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Veröffentlicht am 03.04.2019

Mit James auf Sylt

Mit James auf Sylt
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Mit James auf Sylt, von Claudia Thesenfitz

Cover:
Sehr schön und man kann sich die beiden Hauptprotagonisten gleich gut vorstellen.

Inhalt:
Janas Leben ist gerade an einem Wendepunkt.
Ihre Beziehung ...

Mit James auf Sylt, von Claudia Thesenfitz

Cover:
Sehr schön und man kann sich die beiden Hauptprotagonisten gleich gut vorstellen.

Inhalt:
Janas Leben ist gerade an einem Wendepunkt.
Ihre Beziehung ist zerbrochen, ihr Job wurde ihr gekündigt, und Hund mit Hunden hat sie so gar nichts am Hut.
Und genau jetzt soll sie für 8 Wochen auf einem „Monster“, eine Neufundländer, aufpassen, da ihre Schwester ein Baby erwartet.
Und das auch noch auf der Insel Sylt, die Jana als dekadent ansieht und so gar kein Verlangen verspürt sich dort aufzuhalten.
Doch alles kommt anders als Jana sich das so denkt.

Meine Meinung:
Ein sehr schönes Buch das gekonnt Klischees einbaut und dann aber doch wieder mit Vorurteilen gründlich aufräumt und uns das Gegenteil zeigt.
Außerdem wird ganz deutlich gemacht was Hunde den Menschen geben können und welche unvoreingenommene Liebe wir von ihnen erhalten.

Die Handlung ist in sich schlüssig, es geht um Liebe und Freundschaft.
Das Buch macht auch nachdenklich und zeigt, dass sich im Leben vieles ändern kann und man Menschen auch eine zweite Chance geben sollte.

Der Schreibstil ist locker, leicht und flüssig, mit witzigen und humorvollen Seiten.

Ein Buch nicht nur, aber besonders für Hundeliebhaber.

Autorin:
Claudia Thesenfitz hat ihre Liebe zu Hunden erst spät entdeckt.
Sie schreibt für alle großen Frauen-Zeitschriften und Magazine.

Mein Fazit:
Eine herrlich, leichte Sommerlektüre, über Freundschaft, Liebe und Hunde mit der wunderschönen Kulisse von Sylt bei der man am liebsten sofort Urlaub dort bucht.
Von mir 5 Sterne.

Veröffentlicht am 03.04.2019

Honigduft und Meeresbrise

Honigduft und Meeresbrise (Neuauflage)
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Honigduft und Meeresbrise, von Anne Barns

Cover:
Sieht lecker aus und mach Appetit auf mehr.

Inhalt:
Ein Brief, der erst nach 80 Jahren zugestellt werden kann, weckt in Anna und ihrer Oma Johanna, die ...

Honigduft und Meeresbrise, von Anne Barns

Cover:
Sieht lecker aus und mach Appetit auf mehr.

Inhalt:
Ein Brief, der erst nach 80 Jahren zugestellt werden kann, weckt in Anna und ihrer Oma Johanna, die Neugier was da 1941 vorgefallen ist und was das für ihre Familie bedeutet.
Ihre Recherchen bringen sie nach Ahrenshoop, an die Ostsee und dort bekommen sie überraschende Antworten.
Und auch die Liebe, begegnet der im Moment mit viel Trauer (um ihrer verunglücke Freundin) angefüllten Anna.

Meine Meinung:
Ich habe nun schon so viele Bücher der Autorin gelesen und jedes war auf seine eigene, ganz besondere Weise einfach berührend. Doch dieses Buch legt nochmals eine Schippe drauf, es ist einfach unglaublich.
Das Familiengeheimnis ist so spannend, WAS; WIE; WANN; WARUM?
Oder die Freundschaft: die ist dieses mal wirklich etwas ganz besonderes.
Außerdem die Liebe zwischen der Oma und der Enkelin: sowas von berührend, so herzerwärmend, erfrischend und spritzig….
Vor allem die Oma wird mit der ersten Begegnung zur absoluten Lieblingsfigur, und gerne schneide ich mir ZWEI, nicht nur eine Scheibe von ihr ab.
Und dann muss man den Humor ganz besonders erwähnen. Sowas von klasse, also hier kann man immer wieder einfach nur herzhaft lachen.
Nicht zu vergessen die herrliche Landschaft – einfach fantastisch, man möchte sich einfach sofort mitten ins Buch reinbeamen.
Was mir ganz besonders gut gefallen hat, waren die vielen magischen Momente, die man sich nicht erklären kann, die einfach in der Luft schweben.

Die Handlung entwickelt sich ganz automatisch und auch die Personen und Charaktere sind so vielschichtig und natürlich, dass ich mittendrin und dabei bin. Einfach wieder grandios.

