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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2019

Der goldene Funke sprang nicht über

Ein Himmel aus Gold
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Ich weiß nicht recht, was ich sagen soll.
Der Funke sprang nämlich leider nicht über.
Ich fühlte mich gelangweilt.
Es geschah einfach nicht viel.
In der Hinsicht habe ich mehr erwartet.
Vielleicht Skandale, ...

Ich weiß nicht recht, was ich sagen soll.
Der Funke sprang nämlich leider nicht über.
Ich fühlte mich gelangweilt.
Es geschah einfach nicht viel.
In der Hinsicht habe ich mehr erwartet.
Vielleicht Skandale, heimliche Liebeleien oder irgendetwas, das mich fesseln würde.

Die Cardew - Geschwister haben Geheimnisse. Insbesondere Caitlin und ich verspürte auch Neugierde mehr über sie zu erfahren, denn ehrlich gesagt, blieben sie doch ziemlich blass - und als die Bombe dann geplatzt ist, war es einfach so ... unspektakulär.

Lou ist herzallerliebst.
Sie ist einfach bezaubernd mit ihrer offenen und abenteuerlustigen Art.
Von ihr wird erwartet, dass sie heiraten würde. Sie hingegen will mehr vom Leben.
Ich mochte sie wirklich gern.

Gelegentlich kam auch das 20er Jahre Flair auf, auf das ich mich so gefreut hatte, aber eben nur gelegentlich. Ich hab mich auf ein besonderes Buch mit einer glamourösen Atmosphäre gefreut und leider wurden meine Erwartungen dahingehend nicht erfüllt.
Der Schreibstil ist auch wirklich schön. Leicht zu lesen und doch der Zeit angepasst.
Das gefiel mir sehr gut.

Das Ende war rund und stimmig. Es gefiel mir ebenfalls sehr gut, aber auch, weil endlich etwas geschah.

FAZIT

Ein Himmel aus Gold konnte leider nicht meine (hohen) Erwartungen erfüllen.
Lou war wirklich zauberhaft und die Orte und auch die Zeit, in der es spielt, gefielen mir wirklich gut, aber der Funke sprang nicht über, denn die Geschichte selbst hat mich leider eher gelangweilt.
Ich habe das Buch nur gelesen, nicht miterlebt. Das fand ich sehr schade

Veröffentlicht am 24.09.2019

Erschreckend und grausam, aber auch mitreißend

Die Arena: Grausame Spiele
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Als ich zum ersten Mal auf das Buch aufmerksam wurde, dachte ich an Die Tribute von Panem - wovon ich ein großer Fan bin, aber bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass es doch anders ist.
Der Zirkusaspekt ...

Als ich zum ersten Mal auf das Buch aufmerksam wurde, dachte ich an Die Tribute von Panem - wovon ich ein großer Fan bin, aber bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass es doch anders ist.
Der Zirkusaspekt sprach mich auf Anhieb an und meine Neugierde war entfacht.

Ich weiß nicht, was ich als am beängstigendsten empfand.
Der Zirkus, in dem die Menschen - die Dregs - gezwungen waren ihr Leben zu riskieren oder die Pures, die höhere Gesellschaft, die genau das sehen und erleben wollten.
Sie wollten tote Dregs - auf möglichst spektakuläre Weise.
Der Zirkus war sowohl faszinierend als auch grausam.
Faszinierend, wie die Artisten dort zusammenhalten, wie sehr sie um ihr Leben kämpften, zu was sie alles fähig waren - aber eben auch grausam, denn der Tod gehörte zum Alltag.
Dem Zirkusdirektor ging es nur um Ruhm und Geld. Ein grauenhafter Mann!

Die Geschichte ging nicht allzu tief, sowohl auf emotionaler als auch charakterlicher Ebene nicht. Das hätte ich mir gewünscht, dennoch konnte sie mich fesseln und ich habe es wirklich gern gelesen.
Der Schreibstil ist flüssig. Es gibt einige kurze Sätze, was zwischendurch mal abgehakt wird, ebenso sind die Kapitel sehr kurz. Teilweise nur eine halbe bis anderthalb Seiten. Die Sichtwechsel zwischen Ben und Hoshiko sind aber gelungen, so bekommt man einen guten Eindruck vom Leben als angesehener Pure als auch vom Zirkusleben.

