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Veröffentlicht am 22.11.2019

Austerndiebe

Winteraustern
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Im dritten Fall von Commissaire Luc Verlain geht es um Korruption und Machenschaften in der Austernbranche.
Luc und sein Vater Alain haben beschlossen, auf einem Boot der Gendarmerie ein Patrouillenfahrt ...

Im dritten Fall von Commissaire Luc Verlain geht es um Korruption und Machenschaften in der Austernbranche.
Luc und sein Vater Alain haben beschlossen, auf einem Boot der Gendarmerie ein Patrouillenfahrt mitzumachen und den wunderschönen Sonnenaufgang draussen bei den Austerngebieten zu erleben, denn Lucs Vater ist sehr krank und Luc will ihm so kurz vor Weihnachten eine Freude machen.
Vorerst wird aber aus einem entspannten Erlebnis nichts, denn ein Notruf zwingt die Besatzung, sofort zu reagieren. Ein Austernzüchter benötigt nach einem Überfall ihre Hilfe, die Flut ist im Anrollen und er muß gerettet werden.
Als er, schon am Boot und etwas erholt, an Land gebracht werden soll, entdeckt Lucs Vater aber etwas noch viel Schrecklicheres.
Nun hat Luc seinen nächsten Fall und weil er ja der Sohn eines Austernzüchters ist, geht ihm das alles sehr zu Herzen und er kniet sich mächtig in den Fall hinein. Hilfe bekommt er von seiner Freundin Anouk, die ebenfalls Polizistin ist und ihn unterstützt, wo sie nur kann.
Luc ermittelt mit viel Empathie und Fachwissen, und zuerst will keiner so recht reden. Aber Luc weiss, wie er Menschen zum Reden bringt.
Er gerät in einen Wust von Machenschaften, Korruption und Geldgier und in anfangs kleinen Schritten hat er bald ein Bild der Situation im Kopf. Er riskiert viel, aber es lohnt sich.
Der Autor Alexander Oetker beschreibt in seinem Krimi nicht nur ein Verbrechen und seine Aufklärung, sondern er taucht tief in die Gegebenheiten einer Branche ein, die kaum jemand kennt.
Auch die Schönheiten der Aquitaine weiss er, herauszustreichen.
Ein absolut lesenswertes Buch, ich freue mich schon auf Luc Verlains nächsten Fall


Veröffentlicht am 17.07.2019

Spannung pur

Das Verschwinden der Stephanie Mailer
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Joel Dickers Roman über das Verschwinden der Stephanie Mailer ist sein drittes Buch.
Er beschreibt darin, wie ein Mordfall nach 20 Jahren noch einmal aufgerollt wird, obwohl man damals einen ...

Joel Dickers Roman über das Verschwinden der Stephanie Mailer ist sein drittes Buch.
Er beschreibt darin, wie ein Mordfall nach 20 Jahren noch einmal aufgerollt wird, obwohl man damals einen Schuldigen gefunden hat.
Die gleichen Ermittler sind wieder mit dem selben Fall befasst.
Das heisst sowohl für die Beamten Jesse Rosenberg und Derek Scott als auch für die neu hinzugekommene Anna Kanner, aber auch für den oder die Täter von damals, alles auf Null.
Dicker beschreibt in einer dichten, logischen Handlung, wie jeder die Geschichte damals und heute sah oder sieht, es tauchen neue Namen und Konstellationen auf und auch menschliche und politische Abgründe werden schonungslos ausgelichtet.
Es gibt jede Menge Verdächtige, vieles wurde beim ersten Mal entweder nicht für wichtig empfunden oder gleich von Vorne an unter den Teppich gekehrt. Aber Jesse, Derek und Anna müssen und wollen den Täter jetzt ausfindig machen.
Ein fragwürdiges Theaterstück, das im wahrsten Sinne des Wortes Theater ist, spielt ebenso eine Rolle wie Waffenschieberei und Prostitution, sie reichen sich die Hände zu einer Kette, die es zu durchtrennen gilt
Spannend bis zum bitteren Ende und sehr lesenwert.

Veröffentlicht am 03.05.2019

Kein Sex-oder doch?

Die Geschichte der schweigenden Frauen
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Autorin: Die Pakistani Bina Shah, Studium am Wellesley College und in Harvard.
Der Roman:
Zeit: irgendwann in der Zukunft
Ort: Süd-West-Asien
Personen:
Sabine, junge Frau, lebt in der Panah
Die ...

