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Veröffentlicht am 07.10.2019

Verschenktes Potenzial

Irresistible - Ein Single-Daddy zum Verlieben
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Meine Meinung
Mit „Irresistible - Ein Single-Daddy zum Verlieben“ erschien beim LYX Verlag der zweite Band der „Shameless“ Reihe, der aus der Feder von Lex Martin stammt. Im Mittelpunkt der Geschichte ...

Meine Meinung
Mit „Irresistible - Ein Single-Daddy zum Verlieben“ erschien beim LYX Verlag der zweite Band der „Shameless“ Reihe, der aus der Feder von Lex Martin stammt. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Tori und Ethan. Tori hatte bisher noch nie Glück in der Liebe und so ist es wenig verwunderlich, dass sie sich geschworen hat ihr verletztes Herz nie wieder an einen Mann zu verschenken. Den Job als Babysitterin tritt sie aus verschiedenen Gründen an, nur mit ihrem äußerst attraktiven Boss hat sie nicht gerechnet und mit seiner Anziehungskraft noch viel weniger. Ethan ist Vater von zwei kleinen Kindern, der irgendwie versucht seine Ranch vor dem Ruin zu bewahren und der mitten in einem hässlichen Scheidungskrieg steckt. Seit er von seiner Ex-Frau verlassen wurde, weiß er nicht mehr wo ihm der Kopf steht, denn die Ranch verlangt ihm alles ab. Für seine beiden Kinder, die unter der Trennung ihrer Eltern leiden, hat er leider kaum noch Zeit und so trifft er die Entscheidung eine Babysitterin einzustellen.

Tori fand ich zum Beginn der Geschichte noch recht sympathisch. Leider nimmt das mit jedem weiteren Kapitel immer mehr ab und zum Ende hin ging sie mir nur noch auf die Nerven. Dabei hatte ich wirklich Verständnis für ihre missliche Lage und irgendwie tat sie mir sogar leid. Als Tori und Ethan jedoch das erste Mal aufeinandertreffen ist von ihrem Versprechen an sich selbst, sich nie wieder auf einen Mann ein zulassen, nicht mehr viel übrig und für meinen Geschmack hat sie es Ethan am Ende viel zu leicht gemacht.

Mit Ethan habe ich anfänglich mitgelitten, weil es der Autorin wirklich gelungen ist seinen seelischen Schmerz glaubhaft rüberzubringen, den er seit der Trennung von seiner Ex-Frau jeden Tag durchlebt. Zu Beginn des Buches konnte ich seine Gefühlslage gut nachempfinden. Sobald jedoch Tori in sein Leben tritt fing er zunehmend an nur noch mit seinem Schwanz zu denken und das war irgendwann nur noch klischeehaft und nervig.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Tori und Ethan. Was mir einerseits gut gefallen hat, weil man als Leser so die Chance bekommt ein Blick in die Gedanken beider Protagonisten werfen zu können. Anderseits konnte der Perspektivwechsel nur bedingt einen Ausgleich zu den Längen schaffen, die leider immer wieder aufgetaucht sind. Mit fast 500 Seiten ist das Buch allerdings auch alles andere als kurz. Der Schreibstil ließ sich relativ flüssig lesen.

Fazit
Zwar fängt der zweite Band recht vielversprechend an, leider kann die Autorin das Niveau aus dem ersten Viertel aber nicht bis zum Schluss halten und so versinkt die Geschichte immer mehr in Kitsch und Klischees. Was vom Klappentext her sehr unterhaltsam geklungen hatte, konnte mich am Ende nur mäßig begeistern. Ich kann für dieses Buch leider keine Leseempfehlung geben.

Veröffentlicht am 19.08.2019

Weniger ist definitiv mehr!

Sinners on Tour - Backstage-Küsse
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Meine Meinung
„Sinners on Tour - Backstage-Küsse“ ist der erste Teil der „Sinners on Tour „-Reihe und für mich das erste Buch von Olivia Cunning. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Myrna Evans und Brian ...

Meine Meinung
„Sinners on Tour - Backstage-Küsse“ ist der erste Teil der „Sinners on Tour „-Reihe und für mich das erste Buch von Olivia Cunning. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Myrna Evans und Brian Sinclair. Myrna ist Psychologieprofessorin an einer Universität und hat eine Schwäche für Metal- und Rockmusik. Brian ist der Songwriter und Leadgitarrist der Sinners (einer sehr erfolgreichen und angesagte Metal Band) und wenn er nicht gerade versucht über sein gebrochenes Herz hinwegzukommen, dann spielt er seine Fans das Image vom Kerl der absolut nichts anbrennen lässt vor.

