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Veröffentlicht am 14.01.2019

Die Idee war gut, die Umsetzung nicht

Der Gezeitenwald - Dunkelherz
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Inhalt:

Nach dem tragischen Unfalltod ihrer Familie, droht die siebzehnjährige Kayla all ihren Lebensmut zu verlieren. Nur ihre Großmutter ist ihr geblieben, ...

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Inhalt:

Nach dem tragischen Unfalltod ihrer Familie, droht die siebzehnjährige Kayla all ihren Lebensmut zu verlieren. Nur ihre Großmutter ist ihr geblieben, die abgelegen in einem Haus im Wald lebt. Kayla hat kaum noch Erinnerungen an sie. Mit drei Taschen und ihrer geliebten Büchertruhe zieht sie bei Hedwig ein und ahnt nicht, in welche mystische Welt, in der alles möglich zu sein scheint, sie hineingeraten ist. Für Kayla beginnt eine fantastische Reise auf dem Weg zu sich selbst. Schon in der ersten Nacht beginnt sie zu träumen ...
Quelle: talawah-verlag.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Kaylas Leben war nicht eingebettet in einen langen Schlaf.

Das Cover war einer der hauptsächlichen Gründe, warum ich das Buch unbedingt lesen wollte. Es ist wunderschön, man kann sich nur darin verlieben. Die Farben und die ganzen Details sind traumhaft, man sieht so viele Elemente, die in dem Buch eine Rolle spielen, wie den Baum oder Katze. Durch die vielen Details ist das Cover noch mehr besonders.

Der Schreibstil der Autorin war gewöhnungsbedürftig. Ich konnte mich bis zum Ende nicht damit anfreunden. Dieser wirkte auf mich einfach sehr distanziert und dadurch auch sehr kalt. Die Geschichte konnte mich, durch den kalten Schreibstil einfach nicht berühren, was auch mein Leseerlebnis geschmälert hat.

Zu Beginn lernt man Kayla kennen, die ihre Familie verloren hat. Sie kommt zu ihrer Großmutter und da fängt sie an, komische Dinge zu träumen und zu sehen.

Ich habe mich so sehr auf das Buch gefreut, aber bereits mit der ersten Seite folgte die große Ernüchterung. Wie schon gesagt hat mir der Schreibstil gar nicht zugesagt und dadurch hatte ich auch so meiner Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden. Mit der Zeit habe ich mich aber damit angefreundet und konnte mich etwas mehr auf die Geschichte einlassen, auch wenn sie mich die ganze Zeit über nicht sonderlich berühren konnte. Kayla, ... sie ist mir einfach egal. Sie wurde nicht gut genug beschrieben und hatte keine Tiefe für mich, sie war eben einfach ein Mädchen, aber ihr Schicksal ging mir nicht Nahe. Dadurch las ich die Geschichte auch einfach nur, aber berühren konnte sie mich nicht. Ich glaube, dass diese auch etwas märchenhaft hätte sein sollen, aber auch das habe ich nicht gespürt. Es war eben einfach ein Buch.

Alles nimmt seinen Lauf damit, dass sie zu ihrer Großmutter kommt, die bereits hier etwas mystisch beschrieben wird. Sie erzählt Kayla nichts, als diese beginnt von komischen Sachen zu träumen und Kayla hinterfragt das nicht. Es ist ihr einfach egal. Ich hätte mir hier einfach gern an den Kopf gegriffen, aber weil ich das Buch in der Arbeit las, hätte dies doof ausgesehen. Wieso besteht Kayla nicht darauf, dass sie mehr erfährt? Es gehen komische Dinge vor sich und Kayla nimmt einfach alles so hin, wie es eben ist. Dadurch wurde sie für mich nicht nur ein blasser, sondern auch ein schwacher Charakter. Sie sagt zu allem Ja und Amen und kann selber fast gar keine Entscheidungen treffen. Das selbe gilt für Desmond, den Love Interest.

