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Veröffentlicht am 03.12.2018

Wenn die Christbaumanhänger lebendig werden

Das Weihnachtswunder
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Theo sitzt ausgerechnet am Heiligen Abend ganz alleine zu Hause. Seine Eltern müssen bis spät am Abend arbeiten und haben deswegen keine Zeit, mit ihrem Sohn den Weihnachtsbaum zu schmücken. Also kramt ...

Theo sitzt ausgerechnet am Heiligen Abend ganz alleine zu Hause. Seine Eltern müssen bis spät am Abend arbeiten und haben deswegen keine Zeit, mit ihrem Sohn den Weihnachtsbaum zu schmücken. Also kramt Theo alleine in der alten Umzugskiste und hängt noch die letzten vier Christbaumanhänger an den Tannenbaum: ein Schaukelpferd, ein Rotkehlchen, ein Zinnsoldat und ein Engelchen. Dann sitzt er am Fenster und sieht eine Sternschnuppe am Himmel vorbei ziehen. Sofort wünscht er sich, nicht mehr alleine zu sein. Kurz darauf erwachen die vier Christbaumanhänger zum Leben und ein magischer Weihnachtsabend nimmt seinen Lauf. Denn jeder Anhänger hat einen Wunsch und Theo gibt sein Bestes, um diese Wünsche zu erfüllen.

Der Einband dieses Buchs ist zauberhaft und sehr weihnachtlich gestaltet. Die Farben Rot und Gold stechen hervor. Überall auf dem Einband verstreut sind Tannenzweige und Baumschmuck. Im Vordergrund stehen natürlich die vier zum Leben erwachten Christbaumanhänger, die mit Theo auf Wanderschaft gehen. Auch die Haptik des Einbandes ist besonders, denn der Autorenname, der Titel und der Untertitel sind geprägt und lassen sich ganz wunderbar erfühlen. Entfernt man den Schutzumschlag, so erscheint ein wundervoll gestalteter Einband in weiß mit goldenen Ranken, ebenfalls findet man hier Engelchen, Rotkehlchen, Zinnsoldat und Schaukelpferd. Hier hat sich der Verlag große Mühe gegeben und Liebe zum künstlerischen Detail bewiesen. Das Buch ist einfach wunderschön anzusehen.

Die Geschichte ist mit ihren 64 Seiten und zahlreichen Illustrationen eher kürzer und somit bereits für jüngere Kinder geeignet. Der Verlag empfiehlt ein Alter von 6 Jahren, ich bin mir aber sicher, dass auch mein drei-jähriger Sohn Freude an diesem Buch haben wird.

Ein wenig ungewöhnlich beginnt diese Geschichte, da die Stimmung sehr traurig ist. Theo fühlt sich einsam und verlassen. Sein einziger Wunsch ist ein wenig Gesellschaft am heiligen Abend. Dieser Wunsch geht für ihn in Erfüllung und so streift Theo mit seinen lebendig gewordenen Figuren durch die Stadt, um eine jede glücklich zu machen, nur um danach wieder alleine unter dem Weihnachtsbaum zu sitzen. Aber keine Sorge, die Geschichte hat ein magisches Happy End und zeigt, wie wichtig es ist, dass wir uns füreinander Zeit nehmen.

Veröffentlicht am 10.09.2018

Eine aufschlussreiche Comic-Reihe über das Schulsystem Chinas.

Der freie Vogel fliegt, Band 3
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Die Reihe "Der freie Vogel fliegt" basiert auf dem gleichnamigen Roman der Autorin Jidi und hat starke autobiographische Züge. Die Reihe ist durchgehend farbig illustriert und beinhaltet sowohl die deutsche, ...

Die Reihe "Der freie Vogel fliegt" basiert auf dem gleichnamigen Roman der Autorin Jidi und hat starke autobiographische Züge. Die Reihe ist durchgehend farbig illustriert und beinhaltet sowohl die deutsche, als auch die chinesische Version. Wer mehr über das chinesische Schulsystem erfahren möchte, sollte sich diese Reihe einmal näher anschauen.