Die Liebesgeschichte muss ich leider stark kritisieren, denn sie war für mich nicht nachvollziehbar und auch überhaupt nicht notwendig.
Es geht viel zu rasant. Sie verbringen kaum Zeit miteinander, sie kennen sich kaum, aber innerhalb von drei Tagen sprechen sie von Liebe.
Diese klassische "Instalove" ist leider überhaupt nicht meins.
Schnell verlieben, voll in Ordnung, aber wenn man sich eigentlich gar nicht kennt, keine besondere Zeit miteinander verbracht hat, dann ist es für mich nicht verständlich.
Aber ich konnte beim Lesen drüber hinwegsehen, weil es keinen enormen Teil eingenommen hat.
Ich habe ein paar Mal mit den Augen gerollt und dann war es auch okay. I
Ich habe es halt trotzdem wirklich gerne gelesen.

Ein Punkt, den ich hier noch ansprechen muss, da es doch ein sehr aktuelles und immer wichtiges Thema ist: Rassismus! Denn im Grunde ist es nichts anderes in dem Buch.
Die Dregs waren nämlich einst Einwanderer, von denen die Pures irgendwann zu viel hatten und sie an die Randbezirke der Städte gepfercht haben. Das Szenario ist so furchtbar. Es ist furchtbar, wie die Menschen geteilt werden.
Die Pures hielten die Dregs nicht für Menschen mit Gefühlen und Werten.
Ihr merkt also, ein erschreckendes Bild!

FAZIT

Die Arena - Grausame Spiele ist ein finsterer Auftakt einer Dilogie mit einem sehr faszinierenden Zirkusaspekt, der mich mitreißen konnte. An der Charaktertiefe fehlte es allerdings leider.
Die Liebesgeschichte darin und ich wurden nicht warm miteinander, aber ich konnte darüber hinwegsehen, weil der Fokus des Buches dennoch auf dem Zirkus und die Spaltung der Gesellschaft lag.
Ein grausame, erschreckende, düstere aber auch mitreißende und spannende Geschichte.

Veröffentlicht am 15.09.2019

Emotionslos, aber dennoch spannend!

The Black Coats - ... denn wir vergeben keine Schuld
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Bereits im aus dem Klappentext geht hervor, dass dieses Buch eine heftige, erschütternde Thematik beinhalten würde.
Gewalttaten. Gewalttaten an Frauen, die nie eine Chance auf Gerechtigkeit hatten.
Die ...

Bereits im aus dem Klappentext geht hervor, dass dieses Buch eine heftige, erschütternde Thematik beinhalten würde.
Gewalttaten. Gewalttaten an Frauen, die nie eine Chance auf Gerechtigkeit hatten.
Die entweder ermordet wurde oder schlichtweg nicht ernst genommen wurden.
Deshalb wurden die Black Coats gegründet, eine Gruppe von Mädchen und Frauen, die betroffen sind oder auf andere Weise damit in Berührung gekommen sind.

Beim Prolog musste man bereits schlucken. Es begann ziemlich krass.
Die Geschichte spielt in Texas - der Prolog ist ein paar Jahrzehnte vor unserer Zeit, aber danach spielt es im "Heute". Auch heute noch gehört Texas zu den konservativen Bundesstaaten und gerade im Prolog, fand ich, ging dies deutlich hervor.

Die Black Coats kämpfen auf ihre Weise für Gerechtigkeit, in Richtung Selbstjustiz - was schlichtweg auch niemals eine Lösung sein kann,
Mir gefiel die Geschichte ganz gut. Es war spannend und ich war gefesselt davon zu erfahren, wie es sich weiterentwickeln würde. Es ließ sich sehr flüssig lesen und so hatte ich das Buch tatsächlich ziemlich schnell beendet, dennoch habe ich leider Kritikpunkte, die ich nicht unerwähnt lassen möchte.
Bei einem Buch mit solch einer wichtigen und ernsten Thematik hätte ich mir mehr Emotionen gewünscht. Gewünscht, dass ich mitfühle und dabei bin. Doch leider fehlte mir genau dies.
Es war etwas nüchtern und hat mich daher emotional nicht wirklich berühren können. Leider.
Die Liebesgeschichte wirkte auf mich gewollt.
Ich dachte, die Autorin will damit zeigen, dass Thea neben den Black Coats ihr normales Leben nicht aus den Augen verlor, aber als es dann zum Ende ging, offenbarte sich, dass dieser Teil ganz und gar nicht nur Nebensache war. Auch hier empfand ich eben keinerlei Gefühl.