Aufmerksam geworden auf dieses Buch bin ich durch den zehnten Geburtstag vom LYX-Verlag (da gab es für eine begrenzte Zeit ein paar ausgewählte eBooks zum halben Preis) und nach dem mich der Klappentext auf Anhieb angesprochen hat, habe ich zugegriffen. Der Klappentext lässt ja bereits vermuten, dass sich dieses Buch im Bereich „Erotik“ einordnen lässt aber, wenn ich gewusst hätte wie sehr ich damit ins Schwarze getroffen habe, dann hätte ich von diesem Buch wohl doch eher die Finger gelassen.

Ich würde über mich selber niemals die Behauptung aufstellen, dass ich kein Fan von Sexszenen bin. Sicherlich ich bin absolut kein Fan von Pornos aber gegen die ein oder andere Sexszene, die auch gerne mal in expliziter Sprache verfasst sein darf (solange es nicht ins abartige und vulgäre abrutscht), habe ich absolut nichts einzuwenden. Oftmals finde ich sogar, dass diese Szenen der Geschichte erst das gewisse Etwas geben und bei den meisten Liebesgeschichten würde mir schlichtweg was fehlen, wenn man auf diese Textpassagen gänzlich verzichten würde. Was mir bei diesen Szenen aber besonders wichtig ist und wo ich absolut keinen Kompromiss eingehen werde, ist eine gesunde Balance. Ja es darf Sexszene geben und ja es dürfen, solange es zur Geschichte passt, auch gerne Mal mehr als ein bis zwei sein aber wenn vorlauter übereinander herfallen die Handlung völlig in den Hintergrund tritt oder sie sogar komplett vernachlässigt wird, dann ist definitiv was verkehrt.

Mir vergeht dann regelrecht die Freude am Lesen und nicht selten breche ich solche Bücher dann auch einfach mal ab. Bei diesem Buch hätte ich das auch fast getan, denn neben den gefühlt einer Milliarde Sexszenen (Ja! Es sind wirklich extrem viele) ging die eigentliche Handlung irgendwann völlig unter. Mich hat es maßlos geärgert, dass ich mit diesem Buch lediglich einen Porno auf Seiten bekommen habe und als hätte das noch nicht gereicht, kommt dieser leider auch noch mit einer unglaublich grauenhaften Wortwahl daher.

Ehrlichgesagt finde ich all das richtig Schade, denn ich bin ein großer Fan von Büchern, in denen der männliche Protagonist ein Rockstar ist. Leider spielte dieser Aspekt in „Backstage-Küsse“ nur eine winzige Nebenrolle. Vielleicht hätten die Charaktere dieses Desaster ausgleichen können, wenn sie mir denn sympathisch gewesen wären.

Sowohl Myrna als auch Brian wollte ich nämlich spätestens nach der dritten Sexszene nur noch erschlagen. Die beiden sind mir mit ihrer Art und ihrem Verhalten so sehr auf die Nerven gegangen, dass ich das Buch regelmäßig unterbrechen musste, um nicht schreiend davon zu rennen. Hinzukommt das beide ununterbrochen Entscheidungen treffen, die für mich absolut nicht nachvollziehbar waren, was sie für mich leider sehr unglaubwürdig gemacht hat.

Das einzige, was mich halbwegs positiv Stimmen konnte, war die Tatsache, dass das Buch sowohl aus der Perspektive von Myrna als auch aus der von Brian erzählt wird. Anfänglich fand ich das noch toll, weil ich es liebe, wenn ich an den Gedanken der Charaktere teilnehmen darf, aber leider gingen mir auch die irgendwann gehörig auf die Nerven. Es gab nämlich wirklich ein paar Szenen bei denen wollte ich gar nicht so genau wissen was den beiden in diesem Moment so durch den Kopf geht.

Warum vergebe ich jetzt zweieinhalb (2,5) Sterne und nicht nur Einen? Weil es tatsächlich ein paar ganz wenige Momente gab, die bei mir so etwas verrücktes wie ein Lachen hervorrufen konnten. Diese Szenen waren am Ende nämlich dafür verantwortlich, dass ich das Buch nicht abgebrochen habe.

