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Veröffentlicht am 27.12.2018

Manchmal muss man einfach das Richtige tun

Flucht in die Schären
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Manchmal muss man einfach das Richtige tun

In Viveca Stens neuntem Band ihrer Bestsellerreihe um den sympathischen Ermittler Thomas Andreasson und Nora Linde liefert die Autorin einen dramatischen Einstieg, ...

Manchmal muss man einfach das Richtige tun

In Viveca Stens neuntem Band ihrer Bestsellerreihe um den sympathischen Ermittler Thomas Andreasson und Nora Linde liefert die Autorin einen dramatischen Einstieg, der dem Leser gleich zu Beginn einen Vorgeschmack auf das rasante Tempo dieses Buches gibt. Mina Kovac lebt in Todesangst vor ihrem unberechenbaren und gewalttägigen Ehemann Andreis. Sein letzter Übergriff kostete der blonden jungen Schwedin mit den himmelblauen Augen beinahe das Leben, und sie lässt sich endlich davon überzeugen, Andreis zu verlassen. Während die Polizei versucht, Mina darüber hinaus auch zu einer gerichtlichen Aussage gegen ihren Mann zu überreden, versucht dieser mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, Mina wieder in seine Gewalt zu bringen. Andreis ist vollkommen skrupellos und hat treue Gefährten, die seiner hohen Gewaltbereitschaft in nichts nachstehen. Während Nora Linde und Thomas Andreasson versuchen, eine Verhaftung zu erwirken, hat Andreis in Ulrika Grönstedt eine der besten Strafverteidigerinnen Schwedens an seiner Seite. Als absoluter Vollprofi zieht Ulrika sämtliche Register, um den Kopf ihres Mandanten aus der Schlinge zu ziehen. Dabei riskiert sie ohne mit der Wimper zu zucken auch die Sicherheit und das Leben Minas. Einer abenteuerlichen Flucht folgt eine unerbittliche Verfolgungsjagd, und nicht nur Mina bekommt Andreis‘ Hartnäckigkeit und Brutalität zu spüren.

Viveca Sten wartet in ihrer aktuellen Neuerscheinung mit einem ungewöhnlich hohen Spannungsbogen auf und fesselte mich von der ersten, bis zur buchstäblich allerletzten Seite an ihre Geschichte. Wer einen gemütlichen Krimi inmitten der Schären als beschauliche Kulisse erwartet, wird vermutlich eine Überraschung erleben. Denn angesichts der großen Gewaltbereitschaft sowie der Schilderungen von Übergriffen im Zuge des Bosnienkrieges würde ich dieses Buch vielmehr dem Genre Thriller zuschreiben.

Das Buch thematisiert anhand der Protagonistin Mina Kovac die Misshandlung von Frauen und den langen Weg aus einer Spirale von Gewalt, Angst und Scham, wobei Viveca Sten auch reelle Zahlen zu derartigen Missbräuchen in ihrem Buch anführt.

Die handelnden Personen wirkten auf mich glaubwürdig und sehr gut dargestellt, man erhält als Leser zudem auch Einblicke in das Privatleben der Ermittler. Die Rückblenden in Andreis Kindheit und seine Erlebnisse im Bosnienkrieg empfand ich eher als Erklärung für dessen charakterliche Entwicklung, jedoch nicht als Entschuldigung oder Rechtfertigung für seine Taten. Viveca Sten ist es perfekt gelungen, rasch einen hohen Spannungsbogen aufzubauen und diesen dann bis zum aufregenden Finale konstant aufrecht zu erhalten. Das Buch verschaffte mir einige atemberaubende Stunden auf der Lesecouch, einzig die derbe Sprache von Andrej und Emir Kovac sowie deren Freund Dino Herco empfand ich für meinen Lesegeschmack als störend. Hier muss ich jedoch einräumen, dass die Gossensprache den betreffenden Figuren in ihrer von Drogenhandel und organisierter Kriminalität bestimmten Welt durchaus Authentizität verleiht.