Jidi, die eigentlich Yale Zu heißt, ist eine bekannte chinesische Künstlerin und Autorin. 2004 debütierte sie mit ihrem ersten Buch "Mein Weg". Bisher sind bereits 32 Bücher von ihr veröffentlich worden, einige von ihnen wurden ins französische übersetzt. Jidi ist als Bilderbuch- und Graphic-Novel Künstlerin tätig, schreibt aber auch Romane und ist Designerin und Redakteurin.
Ageng (auch hier handelt es sich um einen Künsternamen) ist ebenfalls in China sehr bekannt. Sie arbeitet als Illustratorin und Zeichnerin im Bilderbuch- und Comicbereich. Außerdem unterrichtet sie an einer Kunstschule. Sie erhielt sowohl in China als auch im Ausland diverse Auszeichnungen. An der 6-teiligen Comic-Reihe "Der freie Vogel fliegt" arbeitete Ageng über zehn Jahre lang.

Die Comic-Reihe "Der freie Vogel" fliegt erschien in China unter dem Titel "Standing on your tiptoe" und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jidi. Die Reihe behandelt die Mittelschuljahre in China und die typischen Probleme Jugendlicher während dieser Zeit.

Band 3 wendet sich wieder stärker dem Leistungsdruck durch Lehrer und Eltern zu. Lin Xiaolu steht mehr als Beobachterin am Rand, während die Schicksale ihrer Freunde und Mitschüler ins Zentrum treten. Die sonst so erfolgreiche Cousine Ruirui nimmt sich aufgrund des Leistungsdrucks und wegen eines einmaligen Versagens das Leben. In diesem Band gibt es starke Anklagepunkte an die Lehrer sowie die Eltern, die dafür verantwortlich sind, dass die Kinder sich in der Not nicht an sie wenden, sondern eigene Auswegen suchen.

„Ihr Erwachsenen lehrt uns doch immer, dass wir nicht stolz auf unsere Erfolge sein sollen. Warum sagt ihr uns nicht, dass wir bei unseren Misserfolgen die Hoffnung nie aufgeben dürfen?“ (Band 3, Seite 80)

Lin Xiaolu hat sich wirklich witzige Überlebensstrategien für die zwischenmenschlichen Interaktionen angeeignet. Diese werden bildlich und farbenfroh dargestellt und erscheinen uns manchmal sogar eher als ungewöhnlich und peinlicher, als die eigentliche Situation, aus welche Lin Xiaolu gerade fliehen möchte.
Der enorme schulische Leistungsdruck in China war mir zwar bekannt, die Ausmaße aber dennoch nicht bewusst. Die ständige abendliche Stillarbeit, die Sitzordnung nach Leistung (gut vorne, schlecht hinten), die Fernsehberichterstattung über die Abschlussjahrgänge und die allgemein sehr öffentliche Behandlung der Klausurergebnisse sowie die Zurschaustellung von Erfolg und Versagen setzen sie Kinder unter einen enormen Druck, dem einige nicht gewachsen sind. Auch die Eltern erwarten immer nur gute Ergebnisse und gleichzeitig honorieren sie gute Noten nicht, sondern weisen immer wieder daraufhin, was noch besser wäre. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern scheint größtenteils stark gestört zu sein und von Misstrauen und Lügen dominiert.

„Je mehr man einem Kind vertraut, umso weniger sind eigensinnige Eskapaden zu erwarten. Doch werden Kinder rigoros überwacht und bekommen immer Druck von oben, werden sie zu Meisterlügnern und gekonnten Schauspielern. Die Kinder schämen sich dann auch nicht, wenn sie in ihren Eltern nur den Gegner sehen.“ (Band 3, Seite 132)

Die Schriftgröße ist in der deutschen Übersetzung leider recht klein geraten, was bei mir, neben dem starken Eigengeruch der bunt bedruckten Seiten, leider für Kopfschmerzen gesorgt hat. Deswegen gibt es für das Lesevergnügen einen Stern Abzug.
Die Buchreihe gibt auf eine behutsame aber auch sehr offene Weise Aufschluss über das chinesische Schulsystem und verschiedene gesellschaftliche Konventionen. Der autobiographische Charakter lässt darauf schließen, dass die Ereignisse nicht aus der Luft gegriffen sind und zumindest zum Teil das Schulsystem in China erbarmungslos und wahrheitsgetreu geschildert wird.

