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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2019

Das Bild, das altert

Das Bildnis des Dorian Gray
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Der junge, gutausehende Dorian Gray lässt ein Bild von sich malen, das ihn einfach perfekt trifft. Doch er ist traurig darüber, dass er altern wird, während das Bild sich nicht verändert und wünscht sich ...

Der junge, gutausehende Dorian Gray lässt ein Bild von sich malen, das ihn einfach perfekt trifft. Doch er ist traurig darüber, dass er altern wird, während das Bild sich nicht verändert und wünscht sich es wäre anders herum. Als er plötzlich merkt, dass das Bild sich verändert, durchläuft auch er eine Veränderung. Doch sein Gesicht scheint gleich zu bleiben.

Der Autor hat wirklich Talent Dinge bildlich und blumig zu beschreiben. Es macht wirklich Spaß diese poetischen Sätze zu lesen.

Und auch die Handlung ist seht tiefgründig und geradezu philosophisch. Sie bringt einem zum Nachdenken und dazu alles zu hinterfragen. Dazu hat sie leicht fantasievolle Elemente, obwohl ich das Buch nicht ins Fantasygenre einordnen würde.

Die Stimmung wirkt leicht bedrückend und atmosphärisch, was der Geschichte etwas sehr stilvolles gibt und sie sehr dramatisch wirken lässt. Meiner Meinung nach wurde die Atmosphäre jedoch etwas zerstört, da der Autor dazu neigt Erklärungen ausschweifen zu lassen, sodass man leicht den Faden verliert. Dabei sind diese Stellen meist welche, die nicht zur eigentlichen Handlung beitragen.

Die einzelnen Personen haben mich sehr fasziniert. Sie wirkten tiefgründig und hatten alle ihre eigene besondere Rolle, durch die sie die Handlung vorangetrieben haben. Es war spannend zu sehen welche Seite sich durchsetzt und was letztendlich aus Dorian Gray wird. Besonders bei ihm konnte man eine langsame und sehr interessante Wandlung beobachten, die ihn zu einem ganz besonderen Charakter gemacht hat.

Zusammengefasst finde ich, dass es ein sehr faszinierendes Buch ist mit sehr viel Tiefe und Weisheiten, über die es sich lohnt näher nachzudenken. Dennoch ist es kein Buch, das man lange am Stück lesen kann, da es irgendwann etwas anstrengend wird. Außerdem gibt es einige Längen, die zu sehr ausschweifen. Trotzdem ist es eine tolle Geschichte von einem großartigen Autor.

Veröffentlicht am 23.01.2019

Auf nach Bullerbü!

Elchtest
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Der Autor Gunnar Herrmann bekommt einen Job in Schweden und beschließt mit seiner Familie in das Land zu ziehen. Dabei merkt er, dass das Auswandern gar nicht mal so einfach ist und berichtet hier von ...

Der Autor Gunnar Herrmann bekommt einen Job in Schweden und beschließt mit seiner Familie in das Land zu ziehen. Dabei merkt er, dass das Auswandern gar nicht mal so einfach ist und berichtet hier von seinen Erlebnissen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und ich konnte nur so durch die Seite fliegen. Als großer Skandinavienfan kenne ich schon so einiges über diese Länder und doch kamen hier ein paar Fakten vor, von denen ich noch nichts wusste. So bekommt man einen guten Eindruck von Schweden, denn der Autor berichtet schon ziemlich realistisch von dem Land. Da er Halbschwede ist hat es mich nur etwas verwundert wie wenig er selbst über Schweden wusste und wie hartnäckig er versucht schwedisch zu sein, sich dabei aber wie der letzte Deutsche anstellt und sich über viele, wie ich finde, sehr gute Dinge in Schweden beschwert. Der Humor macht dies jedoch wieder wett und so hatte ich viel Spaß alles über Schweden zu erfahren und wie es ist dort zu leben bzw. dort ein neues Leben zu beginnen.

Alles in allem ein sehr interessantes Buch, in dem man einen tollen Einblick in das Land im Norden bekommt. Der Autor hat viel recharchiert, sodass man sogar Dinge erfährt, die man so einfach vielleicht gar nicht erfahren würde. Weshalb das Buch nicht nur humorvoll, sondern auch lehrreich ist.

Veröffentlicht am 22.01.2019

Krieg in Vietnam

Die Tochter des Seidenhändlers
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Es ist 1950 in Vietnam. Nicole ist die Tochter eines französischen Seidenhändlers. Ihre Mutter war jedoch Vietnamesin. Neben ihrer Identitätsfindung überlässt ihr Vater ihr einen alten Stoffladen, den ...

Es ist 1950 in Vietnam. Nicole ist die Tochter eines französischen Seidenhändlers. Ihre Mutter war jedoch Vietnamesin. Neben ihrer Identitätsfindung überlässt ihr Vater ihr einen alten Stoffladen, den sie führen soll. Durch diesen erfährt sie jedoch mehr über die ärmere Gesellschaft des Landes und bald auch schon, dass ihre Familie Geheimnisse hat.

Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen, auch wenn die Szenen manchmal ein bisschen springen und etwas steif aneinandergereiht wirken.

