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Veröffentlicht am 06.04.2019

Das Jahr nach dem Abi

Das Jahr nach dem Abi
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Das Jahr nach dem Abi, von Paul Bühre

Cover:
Passt zum Buch.

Inhalt:
19 Jahre alt, das Abitur in der Tasche – und was nun?
Wer bin ich? Was will ich? Was soll ich mit dem Leben anfangen?
Diese und ähnliche ...

Das Jahr nach dem Abi, von Paul Bühre

Cover:
Passt zum Buch.

Inhalt:
19 Jahre alt, das Abitur in der Tasche – und was nun?
Wer bin ich? Was will ich? Was soll ich mit dem Leben anfangen?
Diese und ähnliche Fragen stellt sich Paul Bühre.
Um Antworten zu finden nimmt er sich eine Auszeit.
Reist nach China in eine Kung-Fu Schule, nach Indien um Kinder zu unterrichten und nach Schottland um sich handwerklich zu betätigen.
Alle seine Erlebnisse auf diesen Reisen beschreibt er in diesem Buch.

Meine Meinung:
Leider wurde ich mit Paul Bühre und seiner Art nicht warm (kann mir vorstellen dass ich eine der wenigen bin und betone hiermit schon, es ist nur meine persönliche Meinung)!
Der Einstig war noch ganz ok, doch dann wurde mir Paul immer mehr zu abgeklärt. Er kommt mir oft recht überheblich vor, er weiß alles, er kann alles, er schafft alles. Er erträgt alles ohne Zweifel oder große Frustration? Auf jedenfall schreibt er nichts davon, z.B. in der Kung-Fu Schule ist er immer glücklich und erträgt alles heldenhaft.
Sätze wie: Ich bin mehr in Kontakt mit mir und spüre mich weil ich meinen Körper jeden Tag zu hundert Prozent nutze, kommen mir nun mal, in dieser Situation, recht aufgesetzt vor.
Auch in Indien in der Schule, kommt es mir so vor, dass er sich nicht mit seinem „Unterricht“ auseinander setzt und mal mit den anderen Lehrern spricht wie er es denn machen soll. Er zieht halt einfach sein Ding durch, ob es den Kindern nützt oder nicht.
Da habe ich schon besseres in dieser Richtung gelesen.

Mit der Zeit wurde mir das alles viel zu zäh, da ich keinen Zugang zu den Gefühlen und Emotionen von Paul bekam.

Pauls Vergleiche gefallen mir auch nicht. Er findet die Kinder in China viel cooler als die Kinder in Japan, weil die Kinder in China sich weniger trauen! Klar, die werden ja auch rigoros bestraft und geschlagen!

Viele „Platte Weisheiten“ stören mich auch: z.B. genauso wie es im Leben, kein Richtig und Falsch geben sollte…

Die Zeichnungen machen es für mich auch nicht besser, sorry da habe ich schon besseres gesehen.

Der Schreibstil ist sehr an die Jugendsprache angelehnt: z.B. …alles ist so fucking grün…

Mein Fazit:
Wie im Leben zwischen Menschen, so hat hier zwischen mir und dem Buch einfach die „Chemie“ nicht gestimmt.
Deshalb kann ich dem Buch leider nur 2 Sterne geben.

Veröffentlicht am 21.01.2019

Die hellen Tage

Die hellen Tage
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Die hellen Tage, Zsuzsa Bánk

Cover:
Austauschbar, weckt nicht unbedingt Neugierde.

Meine Meinung:
Nach den ersten 30 Seiten dachte ich mir, was für ein schöner, blumiger, teilweise poetischer Schreibstiel. ...

Die hellen Tage, Zsuzsa Bánk

Cover:
Austauschbar, weckt nicht unbedingt Neugierde.

Meine Meinung:
Nach den ersten 30 Seiten dachte ich mir, was für ein schöner, blumiger, teilweise poetischer Schreibstiel.
Nach ca 60 Seiten, dachte ich mir: na ja, jetzt kann aber endlich mal die Handlung losgehen, jetzt reicht es mir mit der ganzen Beschreibung.
Dann nach ca 100 Seiten machte sich allmählich ausgesprochene Langeweile bei mir breit. Ich hatte das Gefühl, hier wird beschreiben, beschrieben und nochmals beschrieben, aber ich weiß gar nicht um was es gehen soll, worauf die Handlung abzielt. Ich konnte keinen Sin oder Ziel finden.

Ein Buch das polarisieren wird.
Der Schreibstil ist ganz außergewöhnlich, ausschmückend, ausschweifend!
Ich suche mehr die Handlung in einem Buch, und da war für mich, ein zu großes Defizit da. Das Buch konnte mich einfach nicht fesseln oder bei der Stange halten.

Vermutlich wird das Buch deshalb literarisch so sehr gelobt, weil der Schreibstil einfach so außergewöhnlich ausführlich ist. Ellenlange Sätze und Beschreibungen.