Veröffentlicht am 10.09.2018

Eine aufschlussreiche Comic-Reihe über das Schulsystem Chinas.

Der freie Vogel fliegt, Band 2
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Die Reihe "Der freie Vogel fliegt" basiert auf dem gleichnamigen Roman der Autorin Jidi und hat starke autobiographische Züge. Die Reihe ist durchgehend farbig illustriert und beinhaltet sowohl die deutsche, ...

Die Reihe "Der freie Vogel fliegt" basiert auf dem gleichnamigen Roman der Autorin Jidi und hat starke autobiographische Züge. Die Reihe ist durchgehend farbig illustriert und beinhaltet sowohl die deutsche, als auch die chinesische Version. Wer mehr über das chinesische Schulsystem erfahren möchte, sollte sich diese Reihe einmal näher anschauen.

Jidi, die eigentlich Yale Zu heißt, ist eine bekannte chinesische Künstlerin und Autorin. 2004 debütierte sie mit ihrem ersten Buch "Mein Weg". Bisher sind bereits 32 Bücher von ihr veröffentlich worden, einige von ihnen wurden ins französische übersetzt. Jidi ist als Bilderbuch- und Graphic-Novel Künstlerin tätig, schreibt aber auch Romane und ist Designerin und Redakteurin.
Ageng (auch hier handelt es sich um einen Künsternamen) ist ebenfalls in China sehr bekannt. Sie arbeitet als Illustratorin und Zeichnerin im Bilderbuch- und Comicbereich. Außerdem unterrichtet sie an einer Kunstschule. Sie erhielt sowohl in China als auch im Ausland diverse Auszeichnungen. An der 6-teiligen Comic-Reihe "Der freie Vogel fliegt" arbeitete Ageng über zehn Jahre lang.

Die Comic-Reihe "Der freie Vogel fliegt" erschien in China unter dem Titel "Standing on your tiptoe" und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jidi. Die Reihe behandelt die Mittelschuljahre in China und die typischen Probleme Jugendlicher während dieser Zeit.

Band 2 führt die Geschichten der Nebenprotagonisten näher aus. Lin Xiaolu, die eigentlich sehr menschenscheu ist, beginnt Freundschaften zu knüpfen. Die Handlung rückt etwas vom Schulwesen ab und in das Privatleben der Jugendlichen hinein. Die verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungen werde durch Lin Xiaolus Augen näher beleuchtet, ihre Phantasie macht aus tristem, grauem Alltag immer wieder farbenprächtige Situationen.

Lin Xiaolu hat sich wirklich witzige Überlebensstrategien für die zwischenmenschlichen Interaktionen angeeignet. Diese werden bildlich und farbenfroh dargestellt und erscheinen uns manchmal sogar eher als ungewöhnlich und peinlicher, als die eigentliche Situation, aus welche Lin Xiaolu gerade fliehen möchte.
Der enorme schulische Leistungsdruck in China war mir zwar bekannt, die Ausmaße aber dennoch nicht bewusst. Die ständige abendliche Stillarbeit, die Sitzordnung nach Leistung (gut vorne, schlecht hinten), und die allgemein sehr öffentliche Behandlung der Klausurergebnisse sowie die Zurschaustellung von Erfolg und Versagen setzen sie Kinder unter einen enormen Druck, dem einige nicht gewachsen sind. Auch die Eltern erwarten immer nur gute Ergebnisse und gleichzeitig honorieren sie gute Noten nicht, sondern weisen immer wieder daraufhin, was noch besser wäre. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern scheint größtenteils stark gestört zu sein und von Misstrauen und Lügen dominiert.

