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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2019

Gefühlvoll und wunderschön

Zwischen uns die Sterne
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"Sie waren wie die drei Musketiere. Seit Cameron als kleines Mädchen Aiden und Everett kennenlernte, waren sie unzertrennlich. Ihr Treffpunkt war das Baumhaus. Bis heute liegen dort die geheimen ...

"Sie waren wie die drei Musketiere. Seit Cameron als kleines Mädchen Aiden und Everett kennenlernte, waren sie unzertrennlich. Ihr Treffpunkt war das Baumhaus. Bis heute liegen dort die geheimen Wünsche ihrer Kindheit versteckt. Für alle Zeiten wollten sie die besten Freunde bleiben. Seither ist jedoch viel geschehen, und sie sind nicht mehr die Musketiere. Zwischen Cameron und Everett herrscht Funkstille. So erfährt Everett erst spät von Aidens Tod und kehrt nicht rechtzeitig zur Beerdigung zurück. Cameron fühlt sich in ihrer dunkelsten Stunde allein gelassen. Als Everett jetzt vor ihr steht, erinnert sie sich an ihren geheimen Wunsch, ihm nahe zu sein. Aber ist es dafür nicht zu spät?"

Die Geschichte handelt von "den drei Musketieren" Cameron, Aiden und Everett - drei beste Freunde, die sich seit Kindesbeinen an kennen. Everett verliebt sich irgendwann in Cameron, jedoch spricht es niemand aus und irgendwann trennen sich die Wege wieder. Als Aiden durch eine tragische Krankheit stirbt beginnt das Schicksal die beiden wieder zusammen zu führen.

Der Roman beginnt ziemlich dramatisch und traurig. Alles in allem ist das hier ein sehr gefühlvolles Buch, was natürlich an der einen oder anderen Stelle etwas kitschig ist, allerdings dürfte man sich schon beim Titel und Anblick des Covers dessen bewusst sein.

Der Schreibstil und die Aufteilung gefallen mir persönlich sehr gut, auch die Covergestaltung finde ich sehr gelungen.

Alles in allem ein schönes Buch für zwischendurch zum Wohlfühlen und mitfiebern.

Veröffentlicht am 10.01.2019

Ein alter Fall

Stieg Larssons Erbe
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"Am 28. Februar 1986 wird der schwedische Premierminister Olof Palme in Stockholm auf offener Straße erschossen. Der künftige Autor der Millennium-Trilogie, Stieg Larsson, zu diesem Zeitpunkt ...

"Am 28. Februar 1986 wird der schwedische Premierminister Olof Palme in Stockholm auf offener Straße erschossen. Der künftige Autor der Millennium-Trilogie, Stieg Larsson, zu diesem Zeitpunkt noch Illustrator bei der antifaschistischen Zeitung Expo, beginnt intensive Recherchen zu dem Attentat aufzunehmen, das bis heute unaufgeklärt ist. Seine Ermittlungen setzt er über Jahre hinweg fort – bis zu seinem frühen Tod im Jahr 2004. Erst 2014 stößt der Journalist und Dokumentarfilmer Jan Stocklassa auf das persönliche Archiv von Larsson. Er erhält Zugang zu dem Nachlass und entdeckt in zwanzig Pappkartons die privaten Ermittlungen Larssons zum Mordfall Olof Palme. In seinem Buch erzählt Stocklassa die bislang unbekannten Recherchen des Bestsellerautors als eine faszinierende True Crime-Story.

Akribisch setzt Jan Stocklassa die Puzzleteile aus Larssons Archiv zusammen, folgt dessen Spuren zu möglichen Tätern und lässt die Leser an den oft lebensgefährlichen Ermittlungen Larssons teilhaben. Dabei enthüllt Stocklassa nicht nur unbekannte Fakten und liefert neue Verdächtige im Mordfall Palme, sondern taucht auch tief ein in die Welt Stieg Larssons, dessen Recherchen im wahren Leben frappierende Ähnlichkeiten mit seinen berühmten Millennium-Romanen aufweisen: Stieg Larsson selbst war Mikael Blomkvist, der Held seiner Romane, und der ungeklärte Mordfall Palme seine große Mission. In dieser packenden True-Crime-Story heißt der Detektiv Stieg Larsson.