Die Geschichte startet sehr schnell, manche Dinge gingen mir sogar zu schnell. Dennoch bekommt man einen guten Überblick und lernt viel über Vietnam in den 50er Jahren. Es ist wirklich interessant auch beide Seiten kennenzulernen, nämlich die vietnamesische und die französische. So kann man sich ein gutes Bild davon machen wie die Leute damals gelebt haben.

Was die Handlung angeht so hatte ich das Gefühl, dass die Spannung leicht überschrieben wurde. Sobald etwas Schockierendes passiert, gibt es einen Szenenwechsel oder es wird plötzlich etwas ganz unwichtiges angeschrieben, sodass ich teilweise erst viel zu spät gemerkt habe, dass es wichtiges passiert. So fand ich auch schwer den roten Faden zu finden, da die Geschichte mal in die eine Richtung ausufert und dieser Erzählstrang dann fast garnicht mehr vorkommt. Daher fand ich die Beschreibung der Handlung manchmal etwas seltsam. Im Mittelteil wurde es dann besser, weil hier die eigentliche Handlung richtig begann. Aber auch hier wurde teilweise sehr schnell und oberflächig berichtet. Erst das Ende fand ich richtig gut. Da wurde es dann auch richtig spannend und ich wollte gar nicht mehr, dass das Buch endet.

Die Personen waren ebenfalls etwas oberflächig, aber dennoch sympathisch und mir hat es gefallen Nicoles Selbstfindung und Erwachsenwerden zu so einer Zeit mitzuverfolgen. Ich konnte sie verstehen und auch mit ihr mitfühlen.
Die Liebesgeschichte war jedoch etwas schwach und gefühllos und passierte nur so nebenbei.

Letztendlich ist es eine interessante Geschichte deren Ausarbeitung jedoch hätte besser sein können. Die Geschichte an sich ist sehr spannend, was jedoch oft untergraben wurde, was sehr schade ist. Trotzdem ist das Buch empfehlenswert und hat mir recht gut gefallen.

Veröffentlicht am 08.01.2019

Die kleine Nixe

Undine
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Ein Ritter verirrt sich im Wald und sucht Zuflucht bei einem Fischer. Dieser hat eine wunderschöne Tochter und trotz ihrer kecken Art scheint der Ritter gefallen an ihr zu finden. Doch er ahnt nicht wer ...

Ein Ritter verirrt sich im Wald und sucht Zuflucht bei einem Fischer. Dieser hat eine wunderschöne Tochter und trotz ihrer kecken Art scheint der Ritter gefallen an ihr zu finden. Doch er ahnt nicht wer sie wirklich ist.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen und doch hat er etwas gedichthaftes an sich, was der Geschichte etwas sehr poetisches verleiht. Außerdem hat mich das Buch an ein Märchen erinnert, welches nur viel komplexer ist als normale Märchen. Dadurch konnte man nicht alles hervorsehen und es hat wirklich Spaß gemacht diese zauberhafte Geschichte zu lesen.
Die Personen sind eher typische Figuren und nicht ganz ausgefeilt. Aber bei Märchen hat man da auch nicht und im Gegensatz dazu, bietet dieses Buch hier viel mehr.

Eine Geschichte, die viel mehr Zuwendung verdient, da sie einfach wunderschön, tragisch und magisch ist. Alle die die originale Geschichte der kleinen Meerjungfrau mögen, werden hier eine ganz ähnlich tolle Geschichte finden.

Veröffentlicht am 07.01.2019

Die Welt von Morgen

Revolution Nano
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In der Zukunft habe alle einen eingepflanztes Nanoimplantat mit dem sie ständig an das Netz angeschlossen sind und somit von der Regierung überwacht werden können. Eine Gruppe von Aufständlern hat eine ...

In der Zukunft habe alle einen eingepflanztes Nanoimplantat mit dem sie ständig an das Netz angeschlossen sind und somit von der Regierung überwacht werden können. Eine Gruppe von Aufständlern hat eine Möglichkeit gefunden die Implantate zu entfernen und somit beginnt der Kampf um die Freiheit.

Durch die vielen Personen, die in dem Buch vorkommen, brauchte ich erst einmal ein paar Kapitel um mich zurechtzufinden. Aber ich war sofort von der Idee dieser erschreckenden und doch faszinierenden Zukunft begeistert. Der Autor hat sich wirklich Gedanken gemacht wie unsere Welt vielleicht einmal aussehen könnte und demnach viele Details in die Geschichte eingebaut, die sie echt wirken lässt. Dazu werden viele aktuelle Themen angesprochen wie einen zum Nachdenken bringen.
Die Handlung ist spannend aufgebaut und steigt dann im Laufe des Buches. Es gibt auch genug rasante Actionszenen, sodass ich gut unterhalten wurde. Was die Personen angeht so konnte ich aufgrund der Beschreibungen zwar mit ihnen mitfühlen, aber trotzdem kamen sie mir etwas flach vor, da man nicht viel von ihnen erfährt. Was bei so vielen Charakteren wohl auch etwas schwierig ist.

Letztendlich ist es ein gutes Buch mit einem sehr wichtigen Thema, welches in der Geschichte gut dargestellt wurde und zum Nachdenken anregt. Zwar bleibt noch Luft nach oben, besonders was die Charaktere angeht, aber trotz allem ist es sehr empfehlenswert für alle die eine gut durchdachte Zukunftsgeschichte lesen wollen.