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Catherine

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2019

Blutig...

Schneller als der Tod
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Die Storyidee finde ich recht interessant umgesetzt. Die Erzählweise ist flüssig, der Text lässt sich gut lesen, abgesehen von den nervenden Fußnoten. Die reißen einen immer wieder aus der Geschichte. ...

Die Storyidee finde ich recht interessant umgesetzt. Die Erzählweise ist flüssig, der Text lässt sich gut lesen, abgesehen von den nervenden Fußnoten. Die reißen einen immer wieder aus der Geschichte. Bei Fußnote ich zitiere: *Als ob Sie interessiert, was das bedeutet. – Habe ich endgültig aufgegeben diese zu lesen.

Ein Mafiakiller im Zeugenschutzprogramm der als Arzt in einem Krankenhaus arbeitet, in welchem ihn eines Tages die Vergangenheit einholt. Nette Rückblenden die erzählen wie aus einem 15-jährigen Jungen ein Mafiakiller wurde.

Der sarkastisch angehauchte Humor bringt mich das ein und andere Mal zum schmunzeln. Dennoch ist es nichts für zart besaitete Leser. Für angehende Medizinstudenten mag es hingehen durchaus interessant sein. Ich als Durchschnittsleser muss hingegen nicht jeden OP-Schritt im ausführlich - bildlich - blutigen Detail beschrieben bekommen. Auch auf die Anleitung: Wie bastle ich mir, aus meinem Wadenbein, ein Messer! - Hätte ich liebend gern verzichtet. Aber das ist wie gesagt reine Geschmackssache.

Fazit:
Für mich ist es kein Roman den ich unbedingt noch einmal lesen würde, auch als Mitbringsel für Krankenhauspatienten würde ich ihn nicht unbedingt empfehlen. Eher was für Liebhaber des Genres, die werden bestimmt ihren Spaß mit dem Buch haben.

Veröffentlicht am 09.02.2019

Unterhaltsamer (Kriminal)roman mit liebenswert skurrilen Figuren

Jagdtrieb
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Das schöne Cover mit dem Wolf auf dem Titelblatt machte mich auf den Roman aufmerksam. Sowie der Satz: »Ein abgründiger Kriminalroman voll skurriler Figuren und Situationskomik.«
»Jagdtrieb« ist für mich ...

Das schöne Cover mit dem Wolf auf dem Titelblatt machte mich auf den Roman aufmerksam. Sowie der Satz: »Ein abgründiger Kriminalroman voll skurriler Figuren und Situationskomik.«
»Jagdtrieb« ist für mich kein Kriminalroman im herkömmlichen Sinne. Er ist mehr eine Erzählung, eine Aneinanderreihung von Kuriositäten aus dem Leben eines Anwalts. Eingefleischte Krimifans könnten hier ihre Schwierigkeiten haben. Wenn sie sich jedoch darauf einlassen erwartet sie, mit etwas Durchhaltevermögen, ein unterhaltsamer Roman mit skurrilen Figuren und kuriosen Fällen. Das kleine Jägereinmaleins an den Kapitelanfängen ist ungewöhnlich, passt aber zum Titel des Buches »Jagdtrieb« und ist auf jeden Fall originell, hat aber mit dem Inhalt der Geschichte nichts zu tun.
Inhaltlich ist die Geschichte interessant. Es sind allesamt skurrile Figuren. Sowohl Onkel Oscar als auch Paul, von den Klienten ganz zu schweigen. Dennoch wurde ich anfangs nicht recht warm, mir fehlte mitunter der Paukenschlag, die meiste Zeit floss die Geschichte in gemächlichem Tempo dahin. Es sind die weitläufig gestreuten witzigen Dialoge und absurden Situationen in die Paul Colossa gerät, die mich bei der Stange halten und auch über die trockenen Passagen hinweghelfen. Durchhalten lohnt sich auf alle Fälle, denn zum Schluss nimmt die Geschichte merklich Fahrt auf und aus der anfänglichen Erzählung ist ein unterhaltsamer Krimi geworden. Paul hat noch so einiges durchzumachen, aber am Ende ist er an seinen Aufgaben gewachsen und aus dem Weichei ist ein Mann geworden. Er ist angekommen in seinem neuen Leben und bereit für weitere Abenteuer. Welche - laut Autor und Verlag - bereits in Arbeit sind. Ich könnte mir das auch gut als Vorabendserie im TV vorstellen.
Fazit: Unterhaltsamer (Kriminal)roman mit liebenswert skurrilen Figuren.

Veröffentlicht am 10.10.2018

Die Wahrheit über Alice

Die Wahrheit über Alice
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Katherine ist nach dem Tod ihrer Schwester zur Einzelgängerin geworden. Sie ändert ihren Namen, zieht in eine andere Stadt und versucht ein völlig neues Leben zu beginnen. Bis plötzlich Alice in ihr Leben ...

Katherine ist nach dem Tod ihrer Schwester zur Einzelgängerin geworden. Sie ändert ihren Namen, zieht in eine andere Stadt und versucht ein völlig neues Leben zu beginnen. Bis plötzlich Alice in ihr Leben tritt und alles verändert.