Packender Thriller zu einem bis heute nicht aufgeklärten Attentat mit Stieg Larsson als Hauptfigur"

Meinung:

Wer den Namen Stieg Larsson hört wird gleich an die Millenium-Trilogie und die zugehörigen Verfilmungen denken. Ich glaube kein Mordfall wurde soviel diskutiert und gibt soviele Rätsel auf.

Ich selbst bin ein sehr großer Fan von Stieg Larsson und war gleich Feuer und Flamme als ich von diesem Buch erfahren habe. Als 2014 ein Journalist Zugriff auf Stieg Larssons Archiv bekommt rollt er diesen Fall für sich wieder auf und beginnt zu Recherchieren und versucht zu schlussfolgern wie der Tathergang gewesen sein könnte.

Alles in allem ist es ein gutes Buch, man darf allerdings keinen packenden Thriller erwarten, damit hat dies hier nichts gemeinsam. Ich würde dieses Buch eher in die Kategorie Sachbuch einordnen. Wer sich für den Fall interessiert und keine leichte Lektüre sucht ist hier an der richtigen Stelle.

Den Schreibstil finde ich flüssig und angenehm zu lesen, jedoch ist das ganze Buch mit so einer Masse an Wissen und Fakten gespickt, dass man es keinesfalls am Stück lesen kann - so ging es zumindest mir. Für ab und zu ist es wirklich ganz gut.

Veröffentlicht am 19.12.2018

Emotional und innovativ

Die Ballade von Max und Amelie
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"Die einäugige Hündin Narbe kann sich nicht vorstellen, dass eine wie sie jemals geliebt werden könnte. Doch dann verirrt sich der sanfte Hund Max zu der Müllkippe, auf der Narbe lebt. Er erzählt ...

"Die einäugige Hündin Narbe kann sich nicht vorstellen, dass eine wie sie jemals geliebt werden könnte. Doch dann verirrt sich der sanfte Hund Max zu der Müllkippe, auf der Narbe lebt. Er erzählt ihr von seinem wunderschönen Zuhause bei den Menschen und in der Hoffnung auf ein besseres Leben begleitet Narbe den Fremden auf die gefährliche Heimreise.

Unterwegs wird Max von Alpträumen geplagt, in denen die beiden ein Liebespaar sind, aber von einem Menschen getötet werden. Aber sind es wirklich Alpträume oder vielmehr Erinnerungen? Narbe wehrt sich anfangs dagegen, dass es ihr Schicksal sein soll, Max zu lieben. Doch kaum beginnt sie zaghaft an das Gute zu glauben, taucht der Mensch aus den Träumen auf..."


Alles in Allem vorweg muss man sagen, dass dies kein typischer Safier ist. Es handelt sich hier um eine emotionale Liebesgeschichte, gepaart mit viel Fantasie aber auch einer gehörigen Portion Traurigkeit. Mir hat die Heiterkeit die ich vom Autor kenne etwas in diesem Buch gefehlt. Dennoch muss ich sagen, dass ich die Idee und das Thema Reinkarnation (was auch behandelt wird) sehr spannend finde. Ich glaube man muss sich einfach darauf einlassen können um dieses Buch wirklich genießen zu können.

Mir hat der Schreibstil wieder einmal sehr gut gefallen, das Buch lässt sich flüssig und gut lesen. Das Cover und die Buchgestaltung sind wie alle anderen Bücher von Safier gehalten - gelb ist nicht unbedingt meine Farbe, jedoch finde ich hier das Motiv ganz schön.

Wer etwas für Tiere übrig hat und bereit ist über den Tellerrand hinauszuschnuppern wird hier ein solides Buch vorfinden, dass für gute Unterhaltung sorgt.

4 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 11.12.2018

Tiefgründig und berührend

Die Unsterblichen
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"Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. ...

"Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 1980-er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht und alle Vorsicht über Bord wirft. Klara, verwundbar und träumerisch, wird als Zauberkünstlerin zur Grenzgängerin zwischen Realität und Illusion. Daniel findet nach 9/11 Sicherheit als Arzt bei der Army. Varya wiederum widmet sich der Altersforschung und lotet die Grenzen des Lebens aus. Doch um welchen Preis?"

