Profilbild von Judiko

Judiko

Lesejury Star
offline

Judiko ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Judiko über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2019

Wechselbad der Gefühle trifft auf humorvolle Situationskomik

Versprich mir zu lieben
0

>> Du musst lachen, lieben, tanzen…
… und wenn du fällst, steh wieder auf!

>> Du musst lachen, lieben, tanzen…
… und wenn du fällst, steh wieder auf! <<

Als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen hatte, dachte ich, wieder so eine ganz typische Geschichte, wie man sie oft schon gelesen hat. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass ich schauen wollte, wie diese Autorin, die ich bis dato nicht kannte, es umsetzt.

Es geht um die jahrelange Freundschaft zwischen Molly und Marie, die sich bereits von Kindheitstagen an kennen. Inzwischen sind beide erwachsen und deswegen ist es auch ganz besonders tragisch für Molly, als Marie an Krebs erkrankt. Noch im Sterbebett musste Molly ihr ein Versprechen geben. Sie solle für sie beide leben. Endlich die Dinge tun, die die Zwei eigentlich gemeinsam tun wollten. Marie ist nämlich der Meinung, dass Molly mehr so der langweilige Typ ist, genau wie deren Freund, wovon Marie so gar nichts hält. Damit Marie erst mal beruhigt ist und mit diesem leidigen Thema aufhört, gibt Molly ihr aber das Versprechen.

Die Geschichte beginnt, am Tag der Beerdigung und Molly mag kaum aufstehen. Wie soll sie bloß diesen Tag überstehen? Gott sei Dank wird sie von ihrer Familie und auch ihrem lieben Freund unterstützt.
Ein paar Wochen nach der Trauerfeier, inzwischen ist Molly wieder im traurigen Alltag angekommen, hat aber das Versprechen, für Marie mitzuleben, schon völlig verdrängt. Da kommt ein Brief bei ihr an. Die Handschrift darauf erkennt sie sofort – Marie! Aber wie kann das sein?

Ein Brief, der Mollys eintönige Leben komplett auf den Kopf stellen wird. Maries Art, weiter präsent zu bleiben und Molly die Traurigkeit zu nehmen.


Trotz der Tragik zu Anfang, fand ich die Geschichte richtig lustig und schön. Ich habe sogar mehr gelacht, als das ich traurig war. Besonders hat mir der Schreibstil gefallen, der sehr erfrischend und leicht zu lesen war, was dazu beigetragen hat, dass ich gestern Morgen , als ich noch das halbe Buch vor mir hatte, am späten Nachmittag schon durch damit war. Auch, dass die Autorin immer wieder Bezug zu Liedern, Filme, Personen des öffentlichen Lebens genommen hat, fand ich klasse. Allen vorweg aber die Story, die wie schon erwähnt, richtig toll war.

Von der Erwartung her, hatte ich eher mit einer traurigen Geschichte gerechnet, was mich tatsächlich überrascht hat, dass es gar nicht ums Tränen vergießen ging. Eher um Mut, neue Dinge zu probieren und Selbstvertrauen. Und das, was Molly auf diesem Weg erlebt hat, war stellenweise wirklich komisch. Wie gut, dass Marie sie so gut kannte.

Die Charaktere waren allesamt sympathisch, bis auf vielleicht Mollys Freund, der aber auch so in diese Story gehört. Auch das Setting war für mich neu. Da hat die Autorin uns das Skigebiet Grenoble ein Stück weit näher gebracht.

Fazit:

Eine tragische und traurige Geschichte, die gar nicht so traurig war, wie zu Anfang gedacht. Wechselbad der Gefühle trifft auf humorvolle Situationskomik! Hierfür gibt es von mir einen klaren Lesetipp!!!

Veröffentlicht am 27.01.2019

Ich habe so geweint...

Ein Himmel für Dich
0

>>Kann dich das Leben noch überraschen, auch wenn du glaubst, alles verloren zu haben?