FAZIT

Alles in allem kann ich sagen Black Coats - ... denn wir vergeben keine Schuld mir gut gefallen hat.
Es war spannend und konnte mich mit der Thematik auch fesseln, doch die Emotionen fehlten mir. Es ließ sich flüssig lesen, war aber dennoch auch recht nüchtern.

Veröffentlicht am 15.09.2019

Tolle Idee, aber das gewisse Etwas fehlte

Kristallblau - Magisches Blut
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Da ich eine Art Leseflaute habe, war ich glücklich darüber ein Buch gefunden zu haben, dass sich richtig anfühlte. Die ersten 80-100 Seiten war so gut, aber kurz danach kam bereits die Ernüchterung und ...

Da ich eine Art Leseflaute habe, war ich glücklich darüber ein Buch gefunden zu haben, dass sich richtig anfühlte. Die ersten 80-100 Seiten war so gut, aber kurz danach kam bereits die Ernüchterung und ab dann kam ich nur noch schleppend voran.
Es fand ein Ortswechsel statt.
Da ich die Stadt über dem Himmel und das Leben dort so außergewöhnlich fand, wollte ich gar nicht weg.
Doch nun befand ich mich auf dem Planeten und es war dort einfach nicht so spannend.
Es konnte mich nicht fesseln und ich verlor, ehrlich gesagt, das Interesse.
Ich blieb aber dran...

Auf dem Planeten lernten wir Leo und Agnes kennen.
Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Auf ihrem Kontinent leben sie sehr konservativ und insbesondere zu Agnes passt das Leben dort überhaupt nicht.
Sie war mir wirklich sympathisch. Ich mochte ihre rebellische Art sehr gern. Ihr Bruder hingegen hat es einem erstmal nicht so leicht gemacht ihn zu mögen.
Aber nicht nur Sera, die Cerulean, die auf dem Planeten landet, ist magisch.
Es sind noch mehr magische, faszinierende Wesen dort und das gefiel mir wirklich gut.
Zu Sera selbst kann ich gar nicht allzu viel sagen, denn ich konnte irgendwie keine Verbindung zu ihr herstellen.

Der Schreibstil und die Story haben mich einfach nicht überzeugen können, leider.
Es fehlte auch an Tiefe.
Wenn sich etwas verändert hat - an Gefühlen beispielsweise, dann wirkte es auf mich immer sehr abrupt - ohne, dass ich es nachvollziehen konnte, weil ich diese Veränderung gar nicht erlebt habe.
Hinzu kommt, dass es teilweise stumpf und abgehakt geschrieben wird. Flüssig, ja, aber stumpf. Einfach runtererzählt, ohne Gefühl. Das fand ich unfassbar schade.
Zum Schluss wurde die Geschichte auch wieder spannender und mitreißender, so dass ich mich nicht mehr entscheiden kann, ob ich Band 2 lesen möchte oder es lassen sollte.
Wie es weitergeht, würde mich eben schon interessieren.

FAZIT

Kristallblau - Magisches Blut beginnt mit einem großartigem Setting, zu dem man auch wieder zurückkehrt, aber dennoch muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht ganz mitreißen und begeistern konnte. Das gewisse Etwas fehlte mir einfach. Der Schreibstil war zwar flüssig und locker zu lesen, doch die abgehakten Sätze zwischendurch störten mich.
Die magischen Wesen gefielen mir sehr und der Anfang und das Ende des Buches waren auch spannend, doch der Mittelteil war etwas zäh. Sehr schade!

Veröffentlicht am 15.04.2019

Wichtige Thematik, schöne Geschichte, aber häufig "too much"

Someone New
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Die ganze Zeit musste ich Someone new nicht unbedingt sofort haben.
Und die Limited Edition brauchte ich schon gar nicht. & dann zog es doch ein und ich bereue es nicht. Auch nicht, dass es die Hardcoverausgabe ...

