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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2019

Elefant, Löwe und ein Wasserschwein

Die wilde Baumhausschule, Band 1: Raubtierzähmen für Anfänger
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Theo war bisher der von allen geachtete ‚Meister der Streiche‘ in seiner Klasse. Doch nun, da der Wilde Hügel seine Pforten für die Anwohner eines kleinen Städtchens öffnet, kommt ein neues Mädchen in ...

Theo war bisher der von allen geachtete ‚Meister der Streiche‘ in seiner Klasse. Doch nun, da der Wilde Hügel seine Pforten für die Anwohner eines kleinen Städtchens öffnet, kommt ein neues Mädchen in die Klasse und legt mit ihrem Elefanten auch noch einen Auftritt hin, der sie und nicht länger Theo in den Mittelpunkt der Klasse rückt. Als auch noch das Schulgebäude zusammenbricht und die Klasse das Angebot erhält den Unterricht in den Zoo zu verlegen sieht Theo seine Stellung gefährdet. Aber dann geschehen plötzlich seltsame Dinge im Zoo, die dessen Eröffnung in Gefahr bringen und alle denken, dass der Streichekönig Theo dafür verantwortlich wäre. Aber ist dem so?

Das Buch bietet mit seiner Geschichte vieles, dass Kinder im Schulalter interessiert: wilde Tiere (wenn hier natürlich auch sehr zahm), Freundschaften und Zusammenhalt in der Gruppe, Vertrauen in sich und andere, Abenteuer und eine kleine Detektivgeschichte. All das hat die Autorin gekonnt in eine gar nicht so kurze Geschichte verwandelt. Immerhin hat das Buch 192 randvolle Seiten. Gleichzeitig ist es jedoch in 20 schön kurz gehaltene Kapitel gegliedert, so dass niemand beim Lesen (und Vorlesen) überfordert wird. Auch Schriftgröße und klug gewählter Zeilenabstand sowie die zahlreichen Illustrationen sorgen dafür, dass Achtjährige gut damit zurecht kommen können.

Aus meiner Sicht ist das Buch eine gute Bereicherung in jedem lesefreudigen Kinderzimmer und sowohl für Jungen als auch Mädchen geeignet.

Veröffentlicht am 19.05.2019

Auch die Kunst kann tödlich sein

Tod in Blau
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Ein bekannter Maler wird ermordet aufgefunden und zunächst gibt es kaum Hinweise, nach einer Weile stellt sich aber heraus das es einen Zeugen gibt, der sich aber durchgehend vor der Polizei versteckt ...

Ein bekannter Maler wird ermordet aufgefunden und zunächst gibt es kaum Hinweise, nach einer Weile stellt sich aber heraus das es einen Zeugen gibt, der sich aber durchgehend vor der Polizei versteckt – nicht nur vor der Polizei, denn auch andere suchen ihn. Wechsler muss also schnell handeln.

Ein gelungener und spannender Fall entwickelt sich der sich sehr gut liest. Der Roman geht aber auch wieder auf das persönliche Leben von Wechsler ein; die Schwierige Beziehung zu seiner Schwester und auch zu Clara, der Buchhändlerin und Bibliothekarin aus dem ersten Band.

Insgesamt ist es wieder ein Roman der sehr von der Stimmung lebt die dem Leser vermittelt wird. Der Autorin gelingt es mich wirklich gedanklich ins Berlin der 20er Jahre zu versetzen. Sie geht wieder auf die Gegebenheiten der Zeit ein, die Probleme im normalen Leben und beschreibt alles sehr bildlich, so dass man es vor Augen hat – ohne aber zu viel zu schreiben, so das es nicht überladen wirkt. Es war ein Roman den ich an einem Stück durchgelesen habe und nur einmal unterbrechen musste, um mir gleich Band 3 der Reihe zu bestellen, da ich von der Reihe anscheinend nicht genug bekommen kann.

Veröffentlicht am 05.05.2019

„Ist das Ihr Ernst? Ein Deutscher“

Die Falkenburg Chroniken / Die Falkenburg-Chroniken: Der Ägyptologe
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Diese Aussage Carters, als ihm Carl Falkenburg als Mitglied seines Grabunsteams vorgeschlagen wird blieb mir bis zum Ende des Buches im Hinterkopf und lies mich über einige gelesene Situationen schmunzeln.

Über ...

Diese Aussage Carters, als ihm Carl Falkenburg als Mitglied seines Grabunsteams vorgeschlagen wird blieb mir bis zum Ende des Buches im Hinterkopf und lies mich über einige gelesene Situationen schmunzeln.