>>Kann dich das Leben noch überraschen, auch wenn du glaubst, alles verloren zu haben?<<

Verloren hat Juliette…

…und zwar den Kampf gegen Krebs. An ihrem vierzigsten Geburtstag bekommt sie die bittere Nachricht, alle Möglichkeiten, den Krebs zu besiegen, sind erschöpft und das Stadium in dem sie sich befindet, bedeutet noch maximal ein paar Wochen. Ein paar Wochen, um ihrer 15 jährigen Tochter Rosie die Wahrheit zu sagen und die letzten Tage so schön wie möglich mit ihr zu verbringen. Deswegen möchte sie auch wieder an den Ort, wo Rosie, durch einen One-Night-Stand entstanden ist. Findet Juliette noch rechtzeitig den Vater, den Rosie demnächst brauchen wird?

In Killara lebt Shelley, die auch einen schweren Schicksalsschlag hinter sich hat. Vor drei Jahren hat sie ihre kleine Tochter verloren. Seit dem lässt sie gefühlsmäßig nichts mehr an sich ran, selbst ihren Ehemann, der sich aufopferungsvoll um sie kümmert, stößt sie von sich weg.

Hier ahnt man, diese beiden Frauen werden sich über den Weg laufen. Man nennt das Schicksal und manchmal hält das Schicksal auch noch eine kleine Überraschung parat.


Als ich die Inhaltsangabe zu diesem Buch gelesen habe, wusste ich sofort, ich muss diese Geschichte lesen, auch wenn ich selbst betroffen bin, weil auch ich meine Mutter viel zu früh verloren habe.

Ich bin aber der Meinung, dass solche Geschichten zum Nachdenken anregen, das Bewusstsein fördern, für Zufriedenheit und Dankbarkeit und uns dadurch automatisch an die Lieben denken lässt, wodurch wir leider oft, durch den Alltag, abgelenkt sind.
Dass diese Geschichte mich also berühren wird, damit habe ich fast gerechnet und tatsächlich geht sie schon ab den ersten Seiten unter die Haut.

Im weiteren Verlauf fiebert man mit den sehr sympathischen Protagonisten mit, auch wenn das Ende unumgänglich und zu erwarten ist, gibt es dennoch ein paar Überraschungen, womit ich nicht gerechnet habe. Das machte die Geschichte sogar auch noch spannend.

Ich denke, jedem ist klar, dass man, spätestens am Ende, Taschentücher braucht. Mich hat es zumindest sehr berührt, obwohl ich auch sagen muss, dass nicht alles so ganz realistisch erscheint. Es ist mit Sicherheit auch schwierig, solch eine Thematik auf 350 Seiten unterzubringen, deswegen habe ich versucht darüber hinwegzusehen und fand es für die Kürze gut umgesetzt.

Was ich aber nicht ausblenden konnte, waren die ewigen Wiederholungen der Gestik „Achsel-/Schulterzucken“. Sehr störend! Ich sage es nur, damit man weiß, worauf man sich einlässt, falls es einen stört.

Trostpflaster dafür ist aber, eine außergewöhnliche Geschichte, die sich trotz dessen zu lesen lohnt.

Fazit:

Eine sehr berührende Geschichte, dessen Ausgang man zu kennen glaubt und dennoch überrascht wird. Sehr gerne vergebe ich hiermit einen Lesetipp!

Veröffentlicht am 24.07.2017

Wer es detailgetreu mag - bitte!

Nummer 25
0

Als ich herausgefunden hatte, dass hinter Frank Kodiak der gleiche Autor von „Tief im Wald und unter der Erde“ steckt, nämlich Andreas Winkelmann, wollte ich unbedingt wissen, ob dieses Buch genauso spannend ...

Als ich herausgefunden hatte, dass hinter Frank Kodiak der gleiche Autor von „Tief im Wald und unter der Erde“ steckt, nämlich Andreas Winkelmann, wollte ich unbedingt wissen, ob dieses Buch genauso spannend ist. Damals hatte ich nämlich bei diesem Buch das Gefühl, mitten in der Geschichte zu sein und nach all den Jahren, denke ich an diese Geschichte immer noch zurück, wenn ich an einem beschrankten Bahnübergang warten muss.

In Nummer 25 geht es um den Autor Andreas Zordan, der einen Bestseller nacheinander schreibt. Er lebt ziemlich zurück gezogen in einem Forsthaus, auf einem Hügel, an einem angrenzenden Wald.