Fazit
Was vom Klappentext her eigentlich sehr vielversprechend klang, hat mich am Ende maßlos enttäuscht. Niemals wäre mir in den Sinn gekommen, dass man eine so tolle Idee so grauenhaft umsetzen kann. Ich werde diese Reihe nicht weiterlesen und sie auch niemandem empfehlen.

Veröffentlicht am 28.07.2019

Herbe Enttäuschung

Love Emergency - Zufällig verliebt
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Meine Meinung
Bei "Love Emergency - Zufällig verliebt" handelt es sich um den zweiten Band der "Love in Emergencies Reihe" von Samanthe Beck. Nachdem ich bereits den ersten Teil verschlungen hatte, wollte ...

Meine Meinung
Bei "Love Emergency - Zufällig verliebt" handelt es sich um den zweiten Band der "Love in Emergencies Reihe" von Samanthe Beck. Nachdem ich bereits den ersten Teil verschlungen hatte, wollte ich unbedingt wissen wie es weiter geht. Denn wer Band 1 gelesen hat, der bekommt bereits einen ziemlich guten Vorgeschmack auf die Geschichte von Madison und Hunter.

Leider konnten weder Madison noch Hunter die Gedanken und Gefühle in mir auslösen, die ich während der Geschichte von Savannah und Beau ständig hatte. Der Beginn des Buches konnte mich nur mäßig fesseln und ganz zu meinem Missfallen wurde dieser Zustand mit jedem weiteren Kapitel immer schlimmer.
Denn die beiden Hauptcharaktere legen fast ununterbrochen ein Verhalten an den Tag das mich immer heftiger mit dem Kopf schütteln ließ und das für mich immer unlogischer wurde.

Wie hat es Hunters Chefin Ashley so wundervoll treffend ausgedrückt - "Viele Leute hätten einfach nur ihren Job erledigt. Nicht mehr, nicht weniger. Aber du musst immer den Helden spielen." ... denn ... "Dein lächerliches Ego weigert sich, normale Grenzen anzuerkennen."

Ich hatte bis zur letzten Seite die Hoffnung das Ashley mit dieser Aussage falsch liegt, aber leider hatte sie absolut recht und das hat mich massiv gestört. Hunter wurde für mich immer mehr zu einem Charakter, der sich maßlos in etwas verrennt, bei dem er längstens die Kontrolle verloren hat. Katastrophaler Weise merkt er das aber erst, als es schon viel zu spät für diese Erkenntnis ist. Der Mann will studieren schafft es aber noch nicht mal ansatzweise die richtigen Prioritäten zu setzen.

Madison war mir in ihrem Verhalten entschieden zu sprunghaft. Sie schafft zwar etwas, dass wohlwollend als "Prioritäten setzen" bezeichnet werden könnte, wirft diese aber schneller über den Haufen, als andere Leute mit der Wimper zucken können. Kurz gesagt Madison ist unglaublich inkonsequent was ihr Verhalte und ihre Entscheidungen angeht.

Unglücklicherweise gehöre ich zu der Sorte Mensch, die so ein Verhalten hasst und aus diesem Grund bin ich weder mit Madison noch Hunter richtig war warm geworden. Dabei fand ich die Grundidee dieser Geschichte alles andere als schlecht. Nur die Umsetzung konnte mich dieses Mal kein bisschen abholen.

Hinzukommen ein ziemlich aufgebauschtes Drama, in Gestalt des obligatorischen Ex-Freundes und eine mittelmäßige bis schlechte Beschreibung von Sexszenen, die ich irgendwann so nervig fand, dass ich sie einfach nur noch übersprungen habe.

Die beiden einzigen positiven Aspekte an diesem Buch waren für mich der Schreibstil, der sich recht flüssig lesen ließ und die wechselnden Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird.

Fazit
Ich weiß nicht was sich die Autorin bei dieser Umsetzung gedacht hat, aber ich will es ehrlich gesagt auch gar nicht wissen. Fand ich den ersten Band noch grandios so war dieser eine herbe Enttäuschung, die ich absolut nicht weiterempfehlen kann.

Veröffentlicht am 15.03.2019

Das war wohl nix!

My Dearest Enemy
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Meine Meinung
„My Dearest Enemy“ ist für mich das erste Buch von R.S. Grey und ich bin mir momentan nicht sicher ob ich noch ein weiteres von ihr lesen möchte. Der Grund warum ich zu diesem Buch gegriffen ...