Fazit: Mit „Flucht in die Schären“ hat Viveca Sten einen sehr treffenden Titel für ihre aktuelle Neuerscheinung gewählt. Die Flucht der Protagonistin ist tatsächlich Auslöser für die turbulenten und dramatischen Ereignisse dieses Buches, die mich als Leser regelrecht an die Geschichte gefesselt haben. Diese Lektüre stellte ein sehr aufregendes und aufwühlendes Abenteuer dar, das mir sehr gut gefallen hat und sich von den anderen Büchern dieser Reihe abhebt.

Veröffentlicht am 27.12.2018

Ein wunderschöner Begleiter durch das ganze Jahr

Du kennst meinen Weg
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Ein wunderschöner Begleiter durch das ganze Jahr

Nachdem ich nähere Einzelheiten über die Person der Joni Eareckson Tada in Erfahrung brachte und mir Bücher, Lieder und Videos von ihr zu Gemüte geführt ...

Ein wunderschöner Begleiter durch das ganze Jahr

Nachdem ich nähere Einzelheiten über die Person der Joni Eareckson Tada in Erfahrung brachte und mir Bücher, Lieder und Videos von ihr zu Gemüte geführt habe, wuchs meine Hochachtung und meine Bewunderung für Joni beinahe ins Grenzenlose. Ihre positive Lebenseinstellung, der unermüdlicher Einsatz für Menschen in Notsituationen und vor allen Dingen ihr unerschütterlicher Glaube an Gott haben mich zutiefst beeindruckt.

In diesem Andachtsbuch, das Joni gemäß Vorwort mit sehr viel Herzblut schrieb und in dem sie Erfahrungen ihres ganzen Lebens einfließen ließ, erzählt sie viele berührende Geschichten und möchte damit anderen Menschen neue geistliche, seelische und körperliche Kraft schenken.

Jede ihrer 365 Andachten beginnt mit dem jeweiligen Datum im Fettdruck und einer Bibelstelle. Anschließend folgen die Ausführungen der Autorin, ein von Joni formuliertes und kursiv gedrucktes Gebet beschließen die Andacht. Jeder neue Monat wird zudem mit einer ganzseitigen Landschaftsaufnahme eingeleitet, und für die Andacht eines Tages steht eine gesamte Buchseite zur Verfügung. Die Andachten sind daher nicht lang, weisen jedoch eine Tiefe und Lebensweisheit auf, bei der ich das Gefühl hatte, die Autorin möchte uns jede einzelne davon als Geschenk zum Tagesbeginn überreichen. Ich freue mich bereits darauf, im Jahr 2019 dieses wunderschöne Andachtsbuch als täglichen Begleiter zur Hand nehmen zu dürfen.

Die optische Aufmachung dieses Buches ist wunderschön. Der tiefblaue Himmel bildet einen starken Kontrast zur sonnendurchfluteten Abbildung einer toskanischen Landschaft, die sich auf der Rückseite des Buches fortsetzt. Das harmonisch gestaltete Cover und der übersichtliche Aufbau der Kapitel, die jeweils einem Tag im Kalenderjahr entsprechen, werden durch ein gelbes Lesebändchen ergänzt, das bei täglicher Verwendung meines Erachtens einfach unentbehrlich ist.

FAZIT: „Du kennst meinen Weg“ ist ein faszinierendes Andachtsbuch, das mir ausgezeichnet gefällt und das mich in den 365 Tagen des kommenden Jahres begleiten wird. Ich habe dieses Buch bereits in der Adventzeit zu Lesen begonnen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 27.12.2018

Chikondi bedeutet „geliebt“!

Chikondi
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Chikondi bedeutet „geliebt“!

In diesem bezaubernden Kinderbuch erzählt Ursula Häbich die Geschichte eines kleinen Babys, dessen Mutter bei der Geburt starb. Ihre armen Verwandten konnten das kleine Waisenkind ...

Chikondi bedeutet „geliebt“!