Sein Spezialgebiet sind die detaillierten Beschreibungen von Tötungsdelikten. Er selbst bezeichnet sich als Psychopathen, darum, so glaubt er, ist ihm das auch nur möglich.

Eines Tages findet er in seinem Garten, die übel zugrichtete Leiche eines jungen Mädchens, die auf eine Art getötet wurde, wie sie in seinem letzten Buch beschrieben wurde.

Zeitgleich möchte die junge Reporterin Greta Weiß ein Interview mit dem Autor führen und so kommt es wie es kommen muss. Sie taucht in dem unmöglichsten Augenblick beim ihm auf, als der nämlich gerade die Leiche des Mädchens entdeckte.

Wie ihr seht, ist alles ein wenig verworren. Frank Kodiak ist also Andreas Winkelmann. Andreas Zordan ist der Autor in dieser Geschichte und da erging es mir so, dass ich manches Mal das Geschriebene in der Geschichte, auf den eigentlichen Autor Andreas Winkelmann bezogen habe. Da liegt es zum Beispiel nahe, dass auch Herr Winkelmann so über Rezensionen denken könnte. Aber, wie dem auch sei, auch auf die Gefahr  hin, ein Selbstdarsteller zu sein, (S. 48) werde ich jetzt diese Geschichte bewerten. grins

Ich fand, das war mal wieder ein richtig guter Thriller! Gleich zu Beginn ging es direkt zur Sache und man wusste, worauf man sich einlässt. Eben auf detailgetreue Beschreibungen. Einen Klempner, mit Spezialwerkzeug, lassen wir nun nicht mehr hier rein.

Aber auch im weiteren Verlauf war es zu keiner Zeit langweilig. Es war spannend und es gab auch einige Cliffhanger am Kapitelende, sodass es einem nicht möglich war, das Buch auch mal aus der Hand zu legen.

Das Ende war super herausgearbeitet. Ich denke, dass Jeder erst zu einem bestimmten Zeitpunkt des Rätsels Lösung erahnen konnte und nicht schon eher.  So blieb lange Zeit zum Spekulieren, was bei mir auch einen guten Thriller ausmacht.

Wer also spannende Thriller liebt und auch ein wenig was ab kann, ebenso einen klugen Schreibstil mag, ist bei diesem Buch genau richtig.

Tief im Wald und unter der Erde hat mir aber doch noch ein kleines bisschen besser gefallen, was daran lag, dass ich selbst mehr in der Geschichte war und sie deswegen eher wie ein Psychothriller wirkte. Ich bin zwar, von Natur aus ein Schisser, suche aber scheinbar auch immer wieder den Nervenkitzel und der ist hier aber auch garantiert.

Andreas Winkelmann hat schon einige Bücher mehr geschrieben, die ich mir alle nochmal genauer anschauen möchte und das ein oder andere wird mit Sicherheit, nach diesen zwei Erfahrungen, auch noch gelesen.

Herr Kodiak-Winkelmann, stimmt es eigentlich tatsächlich, dass jeder in seinem Leben schon ca. 36 Mördern begegnet ist? Diese Frage stelle ich mir übrigens schon seit Kindheitstagen. Wie vielen Prominenten bin ich begegnet, ohne meinen Wissens, aber auch, bin ich schon mal einem Mörder nah gewesen. (S.170)

Wenn ja, ist ja erschreckend!!!

Veröffentlicht am 05.05.2026

Nicht so stark wie Schlafenszeit, aber trotzdem gut

Dein letztes Fest
0

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Nachdem mich 𝗦𝗰𝗵𝗹𝗮𝗳𝗲𝗻𝘀𝘇𝗲𝗶𝘁 schon komplett begeistert hatte und 2024 sogar meine höchste Auszeichnung  Lieblingsbuch erhalten hat, war für mich klar, dass ich auch 𝗗𝗲𝗶𝗻 ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Nachdem mich 𝗦𝗰𝗵𝗹𝗮𝗳𝗲𝗻𝘀𝘇𝗲𝗶𝘁 schon komplett begeistert hatte und 2024 sogar meine höchste Auszeichnung  Lieblingsbuch erhalten hat, war für mich klar, dass ich auch 𝗗𝗲𝗶𝗻 𝗹𝗲𝘁𝘇𝘁𝗲𝘀 𝗙𝗲𝘀𝘁
lesen muss. Ich habe mich wirklich lange auf dieses Buch gefreut, weil mich Rekulaks Art zu erzählen schon zuvor absolut überzeugen konnte.
Umso größer war natürlich meine Vorfreude auf sein neuestes Werk. Ob es mit Schlafenszeit mithalten kann?