Meine Meinung
„My Dearest Enemy“ ist für mich das erste Buch von R.S. Grey und ich bin mir momentan nicht sicher ob ich noch ein weiteres von ihr lesen möchte. Der Grund warum ich zu diesem Buch gegriffen habe war der Klappentext, der mich wirklich neugierig auf die Geschichte gemacht hat. Leider war er aber auch das Beste am ganzen Buch, denn der Inhalt könnte meine Erwartung noch nicht mal ansatzweise erfüllen.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Daisy und Lucas. Beide kommen aus derselben Kleinstadt und haben sie für ihr Medizinstudium verlassen. Zu Beginn des Buches kehren sie zurück nach Hause, um die Hausarztpraxis in ihrer Heimatstadt zu übernehmen. Dass Daisy die Praxis nicht alleine führen darf ist für sie ein absolutes Ding der Unmöglichkeit, denn Lucas ist schon seit ihrer Kindheit ihr größter Feind und Rivale. Eine Zusammenarbeit käme für Daisy einer verdammten Katastrophe gleich.

Es ist absolut nicht förderlich für ein Buch, wenn der wichtigste Charakter, in diesem Fall die Protagonistin, eine nervtötende, kindische Verrückte ist. Zu der ich zu keinem Zeitpunkt eine Verbindung aufbauen konnte. Daisy führt von der ersten Seite an einen maßlos übertriebenen Kleinkrieg, der mir spätestens nach dem zweiten Kapitel gehörig auf den Zeiger ging. Leider bessert sich dieses Verhalten erst ganz zum Ende des Buches und dass in einer Form, mit der ich alles andere als zufrieden war.

Lucas hingegen war mir irgendwann sympathisch. Ich würde sogar behaupten, dass er mir ein kleines bisschen leidgetan hat, denn im Verlaufe des Buches lernt der Leser ihn durch ein paar vereinzelte E-Mails besser kennen und spätestens da war mir klar Lucas ist definitiv nicht der Mensch für den Daisy ihn hält.

Bis auf die vereinzelten E-Mails wird das Buch aus der Sicht von Daisy erzählt. Leider wurde durch den Blick in Daisys Gedanken meine Abneigung für sie nur noch verstärkt. Einer der wenigen positiven Aspekte an diesem Buch ist der Schreibstil, denn der ließ sich daraus flüssig lesen.

Fazit
„My Dearest Enemy“ soll wohl eine Liebesgeschichte sein, leider konnte mich das Buch auf dieser Ebene nicht erreichen. Wenn ich eine Liebesgeschichte lese, möchte ich die Liebe zwischen den beiden Protagonisten auch spüren können. Das war bei dieser Geschichte definitiv nicht der Fall und so kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 18.04.2026

Seelenverwandte auf den zweiten Blick?

Hard to Resist - Mason
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„Hard to Resist - Mason“ erzählt die Geschichte von Ashley Brennan »Bren« Matthews und Mason Andrew Bentley. Sie hatte als Teenager ein traumatisches Erlebnis und kämpft seitdem den seelischen Folgen. ...

„Hard to Resist - Mason“ erzählt die Geschichte von Ashley Brennan »Bren« Matthews und Mason Andrew Bentley. Sie hatte als Teenager ein traumatisches Erlebnis und kämpft seitdem den seelischen Folgen. Er ist auf der Suche nach seiner Seelenverwandten, mit der er bis an sein Lebensende glücklich sein möchte. Das Buch wurde von der US-amerikanischen Autorin Kendall Ryan geschrieben und ist 2026 als eBook im beHEARTBEAT Verlag (Bastei Lübbe) erschienen. „Hard to Resist - Mason“ ist der vierte Band der „Roommates“ Reihe. Das englische Original ist unter dem Titel „The Soul Mate“ erschienen.

Das Beste an „Hard to Resist - Mason“ ist für mich leider der Klappentext. Ich habe das Buch beim Stöbern auf der Verlagswebseite entdeckt und nachdem der Klappentext auf Anhieb meine Neugierde wecken konnte, wollte ich unbedingt das Buch lesen. Rückblickend betrachtet, bin ich mehr als nur glücklich, dass ich das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen dürfet und somit kein Geld für das Buch ausgeben musste, den über diese Ausgabe hätte ich mich definitiv geärgert. Der Klappentext klingt fantastisch und ich hatte sofort gefühlt hundert Ideen wie die Geschichte von Bren und Mason verlaufen könnte, umso enttäuschter bin ich, weil sie so ganz anders war als ich mir das in meinen Vorstellungen ausgemalt hatte.