Wie bei jedem Buch von Anne Barns finde sich hinten im Buch passend zum Thema (hier Honig), noch vier Rezepte die zum sofortigen nachmachen anregen.

Hier noch ein tolles Zitat, das mir super gut gefallen hat:
Zu viel nachdenken ist wie schaukeln, man ist zwar in Bewegung, aber man kommt nicht vorwärts.

Autorin:
Anne Barns ist eines der Pseudonyme der Autorin Andra Russo. Sie hat vor einigen Jahren ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben um sich ganz dem Schreiben widmen zu können. Sie liebt, Lesen, Backen und das Meer.

Eine Autorin, bei der ich mich auf jedes neue Buch freue.

Mein Fazit:
Ein wunderschönes, lebendiges Lese-Highlight , wie es schöner nicht sein könnte.
Ich habe es geliebt und genossen von der ersten bis zur letzten Seite.
Deshalb volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.03.2019

Schattenpferde der Rocky Mountains

Schattenpferde der Rocky Mountains
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Schattenpferde der Rocky Mountains, von Natascha Birovljev

Cover:
Wunderschön und passend.
Die weite unberührte Landschaft und der Pferdekopf.

Inhalt:
Als die Geschwister Lee und Lyla, die Nachricht ...

Schattenpferde der Rocky Mountains, von Natascha Birovljev

Cover:
Wunderschön und passend.
Die weite unberührte Landschaft und der Pferdekopf.

Inhalt:
Als die Geschwister Lee und Lyla, die Nachricht erhalten, dass ihr Vater unheilbar krank ist, reisen sie nach vierzehn Jahren, zum ersten mal wieder nach Kanada.
Das Wiedersehen verläuft nicht ganz so einfach.
Doch die Magie der Rocky Mountains und neue Liebesbeziehungen lenken beide auf ihre ganz eigenen und persönlichen Wege.

Ein Familiengeheimnis und existenzielle Probleme für die Willow Ranch stellen die beiden vor große Probleme.
Werden sie die richtigen Entscheidungen treffen können.

Meine Meinung:
Ein tolles Buch, das die Sehnsucht für dieses tolle Land, die Kultur und das Wissen der Indianer sofort in mir weckt.

Die Magie und die Mystik, um Legenden und Wissen der Indianer sind wunderschöne eingebaut und erzählt.

Die Geschichte ist schön aufgebaut. Der Schreibstil flüssig und sehr schön beschrieben, so dass ich mir alles sehr gut vorstellen kann und vor meinem geistigen Auge sofort sehe.
Die Charaktere sind auch sehr gut beschrieben, jeder hat so seine Eigenheiten und entwickelt sich auch im Laufe der Geschichte.

Pferde spielen eine wichtige Rolle.

Autorin:
Natascha Birovljev ist 2005 von Deutschland nach Kanada ausgewandert. Heute lebt sie mit Pferden und Hunden auf ihrer Ranch in Alberta.

Mein Fazit:
Ein faszinierendes Buch, ein unglaublich schöner Handlungsort, eine sehr romantische Liebesgeschichte, voller Träume, Abenteuer und Phantasie.
Von mir volle Punktzahl, das heißt 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.03.2019

Schaukel das Schaf

Schaukel das Schaf - Ein Mitmachbuch zum Schütteln, Schaukeln, Pusten, Klopfen und sehen, was dann passiert. Von 2 bis 4 Jahren
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Schaukel das Schaf – Ein Mitmachbuch – von Nico Sternbaum*

Cover:
Bei dem lachenden Schaf, das nur so vor Lebensfreude sprüht, muss man einfach mit lachen.

Meine Meinung:
Ein tolles Buch, mit ganz wunderschönen ...

Schaukel das Schaf – Ein Mitmachbuch – von Nico Sternbaum*

Cover:
Bei dem lachenden Schaf, das nur so vor Lebensfreude sprüht, muss man einfach mit lachen.

Meine Meinung:
Ein tolles Buch, mit ganz wunderschönen Illustrationen.
Einfach, klar strukturiert und auf das wesentliche beschränkt, aber mit doch kindgerechten Details und wunderschönen Farben.

Die Ideen sind so kreativ und vielfältig.

Ganz automatisch, und voller Faszination und Ehrgeiz helfen die Kinder (und auch die Erwachsenen), wenn es gilt, den Dino zu kratzen, der Maus zu helfen und wie ein Hund zu bellen, aufs Ei zu klopfen um das Küken zu befreien, oder aufs Buch zu pusten, damit der Drache fliegen kann.
Das tolle dabei ist, dass auf der folgenden Seite dann immer der Erfolg zu sehen (und zu lesen) ist, was die Kinder total freut und zum weitermachen (helfen) animiert.

