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Veröffentlicht am 31.01.2019

Kann man sich mit einem Gespenst anfreunden?

Das kleine Stallgespenst - Der nächtliche Ausritt
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Hatschihu ist ein ganz normales kleines Gespenst, das schon seit Jahrhunderten in einem alten Schloss wohnt. Viele Menschen hat es schon kommen und gehen sehen. Da Hatschihu unsichtbar ist, störte es auch ...

Hatschihu ist ein ganz normales kleines Gespenst, das schon seit Jahrhunderten in einem alten Schloss wohnt. Viele Menschen hat es schon kommen und gehen sehen. Da Hatschihu unsichtbar ist, störte es auch niemanden. Doch nun wohnt niemand mehr in dem alten Schloss und der Staub sammelt sich an. Wenn dann doch mal jemand zu Besuch kommt, wirbelt der Staub auf und Hatschihu muss niesen. Soweit nicht weiter schlimm, aber durch Niesen wird Hatschihu sichtbar und das wollen die Menschen dann nicht. Und so kommt es, dass Hatschihu eines Tages auf der Straße steht. Obdachlos.

In der Nähe zum Schloss gibt es aber einen kleinen Stall und dort macht es sich Hatschihu nun gemütlich. Bis, ja, bis er mal wieder niesen muss und die kleine Leni Hatschihu sehen kann. Doch was ist das? Leni hat so gar keine Angst vor dem kleinen Gespenst. Lenis Pony Pünktchen dagegen schon und daher darf Leni nicht mit auf einen nächtlichen Reitausflug. Hatschihu quält das schlechte Gewissen, immerhin ist er ja daran schuld, aber kann er wirklich was an der Entscheidung der Reitlehrerin ändern?

Das Buch ist sehr süß gemacht. Gerade für Leseanfänger eignet es sich gut, da es über eine große Schrift, einfache Sätze und viele tolle Illustrationen verfügt. Die Geschichte ist in drei große Kapitel aufgeteilt. Hatschihu konnte sofort das Herz meiner großen Tochter für sich gewinnen. Normalerweise locken eher Ponys oder Pferde sie zum Lesen, hier war es Hatschihu. Sie fand das kleine Gespenst einfach goldig und wollte wissen, was für ein Abenteuer das kleine Gespenst mit den Ringelsocken erlebt.

Die Geschichte ist flüssig geschrieben und es wird alles sehr genau und einfach erklärt, so dass ein Kind im Alter von 6 Jahre dies auch schon erfassen und verstehen kann. Die Illustrationen sind sehr schön, manchmal träumerisch, dann wieder detailliert, aber auf jeden Fall liebevoll. Sie ergänzen den Text sehr gut und bieten eine gute Untermalung zur Geschichte.

Fazit:
Meine große Tochter hat das Buch schnell ins Herz geschlossen, es sehr fix durchgelesen gehabt und sich gleich an den nächsten Teil gesetzt. Immerhin wollte sie wissen, wie es mit Hatschihu und Leni weitergeht. Meine Leseempfehlung für Leseanfänger, die sich für kleine Gespenster, Ponys und Freundschaften begeistern können.

Veröffentlicht am 25.01.2019

Atemlose Jagd durch Europa

Gleißender Tod
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Im Flug LH 569 von Lagos, Nigeria nach Frankfurt am Main sitzt ein Mann. Das kommt häufiger vor, doch dieser ist schwer verletzt und zudem auf der Flucht. Neben ihm eine muntere Sitznachbarin, die ihn ...

Im Flug LH 569 von Lagos, Nigeria nach Frankfurt am Main sitzt ein Mann. Das kommt häufiger vor, doch dieser ist schwer verletzt und zudem auf der Flucht. Neben ihm eine muntere Sitznachbarin, die ihn regelrecht zutextet und ihn dabei auch noch anpumpen will. Marc weiß nicht, ob er nun genervt sein soll, der Frau trauen kann und wie er sie wieder los wird. Schnell stellt sich heraus, dass ihm Linda immer wieder über den Weg läuft, Zufall? Aber Marc braucht Hilfe und daher ist er gezwungen, Linda zu vertrauen. Ein Fehler?
Zeitgleich gerät in Nigeria ein Konvoi in einen Hinterhalt. Steven wird damit beauftragt, die Sache aufzuklären.