Für meinen Geschmack war die Handlung zu abgehackt, was wahrscheinlich an der Länge des Buches liegt. Logisch bei einer Länge von 231 Seiten (Seitenanzahl laut Verlagswebseite) kann man keine tiefgehende Geschichte erwarten. Meiner Meinung nach aber trotzdem eine Geschichte die mehr als nur an der Oberfläche kratzt. Was aber nicht umsetzbar ist, wenn man versucht die halbe Lebensgeschichte seiner beiden Hauptcharaktere in 231 Seiten zu quetschen. Das Ganze liest sich dann leider wie eine zusammenhangslose Aneinanderreihung von Ereignissen, was für mich am Ende fast schon den Charakter von einer Kurzgeschichten Sammlung hatte.

Anderseits gebe ich zu, dass ich am Ende sehr froh war, dass die Geschichte nur 231 Seiten lang ist, weil ich die beiden Hauptcharaktere definitiv keine Seite länger ertragen hätte. Ja beide haben Ecken und Kanten, was sie irgendwie authentisch gemacht hat, mir aber leider auch sehr unsympathisch. Ich bin weder mit Bren noch mit Mason warm geworden. Beide sind mir nach ein paar Seiten so dermaßen auf die Nerven gegangen, dass ich nur noch mit dem Kopfschütteln konnte. Keiner der beiden hat nachvollziehbare Entscheidungen getroffen und mit dem Verhalten, dass die beiden an den Tag gelegt haben, fange ich hier gar nicht erst an. Ihr Verhalten hätte vielleicht zu Anfang zwanzigjährigen gepasst aber sicherlich nicht zu „erwachsenen“ Menschen, die Anfang dreißig sind. Was die individuellen Charakterzüge der beiden angeht möchte ich hier nicht zu sehr ins Detail gehen, weil das meiner Meinung nach zu sehr spoilern würde. Es sei aber soviel gesagt, dass sich Kendall Ryan für Charakterzüge entschieden hat, die bei mir leider dafür gesorgt haben, dass mir sowohl Bren als auch Mason im Verlauf der Geschichte immer unsympathischer geworden sind.

Was mich richtig gestört hat ist die Art und Weise wie Kendall Ryan mit dem Trauma von Bren umgegangen ist. Bren hat während ihrer Teenagerzeit ein Trauma erlitten, dass sie bis in ihr Erwachsenenleben verfolgt und es ihr unmöglich macht ein normales Leben zu führen. Mir haben Kendall Ryans Beschreibungen gefallen, wann immer Bren an ihre seelischen Grenzen gestoßen ist, weil sie meiner Meinung nach gezeigt haben, dass Brens Trauma keine Kleinigkeit ist. Der Moment als Bren ihr Trauma schließlich überwindet war dann aber leider das komplette Gegenteil. Kendall Ryan handelt das Ganze innerhalb weniger Sätze ab und all die seelischen Hürden, die vorher Brens Leben bestimmt haben existieren plötzlich einfach nicht mehr. Dieser unrealistische Verlauf der Geschichte hat mich einfach nur fassungslos gemacht. Ja man könnte jetzt argumentieren, dass das der kurzen Seitenanzahl des Buches geschuldet ist, aber das ist für mich keine Entschuldigung.

Den Schreibstil eines Autors bzw. einer Autorin anhand einer Übersetzung zu bewerten finde ich immer schwierig, weil beim Übersetzten meiner Meinung nach leider immer ein Stückweit, der Charakter des Schreibstils verloren geht. Wenn man mal von der Handvoll Rechtschreibfehler absieht, die dem Korrektorat offensichtlich durch die Lappen gegangen sind, dann ließ sich die Übersetzung von Kendall Ryans Schreibstil halbwegs flüssig lesen. Die Wortwahl hat für mich leider nicht ganz zum Genre gepasst, was stellenweise mein Leseerlebnis negativ beeinflusst hat. Positiv hingegen fand ich das die Geschichte sowohl aus der Sicht von Bren als auch aus der von Mason erzählt wird. So hatte ich wenigstens die Chance an den Gedanken von beiden Hauptcharakteren teilzuhaben.

Fazit
Eine vielversprechende Idee, die auf Anhieb meine Neugierde wecken konnte, deren Umsetzung mich aber enttäuscht hat.

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