Apropo Love, die Beziehung zwischen den beiden kann ich leider absolut nicht nachvollziehen. Zuerst kennen sie sich kaum und nach einem Spaziergang ist es die große Liebe. Hier ging mir alles viel zu schnell und es fühlte sich auch nicht wie Liebe an. Ich sah die Funken nicht fliegen und spürte die Schmetterlinge nicht in meinem Bauch. Gerade das macht eine gute Liebesgeschichte aus, aber hier hatte ich gar nichts, ich fühlte nichts. Genauso gut hätte es keine Beziehung zwischen den beiden geben können.

Aber es war nicht alles schlecht. Mir gefielen die Träume, die Kayla hatte sehr gut. Irgendwie wusste man, dass mehr dahinter steckt und hatte bereits eine kleine Ahnung, aber trotzdem wird es erst zum Ende hin aufgelöst. Sehnsüchtig habe ich immer auf diese Stellen in dem Buch gewartet, denn diese habe ich wirklich am liebsten gelesen. Auch am Ende die Szenen, in denen Kayla mehr über das Haus, den Wald und die Katze heraus findet, fand ich sehr gut gemacht. Die Auflösungen haben mir gefallen und irgendwie ergab dann doch alles einen Sinn.

Ich finde es schade, dass hier so viel Potential verschwendet wurde. Das Buch hat nur knapp 200 Seiten, würden hier nochmal 100-200 drauf gepackt werden, könnte man ein richtig tolles Fantasy-Abenteuer schreiben. So hat mich das Buch zuerst nicht begeistert, wurde aber gegen Ende dann besser.

Fazit:

Es hätte so gut werden können! Ich habe mir so viel erhofft von diesem Buch und wurde dann aber enttäuscht. Ich kam mit den Figuren nicht klar, konnte keine Beziehung aufbauen, da diese blass blieben. Der Schreibstil war manchmal anstrengend, ansonsten kalt, was mir das Lesevergnügen etwas verdorben hat. Die Idee hinter dem Buch finde ich super, aber die Umsetzung hat mir leider weniger gefallen. Ich vergebe schweren Herzens nur 2 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.11.2018

Eher langweilig

Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
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Inhalt:

Kleine Stadt, große Gefühle
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery ...

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Inhalt:

Kleine Stadt, große Gefühle
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …
Ein Ort zum Wohlfühlen, drei Tierärzte zum Verlieben – der erste Band der Redwood-Love-Trilogie
Quelle: endlichkyss.de

Meinung:

Avery Stowe kniff die Augen zusammen und lehnte sich fast auf das Lenkrad, um in der Dunkelheit durch die dicken weißen Flocken hindurchsehen zu können, die das ruhige Redwood einhüllten.

Das Cover sieht für mich nach einer Holzfällergeschichte aus, aber was soll. Es ist irgendwie schön, passt meiner Meinung nach aber nicht zu dem Inhalt. Der Untertitel ist mir auch zu wenig hervorgehoben, ich dachte zuerst, dass das so ein nerviger Sticker ist. Seis drum, ich habe das Buch trotzdem gelesen, ich gehe ja nicht nur nach dem Cover.

Der Schreibstil der Autorin hat mich auf der ersten Seite enttäuscht. Ich habe etwas schönes und poetisches erwartet, dieser ist aber wie viele andere auch und hebt sich nicht wirklich hervor. Oftmals sind die Gespräche zu gestellt und auch die ständigen Sichtwechsel waren etwas mühselig, da nicht dabei stand, wann man von welcher Perspektive liest.

Man lernt zu Beginn Avery und ihre autistische Tochter Hailey kennen. Sie ziehen zusammen nach Redwood und begegnen dort dem charmanten Cade.

Man musste ja auf das Buch aufmerksam werden, überall hat man es gesehen und jeder hat davon geschwärmt. Mich nervte die ganze Werbung schon, doch als ich dann am Bahnhof eine Stunde warten musste, habe ich es doch gekauft. Irgendwie wurde ich dann aber enttäuscht. Begonnen hat dies mit der Sprache des Buches, was ich bereits oben erwähnt habe. Ein weitere Punkt, der mich unheimlich gestört hat war, dass alles so "perfekt" ist. Avery macht nichts und ihr fällt das perfekte Leben in den Schoß, einfach so. Es wirkte einfach schon zu unrealistisch auf mich. Niemand kann so viel Glück auf einmal haben.

