deren Dynamik - insbesondere zwischen Sara und ihrem Ex-Mann Jeffrey - zu verstehen. Auch von Saras Leben und Vergangenheit erfährt man viel.

Lange hat man keine Gewissheit, wer der Täter sein könnte, lediglich einen leisen Verdacht vielleicht, da die Ermittler zu wenig Hinweise haben. Somit bleibt es bis zum Ende spannend.
Die Auflösung war für mich auch logisch und nachzuvollziehen.

Ein paar kleinere, insbesondere medizinische, Fehler gibt es, aber die ist man ohnehin aus Serien und Filmen gewohnt sind und zur Dramaturgie beitragen - insofern kann ich darüber hinweg sehen.

Die Sprecher Nina Petri hat eine angenehme Stimme und liest das Buch unaufgeregt vor. Am Anfang musste ich mich etwas an die fast schon emotionslose Art gewöhnen - besonders bei Gesprächen, weil es dort am meisten auffällt, wenn Nina Petri etwas ruhig vorliest und am Ende ein sagte sie wütend steht. Aber nach kurzer Zeit hat es mich nicht gestört.
Insbesondere bei der Schilderung der Leichen, der Obduktion und ähnlichem - die im übrigen nicht so ganz für zartbesaitete sind - fand ich das Emotionslose sehr angenehm.

Als Fazit lässt sich sagen, dass es ein spannendes Hörbuch ist, allerdings mit Längen, das angenehm zu hören ist. Ein guter Auftakt der Reihe.
4,5 Sterne gibt es von mir (aufgerundet 5).

  • Einzelne Kategorien
  • Sprecherin
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Cover
Veröffentlicht am 29.10.2018

Diesmal für immer

Prince of Hearts - Diesmal für immer
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Das Buch ist das 6. Buch einer Reihe, die aber voneinander unabhängig gelesen werden können und auch alleine verständlich sind.
Das Cover gefällt mir an sich sehr gut, passt aber gar nicht zu dem Hauptcharaktert ...

Das Buch ist das 6. Buch einer Reihe, die aber voneinander unabhängig gelesen werden können und auch alleine verständlich sind.
Das Cover gefällt mir an sich sehr gut, passt aber gar nicht zu dem Hauptcharaktert - was aber erst beim Lesen auffällt.

Dieses Buch handelt von der eher introvertierten Reya, die Musik liebt und sing und von dem charmanten, selbstbewussten Trevor.
Die beiden waren beste Freund und kommen schließlich zusammen. Dann jedoch erhält Trevor das Angebot in einer TV Serie als Parcourläufer mitzuwirken und Reya bricht er das Herz, da er seine Prioritäten nicht auf sie zu setzten scheint. Der Kontakt bricht ab.
All dies wird in einem sehr langen Prolog amüsant geschildet, auch wenn die genaueren Umstände erst nach und nach im Buch erklärt werden.

Diese gemeinsame Geschichte wird wieder an die Oberfläche geholt, als sie sich wenige Jahre später - Reya kann von ihrer Musik gerade so leben, die TV Show mit Trevor ist ein riesiger Erfolgt - wieder treffen und Reya bekommt das Angebot in der Show als Assistentin einzuspringen. Sie sieht es als große Chance durch Europa zu reisen und in CLubs aufzutreten. Trevor will sie dabei ignorieren. Das klappt aber nicht, da sie den veränderten Trevor, der aufgrund seiner diagnostizierten ADHS Erkrankung in Therapie ist, neu kennen lernt.

Die Crew, der Trevor angehört, nimmt Reya gut auf und man schließt die verschienen Charaktere schnell ins Herz. Es gibt auch eine größere Nebenhandlung, die mir sehr gefallen hat, am Ende aber leider etwas zu kurz kommt.
Auch die beiden Hauptcharaktere sind sehr sympatisch. Sie werden mit Ecken und Kanten beschrieben und mit viel Witz. Man kann sich sehr schnell ein Bild der Charaktere machen.

Die Geschichte ist dabei aus Reyas Sicht geschrieben, sodass man sich gut in sie einfühlen kann. Die Emotionen sind sehr gut beschrieben und mitreißend. Es gibt mehrere Rückblenden, in denen man mehr über ihre Beziehung und Reyas Vergangenheit, über ihre Familie, erfährt.
Der Schreibstil ist dabei sehr angenehm und flüssig.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden geht langsam voran, sie einigen sich darauf Freunde zu sein und springen nicht direkt ins Bett. Die Geschichte an sich ist dabei allerdings relativ vorhersehbar.
Das Ende der Geschichte war mir auch etwas zu plötzlich. Erst wird lange alles aufgebaut und dann wird das Ende für mich etwas zu sehr komprimiert, weil man unbedingt noch einiges da rein quetschen wollte und plötzlich alles Zack Zack geht.
Es gibt auch nicht unheimlich viel Handlung bei der Geschichte, das Buch konzentriert sich auf die Beziehung der beiden Charaktere. Dabei gibt es auch kaum Drama, zumindest nicht zwischen den beiden Protagonisten.
Die Entwicklung wird aber sehr sympatisch beschrieben, mit Witz und Gefühl, sodass ich das Buch sehr gerne gelesen habe.

Fazit: Das Buch hat keine tiefgründige Story, ist aber genau richtig, um sich abends gemütlich mit dem Buch auf die Couch zu setzen und eine leichte, knisternde und sehr gefühlvoll und gut geschriebene Geschichte zu lesen, die nicht schnulzig ist!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Gefühl
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 20.08.2018

Die Geschichte eines Lebens

Das rote Adressbuch
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Es gibt Geschichten, in denen kein großer Spannungsbogen existiert, in denen an sich nicht viel passiert - und die man trotzdem nicht weglegen möchte.
Dies hier ist so eine.