Ob kleine Aufmerksamkeiten oder Schmeicheleien Alice versteht es die Menschen um sich herum zu manipulieren und im Handumdrehen um den kleinen Finger zu wickeln. Sie ist nett und freundlich, doch hin und wieder zeigt sie ihr wahres Gesicht. Drum sei auf der Hut, denn wenn du am verletzlichsten bist, dann sticht sie erbarmungslos zu und weidet sich an deinen Qualen…

Der Roman lässt sich leicht und flüssig lesen. Interessanter Plot. Schade, dass so viel vorweggenommen wurde. Im Prolog erfahren wir bereits, dass Alice tot ist. Ein paar Kapitel weiter, dass Katherine ihre Tochter Sahra allein großzieht, da ihr Daddy gestorben ist. Dadurch wird der Roman sehr vorhersehbar. Im Grunde nimmt das die gesamte Spannung aus der Geschichte, denn man weiß ja bereits, dass sowohl Mick als auch Alice die Ereignisse nicht überleben werden. Aber auch so wird schnell klar, dass Alice keine Freundin ist und ihre eigenen Ziele verfolgt. Spätestens nach der Hälfe des Buches weiß der Leser woher der Wind weht. Welcher normale Mensch würde die Täter in Schutz nehmen? Und als dann auch noch ihr (sich im Gefängnis befindender) Bruder erwähnt wird, ist das Motiv klar. Alice ist auf ihrem ganz privaten Rachefeldzug.

Fazit:
Die Wahrheit über Alice lässt sich mit wenigen Worten zusammenfassen. Alice ist eine Psychopathin! Nicht mehr und nicht weniger! Sie spielt und manipuliert jeden der ihr über den Weg läuft. Schleicht sich in das Leben anderer, nur um sie am Ende zu zerstören. Denn dein Unglück, deine Tränen sind der Nektar an dem sie sich labt.

In die Sparte Krimi oder Thriller würde ich den Roman allerdings nicht einordnen, dazu ist er einfach zu seicht. Echte Liebhaber dieses Genres wären da sicherlich enttäuscht, denn die sind anderes gewohnt. Ich würde ihn eher der Zielgruppe Jugendroman zuordnen und empfehlen.

Veröffentlicht am 10.10.2018

Mehr Vorstadtfamiliendrama als Vampirroman

Die Radleys
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Das Cover finde ich super. Schlicht, einfach und doch ansprechend. Auf schwarzem Hintergrund eine unschuldig in reinweiß gehaltene Kaffeetasse und dazu der verräterische blutrote Inhalt der über den Rand ...

Das Cover finde ich super. Schlicht, einfach und doch ansprechend. Auf schwarzem Hintergrund eine unschuldig in reinweiß gehaltene Kaffeetasse und dazu der verräterische blutrote Inhalt der über den Rand gelaufen ist.

Inhaltlich hatte ich mir mehr von dem Buch erwartet. Die Geschichte plätschert so dahin. Mehr Vorstadtfamiliendrama als Vampirroman. Die Radleys sind nicht gerade das, was man eine glückliche Familie nennt. Da liegt so einiges im Argen und ihre freiwillige Abstinenz trägt nicht zur Verbesserung ihrer Situation bei. Erst mit dem Auftritt von Onkel Will kommt etwas Bewegung in die Geschichte.

Der zweite Teil ist inhaltlich besser, dennoch bleibt es ziemlich vorhersehbar.
Mittlerweile sind alle außer Helen zum Bluttrinken zurückgekehrt bzw. haben damit begonnen. Die Ehe der Radleys scheint am Ende. Helen glaubt immer noch Will zu lieben und Peter fühlt sich zur Nachbarin hingezogen.

Das Ende versöhnt mich mit dem Buch, denn endlich kommt etwas Spannung in die Geschichte und sie endet nicht so vorhersehbar wie Anfangs geglaubt.

Guter, flüssiger Schreibstiel. Die einzelnen Kapitel lesen sich leicht weg. Ich vermisse den typisch britisch, trockenen Humor. Ein Buch für zwischendurch, keins was ich mehrmals lesen würde.

Fazit: Nette, aber nicht aufregende Geschichte um eine Vampirfamilie. Leichte Urlaubslektüre.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Kurzweilige Urlaubs-, Sommer-, Bettlektüre...

Hardwired - verführt
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Der Inhalt ist schnell erzählt: Uni-Absolventin mit eigenem Start-Up Unternehmen trifft auf sexy Milliardär. Dem anfänglichem Katz- und Mausspiel, zwischen Blake und Erica, folgt heißer Sex in allen ...

Der Inhalt ist schnell erzählt: Uni-Absolventin mit eigenem Start-Up Unternehmen trifft auf sexy Milliardär. Dem anfänglichem Katz- und Mausspiel, zwischen Blake und Erica, folgt heißer Sex in allen Lebenslagen und endet mit einem Cliffhanger.

Trotz gutem, flüssigem Schreibstil hat der Roman kleine Schwächen. Er ist angenehm zu lesen, aber nicht der Überflieger. Wie in diesem Genre üblich wurden viele Klischees bedient. Die Liebelei zwischen Blake und Erica wurde gefällig umgesetzt. Alles in allem eine gelungene Mischung zwischen Geschichte und Erotik die nicht in einem Porno ausartet.

Fazit: Kurzweilige Urlaubs-, Sommer-, Bettlektüre. Der Roman bietet leichte Unterhaltung mit einigen prickelnden Erotikszenen. Wer Bücher wie Fifty Shades of Grey mag, macht mit dem Roman nichts falsch.