In diesem bezaubernden Kinderbuch erzählt Ursula Häbich die Geschichte eines kleinen Babys, dessen Mutter bei der Geburt starb. Ihre armen Verwandten konnten das kleine Waisenkind nicht aufnehmen und gaben ihr den Namen „Sanikonda“ – „ungeliebt“. In ihrer Not wenden sie sich an den Erbauer und Leiter des Kinderheimes in Malawi, um ein Zuhause für Sanikonda zu finden. Das Ehepaar Rolf und Tine Klein, die mit ihren beiden Kindern Phil und Lea als Missionare nach Malawi kamen, schlossen die kleine Sanikonda sofort in ihr Herz – und aus der „ungeliebten - Sanikonda“ wurde nach Überwindung einiger Hindernisse schließlich die „geliebte – Chikondi“.

Die Autorin hat mich mit dieser herzzerreißenden Geschichte um das kleine Baby Chikondi sehr berührt, die darüber hinaus auch auf einer wahren Begebenheit beruht. Sie schildert das Leben der Missionarsfamilie in Malawi und vermittelt ihrer kleinen Leserschaft in eindringlichen Worten, dass jeder Mensch von Gott gewollt und geliebt ist. Die kindgerechte Schriftart und die lesefreundliche Schriftgröße, sowie die wunderschönen Illustrationen in diesem Buch haben mir ausgezeichnet gefallen. Ursula Häbich versucht darüber hinaus, durch verschiedene Rätsel und kleine Aufgaben, die Aufmerksamkeit der Kinder noch stärker auf den Inhalt zu lenken – was ihr aus meiner Sicht vortrefflich gelungen ist.

Das gesamte Buch ist einfach nur entzückend! Es stellt durch die liebevolle und kreative Gestaltung sowie die wunderschönen Illustrationen von Judith Hildebrandt auch optisch einen richtigen Blickfang dar. Ich empfinde lediglich das Titelbild, das auch auf Seite 15 noch einmal abgebildet ist, als irreführend. Hier wurde ein bezauberndes kleines Mädchen im Alter von etwa drei bis vier Jahren abgebildet, was den Anschein vermittelt, es handle sich um die kleine Protagonistin namens Chikondi. Doch Chikondi ist ein vier Tage altes Baby. Abgesehen von kleinen Fehlern im Buch vermisste ich auf den letzten beiden Seiten leider auch Inhalte. Hier wird in fettgedruckter Überschrift die Auflösung der Rätsel im Buch angekündigt, es folgt jedoch lediglich eine leere Buchseite. Die letzte Seite weist als Überschrift „Weitere Kinderbücher von Ursula Häbich“ auf, doch auch hier folgt erneut nur eine leere Buchseite und keine Auflistung von Buchtiteln, wie nach der Ankündigung zu erwartet wäre.

Fazit: „Chikondi“ ist ein wunderschönes Kinderbuch, das durch die gefälligen Illustrationen nicht nur ein wahrer Blickfang ist, sondern auch durch tiefgründigen Inhalt in kindgerechter Sprache und vielen kleinen Extras punktet. Mir hat dieses Buch ausgezeichnet gefallen und ich empfehle es trotz winziger Kritikpunkte sehr gerne weiter!

Veröffentlicht am 27.12.2018

Heil und Leben, vergiss das nicht, mein Junge!

Gnadenbringende Weihnachtszeit
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Heil und Leben, vergiss das nicht, mein Junge!

„Nur, weil es Heilung für das verwundete Leben der Menschen gibt, feiern wir Advent. Und nur deswegen wird es auch in diesem Jahr wieder eine neue Christnacht ...

Heil und Leben, vergiss das nicht, mein Junge!

„Nur, weil es Heilung für das verwundete Leben der Menschen gibt, feiern wir Advent. Und nur deswegen wird es auch in diesem Jahr wieder eine neue Christnacht werden.“

Elisabeth Eberle erzählt in diesem Buch die Geschichte dreier ganz besonderer Männer. Es handelt sich hierbei zwar nicht um eine penibel recherchierte Biografie, man erhält aber dennoch einen kleinen Einblick in ihr Leben und ihre auf der ganzen Welt bekannten Errungenschaften.