Die ganze Zeit musste ich Someone new nicht unbedingt sofort haben.
Und die Limited Edition brauchte ich schon gar nicht. & dann zog es doch ein und ich bereue es nicht. Auch nicht, dass es die Hardcoverausgabe wurde, denn es hat sich für mich gelohnt.
Die Zeichnungen von den Szenen, die man gerade liest, sind unglaublich schön.
Ich hab sie jedes Mal angehimmelt - wirklich, richtig gelungen.

Der Inhalt hat es mir anfangs nicht leicht gemacht, muss ich zugeben.
All die Vorstellungen der Charaktere auf den ersten ca. 60 Seiten waren mir zu viel.
Viel zu viel, denn jeder Charakter gehört einer Gruppe an, die es in der Gesellschaft nicht immer leicht hat. Somit sind die Themen von ihnen natürlich total wichtig, gar keine Frage, und es muss darüber gesprochen werden, doch die Fülle empfand ich als zu viel eben.
Weniger ist manchmal mehr trifft für mich hierbei zu.
Oder vielleicht mag es auch am rasanten Tempo gelegen haben, in dem man sie alle kennengelernt hat.
Mir hat dies einfach nicht so zugesagt.
Auch fehlte es mir etwas an Farbe, an Lebendigkeit. Die Charaktere wirkten auf mich teilweise oberflächlich und blass. Ich hätte sie so gern besser kennengelernt. Das fand ich sehr schade.

Aber wisst ihr, ich fand dennoch einige Dinge an dem Buch wirklich großartig!
Micah zum Beispiel mochte ich wahnsinnig gern.
Was für eine bewundernswerte, junge Frau. Wirklich.
Sie ist tolerant, offen, witzig, ehrlich und einfach liebenswert!
Besonders ihren Humor habe ich total gefeiert.
Ich musste sicherlich mehr als einmal laut loslachen über einen ihrer Witze.
Micah ist ein Mensch, der weiß, was die Liebe bedeutet und wie sie manchmal eben funktioniert. Auf was es ankommt.
Ich konnte ihre Emotionen sehr gut nachvollziehen.
All ihre Wut und ihren Frust, aber auch ihren Gefühlen Julian gegenüber.

Julian hingegen war da viel schwieriger zu deuten - was womöglich auch daran liegt, dass die Geschichte eben aus Micahs Sicht geschrieben ist. Julian war süß, gar keine Frage.
Er hat das Herz am rechten Fleck und man spürt in seinem Verhalten seine Ängste, doch er war so unnahbar und verschlossen. Ich konnte ihn deshalb nicht ganz greifen oder mich gar verlieben.

Die Geschichte von Julian und Micah ist etwas ganz Besonderes.
Etwas echtes, wahrhaftiges!
Es war wirklich schön - das zarte Knistern war spürbar.

Laura Kneidl spricht mit diesem Buch etwas an, wovon es in der Gesellschaft viel mehr geben sollte: Toleranz! Jedem Menschen gegenüber.
Der Schreibstil gefiel mir gut. Die Autorin schreibt sehr flüssig und locker.
Es fiel mir daher leicht die Geschichte zu genießen, dennoch gefiel mir die Umsetzung nicht rundum.

FAZIT

Someone New ist eine zarte, besondere Liebesgeschichte, die aber -in meinen Augen- das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft hat.
Versteht mich nicht falsch, die Geschichte ist wirklich richtig schön, hat Witz und ernste, wichtige Themen, über die gesprochen werden müssen und das hat mich sehr beeindruckt und bewegt.
Ich habe Freude gehabt beim Lesen, dennoch fehlte mir den Charakteren etwas Farbe.
Ich konnte sie nicht ganz greifen und sie blieben oberflächlich für mich. Ich hätte sie gern besser kennengelernt, insbesondere mit dem Charakter mit dem ich mich bestens identifizieren hätte können, denn wir teilen eine Geschichte.

Ich kann es trotz allem jedem wärmstens empfehlen - die Wendung habe ich erst kommen sehen, kurz bevor sie aufgelöst wurde.
Und ich sage es euch, es ist wirklich wichtig, Leute !