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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.06.2019

Die Stollen von Zitrabyt

Kalt wie Eis
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Wir befinden uns an der kalten Küste des Firnmeeres, in der Küstenstadt Zitrabyt. Auf dem Cover erkennt man die beiden Helden der Geschichte: Gnom Baro und Vargin Marca. Die beiden reisen (aus Gründen ...

Wir befinden uns an der kalten Küste des Firnmeeres, in der Küstenstadt Zitrabyt. Auf dem Cover erkennt man die beiden Helden der Geschichte: Gnom Baro und Vargin Marca. Die beiden reisen (aus Gründen die mir nicht klar sind – aber das kennt man als Rollenspieler ja) durch die Welt. Dort warten jede Menge Abenteuer auf sie und in Zitrabyt wartet erst einmal die Hafenmeisterin, die den beiden sozusagen einen Auftrag erteilt. Es gibt Spannungen zwischen den großen Zwergensippen und der Frieden ist gefährdet. Zur Unterstützung wird den beiden die Gletscherzwergin Yalia an die Seite gestellt. Zusammen sollen sie das Rätsel um die merkwürdigen Ereignisse lösen.

Auch wenn Yalia hier selbst keine Einheimische ist, führt sich durch die Stollen der Hafenstadt und klärt Baro und Marca über die Eigenheiten der verschiedenen Sippen auf. Auch die Stadt selbst ist liebevoll beschrieben und man bekommt direkt Lust ein Abenteuer in Zitrabyt oder einer ähnlichen Hafenstadt zu schreiben.

Das Abenteuer selbst ist solide, aber nicht übermäßig spannend. Eine gute Basis bietet es aber und vor allem gute Gründe, in den Stollen der Hafenzwerge herumzuschnüffeln.
So richtig nah bin ich den Charakteren leider nicht gekommen, mir fehlte ein Hintergrund. Wo kommen sie her? Woher kennen sie sich? Es scheint wie in einer neuen Gruppe zu sein, man setzt sich zusammen, die Charaktere sind zufällig in der gleichen Hafenkneipe und nehmen einen Auftrag an: Kennenlernen abgeschlossen.

Veröffentlicht am 12.05.2019

Blut ist dicker...

Zara und Zoë: Rache in Marseille
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Zwillingsschwestern, die nicht viel gemeinsam haben: Zara und Zoë. Zara ist Ermittlerin bei Europol, führt privat ein bürgerliches Leben und löste im Job Probleme mit kühler Analytik. Zoë ist nicht weniger ...

Zwillingsschwestern, die nicht viel gemeinsam haben: Zara und Zoë. Zara ist Ermittlerin bei Europol, führt privat ein bürgerliches Leben und löste im Job Probleme mit kühler Analytik. Zoë ist nicht weniger ehrgeizig, arbeitet aber für die Mafia. Sie schmuggelt Drogen und geht dabei hohe Risiken ein. Die beiden Schwestern haben keinen Kontakt und eigentlich auch keine Berührungspunkte in ihrem Leben. Dann wird Zara zu einem Fall gerufen, der sie sehr bewegt: Ein junges Mädchen wurde brutal ermordet. Alles sieht so aus, als sei sie zwischen die Fronten von Gangs geraten. Sie selbst kann nur im engen Rahmen ihrer Vorgaben ermitteln, also braucht sie Zoë. Doch das ist nach all den Jahren nicht so einfach…

Mir hat das Hörbuch gut gefallen. Die Charaktere sind interessant und die Spannung ist durchgehend hoch. Die Schauplätze in Frankreich, aber auch kurze Episoden in Deutschland, sind gut gewählt. Auch wenn das Buch im bekannten Marseille spielt, zeigt die Autorin uns Orte, die man als Reisender nicht zu sehen bekommt. Ganze Viertel, in denen die Arbeitslosigkeit hoch ist und Jugendliche kaum eine Perspektive sehen.
Schwächen sehe ich nur in der arg konstruiert wirkenden Geschichte der Schwestern. Es gibt Tötungsversuche und hochemotionale Geschwisterliebe, mir war es hier etwas zu dick aufgetragen.

Die Sprecherin Beate Rysopp macht ihren Job hier hervorragend, ich habe ihr gebannt zugehört und hatte keine Probleme die Figuren zu unterscheiden. Sie transportiert Emotionen und gibt den Personen ihren eigenen Charakter.

Veröffentlicht am 01.05.2019

Die alltäglichen Probleme eines Viertklässlers

Unheimlich perfekte Freunde
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Dies ist das „Hörbuch zum Film“ und schon äußerlich wirkt es wie die üblichen Kinoplakate für Kinderfilme und spricht die Zielgruppe sofort an. Mit einer Hörzeit von etwa 3,5 Stunden ist es für Kinder ...

Dies ist das „Hörbuch zum Film“ und schon äußerlich wirkt es wie die üblichen Kinoplakate für Kinderfilme und spricht die Zielgruppe sofort an. Mit einer Hörzeit von etwa 3,5 Stunden ist es für Kinder ab etwa 8 Jahren nicht zu lang.