Die Schriftgröße ist in der deutschen Übersetzung leider recht klein geraten, was bei mir, neben dem starken Eigengeruch der bunt bedruckten Seiten, leider für Kopfschmerzen gesorgt hat. Deswegen gibt es für das Lesevergnügen einen Stern Abzug.
Die Buchreihe gibt auf eine behutsame aber auch sehr offene Weise Aufschluss über das chinesische Schulsystem und verschiedene gesellschaftliche Konventionen. Der autobiographische Charakter lässt darauf schließen, dass die Ereignisse nicht aus der Luft gegriffen sind und zumindest zum Teil das Schulsystem in China erbarmungslos und wahrheitsgetreu geschildert wird.

Veröffentlicht am 10.09.2018

Eine aufschlussreiche Comic-Reihe über das Schulsystem Chinas.

Der freie Vogel fliegt, Band 1
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Die Reihe "Der freie Vogel fliegt" basiert auf dem gleichnamigen Roman der Autorin Jidi und hat starke autobiographische Züge. Die Reihe ist durchgehend farbig illustriert und beinhaltet sowohl die deutsche, ...

Die Reihe "Der freie Vogel fliegt" basiert auf dem gleichnamigen Roman der Autorin Jidi und hat starke autobiographische Züge. Die Reihe ist durchgehend farbig illustriert und beinhaltet sowohl die deutsche, als auch die chinesische Version. Wer mehr über das chinesische Schulsystem erfahren möchte, sollte sich diese Reihe einmal näher anschauen.

Jidi, die eigentlich Yale Zu heißt, ist eine bekannte chinesische Künstlerin und Autorin. 2004 debütierte sie mit ihrem ersten Buch "Mein Weg". Bisher sind bereits 32 Bücher von ihr veröffentlich worden, einige von ihnen wurden ins französische übersetzt. Jidi ist als Bilderbuch- und Graphic-Novel Künstlerin tätig, schreibt aber auch Romane und ist Designerin und Redakteurin.
Ageng (auch hier handelt es sich um einen Künsternamen) ist ebenfalls in China sehr bekannt. Sie arbeitet als Illustratorin und Zeichnerin im Bilderbuch- und Comicbereich. Außerdem unterrichtet sie an einer Kunstschule. Sie erhielt sowohl in China als auch im Ausland diverse Auszeichnungen. An der 6-teiligen Comic-Reihe "Der freie Vogel fliegt" arbeitete Ageng über zehn Jahre lang.

Die Comic-Reihe "Der freie Vogel fliegt" erschien in China unter dem Titel "Standing on your tiptoe" und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jidi. Die Reihe behandelt die Mittelschuljahre in China und die typischen Probleme Jugendlicher während dieser Zeit.

Band 1 konzentriert sich dabei stark auf das chinesische Schulsystem, den Leistungsdruck, unter dem die Schüler leiden und den gesellschaftlichen Ansichten beispielsweise bezüglich Scheidungskindern. Die Hauptprotagonistin Lin Xiaolu ist ein sehr phantasievolles Mädchen. Wenn ihr das Leben über den Kopf wächst, flieht sie in ihre Gedankenwelt. Während ihrer Mittelschulzeit entdeckt sie den Jungen Han Che, den sie beginnt zu stalken, ohne dass dieser sie je wahr nimmt.