Durch das tolle Cover wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und habe sogleich anfgenfangen zu lesen. Die Gestaltung des Buches ist sehr schön und stimmig zum Thema und Inhalt.

Das Buch ist in 4 Teile aufgegliedert, stellvertretend für die 4 Geschwister um die es im Buch geht. Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Seiten hat man sich gut daran gewöhnt und es ist flüssig zu lesen.

Die Geschichte hat mir einige schlaflose Nächte bereitet, da man sich mit diesem Thema ja nicht gerne und oft auseinander setzt. Ich habe mir oft die Frage gestellt, wie es wäre wenn ich wüsste wann und wie ich sterben werde. Ob ich anders handeln würde oder nicht so streng mit mir selbst wäre?

Ein interessanter Gedankengang und ein wahrhaft fesselndes Thema wird hier behandelt. Mir hat dieser Roman wirklich gut gefallen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen wenn man sich für das Thema begeistern kann und offen für solche Fragen ist.

4 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 10.12.2018

Ein toller Anfang

Der Apfelbaum
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"Für den Roman seiner Familie hat der Schauspieler Christian Berkel seinen Wurzeln nachgespürt. Er hat Archive besucht, Briefwechsel gelesen und Reisen unternommen. Entstanden ist ein großer ...

"Für den Roman seiner Familie hat der Schauspieler Christian Berkel seinen Wurzeln nachgespürt. Er hat Archive besucht, Briefwechsel gelesen und Reisen unternommen. Entstanden ist ein großer Familienroman vor dem Hintergrund eines ganzen Jahrhunderts deutscher Geschichte, die Erzählung einer ungewöhnlichen Liebe.

Berlin 1932: Sala und Otto sind dreizehn und siebzehn Jahre alt, als sie sich ineinander verlieben. Er stammt aus der Arbeiterklasse, sie aus einer intellektuellen jüdischen Familie. 1938 muss Sala ihre deutsche Heimat verlassen, kommt bei ihrer jüdischen Tante in Paris unter, bis die Deutschen in Frankreich einmarschieren. Während Otto als Sanitätsarzt mit der Wehrmacht in den Krieg zieht, wird Sala bei einem Fluchtversuch verraten und in einem Lager in den Pyrenäen interniert. Dort stirbt man schnell an Hunger oder Seuchen, wer bis 1943 überlebt, wird nach Auschwitz deportiert. Sala hat Glück, sie wird in einen Zug nach Leipzig gesetzt und taucht unter.

Kurz vor Kriegsende gerät Otto in russische Gefangenschaft, aus der er 1950 in das zerstörte Berlin zurückkehrt. Auch für Sala beginnt mit dem Frieden eine Odyssee, die sie bis nach Buenos Aires führt. Dort versucht sie, sich ein neues Leben aufzubauen, scheitert und kehrt
zurück. Zehn Jahre lang haben sie einander nicht gesehen. Aber als Sala Ottos Namen im Telefonbuch sieht, weiß sie, dass sie ihn nie vergessen hat.

Mit großer Eleganz erzählt Christian Berkel den spannungsreichen Roman seiner Familie. Er führt über drei Generationen von Ascona, Berlin, Paris, Gurs und Moskau bis nach Buenos Aires. Am Ende steht die Geschichte zweier Liebender, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch ihr Leben lang nicht voneinander lassen."

Ich kenne Christian Berkel wie viele Andere vermutlich als Schauspieler und Tatortkommisar. Da ich ihn als Schauspieler und als Person sehr interessant und talentiert finde, habe ich mich sehr gefreut dass nun auch sein Romandebut erschienen ist.

Das Cover und die Aufmachung finde ich sehr gelungen, auch wenn mich der lange Text auf der Vorderseite etwas stört, aber dennoch finde ich den Umschlag sehr schön.

Berkel hat hier seine Familiengeschichte niedergeschrieben und somit eine tolle Geschichte zu Papier gebracht. Eine Liebe zu Zeiten des Nationalsozialismus ist alles andere als einfach, das bekommen wir von Anfang an zu spüren. Die Charaktere sind alle schön ausformuliert und symphatisch.

Ich mochte den Schreibstil sehr gerne und habe dieses Buch relativ schnell ausgelesen. Ich freue mich auf weitere Bücher von Berkel.