Bisher kannte ich vom Autor Wolfgang Burger nur die Alexander Gerlach Krimis, bei denen ich immer mit Spannung den nächsten Band erwarte. Das neuste Buch von ihm ist ein Thriller, den er zusammen mit seiner Frau Hilde Artmeier geschrieben hat.

Gleich zu Beginn wird der Leser mit vielen Fakten und vor allem Namen konfrontiert. Ich brauchte eine Weile, bis ich die Geschehnisse in Lagos und alle Personen, sowie die Beziehungen zueinander sortiert hatte. Doch danach hatte mich ein regelrechter Lesesog erfasst, der mich nicht loslassen wollte.

Die Geschichte wird aus vier Perspektiven erzählt, so dass der Leser einen umfassenden Blick auf die Geschehnisse hat. Marc als Verwundeter ist auf der Flucht, Linda, eine quirlige, manchmal leicht naive Figur, hilft ihm dabei. Die Flucht ist abenteuerlich und führt die beiden quer durch Europa. Beide Personen sind so plastisch gezeichnet, dass ich sie regelrecht vor mir sah und bei der Flucht nicht nur einmal den Atem angehalten habe. Durch die Perspektivenwechsel kommt es immer wieder zu Cliffhangern, die die Spannung weiter anheizen und meine Leseabende zu Lesenächte werden ließen.

Auch wenn das Buch von zwei Personen geschrieben wurde, ist es flüssig zu lesen. Man merkt nicht wirklich, was von wem geschrieben wurde, nur ab und an hatte ich das Gefühl, dass ich den Schreibstil von den Alexander Gerlach Romanen wiedererkenne.

Fazit:
Spannung, aber auch Situationskomik, denn zwischen Linda und Marc geht es in jeder Hinsicht hoch her, ein Hauch von Romantik und Exotik gepaart mit einer actionreichen Flucht machen das Buch zu einem gelungenen Thriller rund Pageturner in seinem Genre. Ich freue mich jetzt schon auf eine Fortsetzung und hoffe, dass ich nicht allzu lange darauf warten muss.

Veröffentlicht am 25.01.2019

Sicret Sistahz – total geheime Schwesterherzen!

Schwesterherzen 1: Eine für alle, alle für DICH!
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Bonnie wünscht sich nichts sehnlicher als eine Schwester, mit der sie Spaß haben kann, die sie abschreiben lässt und die ihre beste Freundin und Vertraute wird. Doch Bonnie hat nur Brüder, gleich drei ...

Bonnie wünscht sich nichts sehnlicher als eine Schwester, mit der sie Spaß haben kann, die sie abschreiben lässt und die ihre beste Freundin und Vertraute wird. Doch Bonnie hat nur Brüder, gleich drei davon und sogar einen Zwillingsbruder. Mit ihnen kann Bonnie nicht wirklich viel anfangen.

Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Smilla möchte sie daher die Schwesterherzen gründen. Doch wer soll mitmachen? Wen würden Bonnie und Smilla als Schwester akzeptieren? Nuca, die ständig isst und dabei immer stämmiger wird? Monti, die mit ihrem Ami-Vater angibt und den Namen „Schwesterherzen“ sowieso doof findet? Oder Jo, die mit ihrem Schwein Godzilla eh alle blöd findet und wenn, dann nur aus Not mitmachen würde? Könnten die Mädchen, so unterschiedlich sie auch sind, wirklich Schwestern werden?

Das Buch ist im Tagebuchstil aus der Sicht von Bonnie geschrieben. Als Gründerin der Schwesterherzen berichtet sie, wie alles begann. Natürlich ist das Tagebuch lebendig gestaltet, so dass man verschiedene Schrifttypen vorfindet, Wörter oder ganze Sätze durchgestrichen sind und die Sprache dem Tagebuch einer Zwölfjährigen angepasst ist.