Avery selbst geht mir meistens auf den Kecks, denn sie jammert viel über ihren Ex-Mann und bemitleidet sich selbst. Sie zweifelt an Cade und stößt ihn weg, obwohl er ihr die Welt zu Füßen legt. Das Schlimmste war aber, dass Avery in jedem Moment, den sie mit Cade verbracht hat, an ihren Ex gedacht hat und die beiden verglichen hat. Die hat wirklich Komplexe. Manchmal wirkte es auch so, als könne sie keine eigenen Entscheidungen treffen, weil sie sich in jede Rolle, die ihr jemand gibt, hineindrängen lässt. Für mich war sie ein eher schwacher Charakter.

Die Geschichte selbst ist ganz süß, aber ich würde sie nicht als "Wohlfühl-Geschichte" beschreiben. So habe ich mich nie gefühlt, es war leicht zu lesen, weil ich abschalten konnte und nicht denken musste, aber mit wohlfühlen hatte das wenig zu tun. Hier kann ich die ganzen positiven Meinungen nicht verstehen. Das ganze Hin und Her zwischen Cade und Avery war auch nervig, weil sich alles immer wieder wiederholt hat. Außerdem ist Cade der perfekte Mensch, kann gut mit Hailey umgehen und wird von allen geliebt, ist aber nicht abgehoben. Irgendwie passt dieses Bild nicht zu ihm und es war auch etwas klischeehaft.

Spannung kam in dem Buch eher wenig auf, auch am Ende gab es nicht wirklich einen Drama-Moment. Etwa ab der Hälfte wurde es daher langweilig für mich, Sachen wiederholten sich und Gespräche wurden unnötig in die Länge gezogen. Die Grundidee des Buches war gut, aber die Umsetzung für mich eher mangelhaft.

Fazit:

Ich kann den Hype um das Buch nicht verstehen. Es ist sicher ganz ok für eine verschneite Winternacht, aber ansonsten würde ich die anderen Teile nicht lesen. Dieser Teil ist auch sofort wieder ausgezogen, da ich sicher war, dass ich es nicht noch einmal lesen würde. Für mich eher schwach, daher vergebe ich nur 2 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 27.11.2018

Leider nicht mein Stil

Dämonentage
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Inhalt:

An den letzten fünf Tagen des Jahres, den Dämonentagen, leben die Menschen in Furcht und Angst. Sobald das letzte Tageslicht versiegt, fallen Dämonen ...

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Inhalt:

An den letzten fünf Tagen des Jahres, den Dämonentagen, leben die Menschen in Furcht und Angst. Sobald das letzte Tageslicht versiegt, fallen Dämonen über die Erde her. Wer überleben will, muss sich verstecken. Die 17-jährige Adriana wird in eine ominöse, jedoch offenbar sichere Villa eingeladen. Mit Freunden, unter denen auch ihr heimlicher Schwarm Eloy ist, will Adriana die Dämonentage dort verbringen. Doch etwas scheint anders als sonst. Mehrere Alpha-Dämonen schließen sich zusammen und gehen erstmals organisiert gegen Menschen vor. Was wollen sie von Adriana? Und warum ist der Halbdämon Cruz auf sie angewiesen? Am Ende der ersten Dämonennacht muss Adriana eine Entscheidung treffen, die nicht nur ihr eigenes Schicksal verändern wird.
Quelle: piper.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Es ging auf die dunkelste Zeit des Jahres zu.

Das Cover von diesem Buch hat mir sehr gut gefallen, es hat was. Darauf zu sehen ist Adriana und ihr Hund Tequila, umgeben von Grau und ein bisschen Grün. Man sieht keine Dämonen auf dem Cover, aber das würde wahrscheinlich auch gar nicht passen. So wie es jetzt ist passt das Cover sehr gut und man sieht gleich, in welches Genre das Buch gehört.