Hier ein Zitat einfach blind das Buch aufgeschlagen und gewählt:
Sie sprang mit einer Leichtigkeit durch die Luft, die sie für verloren gehalten hatte, sie betrat das Seil wieder, als habe ihr Körper kein Gewicht, als dürfe sie alle Gesetze von Kraft und Bewegung hinter sich lassen, und wenn sie am Abend das Geschirr in die Spüle gestellt und den Tisch hochgeklappt hatte, schlief sie ohne Träume neben Zigi in ihrem schmalen Bett, in das sie ihre blauen Schuhe legte, damit sie in der Nacht einen guten Platz haben würden.

Tja, was soll der jetzt aussagen?
Wer solche ewig langen Schachtelsätze liebt wird hier richtig sein.

Autorin:
Zsuzsa Bánk, geboren 1965, arbeitete als Buchhändlerin und studierte anschließend in Mainz und Washington Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur. Heute lebt sie als Autorin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Frankfurt am Main

Mein Fazit:
Schreibstil toll, aber zu viel, dadurch wird das Lesevergnügen komplett ausgelöscht. Was toll begann wurde leider nicht gut.
Auch wenn ich mich hiermit als Banause oute, ich kann den Hype um das Buch (aus meiner Sicht) nicht verstehen.

Veröffentlicht am 18.01.2019

Wir träumten vom Fliegen

Wir träumten vom Fliegen
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Wir träumten vom Fliegen, von Leah Maschek,

Cover:
Das Cover zeigt eine Flugmaschine von den Anfängen der Fliegerei, ja waren schon Pioniere.

Meine Meinung:
Leider bin ich etwas enttäuscht vom Inhalt.
Ich ...

Wir träumten vom Fliegen, von Leah Maschek,

Cover:
Das Cover zeigt eine Flugmaschine von den Anfängen der Fliegerei, ja waren schon Pioniere.

Meine Meinung:
Leider bin ich etwas enttäuscht vom Inhalt.
Ich hatte mich so auf die vielen Gedanken und Anfänge dieser Pioniere gefreut. Denn heute noch steige ich voller Ehrfurcht in ein Flugzeug und wundere mich darüber dass diese Kolosse fliegen.

Aber wie waren die Anfänge, vor allem emotional?
Welche Träume, welcher Antrieb steckte dahinter?
Wie die ersten Schritte?
Welche Widerstände und welchen Hohn mussten die Pioniere, allen voran die Lilienthals einstecken?

Doch in der Geschichte wird mir zu viel „fabuliert“ es ist zu viel Fiktion (das geht mir dann schon in den Fantasy Bereich), und der Rest der Geschichte dreht sich immer wieder nur im Kreis und ist Wiederholung.

Es gibt ein paar schöne Illustrationen im Buch.

Ich denke, die Autorin wollte was neues wagen/schreiben, und es wird bestimmt Leser geben denen das Buch gefällt.

Autorin:
Leah Maschek ist Autorin und kommt aus Bayern. In ihrer Freizeit spielt sie Klavier und Gitarre, komponiert Lieder und malt Bilder. Bücher zu schreiben ist dabei nicht nur ein Beruf, sondern auch eine Leidenschaft.

Mein Fazit:
Für mich nur eine winzige Sequenz in der tollen Geschichte der Pionierzeit des Fliegens.
Der Rest ist mir zu verwirrend und zu „fantastisch“ im Sinne von Fantasy.
Das Buch, mit seinen 88 Seiten, konnte mich leider nicht überzeugen, bin damit nicht warm geworden.

Veröffentlicht am 15.11.2018

Feministin sagt man nicht

Feministin sagt man nicht
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Feministin sagt man nicht, von Hanna Herbst

Cover:
Eine interessante Buch-Deckel-Kreation, mal etwas anderes.
Die Farbe Orange, die sich durchs ganze Buch zieht, finde ich sehr grell.

Meine Meinung:
Vorab:
Ich ...

Feministin sagt man nicht, von Hanna Herbst

Cover:
Eine interessante Buch-Deckel-Kreation, mal etwas anderes.
Die Farbe Orange, die sich durchs ganze Buch zieht, finde ich sehr grell.

Meine Meinung:
Vorab:
Ich merke sehr wohl, dass die Autorin für dieses Thema absolut brennt, und das ist auch gut so!
Leider ist mir das Ganze zu viel und zu heftig (weiß nicht wie ich es ausdrücken soll). Ich bin nicht gegen Gleichberechtigung und ich bin nicht gegen das Buch, nur habe ich mich beim Lesen eben unwohl gefühlt.

Schon als die Autorin sich (als Kind) und ihre Familie vorstellt, denke ich: das sind ja lauter „Heilige“.