Das Tagebuch lässt sich gut und schnell lesen. Durch die ganzen Auflockerungen im Text, ist die Geschichte auch für junge Leser interessant und spricht diese an. Das konnte ich an meiner großen Tochter (2. Klasse) gut erkennen. Durch das ansprechende Cover angelockt, hat sie das Buch in die Hand genommen und angefangen, darin zu lesen. Die etwas größere Schrift und kurze Kapitel trugen dazu bei, dass sie am Ball blieb und immer wieder ein Stück darin gelesen hat. Neben den Mädchen, fand sie vor allem Godzilla sehr süß und sah ihn gleich als Maskottchen der Schwesterherzen an.

Fazit:
Da das Buch als Band 1 beworben wird, hoffen wir natürlich auf eine baldige Fortsetzung und ein Wiedersehen mit den Schwesterherzen. Immerhin hat Bonnie, neben den Schwestern, noch weitere Ziele, die es zu verwirklichen gilt.
P.S.: Als besondere Zugabe gibt es bei der Printausgabe auf dem Cover noch einen abziehbaren Sticker der Schwesterherzen.

Veröffentlicht am 17.01.2019

Vertrauen, Loslassen, Staunen ...

Lass los und staune!
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Oft bestimmen Stress und Hektik unseren Alltag. Nicht selten kommen auch noch Ärger und Mutlosigkeit hinzu. Manche sehnen sich nach einer ruhigen Minute, einem fernen Ort oder nur etwas Abstand zum Alltag. ...

Oft bestimmen Stress und Hektik unseren Alltag. Nicht selten kommen auch noch Ärger und Mutlosigkeit hinzu. Manche sehnen sich nach einer ruhigen Minute, einem fernen Ort oder nur etwas Abstand zum Alltag.

Das Büchlein ist ein Geschenkbüchlein, das man sich auch gut selbst zum Geschenk machen kann. Es fordert den Leser dazu auf, einfach kurz mal innezuhalten, den Blick schweifen zu lassen und bei Dingen zu verweilen, die einem ganz überraschend begegnen und zum Staunen bringen können.

Es ist kein Ratgeber im eigentlichen Sinne und doch steckt so mancher Rat in ihm. Das Buch ist zweigeteilt. Auf der einen Seite findet sich ein ganzformatiges Foto, das zum Betrachten und Träumen einlädt. Auf der anderen Seite eine knackige Überschrift, die auch gerne mal als Aufforderung verstanden werden kann, ein Zitat von einer bekannten Persönlichkeit, sowie ein kurzer Text, der zum Nachdenken anregt.

Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt:
- Wahrnehmen
- Prüfen
- Abstand gewinnen
- Maßhalten
- Loslassen

Fazit:
Ein wundervolles Buch, das zum Träumen, Loslassen und Nachdenken anregt, mit dem man kurz aus der Welt entfliehen kann, um einem Weg zur inneren Ruhe nachspüren zu können.

Veröffentlicht am 17.01.2019

Glück im Kleinen

Glück
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GLÜCK. Viele suchen und Streben nach Glück. Glück ist nichts, was man kaufen kann. Glück findet man oftmals auch in kleinen Dingen. Man muss manchmal einfach nur die Augen aufmachen und mit dem Herzen ...

GLÜCK. Viele suchen und Streben nach Glück. Glück ist nichts, was man kaufen kann. Glück findet man oftmals auch in kleinen Dingen. Man muss manchmal einfach nur die Augen aufmachen und mit dem Herzen schauen. Der Autor Carsten Schmidt hat sich genau mit dieser Thematik befasst und sich dazu Gedanken gemacht.

Heraus kam dieses wunderschöne Geschenkbüchlein, welches man nicht nur gut verschenken kann. Auch für einen selbst bietet es einige schöne Momente.

Der Autor orientierte sich am Alphabet, geht dabei Buchstabe für Buchstabe vor, wobei er jedes Wort einer Wortart, der Häufigkeit, Bedeutung, vorhandene Synonyme und Herkunft zuordnet. Eine kleine Erklärung oder ein Beispiel runden den Buchstaben ab, wobei ich nicht die sehr schöne und thematisch passende Gestaltung der Seiten verschweigen möchte. Diese laden zusätzlich noch zum Stöbern und Reinlesen in das Buch ein.

Fazit:
Glück, nicht zu fassen und doch allgegenwärtig. Mit diesem Büchlein hält man ein wenig inne, schaut vielleicht ein wenig verändert in die Welt und entdeckt dabei so manchen glücklichen Moment.