Der Schreibstil der Autorin ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sie schreibt sehr einfach und manchmal war mir das zu wenig anspruchsvoll, aber insgesamt ging es. Was mir mehr gestört hat war der fehlplatzierte Humor. Ich habe zwar schon oft gelesen, dass man den Humor der Autorin mögen muss, aber hier wurde das oft an den falschen Stellen eingebaut und war für mich eher störend. Geschrieben ist das Buch aus der allwissenden Sicht.

Zu Beginn lernt man Adriana kennen. Sie ist gerade auf dem Weg zu einem alten Bekannten von ihr, da die Dämonentage anstehen. Doch dieses Jahr haben es diese besonders auf sie abgesehen.

Dies war mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen, dass ich etwas Angst vor dem Lesen hatte, da man sie entweder mag, oder eben nicht. Das Buch hörte sich super an, darum wollte ich es mögen und fing auch recht bald zu lesen an. Bis jetzt hat mich keines ihrer anderen Bücher angesprochen. Der Einstieg in die Geschichte war für mich recht einfach, ich habe gleich in einem Rutsch die ersten hundert Seiten gelesen, auch wenn nicht alles ganz stimmig war. Hier fand ich es noch ok und dachte mir, dass ich vielleicht doch mit der Autorin warm werde.

Die Geschichte selbst ist einfach, die letzten fünf Tage im Jahr haben die Dämonen Zutritt zur Erde und fressen Menschen. So auch dieses Jahr. In diesem fünf Tagen, oder besser gesagt Nächten, spielt sich der ganze Roman ab. Und genau hier beginnt mein Problem. Ich hatte das Gefühl, als würde sich die Geschichte nicht weiter entwickeln. Die erste Nacht war gut, es passierte viel und man erfuhr Neues, aber am dem Moment, in dem Adriana und Cruz gemeinsame Sachen machen, bewegt sich nichts. Nacht für Nacht geht es um das gleiche Thema, Szenen wiederholen sich und ich hatte das Gefühl, dass ich all das schon einmal gelesen habe.

Kurze Ausschweifung zur ersten Nacht: Adriana findet mit ihren Freunden einen Unterschlupf bei Harry und seiner Frau. Dämonen greifen die Villa an, Dakota, Adrianas beste Freundin wird zu einer Zicke und jemand wird getötet.
Die restlichen Nächte: Cruz und Adriana suchen nach weiteren Verbündeten und werden von anderen Dämonen angegriffen.

In der ersten Nacht passierte sehr viel, aber auch dort gab es Dinge, die mich störten. Wie kann eine beste Freundin plötzlich so zickig sein? Wieso macht sie das? Wieso stört Adriana der Tod von dieser Person so sehr, wo sie diese doch nicht sehr gut kannte? Was ist aus den anderen Freunden geworden? Zuerst scheinen sie sehr wichtig zu sein, doch danach werden sie nur noch kurz erwähnt. Hier wirkte vieles auf mich sehr erzwungen und so als müsse man noch extra Drama einbauen.

Dann stellt sich mir noch die Frage, warum die Dämonen erst dieses Jahr auf Adriana aufmerksam werden. Es gibt zwei Kinder in dem Buch, die gleich wie Adriana sind und diese sind den Dämonen auch ein Dorn im Auge, warum also sie erst jetzt? Das ergab für mich keinen Sinn und erscheint mir wie ein Logikfehler. Ein weiter Punkt ist, dass die Autorin versucht sehr viele Erklärungen einzubringen. Natürlich muss man dem Leser was erklären, aber Adriana weiß über die Dämonen Bescheid und muss sich nicht eine Info dazu durchlesen, das wirkte sehr unecht auf mich. Der letzte negative Punkt ist, dass der Humor oft an den falschen Stellen eingebaut wurde, diese kurzen "Witze" störten mich dann doch sehr und ließen mich nur die Augen verdrehen.

Die Liebesgeschichte war ganz okay, wie eben in vielen anderen Jugendbüchern auch. Ein paar Dinge gingen mir zu schnell, aber da hat jeder einen anderen Geschmack. Was ich auch mochte war, dass man viel über Dämonen erfährt, auch wenn die Infos nicht immer gut verpackt waren und die Dämonen (zumindest die niedrigen) als sehr dumm dargestellt wurden. Die Alphas hingegen waren ganz cool, jeder ist auf seine Art böse oder wie in dem Fall von Cruz, eigentlich ganz lieb. Ich konnte die Dämonen aber einfach nicht ernst nehmen, da sie entweder doof oder, auf eine komische Art, witzig dargestellt wurden. Eigentlich schade, da die Geschichte sehr viel Potential hatte.