Die erste Geschichte handelt von Georg Weissel, der von ganzem Herzen der Musik zugetan war. Dem sanftmütigen mittellosen Pfarrer ist eines der am meisten gesungenen Adventlieder zuzuschreiben, nämlich „Macht hoch die Tür“. Die Autorin beschreibt in ihrem Buch unter anderem auch jenen langen und anstrengenden Marsch in bitterer Kälte, der maßgeblich zur Entstehung dieses Liedes beigetragen hat. „Macht hoch die Tür“ öffnete darüber hinaus dem reichen, aber hartherzigen Kaufmann namens Sturgis nicht nur dessen Herz, sondern auch die Tore zu seinem weitläufigen Anwesen.

In der zweiten Geschichte spielt der Handwerkersohn Johannes Daniel Falk aus Danzig die Hauptrolle. Er kam aus einer gebildeten und kunstbegabten Familie und liebte das Geigenspiel. Nachdem vier seiner jüngsten Kinder innerhalb kürzester Zeit starben, nahm er viele Pflegekinder in seinem Haus auf und wurde als „Vater der Waisen“ bekannt. Aus seiner Feder stammt das wunderschöne Weihnachtslied „O du fröhliche“.

Die Erfindung des ersten Adventkalenders wird in der dritten Geschichte dieses Buches erzählt. Johann Hinrich Wichern liebte Kunst, Literatur und Musik und war an einer privaten Internatsschule tätig. Er setzte sich für die Armen und Vernachlässigten ein und wollte die Not von Kindern aus schlimmen Verhältnissen lindern. Gemeinsam mit Karl Sieveking und seiner Cousine Amalie wollte er diesen Kindern Hoffnung und eine Zukunft schenken und es folgte die Gründung des „Rauhen Hauses“. Um den Kindern die Wartezeit auf das ersehnte Weihnachtsfest zu verkürzen, nahm er im Jahre 1839 kurzerhand ein altes, hölzernes Wagenrad und befestigte darauf für jeden Tag der Adventzeit eine Kerze.

Das Eintauchen in die Geschichte dieser drei Männer, die mir zwar namentlich bislang unbekannt waren, deren Lebenswerke jedoch weltweite Bekanntheit erlangten, hat mir großes Lesevergnügen bereitet. Ich fand die Ausführungen der Autorin höchst interessant und freute mich, nach jeder Geschichte eine ganzseitige Anmerkung zum jeweiligen Hintergrund sowie zu historischen Fakten zu erfahren. Allen drei Männern war eine große Liebe zur Musik, ein enormer Einsatz für Menschen in Not, und ihr tiefer, unerschütterlicher Glaube gemein.

Elisabeth Eberles Ausführungen wurden in sehr schönem, einnehmendem Schreibstil und gewählter Sprache dargebracht. Der Inhalt dieses Buches ist anhand von detaillierten Angaben, Überschriften und Nennung von Jahreszahlen sehr übersichtlich gestaltet, und die bereits erwähnten Informationen zu historisch belegten Fakten stellten eine willkommene Ergänzung dar. Ich habe dieses Buch mit sehr großem Interesse gelesen und empfand es als Bereicherung, mehr über die Männer hinter den beiden Weihnachtsliedern und der Erfindung des Adventkalenders zu erfahren. „Gnadenbringende Weihnachtszeit“ hat mir ausgezeichnet gefallen und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 27.12.2018

Auf den Spuren meiner Großmutter. Die unvollkommene Wirklichkeit ist viel mehr wert als ein perfekter Traum

Die Sommer meines Lebens
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Auf den Spuren meiner Großmutter.
Die unvollkommene Wirklichkeit ist viel mehr wert als ein perfekter Traum.

„In jenem Sommer verliebte ich mich in das Leben selbst, in die Möglichkeiten und die Hoffnung, ...

Auf den Spuren meiner Großmutter.
Die unvollkommene Wirklichkeit ist viel mehr wert als ein perfekter Traum.