Die Reaktion meiner Testlesekinder: Kinderlachen, leuchtende Augen und ganz konzentrierte Augen und Zungenspitzen die aus dem Mundwinkel gelugt haben.
Kurzum: aktive und glückliche Kinder.

Das Format mit seinen 21cm auf 21cm, ist super, nicht zu groß oder sperrig und auch nicht zu klein. Das Cover ist aus ganz dicker Pappe, die Seiten aus „normal“ etwas verstärktem Papier.
Mit seinen über 60 Seiten ist es wirklich üppig ausgestattet. Und mit dem Preis von 8.99 €, ist dieses Buch wirklich ein Schnäppchen.

PS: Ich werde mir nun auch das Buch „Schüttle den Apfelbaum“ vom Autor zulegen.

Autor:
Nico Sternbaum hat schon als Kind viel gezeichnet und sich eigene Geschichten ausgedacht. Später studierte er an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und schloss mit einem Diplom ab. Heute ist er erfolgreicher Illustrator und Bestsellerautor

Mein Fazit:
Dieses Buch ist einfach ein Genuss, wir sind total begeistert.
Nicht nur ein Mitmachbuch, sondern auch ein Wohlfühlbuch, denn die gute Laune kommt mit dem „Mitmachen“ und dem „Betrachten“ der Bilder garantiert.
Von mir ganz klar eine Kaufempfehlung und volle 5 Sterne wenn es ginge wären es mehr.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Liebe Mama, ich lebe noch!

Liebe Mama, ich lebe noch!
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Liebe Mama, ich lebe noch! von Ernst Gelegs

Cover:
Passend historisch zum Buch gestaltet.

Inhalt:
Als ORF-Korrespondent Ernst Gelegs den Nachlass von "Tante Hansi" sichtet, stößt er auf einen unscheinbaren ...

Liebe Mama, ich lebe noch! von Ernst Gelegs

Cover:
Passend historisch zum Buch gestaltet.

Inhalt:
Als ORF-Korrespondent Ernst Gelegs den Nachlass von "Tante Hansi" sichtet, stößt er auf einen unscheinbaren Karton. Darin enthalten: fast 100 Briefe von Leonhard Wohlschläger, Sohn des renommierten Architekten und Wiener Stadtpolitikers Jakob Wohlschläger, und Bruder von Tante Hansi. Die Briefe, datiert zwischen 1933 und 1944, die meisten adressiert an seine Mutter, sind ein spannendes und detailliertes Zeitdokument.
Anhand von Leonhards privater Korrespondenz sowie der Feldpost eröffnet sich ein Paradox: Auf der einen Seite spricht hier ein junger, lebenslustiger Sohn, Bruder und Ehemann, auf der anderen Seite erlebt er als Soldat mit klarem Blick das Kriegsgeschehen an der Front. Einfühlsam balanciert Gelegs im Spannungsfeld zwischen Privatheit und den Zeitläuften der Weltgeschichte.

Meine Meinung:
Nach der Lektüre dieses Buches habe ich sehr zweispaltige Gefühle.
Leonhard ist in meinen Augen kein „heldenhafter“ Soldat.
Aber kann man das in so einem sinnlosen Krieg überhaupt sein?
Bleibt nicht unwillkürlich ein Teil der Menschlichkeit auf der Strecke?
Ist sich nicht jeder selber der Nächste.
Was würde aus mir selber? (Hand aufs Herz?)

Auf jedenfall ein ziemlich „authentisches“ Buch, durch die vielen (über 100) Briefe.

Ich will und kann mich hier nicht zum Richter über Leo aufschwingen.
Hier muss sich jeder selber ein Bild machen.
Leo ist Meister im „organisieren“, sich durchschlängeln, Ellenbogen einsetzen und sich auch mal drücken. Wie es aussieht ist er, außer bei seiner Familie, sich selbst immer der nächste. Seine Art sich durchs Leben zu manövrieren ist schon am Rande der Legalität, finde ich.

Der Schreibstil ist auf jedenfall ausgezeichnet.
Die Briefe werden durch gut recherchierte Fakten und private Anmerkungen, sehr gut zu einem großen Ganzen zusammengefügt.

Autor:
Ernst Gelegs, geb. 1960 in Wien, studierte Politikwissenschaften, Publizistik und Kommunikationswissenschaften.

Mein Fazit:
Ein interessanter Blick auf das Leben von Leonard Wohlschläger, vor allem in der Zeit als er Soldat war.
Auch wenn ich von manchem schockiert bin und „Leo“ so einige male meine Sympathie verloren hat, gebe ich dem Buch 5 Sterne, denn es ist wirklich sehr gut aufgebaut.