Insgesamt haben mir die ersten 100 Seiten gut gefallen, danach hat sich vieles wiederholt und es wurde immer unglaubwürdiger. Das gesamte Buch kann ich aufgrund des Humors nicht ernst nehmen, es trifft einfach nicht meinen Geschmack. Dies ist der erste Teil einer Trilogie, leider habe ich das zuerst nicht gewusst.

Fazit:

Das erste und vorübergehend letzte Buch der Autorin für mich. Ich kam mit ihrem Humor eher weniger klar und auch die Geschichte wurde für mich immer absurder. Ich wollte das Buch sehr gerne mögen, aber leider passte es einfach nicht. Ich vergebe 2 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 27.08.2018

Mehr erwartet

Das Feuer in mir
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Inhalt:

Nach dem Tod ihrer Schwester steht Leanne am Abgrund. Nur Damion, Anführer der Zwölf Boten, vermag wieder Licht in ihr Leben zu bringen. Er und seine ...

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Inhalt:

Nach dem Tod ihrer Schwester steht Leanne am Abgrund. Nur Damion, Anführer der Zwölf Boten, vermag wieder Licht in ihr Leben zu bringen. Er und seine Gruppe bieten ihr Geborgenheit – doch ihre Ansichten spalten das Volk. Sie sind als Sekte verschrien, die den dunklen Gott verehrt und Schwarze Magie praktiziert.

Und sie planen eine Rebellion.

Gefangen in einem Konflikt zwischen Liebe, Glaube und Moral muss sich Leanne für eine Seite entscheiden – ohne zu wissen, wem sie vertrauen kann.
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

Leanne sah aus dem Fenster und bewunderte den Berg, der einsam aus der Landschaft aufragte.

Das Cover ist nicht ganz passend gewählt, für mich strahlt es eher High-Fantasy aus, was dieses Buch ganz einfach nicht ist. Mir persönlich gefallen auch die Farben nicht, aber das ist Geschmackssache. Im Hintergrund ist eine Person mit Umhang zu sehen, ich schätze dies soll entweder Leanne oder Damion sein, wobei, so weit ich mich erinnere, beide keinen Umhang trugen.

Ich konnte mich mit dem Schreibstil des Autors nicht anfreunden, es wurden keine Gefühle transportiert und dadurch blieben mir die Charaktere fern. Auch die Beschreibungen blieben eher abstrakt, sodass ich von keiner Szene ein genaues Bild im Kopf hatte. Geschrieben ist das Buch in der allwissenden Erzählform und wir begleiten hauptsächlich Leanne, aber auch einen Ritter auf ihrem Weg.

Zu Beginn lernt man Leanne und ihre Geschwister kennen. Sie sind Gelehrte, besser gesagt Tierforscher und sollen auf einem Berg Tiere untersuchen. Als dieser aber zu beben beginnt, wird die Schwester von Leanne getötet und sie selbst verliert sich selbst. Als sie mit ihrem Bruder auf ein Camp trifft und dort den charmanten Anführer Damion kennen lernt, hat sie wieder Freude am Leben.

Ich durfte das Buch im Zuge einer Leserunde auf Lovelybooks lesen. Irgendwie hatte ich bereits die Befürchtung, dass es nicht meins sein könnte, da irgendwie alle neueren Drachenmond Bücher nichts für mich sind. Trotzdem habe ich mit Freude begonnen zu lesen, da sich der Klappentext gut liest. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, da ich mit dem Schreibstil nicht wirklich klar gekommen bin, aber daran habe ich mich irgendwann gewöhnt, auch wenn es nicht sehr angenehm zu lesen war. Leanne wirkte für mich gleich unnahbar, ich wusste sofort, dass sie sehr naiv ist und ich zu ihr keine Beziehung aufbauen werden kann. Ihre Schwester hingegen mochte ich, die stirbt aber schon im zweiten Kapitel und war daher nicht weiter interessant.