🧠 Meine Meinung:

Ich mochte dieses Buch wirklich sehr.
Vor allem der Anfang hat mich direkt abgeholt. Obwohl zunächst gar nicht wahnsinnig viel passiert, liest sich die Geschichte unglaublich flott. Jason Rekulak schafft es erneut, eine Atmosphäre aufzubauen, bei der man ständig das Gefühl hat, dass im Hintergrund irgendetwas lauert. Keine dauerhafte Action, keine extremen Schockmomente, sondern eher subtile Spannung. Und genau das mochte ich total.
Auch die Figuren haben für mich viel ausgemacht. Besonders Frank mochte ich unglaublich gern, gerade weil er so bodenständig ist. Dadurch, dass die Story aus seiner Sicht erzählt ist, wusste ich lange überhaupt nicht, wem man eigentlich trauen kann. Das hat das Miträtseln richtig spannend gemacht. Gleichzeitig gab es durch Tammy, Abby und Frank immer wieder kleine Momente mit Situationskomik, die das Ganze angenehm aufgelockert haben.
Ich verstehe aber auch absolut, warum manche Leser*innen mit der Thriller-Bezeichnung nicht ganz glücklich sind. Tatsächlich würde ich das Buch auch eher als Familiendrama beschreiben. Mich persönlich hat das allerdings überhaupt nicht gestört, im Gegenteil. Gerade dieses langsame Entfalten der Geschichte, die unausgesprochenen Momente, die zwischenmenschlichen Dynamiken haben mir richtig gut gefallen.
Natürlich gab es auch ein paar Zufälle, bei denen man kurz denkt: „Okay, das ist jetzt schon sehr praktisch.“ Aber ehrlich? Mir war das ziemlich egal, weil mich die Geschichte trotzdem total gepackt hat.
Ein klein wenig enttäuscht war ich allerdings vom Ende. Dafür muss ich tatsächlich einen Stern abziehen. Nach dem starken Aufbau hätte ich mir zum Schluss noch einen größeren Knall oder einen überraschenderen Twist gewünscht. Gerade weil mich Schlafenszeit damals mit seinem Ende komplett umgehauen hat, waren meine Erwartungen hier vermutlich einfach sehr hoch. Das Finale war keineswegs schlecht, nur eben deutlich unspektakulärer, als ich gehofft hatte.
Trotzdem muss ich sagen, ich habe jeden Tag gerne zu diesem Buch gegriffen und mich immer auf meinen nächsten Leseabschnitt gefreut. Und allein das sagt für mich schon sehr viel aus.

✅️ Fazit:

Dein letztes Fest ist für mich ein spannend erzähltes Familiendrama mit starken Figuren und einer konstant unterschwelligen Spannung. Wer rasante Daueraction erwartet, könnte enttäuscht werden. Wer aber Geschichten voller Misstrauen, Geheimnisse und unangenehmer Familienkonstellationen mag, dürfte hier viel Freude haben.
Für mich kommt es zwar nicht ganz an Schlafenszeit heran, trotzdem war es ein richtig gutes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Und vor allem hat es meine Vorfreude auf weitere Bücher von Jason Rekulak nur noch größer gemacht.

🔎 Worum geht’s?