Über den fiktiven Charakter Carl Falkenburg nimmt der Autor den Leser mit zur Grabungssaison 1922 bis 1924 ins Tal der Könige – zur berühmten Carter-Grabung. Und man erlebt alles mit – die tatsächlich vor Ort agierenden Archäologen, die Auseinandersetzungen mit der Antikenverwaltung, die geschichtlichen Umbrüche Anfang der 20er Jahre in Ägypten, den Presse-Rummel und natürlich auch den „Fluch des Pharao“, der damals so gerne zitiert wurde.

Ohne einen Anspruch auf historische Korrektheit zu erheben gelingt es dem Autor eine glaubwürdige Gesamtdarstellung der Carter-Grabung zu vermitteln. Sicher wurde mit dichterischer Freiheit die eine oder andere Situation etwas anders, als in der Realität dargestellt, aber das Gesamtpaket, die Atmosphäre überzeugt. Von daher kann man das Buch doch recht beruhigt auch in die Rubrik Historischer Roman aufnehmen, auch wenn es bei den Falkenburg-Chroniken an und für sich im Kern nicht um historischen Stoff geht.

Da es sich um ein Spin-Off handelt hoffe ich noch mehr über Carl Falkenburg (und seinen Bruder Richard) in Zukunft zu hören. Denn auch wenn es in diesem Roman eher ruhig und ziemlich „grabungsorientiert“ zugeht, gibt der Autor genügend Anspielungen und Hinweise auf möglich folgende Entwicklungen um die Gebrüder Falkenburg. Aber ich hoffe dass es wie in der Geheimaktereihe doch immer irgendwie auch im archäologischen Milieu verwurzelt bleibt. Ich mag das sehr.

Veröffentlicht am 23.04.2019

Richtig klassische Fantasy

Die Macht des Ersten
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Der Autor hat einen sehr rasanten und dichten Erzählstil, so dass ich als Leser schnell in die Handlung gezogen wurde. Dabei verlief diese sehr geradlinig, ohne zu verflachen. Denn die auftretenden Charaktere ...

Der Autor hat einen sehr rasanten und dichten Erzählstil, so dass ich als Leser schnell in die Handlung gezogen wurde. Dabei verlief diese sehr geradlinig, ohne zu verflachen. Denn die auftretenden Charaktere besitzen genug Facetten und Hintergründe, so dass der Roman nicht zu einfach erscheint.

Und die Handlung kommt im Prinzip mit drei Archetypen aus – Held (Leko, ein Alchemist), eine Begleiterin (Nea, eine Diebin) und ein treuer Gefährte (Wolf, ein Wolf). Was mir besonders gut gefiel war die Darstellung des treuen Gefährten. Wolf hat keinen Namen, was ich gut fand, denn der Autor gibt dem Tier zum einen menschliche Charakterzüge wenn es um die Interaktion mit Leko geht; lässt dabei aber auf der anderen Seite Wolf auch eben einen solchen sein. Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass das Tier zu sehr vermenschlicht wird.

Tja, und das ist es dann schon auch meinerseits. Das Buch sollte unbedingt gelesen werden. Es hat ein klassische Weltuntergangszenario, Intrigen, eine Romanze (ohne romantisch zu sein), typische Fantasyfiguren (Oger und Dryaden), längst vergessene Überlieferungen und Legenden und sicher noch einiges mehr.

Lesern, die klassischer DSA- und AD&D – Literatur zugetan sind, kann ich das Buch nur empfehlen, sowie jedem, der einfach einmal ein richtiges schönes Fantasyabenteuer erleben will.

Veröffentlicht am 19.04.2019

Ein super Artbook für alle Steampunk Begeisterte

Steampunk Soldiers
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Zu diesem Buch bleibt eigentlich nur wenig zu sagen.


Seit nunmehr gut vier Jahren am Markt lohnt es sich noch immer dieses Werk zu kaufen, denn es gibt nur wenig Vergleichbares.

Die Autoren beschreiben ...

Zu diesem Buch bleibt eigentlich nur wenig zu sagen.


Seit nunmehr gut vier Jahren am Markt lohnt es sich noch immer dieses Werk zu kaufen, denn es gibt nur wenig Vergleichbares.

Die Autoren beschreiben innerhalb einer fiktiven Steampunkwelt das Militär unterschiedlicher Länder im Hinblick auf ihre Uniformen und Ausrüstungen. Die Illustrationen von Mark Stacy sind wundervoll und kommen durch den Druck auf sehr festem Hochglanzpapier toll zur Geltung.

Das Buch bietet durch die detailreichen Beschreibungen und die Bilder nicht nur für Leser von entsprechender Fantasyliteratur eine Bereicherung sondern auch Cosplayern und Liverollenspielern tolles Augenfutter.
Ich finde das Buch nicht nur inhaltlich, sondern auch qualitativ sehr gut und empfehle es daher gerne weiter.