Lin Xiaolu hat sich wirklich witzige Überlebensstrategien für die zwischenmenschlichen Interaktionen angeeignet. Diese werden bildlich und farbenfroh dargestellt und erscheinen uns manchmal sogar eher als ungewöhnlich und peinlicher, als die eigentliche Situation, aus welche Lin Xiaolu gerade fliehen möchte.
Der enorme schulische Leistungsdruck in China war mir zwar bekannt, die Ausmaße aber dennoch nicht bewusst. Die ständige abendliche Stillarbeit, die Sitzordnung nach Leistung (gut vorne, schlecht hinten), die und die allgemein sehr öffentliche Behandlung der Klausurergebnisse sowie die Zurschaustellung von Erfolg und Versagen setzen sie Kinder unter einen enormen Druck, dem einige nicht gewachsen sind. Auch die Eltern erwarten immer nur gute Ergebnisse und gleichzeitig honorieren sie gute Noten nicht, sondern weisen immer wieder daraufhin, was noch besser wäre. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern scheint größtenteils stark gestört zu sein und von Misstrauen und Lügen dominiert.

Die Schriftgröße ist in der deutschen Übersetzung leider recht klein geraten, was bei mir, neben dem starken Eigengeruch der bunt bedruckten Seiten, leider für Kopfschmerzen gesorgt hat. Deswegen gibt es für das Lesevergnügen einen Stern Abzug.
Die Buchreihe gibt auf eine behutsame aber auch sehr offene Weise Aufschluss über das chinesische Schulsystem und verschiedene gesellschaftliche Konventionen. Der autobiographische Charakter lässt darauf schließen, dass die Ereignisse nicht aus der Luft gegriffen sind und zumindest zum Teil das Schulsystem in China erbarmungslos und wahrheitsgetreu geschildert wird.

Veröffentlicht am 28.08.2018

Als 1,90m großes Mädchen hat man es nicht immer leicht.

Liebe ist so scheißkompliziert
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Als junges Mädchen bereits 1,90 Meter groß zu sein, ist nicht leicht. Einen Jungen als Partner zu finden noch viel schwieriger. Welcher Junge will schon zu seiner Freundin hoch sehen müssen? In "Liebe ...

Als junges Mädchen bereits 1,90 Meter groß zu sein, ist nicht leicht. Einen Jungen als Partner zu finden noch viel schwieriger. Welcher Junge will schon zu seiner Freundin hoch sehen müssen? In "Liebe ist so scheißkompliziert" nimmt sich die Autorin Sabine Schoder dieser Problematik mit Gefühl aber auch dem nötigen Witz an.

Sabine Schoder (geboren 1982) studierte Grafikdesign in Wien. Inzwischen lebt sie mit ihrem Mann in Voralberg und hat sich hauptberuflich der Schriftstellerei gewidmet, nachdem ihr Debüt "Liebe ist was für Idioten. Wie mich." ein großer Erfolg war.

Nele ist ein ganz normales Mädchen, wenn man mal von ihrer Größe (1,90m) absieht. Auf einer Party stürzt sie mit Jerome, einem Basketballspieler, ab und danach kursiert ein Video von ihr im Internet. Gleichzeitig ereignen sich beängstigende Dinge an der Schule. Wer ist dafür verantwortlich, und hat wirklich Jerome ihre Lage ausgenutzt und das Video online gestellt?

Die Hauptcharaktere sind gut aufeinander abgestimmt und bieten spannende und auch humorvolle Dialoge.
Nele, die im Zentrum der Handlung steht, ist ein äußerst schlagfertiges und witziges Mädchen, welches gleichzeitig mit einigen Minderwertigkeitskomplexen zu kämpfen hat. Doch ihre Komplexe verpackt sie gerne in sarkastische Aussagen.
Auch Jerome nimmt eine wichtige Rolle in der Geschichte ein und ist ein spannender und tiefgründiger Charakter.
Auch die Handlung ist flüssig und stets spannend. Der Schreibstil ist locker und der Altersklasse, welche das Buch repräsentiert, angepasst.

Dieses Jugendbuch ist ein Pageturner. Ich hätte mir noch etwas mehr Tiefe bei den Nebencharakteren gewünscht und es blieben am Ende ein paar Fragen offen. Dennoch bot dieses Buch ein wahres Lesevergnügen und es machte Spaß Nele und ihrer Geschichte zu folgen.