Die Grundidee des Buches ist ja toll, allerdings dachte ich nicht, dass es so religiös und eine solche Glaubensfrage wird. Die Sekte meint, dass Zantual, der Herrscher der Unterwelt, der einzig wahre Gott ist und die Gelehrten behaupten das Gegenteil. Als Leser kann man sich selber eine Meinung bilden, da man beide Seiten zu lesen bekommt und es keine Auflösung gibt, was nun stimmt und was nicht. Im Großteil des Buches hadert Leanne also damit, wem sie nun glauben soll. Sehr beständig ist ihre Meinung nicht, da sie immer schwankt, und am Ende trifft sie dann doch eine Entscheidung.

Der erste Punkt, der mir nicht gefallen hat, war die Liebesgeschichte. Ich verstehe nicht, wie sich Leanne in Damion verlieben kann, er tut im Buch nichts außer groß Reden schwingen und ihr zu sagen, wie schön das Leben in der Gemeinschaft ist. Ab ihrem ersten Gespräch frisst sie ihm aus der Hand und irgendwie kam es mir so vor, als würde sie damit den Verlust ihrer Schwester kompensieren. So als würde er eine Lücke in ihrem Leben füllen, dabei sieht sie nicht, wie naiv sie ist und wie abhängig sie von diesem Mann wird. Sie lässt sich zu schnell auf ihn ein, ohne ihn überhaupt richtig zu kennen.

Weiters wurde mir auch zu viel über die Götter geredet, es gab alle Informationen doppelt und man hätte sich ein paar Sätze sparen können. Diese Stellen waren für mich besonders langweilig. Der "Krieg" zwischen der Sekte und den Gelehrten wird aber noch mit einem Krieg, den der König führt ausgeschmückt und die Kirche wird ebenso hinein gezogen. Für mich waren das zu viele Parteien, die Sache mit dem König habe ich sowieso nicht ganz verstanden, das passte nicht zum Rest des Buches.

Was aber interessant hätte werden können, war die Geschichte um Lon, den Ritter und den Tieren. Lon, der Bruder von Leanne, mag sein Leben nicht und schließt sich bereitwillig den Zwölf Boten an, von ihm bekam man dann aber immer weniger zu lesen, was ich sehr schade fand, da man, hätte man ein paar Kapitel aus seiner Sicht eingebaut, mehr von der Sekte und den Ritualen erfahren könnte. Der Ritter wird gegen Ende immer präsenter, spielt auch bei finalen Showdown eine wichtige Rolle, doch sein Ende in dem Buch war eher mau. So ganz verstehe ich nicht, was die Rückblenden aus seinem Leben bewirken sollten, außer Seiten zu füllen. Zu Beginn des Buches, als Leanne noch Tiere ausforscht, hat sie einige richtig cool beschriebene Spezies gefunden, von diesen hätte ich gern noch mehr gelesen, man hätte sie auch noch anders einbauen können, da eine Andeutung auf Drachen gemacht wurde. Hier wurde dann leider viel Potential verschenkt.

Gegen Ende war es dann nur noch ewig hin und her, was Leanne nun tun soll. Ich muss zugeben, ich habe einige Kapitel nur überflogen, da ewig geredet wurde und sich die Geschichte selber nicht vom Fleck bewegt hat. Manch einer mag sowas mögen, für mich fehlten aber die Verbindungen zu den Charakteren und auch ein wenig Action. Dadurch, dass ich keine Beziehung zu den Personen aufbauen konnte, waren sie mir, hart ausgedrückt, egal. Damion mochte ich sowieso nie, er wirkte einfach nur falsch und ich glaube ihm einfach nicht, dass er nichts von den Machenschaften der Sekte wusste. Leanne wirkte auf mich wie ein 14-jähriges Mädchen, das noch sehr naiv war, dies hat sich leider bis zum Ende nicht geändert.