„In jenem Sommer verliebte ich mich in das Leben selbst, in die Möglichkeiten und die Hoffnung, die das Leben in sich birgt. Auf einmal ahnte ich, was das Leben sein könnte.“

Kendra ist Lehrerin und Mutter eines autistischen Sohnes, zwischen ihrem arbeitssuchenden Mann Dan und ihr scheint sich eine Ehekrise anzubahnen. Bei einem Besuch im Pflegeheim richtet ihre Großmutter Ella eine große Bitte an ihre Enkelin: sie ersucht Kendra, anhand von Tonbandaufnahmen, alten Briefen und Fotos ihre Lebenserinnerungen aufzuschreiben. Kendra stimmt zu, und taucht auf den Spuren ihrer Großmutter ganz tief in die Vergangenheit ein, in der die jungen Schottin Eleanor „Ella“ Lennox im Jahre 1937 die lange Reise von Edinburgh nach Frankreich antritt. Auf der Ile de Ré erlebt sie atemlos vor Glück einen magischen Sommer. Ella schließt innige Freundschaften und begegnet ihrer ersten großen Liebe Christophe Martet. Doch die Konflikte in Europa führen zu einer wachsenden Beunruhigung im Land. Ella gibt Christophes Drängen nach und kehrt nach dem Ausbruch des Weltkrieges zu ihrer eigenen Sicherheit zurück in ihre Heimat Schottland. Die beiden Liebenden träumen trotz aller Widrigkeiten von einer glücklichen gemeinsamen Zukunft, doch das Leben hat andere Pläne ...

Fiona Valpy erzählt im vorliegenden Roman die bittersüße Geschichte einer großen Liebe vor dem dramatischen Hintergrund des Weltkrieges. Gekonnt verwob sie historische Fakten mit einer zutiefst emotionalen Geschichte über Freundschaft, Liebe und Abenteuer. Ihre Handlung findet in zwei Zeitebenen statt. Während Kendra in Edinburgh im Jahre 2014 die letzte Bitte ihrer Großmutter erfüllt, taucht sie anhand des ihr zur Verfügung gestellten Materials tief in die Vergangenheit ein und kehrt an Ellas Seite gedanklich mit ihr zurück nach Frankreich, wo im Jahre 1938 Ella und Christophe zum ersten Mal aufeinandertrafen.

Die Autorin setzt den in kursiver Schrift abgedruckten Briefwechsel zwischen den Geschwistern Martet und Ella Lennox als stilistisches Mittel ein, um ihre ohnehin bereits wundervoll charakterisierten Figuren noch lebendiger und tiefgründiger erscheinen zu lassen. Fiona Valpys Schreibstil hat mir ausgezeichnet gefallen, ihre Ausführungen besitzen unglaubliche Sogwirkung und bringen die Gefühlswelt ihrer handelnden Figuren exzellent zum Ausdruck. Die Idee, anhand der Erinnerungen von Vorfahren, sei es in mündlicher, oder schriftlicher Form, in deren Vergangenheit einzutauchen und sie auf diese Weise dem Leser nahezubringen, ist nicht neu. Fiona Valpys hervorragende und tief beeindruckende Umsetzung hat mir jedoch ein überwältigendes Lesehighlight verschafft, das mein heuriges Lesejahres mit einer richtigen kleinen Kostbarkeit beschließt.

Ich gehe bewusst nicht detaillierter auf den Inhalt dieses wundervollen Buches ein, um etwaige Spoiler zu vermeiden und den Lesegenuss interessierter Leser nicht zu schmälern. Ich möchte jedoch anmerken, dass es sich hierbei um eine zutiefst berührende, wunderschöne, aber auch zu Tränen rührende Geschichte handelt, die mir ausgezeichnet gefallen hat. „Die Sommer meines Lebens“ punktet nicht nur durch einen tiefgründigen und atemberaubenden Inhalt, sondern weist darüber hinaus auch eine hochwertige Aufmachung, ein bemerkenswertes Cover mit einer originellen Cover-Innenseite, sowie eine äußerst lesefreundliche Schriftgröße auf.

Ich kann dieses Buch Lesern ans Herz legen, die sich gerne in eine gefühlvolle und bittersüße Liebesgeschichte mit dem Krieg als historischen Hintergrund vertiefen möchten.

„Vergiss nie, die Schönheit in deinem Leben zu suchen, selbst in den schweren Zeiten.“

„Du bist gekommen, um mich zu suchen. Ich war verloren, und du hast mich gefunden.“