Es geht um Frido und Emil, die trotz aller Unterschiede beste Freunde sind. Die beiden Viertklässler sind unzertrennlich, aber die Grundschulzeit endet bald. Und während Emil beste Noten schreibt, ist Frido ein eher mittelmäßiger Schüler und wird es wohl kaum zum Gymnasium schaffen.
Als Frido zufällig in ein Spiegellabyrinth auf dem Jahrmarkt gerät, steht er plötzlich der Lösung gegenüber: Seinem eigenen Spiegelbild. Das tritt als Doppelgänger aus dem Spiegel und verspricht alles zu können, was Frido nicht kann. Es scheint ein perfekter Plan zu sein, aber schon bald zeigen sich ernste Probleme.

Das Hörbuch ist lustig und trotzdem sehr spannend für Kinder. An einigen Stellen sind die Gags etwas zu künstlich und die Geschichte ein wenig zu rasant, aber insgesamt hat mir das Hören viel Spaß gemacht. Das Ende ist ganz schön gruselig, hat mich aber auch nachdenklich zurück gelassen.

Veröffentlicht am 01.05.2019

Spannend wie vom Autor gewohnt

Der Verfolger
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Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich Katzenbachs „Patient“ gelesen habe, aber das ist für das Verständnis dieses Buches eigentlich auch nicht wichtig. Obwohl es die Fortsetzung ist, wird alles nochmal ...

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich Katzenbachs „Patient“ gelesen habe, aber das ist für das Verständnis dieses Buches eigentlich auch nicht wichtig. Obwohl es die Fortsetzung ist, wird alles nochmal wiederholt und erklärt.
Das Buch beginnt mit einer Einführung in das „neue“ Leben des Psychiaters Frederick Starks. Es scheint relativ normal, aber fünf Jahre zuvor wurde er von einem Serienmörder verfolgt und fast getötet. Er schaffte es, seinen eigenen Tod vorzutäuschen und eine neue Identität anzunehmen, in der er weiterhin als Psychiater arbeitet. Und nun hat eben dieser Serienmörder ihn aufgespürt und droht ihn zu töten – wenn er nicht hilft den Verfasser von Drohungen gegen seine Geschwister zu finden. Starks sieht keinen anderen Ausweg und versucht so viel wie möglich herauszufinden. Dabei gerät er selbst in die Schusslinie und kämpft sich durch Verstrickungen, falsche Fährten und gefährliche Fallen.

Das Buch ist spannend und solide geschrieben. Es reiht sich meiner Meinung nach nahtlos ein, in die Thriller des Autors. Ob als Nachfolgeband oder eigenständiges Buch, Katzenbach hat einen unvergleichlichen Stil und ließ mich mit der Hauptfigur mitfiebern. Auch wenn einiges reichlich konstruiert wirkt, hat mich das Buch gefesselt und gut unterhalten.

Veröffentlicht am 18.04.2019

Buch zum Eintragen und Ausmalen - irreführender Titel aber schön gemacht

Mein Bullet Buch
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Ich habe keine Erfahrung mit Bullet Journals und der Gedanke, alles selbst gestalten zu „müssen“ ist vielleicht auch nichts für mich. Mir ist dieses Büchlein aufgefallen, weil ich den Einband schön gestaltet ...

Ich habe keine Erfahrung mit Bullet Journals und der Gedanke, alles selbst gestalten zu „müssen“ ist vielleicht auch nichts für mich. Mir ist dieses Büchlein aufgefallen, weil ich den Einband schön gestaltet finde und mich auch das Innere sofort angesprochen hat.
Mit dem klassischen Bullet-Journal hat es nicht viel zu tun – es fängt schon damit an, dass das typische Punktmuster gar nicht vorkommt.

Aber genau das wollte ich auch, ein Buch zum Eintragen von Zielen, Listen und Ideen. Zu vorgegebenen Themen, was natürlich wenig flexibel ist, aber neue Impulse gibt.

Das Buch ist mehr oder weniger in 12 Monate gegliedert, die man selbst einträgt. Man kann es also zu einem beliebigen Zeitpunkte beginnen. Als Kalender nutze ich es nicht, da kaum Platz ist, Termine einzutragen. Es gibt eine kurze Einführung, wer wirklich etwas über BuJo lernen möchte, kommt hier allerdings nicht weit.
Jeder Monat hat dann gleiche Elemente wie Monatsübersicht und eine To-Do-Liste. Dazu hat jeder Monat eine Art Schwerpunkt z.B. Ernährung oder Reiseplanung.

Mir gefällt das Design im Inneren und es gibt immer wieder kleine Bildchen oder Schmuckelemente, die man ausmalen kann. Als „Achtsamkeitsbuch“ oder Kalender für Menschen mit wenig Terminen ein schönes Eintragebuch. Wer allerdings ein BuJo möchte, wird von diesem Buch enttäuscht sein.