Fazit:

Für mich war das Buch leider absolut nichts, es war eine große Enttäuschung, obwohl man eine richtig coole Story daraus machen hätte können. Der Mittelteil schien besser zu werden, allerdings wurde das durch die Naivität von Leanne wieder zunichte gemacht. Ich vergebe leider nur 2 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 23.07.2018

Mehr erhofft

Die Kuriositäten des Gideon Crowe
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Inhalt:

Die Entscheidung, sich der Freakshow von Gideon Crowe anzuschließen, ist eigentlich keine Entscheidung. Es ist Nates Strafe und seine Chance zugleich.
Gefangen ...

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Inhalt:

Die Entscheidung, sich der Freakshow von Gideon Crowe anzuschließen, ist eigentlich keine Entscheidung. Es ist Nates Strafe und seine Chance zugleich.
Gefangen in einem Haus aus Glas, ausgestellt zur Belustigung anderer, denkt er, er wäre seinen Problemen entkommen. Seinem kaputten Zuhause und den Menschen, die ihn nicht verstehen. Gleichzeitig soll es ein Schritt in Richtung seines Ziels sein: Frida wiederzusehen.
Nate erkennt schnell, dass das ein Irrtum war. Sein Ziel ist weiter entfernt denn je, und sein größtes Problem lässt ihn auch hier nicht in Ruhe.
Allein gelassen und einsam beginnt Nate, auf den einzigen Menschen zu hören, dem er vertraut: sich selbst.

Meinung:

Der Stempel rolle über Esras Handrücken und hinterließ den stilisierten Abdruck eines Zirkuszeltes.

Das Cover ist schön gestaltet, es verrrät nichts über den Inhalt, da es einfach in Lila gehalten ist und darüber groß der Titel steht. Ich mag das Cover sehr gerne, überhaupt mag ich Cover, denen man den Inhalt nicht ansieht.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, erzählt wird das Buch aus der allwissenden Perspektive. Es gibt sehr viele Beschreibungen und Details, oftmals war mir das schon zu viel, doch dadurch kann man sich auch alles besser vorstellen.

Nate wird gezwungen der Freakshow von Gideon Crowe beizutreten und dort wird er in einen Glaskasten gesperrt. Er bildet sich aber ein, Frieda zu sehen, ein Mädchen, das er sehr gerne hat.

Zuerst, welche Mutter gibt ihren Sohn einfach so an einen Fremden? Nates Mutter hat ihn sozusagen an Crowe verkauft, da dieser sich nicht gut benommen hat. Man merkt sofort, dass Nate nicht ganz normal ist, da er sich immer wieder im Spiegel betrachtet, dennoch habe ich nicht wirklich herausgefunden, was denn nun so besonders an ihm ist.

Die Freaks sind wirklich einzigartig, es gibt Feuerspuker, kleine Menschen und Akrobaten, manche haben wirklich magische Fähigkeiten, andere nicht, aber ich fand die Mischung wirklich gelungen. Fast das gesamte Buch spielt sich in dem Glaskasten, das ihr zu Hause ist, ab und ich muss sagen, dass es sehr schnell langweilig wurde. Nate hat sich nicht mit seinen Mitmenschen beschäftigt, er hat lieber aus dem Fenster gestarrt und nichts gegessen. Das Buch wurde eintönig, es ist nichts passiert, die Situation hat sich nicht verändert. Einzig die Rückblenden waren etwas interessant, da man hier auch Frieda und die anderen Freunde von Nate trifft. Was es mit Frieda auf sich hat, kann man sich als Leser recht schnell denken, dadurch viel auch hier die Spannung weg und ich hatte wenig Motivation zum weiterlesen.

Auch das Ende war nicht neu, es war irgendwie einfach aus. Was es allerdings mit Crowe auf sich hat und wie Esra in die ganze Sache passt, hat sich mir nicht erschlossen. Insgesamt war mir das Buch zu langatmig und hatte zu wenig Spannung. Etwas ABwechslung hätte sicher nicht geschadet.

Fazit:

Leider konnte mich dieser Roman nicht überzeugen, ich hoffe, dass mir das andere Buch der Autorin mehr gefallen wird. Ich vergebe 2 von 5 Sterne.