Autorin: Die Pakistani Bina Shah, Studium am Wellesley College und in Harvard.
Der Roman:
Zeit: irgendwann in der Zukunft
Ort: Süd-West-Asien
Personen:
Sabine, junge Frau, lebt in der Panah
Die Panah ist ein unterirdischer, geheimer Ort, an dem Frauen wie Sabine relativ sicher sein können.
Die Panah wird geleitet von LIn Serfati, Nichte einer der Gründerinnen der Panah, Ilona Serfati.
Weitere Personen: Rupa, Diyah, Su-Yin, Marya, Aleyna
Dr. Bouthain, Manalac, Reuben Faro, Joseph,
und der Wichtigste, Dr. Julien Asfour
Die Handlung:
Ein Krieg hat Süd-Wast-Asien zerstört und verstrahlt. Nur wenige Gebiete bleiben verschont, dort wird die moderne Stadt Green_City aufgebaut.
Da es viel zu wenig Kinder gibt, müssen Frauen mit bis zu sechs Männern verheiratet sein und deren Kinder austragen, um den Bevölkerungsstand zu erhöhen.
Die Mädchen aus der Panah, zu denen auch Sabine gehört, sind illegal und schenken Männern, die sie buchen können, Intimität ohne Sex, was für viele kaum vorstellbar ist. Das Leben ist für die Mädchen und die Leiterin der Panah, Lin, sehr gefährlich und auch nicht immer einfach, da es gilt, sehr strenge Regeln zu befolgen.
Lin, die für sich eine Ausnahme macht und mit einem Mann auch Sex hat, bekommt eines Tages ein Schlafmittel, das sie Sabine, die nie schlafen kann, heimlich in ihren Tee mischt. Sie weiß, daß Sabine normalerweise keinen Alkohol trinkt.
Aber genau dann macht auch Sabine eine Ausnahme und trinkt bei einem Kunden, Joseph, doch Alkohol. Prompt schläft sie ein.
Einige Wochen danach, als sie wieder einmal bei Joseph war und nach Hause wollt, bricht sie auf der Straße zusammen.
Lins Überwachungssystem meldet ihr den Vorfall und Reuben, bei dem Lin die Nacht verbracht hat, beschließt, die Sache in die Hand zu nehmen, denn er ist einer der mächtigsten Männer von Green City, hat Zugriff auf Daten und kann diese auch manipulieren.
Er bringt Sabine bis vor das Krankenhaus und legt sie dort ab, überwacht aber genau, was mit ihr passiert.
Dr. Julien Asfour wird zu Sabines Notfall gerufen und das Schicksal nimmt seinen Lauf........

Sich eine Stadt wie Green City und ihre strengen Regeln auch nur vorzustellen, erzeugt bei mir Gänsehaut.
Aber niemand weiß, was kommen wird.
Die Geschichte nimmt einige drastische Wendungen, die Menschlichkeit kommt dabei nicht zu kurz.
Eindringlich und eindrucksvoll geschriebener Roman, der zwar in der Zukunft spielt, der aber auch Emotionen freisetzt, die so nicht erwartet werden.

Veröffentlicht am 26.03.2019

Gefühlswelten

ALLES WAS ICH DIR GEBEN WILL
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Das ist ein Roman nach meinem Geschmack.
Dolores Redondos " Alles was ich dir geben will" hat mich so richtig gepackt.
Der Schriftsteller Manuel Ortega und sein Mann Alvaro leben in Madrid. Alvaro ...

Das ist ein Roman nach meinem Geschmack.
Dolores Redondos " Alles was ich dir geben will" hat mich so richtig gepackt.
Der Schriftsteller Manuel Ortega und sein Mann Alvaro leben in Madrid. Alvaro ist in Geschäften immer wieder für einige Tage weg. Und eines Tages wird Manuel die Nachricht vom Unfalltod Alvaros überbracht. Manuel kann es nicht glauben, vor allem, weil Alvaro in einer ganz anderen Gegend verunglückt ist als er sein sollte.
Manuel fährt dort hin und muß erkennen, dass Alvaro vor ihm Geheimnisse gehabt hatte.
Ein Polizist der Guardia Civil und ein Priester, die beide der offiziellen Todesursache misstrauisch gegenüberstehen, helfen Manuel bei seinen Nachforschungen . Manuel weiss nicht mehr, was und wem er glauben soll.
Alvaro war ein Graf mit einer alten, äusserst traditionsverbundenen Familie, in der keine unschönen oder kriminellen Tatsachen Raum gegeben werden durfte. Also wurde vertuscht und gelogen.
Und genau diese Lügen sollte Manuel und seine mittlerweile schon Freunde gewordenen Helfer aufdecken.
In einem sehr rasanten Roman, in dem nichts beschönigt wird, liest man die Geschichte dieser spanischen Grafenfamilie und wird Zeuge einer schonungslosen Recherche, die auch Opfer fordert.
Die Provinz Galicien bildet den prachtvollen Hintergrund dazu.
Spannend, gefühlvoll, nachvollziehbar.
Man muß diesen Roman einfach gelesen haben.

Veröffentlicht am 21.03.2019

Aufarbeitung

Das Haus meiner Eltern hat viele Räume
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Im Buch von Ursula Ott, auf das ich mich sehr gefreut habe, sind mir leider die Antworten, die ich dem Titel nach erwartet habe, nicht gegeben worden. Nichtsdestotrotz und trotz vieler Allgemeinplätze,(die ...

Im Buch von Ursula Ott, auf das ich mich sehr gefreut habe, sind mir leider die Antworten, die ich dem Titel nach erwartet habe, nicht gegeben worden. Nichtsdestotrotz und trotz vieler Allgemeinplätze,(die gehören aber auch irgendwie dazu) hat mir das Buch gut gefallen. In gut lesbarer, dahinwallender Art schreibt Ursula Ott von ihrer Aufarbeitung und wie sie erlebt hat, das Haus ihrer Eltern leer zu räumen, und wie sie damit umgegangen ist. Oft mußte ich ja schmunzeln, denn sie lockert damit auf, daß zwar nicht ihr, aber so manchen anderen bei dem selben Problem passiert ist, daß etwas gefunden wurde, nach dem keiner suchen wollte.
Hinweise auf Bücher, die man eventuell zu Rate ziehen könnte, sowie ein im Anhang zu findendes ABC der Dinge sind sicher hilfreich, wenn man nicht so recht weiterweiss.
Alles in allem ein schnell zu lesendes interessantes Buch.
Das Cover spricht für sich