Ich habe mir etwas ganz anderes unter dem Buch vorgestellt.
Lustige, ironische, evtl. auch zynische Geschichten und Anregungen über den Feminismus und das immer noch vorherrschende Manko in unserer Zeit!
Doch dieses Buch kommt mit einer geballten Aggressivität, gefühlt mit 1000 klugen Sprüchen und Quellenangaben von irgendwelchen (mir unbekannten) Prominenten daher.

Erklärungen zu manchen Dingen sind so ausschweifend, dass ich am Ende nicht sagen kann: was soll hier nun die Aussage sein.

Außerdem ist es für mich ein wenig weit hergeholt , wenn einzelne (für mich) verrückte Personen als Beispiel hergeholt werden (z.B. der norwegische Attentäter Breivik), um die Gefährlichkeit des Niedergangs des Patriarchats zu zeigen.

Manche Themen (Macht + Gewalt; Porno) sind mir einige Seiten viel zu heftig. So tief will und kann ich mich gar nicht ins Thema einlassen.

Feminismus bzw. Gleichberechtigung bedeutet für mich nicht, dass Frauen die Männer beherrschen(da gebe ich dem Buch vollkommen recht). Sondern dass sie gleichberechtigt, je nach ihrer Schwächen und Stärken, miteinander leben können. In diesem Sinne habe ich immer versucht zu leben und meine Töchter zu unabhängigen Menschen zu erziehen.

In diesem Buch ist mir vieles zu heftig oder zu gewollt und vor allem zu „Oberlehrerhaft“!

Deshalb kann ich dem Buch auch nur 2 Sterne geben.
Wenn es mir auch in der Seele weh tut somit als Frau, einer Frau wiederum „schlechte Noten“ zu geben.
Ich komme mir vor wie die Frauen in Amerika, die einen Donald Trump wählen der doch so offensichtlich frauenfeindlich und frauenverachtend ist.

Ich würde sagen ein Buch für alle die für dieses Thema brennen und die sich weiter damit befassen und ausgiebig informieren möchten.

Veröffentlicht am 02.09.2018

Abgründe

Abgründe
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Abgründe, von Arnaldur Indridason

Cover:
Austauschbar.

Inhalt:
Island 2005 – die Wirtschaft boomt.
Jeder will sich auch ein Stück vom Kuchen abschneiden, und so wird oft nicht hinter die Kulissen des ...

Abgründe, von Arnaldur Indridason

Cover:
Austauschbar.

Inhalt:
Island 2005 – die Wirtschaft boomt.
Jeder will sich auch ein Stück vom Kuchen abschneiden, und so wird oft nicht hinter die Kulissen des Goldsegens geschaut.
Als dann eine junge Frau überfallen wird, und an diesen Folgen stirbt, wfird eine Lawine in Gang gesetzt die auch zu einem Unfalltod eines Bankers von vor einem Jahr führt.
Der Ermittler, Sigurdur Oli, begibt sich auf einen Alleingang mit den kriminellen Machenschaften.

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch von diesem Autor.
Und es steht als Untertitel: Kommissar Erlendur ermittelt in seinem 10. Fall.
Nur ist dieser Erlendur im ganzen Buch abwesend!

Ich hatte rechte Probleme mit den fremd klingenden Namen, diese machten es mir schwer, mir die Personen zu merken und ihnen „Gestalt“ zu geben.

Der Ermittler Sigurdur Oli wirkt durch seine überhebliche und voreingenommene Art sehr unsympathisch, das wirkt auf mich teilweise schon unprofessionell. OK, ganz am Schluss kommt er nochmals gut weg, als er die „Selbstjustiz“ seines Kollegen nicht gut heißt. Auch sein privates Umfeld, vor allem die Beziehung zu seiner EX wirkt auf mich nur lästig und nervig.

Die Handlung ist mir zu verwirrend, teilweise widersprüchlich und zu sehr im Finanzgeschäft, wo ich mich sowieso nicht auskenne. Über viele Seiten zieht es sich unwahrscheinlich zäh und langweilig dahin.
Bei der Parallelhandlung ist von vorn herein klar auf was es hinausläuft und dadurch ist jede Spannung raus. Kurz dient sie dazu, damit Sigurdur Oli seine Meinung rechtfertigen kann.

Mich konnte das Buch absolut nicht fesseln.

Mein Fazit:
Die Handlung war mir zu verwirrend und das Hauptdelikt zu „Banktechnisch“ (Wirtschaftskriminalität). Bei der Parallelhandlung, war mir im Gegenzug gleich von Anfang an klar um was es ging, diese war grausam, aber sie diente nur als Nebenschauplatz (so fühle es sich für mich an).
Der Ermittler Sigurdur Oli ist mir auch sowas von unsympathisch, denn er ist überheblich und voreingenommen, deshalb konnte bei mir kein Lesegenuss aufkommen.
Ich kann nur 2 Sterne vergeben.