Das rote Adressbuch handelt ...

Es gibt Geschichten, in denen kein großer Spannungsbogen existiert, in denen an sich nicht viel passiert - und die man trotzdem nicht weglegen möchte.
Dies hier ist so eine.

Das rote Adressbuch handelt von Doris, einer Dame, die in Schweden lebt und inzwischen 96 Jahre alt ist.
Sie lebt alleine in einer Wohnung und wird vom Pflegedienst betreut. Zu ihrer Enkelin hat sie Kontakt, aber auch nur über Skype, da diese in den USA lebt.
Sie besitzt ein Adressbuch, in dem hinter den meisten Namen das Wort TOT notiert ist.

Genau um dieses Adressbuch dreht sich die Geschichte. Doris möchte ihrer Enkelin Jenny die Geschichte ihres Lebens erzählt, damit diese nicht mit ihr stirbt und schreibt sie daher auf. Dabei orientiert sie sich an den Namen im Adressbuch. Von der ersten Begegnung, bis zu dem Tag, wo sie schließlich den Namen durchstreicht und dahinter TOT notiert.

So reist man gemeinsam mit Doris durch ihr Leben.
Der Ablauf der Erzählung ist chronologisch aus Doris Sicht geschrieben. Sie wird unterbrochen von der Beschreibung der Gegenwart aus Sicht eines Erzählers.
Die Geschichte nimmt einen mit in die Zeit zu Beginn der 1930er bis in die Gegenwart, nach Schweden, Paris und Amerika. Sie erzählt von dem aufregenden, aber auch schwierigen Leben einer jungen Frau, deren Kindheit früh endet und die heranwächst, sich entwickelt und älter wird.
In der Gegenwart ist sie schon alt, der Körper will nicht mehr, frühere Weggefährten sind alle gestorben und bis auf den Pflegedienst besucht sie niemand. Jenny lebt zu weit weg, auf der anderen Seite der Erde.
In all dies gibt das Buch Einblicke, die einen in die Gedanken einer Protagonistin eintauchen lasse, die sehr ungewöhnlich ist - wenige andere Bücher handeln von 96jährigen Damen.

Die Geschichte ist keine, die viel Spannung aufbaut und die unheimlich viel Handlung hat, aber sie ist unheimlich liebevoll geschrieben und regt zum Nachdenken an.
Teilweise ziehen sich die Kapitel etwas hin, aber das hat mich hierbei nicht gestört. Eine Lebensgeschichte erzählt man nicht knapp, man schmückt sie aus, schwelgt in Erinnerungen und beschreibt viel.
Auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und warmherzig, man kann ihn gut lesen.

Fazit:
Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist eine nette Lektüre, die sich flüssig lesen lässt. Sie regt zum Nachdenken an ohne dabei dauernd unangenehm und gekünstelt Dinge aufzuzeigen.
Das Buch ist sehr liebevoll geschrieben.
Man muss diese Art Buch jedoch mögen. Wer Spannung und Action sucht wird mit diesem Buch definitiv nicht glücklich!

Veröffentlicht am 30.01.2024

Momentaufnahmen zweier Familien

Leuchtfeuer
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Das Cover gefällt mir gut, auch wenn ich finde, dass Sterne oder auch eine Eiche besser gepasst hätten.

In dem Buch selbst geht es um zwei Familien, die nebeneinander leben. Ausgangspunkt ist ein Unfall, ...

Das Cover gefällt mir gut, auch wenn ich finde, dass Sterne oder auch eine Eiche besser gepasst hätten.

In dem Buch selbst geht es um zwei Familien, die nebeneinander leben. Ausgangspunkt ist ein Unfall, der das Leben der Familie Wilf verändert. Wobei dieser immer nur am Rande erwähnt wird. Der wichtige Teil der Geschichte ist eher die Kommunikation oder besser die fehlende Kommunikation in der Familie.
Dieser Punkt ist es auch, der bei der Familie Shenkman eine entscheidende Rolle spielt.

Das Buch erzählt dabei keine chronologische Geschichte, sondern eher verschiedene Momentaufnahmen aus der Sicht der unterschiedlichen Charaktere. Dabei besteht ein Kapitel aus einem Datum, sodass es leicht ist den Sprüngen zu folgen.

Auf diese Art und Weise begleitet man die Familien durch die Zeit, springt mal vor, mal zurück und lernt ihr Innenleben kennen. Es zeigen sich die Wechselwirkungen unter den Charakteren und ihre Entwicklung. Man versteht die Charaktere gut und keines der Familienmitglieder bleibt blass oder leblos - obwohl es viele Charaktere gibt.
Wie eng ihre Leben miteinander verwoben sind zeigt sich erst im Laufe des Buches.

Diese Art zu erzählen ist sehr gut umgesetzt. Es ist ein ganz anderes Buch als man es sonst häufig liest, da es keine wirkliche konkrete Handlung gibt, der gefolgt wird. Es sind Momentaufnahmen, die zusammen eine Geschichte erzählen.
Trotzdem bleibt der Schreibstil dabei immer sehr gut zu lesen, die Handlung leicht zu verfolgen.

Das Buch ist definitiv zu empfehlen, wenn man Familiengeschichten mag und nicht starr auf das "Handlung von A über B nach C" Schema fokussiert ist.

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