Nach drei Jahren Funkstille lädt Maggie ihren Vater Frank plötzlich zu ihrer Hochzeit ein. Doch auf dem luxuriösen Anwesen der reichen Familie ihres Verlobten Aidan häufen sich schnell die Ungereimtheiten. Während Gerüchte und Misstrauen wachsen, bekommt Frank immer stärker das Gefühl, dass hinter der perfekten Fassade etwas Dunkles verborgen liegt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.04.2026

Sehr spannend

Meeresdunkel
0

🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension
📚 Rezensionsexemplar / Thriller
Rowohltverlag TillRaether Meeresdunkel Mallorca

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Meeresdunkel von Till Raether wurde mir vom Verlag vorgeschlagen ...

🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension
📚 Rezensionsexemplar / Thriller

Rowohltverlag

TillRaether

Meeresdunkel

Mallorca

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Meeresdunkel von Till Raether wurde mir vom Verlag vorgeschlagen und ich war sofort angefixt. Cover, Titel und Klappentext hatten genau diese düstere Sogwirkung, die ich bei Thrillern liebe. Dazu kam noch ein besonderer Bonus, ich habe das Buch gemeinsam mit einer Freundin @lineslieblingsbuecher als Buddyread gelesen. Dieses gemeinsame Rätseln und Spekulieren hat die Spannung nochmal auf eine ganz eigene Weise verstärkt.

🧠 Meine Meinung:
Dieses Buch lebt von seiner subtilen, fast schleichenden Spannung. Die Atmosphäre ist durchgehend düster und stellenweise richtig unheimlich, sodass ich manches Mal Gänsehaut hatte und ehrlich froh war,  nicht allein im Dunkeln zu lesen.
Besonders interessant fand ich die Erzählweise. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven geschildert (Juri, Henrike und Samuel), jedoch in der dritten Person. Das schafft eine gewisse Distanz und gleichzeitig eine fast beobachtende Spannung, als würde man den Figuren zusehen, ohne ihnen je ganz nah zu kommen. Genau das verstärkt das Gefühl, dass jeder etwas verbirgt.
Die vielen offenen Fragen rund um den Prolog, die Identität des Kindes, die Erwähnung einer Beerdigung oder auch die geheimnisvolle ältere Frau, haben mich permanent bei der Stange gehalten. Ich wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt. Dabei war mir gar nicht so wichtig, ob jede Handlung absolut realistisch ist. Viel entscheidender, ich habe mitgefiebert, spekuliert, Theorien gesponnen (oft völlig ins Blaue hinein) und hatte richtig Spaß daran. Gerade im Buddyread war das ein echtes Highlight.
Das Finale hat für mich allerdings einen kleinen Dämpfer gebracht. Es ist durchdacht und komplex konstruiert, keine Frage, aber stellenweise war es mir fast zu viel, zu verschachtelt, zu verwirrend. Ich konnte zwar folgen, aber nicht immer mühelos. Trotzdem, einige Wendungen haben mich überrascht, andere konnten wir tatsächlich erahnen und genau diese Mischung macht einen gutenThriller ja auch aus.


✅️ Fazit:

Ein fesselnder, düsterer und psychologisch dichter Thriller, der mit Atmosphäre, Spannung und vielen Fragen überzeugt. Nicht alles ist leicht greifbar, manches wirkt bewusst konstruiert, aber genau das hält die Spannung hoch.
Wie ein dunkles Meer zieht einen die Geschichte immer tiefer hinein. Man sieht nicht alles klar, verliert zwischendurch die Orientierung, aber genau darin liegt der Reiz.

🔎 Worum geht’s?

Ein geplanter Familienurlaub in einer abgelegenen Finca soll eigentlich Erholung und vielleicht sogar einen Neuanfang bringen. Doch durch eine Doppelbuchung treffen zwei Familien aufeinander und müssen sich das Haus teilen. Anfangs versucht man die Situation mit guter Miene zu meistern, schließlich ist genug Platz da. Doch die Idylle beginnt zu bröckeln. Das Haus wirkt heruntergekommen, der Pool ist leer, und eine unheimliche Stimmung liegt in der Luft. Als schließlich eine Leiche entdeckt wird, einer von ihnen, kippt alles. Während draußen ein Sturm aufzieht, kommen drinnen nach und nach Geheimnisse ans Licht. Schnell wird klar, niemand ist zufällig hier, und einige Verbindungen reichen tiefer, als es zunächst scheint.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere