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Veröffentlicht am 03.06.2019

Lässt mich etwas zwiegespalten zurück!

Falling Fast
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Mutig sein und die Dinge tun, die sie sich früher nie getraut hätte. Diese beiden Dinge nimmt Hailee sich vor, bevor sie sich auf einen wochenlangen Roadtrip begibt, ohne festes Ziel vor Augen.
Chase kehrt ...

Mutig sein und die Dinge tun, die sie sich früher nie getraut hätte. Diese beiden Dinge nimmt Hailee sich vor, bevor sie sich auf einen wochenlangen Roadtrip begibt, ohne festes Ziel vor Augen.
Chase kehrt für den Sommer in seine Heimatstadt Fairwood zurück, in der ihn nichts reizt, bis er auf Hailee trifft. Die beiden fühlen sofort die besondere Verbindung, die zwischen ihnen besteht, doch Hailees Zeit in Fairwood ist begrenzt.

"Falling Fast" ist der Auftakt einer Dilogie von Bianca Iosivoni, der die Geschichte der einundzwanzig Jahre alten Hailee DeLuca und des zweiundzwanzig Jahre alten Chase Whittaker erzählt.
Die Geschichte wird aus den Ich-Perspektiven der beiden erzählt.

Die Bücher von Bianca Iosivoni konnten mich bisher fast alle komplett begeistern, sodass ich mich sehr auf Hailee und Chase gefreut habe! Ich mag Bianca Iosivonis Schreibstil total gerne und so ließ sich die Geschichte sehr gut lesen!

Hailee ist seit über zwei Monaten alleine auf einem Roadtrip, als sie in Fairwood ankommt. Hier hat ihr bester Freund Jesper gewohnt, mit dem auch Chase befreundet war. Durch Jesper kommen die beiden in Kontakt und von Beginn an besteht zwischen den beiden eine besondere Verbindung, doch macht es Sinn, diese zu erforschen, wenn Hailee schon bald weiterreisen wird?

Mir hat besonders Chase richtig gut gefallen, denn er ist ein netter und aufmerksamer Kerl, der für seine Freunde alles tun würde, egal was es ihn kostet! Mit Hailee dagegen hatte ich leider so meine Probleme, obwohl ich sie eigentlich auch sehr mochte! Sie nimmt sich vor mutig zu sein, und will Dinge erleben, für die sie bisher nicht den Mut hatte. Sie ist irgendwo zurückhaltend und ängstlich, aber auch lebensfroh und mutig. Besonders am Anfang fand ich sie etwas widersprüchlich, aber das hat sich mit der Zeit gebessert.
Was allerdings dafür gesorgt hat, dass ich nicht komplett mit ihr warm geworden bin, war, dass wir erst sehr spät hinter ihr großes Geheimnis kommen! Sie hat vieles vor dem Leser geheim gehalten und so hat man leider nur wenig über Hailee selbst erfahren und das hat mich fast schon genervt, denn so hatte ich immer das Gefühl sie nicht wirklich zu kennen!

Die Entwicklung der Geschichte hat mir aber gut gefallen! Ich fand zwar, dass sich stellenweise ein paar Längen eingeschlichen haben und an manchen Stellen hätte ich mir ein wenig mehr Spannung gewünscht, aber durch den tollen Schreibstil und auch die angenehme sommerliche Atmosphäre hat mich das kaum gestört! Auch die Rolle von Jesper und die vielfältigen Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen!
Das Ende hat noch mal alles auf den Kopf gestellt und das Buch endet an einer sehr fiesen Stelle. Man bekommt endlich ein paar Erklärungen, die dafür gesorgt haben, dass man Hailee deutlich besser versteht, aber dann ist das Buch auch schon vorbei und hat mich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten zurückgelassen. Ich muss sagen, dass ich mir letzten Endes ein wenig mehr von dem Buch erhofft hatte, eben weil mir die anderen Bücher von Bianca Iosioni immer richtig gut gefallen haben!
Für mich kamen die Erklärungen fast schon zu spät, aber mir hat die Geschichte dann trotzdem so gut gefallen, dass ich am liebsten sofort mit dem zweiten Band weitermachen würde! Auch, weil ich die Hoffnung habe, dass mir Hailee in diesem Band besser gefallen wird!
Bianca Iosivoni spricht in "Falling Fast" viele ernste Themen an und es gibt eine Triggerwarnung. Mir hat der Themenmix sehr gut gefallen und ich finde, dass die Autorin die Themen sehr gelungen umgesetzt hat. Ich bin definitiv gespannt, wie die Geschichte von Hailee und Chase im zweiten Band weitergehen wird!

Fazit:
"Falling Fast" von Bianca Iosivoni ist ein Auftakt, der mich etwas zwiegespalten zurücklässt.
Leider bin ich mit Hailee nicht wirklich warm geworden, weil ich fast während des gesamten Buches das Gefühl hatte sie nicht richtig zu kennen. Das fehlende Puzzlestück kam für mich fast schon zu spät und mir hat auch ein wenig die Spannung gefehlt. Hier lege ich aber große Hoffnung auf den zweiten Band!
Mir hat besonders Chase richtig gut gefallen und ich mochte die Atmosphäre total gerne! Die Entwicklung der Geschichte hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und nach dem Cliffhanger am Ende kann ich es kaum erwarten mit "Flying High" zu starten!
Ich vergebe gute drei Kleeblätter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Geschichte
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 20.04.2019

Hatte mir etwas mehr erhofft

Mirage - Die Schattenprinzessin
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Amanis Reifefeier sollte der Beginn eines neuen Abschnittes in ihrem Leben sein, doch mit dem Verlauf des Abends hätte sie nie gerechnet!
Von Imperial-Androiden entführt, wird Amani in die Ziyaana gebracht, ...

Amanis Reifefeier sollte der Beginn eines neuen Abschnittes in ihrem Leben sein, doch mit dem Verlauf des Abends hätte sie nie gerechnet!
Von Imperial-Androiden entführt, wird Amani in die Ziyaana gebracht, wo sie Prinzessin Maram kennenlernt, der Amani vollkommen gleicht. Amani lernt das Double der Prinzessin zu sein, um diese in zu gefährlichen Situationen in der Öffentlichkeit zu ersetzen.

"Mirage - Die Schattenprinzessin" ist der Auftakt einer Trilogie von Somaiya Daud, der aus der Ich-Perspektive der achtzehn Jahre alten Amani erzählt wird.

Amani ist auf dem Planeten Cadiz aufgewachsen, der seit Jahren von den Vath grausam besetzt wird. Die Vath haben die Atmosphäre ihres eigenen Planeten vergiftet, waren gezwungen auf einen anderen Mond umzusiedeln und haben sich unter anderem auf Andala und dessen Mond Cadiz niedergelassen, wo die Bevölkerung noch immer unter den Vath leidet.
Am Abend ihrer Reifefeier wird Amani entführt und in den Herrscherpalast von Andala, der Ziyaana, gebracht, wo sie lernt, das Double von Prinzessin Maram zu werden. Die beiden gleichen sich fast vollkommen, und wenn es für Maram zu gefährlich ist, vor die Öffentlichkeit zu treten, soll Amani ihre Rolle einnehmen, denn Maram wird von der Bevölkerung gehasst.

Amani hat mir als Protagonistin gut gefallen! Sie ist gerade dabei herauszufinden, wer sie wirklich sein möchte, als sie aus ihrem vertrauten Leben gerissen wird und sich plötzlich in der Ziyaana wiederfindet. Sie ist klug und mutig und lebt sich im Verlauf der Handlung immer besser ein, auch wenn sie ihr altes Leben nicht freiwillig aufgegeben hat. Doch sie lernt von den gerissenen Vathek und weiß sich zu behaupten, was mir sehr gut gefallen hat!
Weniger gut gefallen hat mir die Liebesgeschichte. Ich mochte Idris als Charakter echt gerne, aber die Liebesgeschichte ging mir dann deutlich zu schnell und ich konnte leider nicht so mitfiebern, wie ich es mir gewünscht hätte.
Am Besten gefallen hat mir Maram! Die Prinzessin ist halb Kushaila, halb Vathek und wird von ihren Untertanen gehasst. Zu Recht, denn sie ist sehr grausam und kalt, doch im weiteren Verlauf lernen wir auch eine weiche und verletzliche Seite von Maram kennen, was ich sehr spannend fand!

Mir hat die Welt, in die Somaiya Daud uns entführt, richtig gut gefallen! Ich hätte mir an manchen Stellen allerdings ein Glossar gewünscht, weil es viele fremde Begriffe gab, die erst nach und nach erklärt wurden, sodass ich an manchen Stellen nicht ganz folgen konnte.
Besonders Amanis Kultur fand ich aber sehr spannend! Die Kushaila werden von den Vath unterdrückt und dürfen ihre Traditionen nicht aufrechterhalten. Doch wo Unterdrückung ist, gibt es auch Rebellion.
Von der Handlung hatte ich mir ehrlich gesagt ein wenig mehr erhofft. Ich musste mich nie zum Weiterlesen zwingen, aber an manchen Stellen hätte ich mir schon mehr Spannung gewünscht!
Der Anfang konnte mich noch richtig mitreißen, denn Amanis neues Leben war sehr interessant, doch ich fand, dass Somaiya Daud das Potenzial der Geschichte nicht komplett ausgenutzt hat! Vieles ist mir zu reibungslos abgelaufen und das fand ich sehr schade, besonders wenn man bedenkt, wie gefährlich Amanis Leben als Double der verhassten Prinzessin sein sollte!
Dennoch macht das Ende definitiv Lust auf den zweiten Band, denn ich bin sehr gespannt, wie es mit Amani weitergehen wird!

Fazit:
"Mirage - Die Schattenprinzessin" von Somaiya Daud ist ein Auftakt, von dem ich mir ein wenig mehr erhofft hatte.
Ich fand die Charaktere sehr spannend und auch die Welt hat mir gut gefallen, auch wenn die vielen fremden Begriffe es mir besonders am Anfang ein wenig schwer gemacht haben. Ich hätte mir allerdings ein wenig mehr Spannung gewünscht und fand, dass Somaiya Daud das Potenzial leider nicht komplett ausgeschöpft hat.
Ich vergebe gute drei Kleeblätter.

Veröffentlicht am 15.01.2019

Habe mir mehr von der Geschichte erhofft!

Queen and Blood
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Zwei Jahre sind seit dem verheerenden Kampf gegen die Voltev vergangen, doch die letzten verbliebenen Vogelmenschen bedrohen das Königreich von Jeru noch immer.
Kjell und seine Garde sind auf der Jagd ...

Zwei Jahre sind seit dem verheerenden Kampf gegen die Voltev vergangen, doch die letzten verbliebenen Vogelmenschen bedrohen das Königreich von Jeru noch immer.
Kjell und seine Garde sind auf der Jagd nach den letzten Voltev, als er über die schwer verletzte Sasha stolpert, die er mithilfe seiner Heilkräfte retten kann und die ihm seitdem nicht mehr von der Seite weicht.

"Queen and Blood" ist der zweite Band von Amy Harmons The Bird and the Sword Chroniken, der aus der personalen Erzählperspektive des dreißig Jahre alten Kjell von Jeru erzählt wird, den wir im ersten Band bereits als Bruder von König Tiras kennenlernen durften.

Kjell ist ein sehr guter Krieger, doch in ihm schlummert auch die Gabe des Heilens, mit der er sich seit Kurzem auseinandersetzen muss. Er hat seine Gabe lange verleugnet und es fällt ihm sehr schwer diese zu akzeptieren, doch er setzt sie ein, wenn er ein Menschenleben retten kann. So auch das der Sklavin Sasha, die nichts über ihre Vergangenheit weiß und ihm seit ihrer Heilung nicht mehr von der Seite weicht.

Ich fand es ein wenig schade, dass die Geschichte nicht aus der Ich-Perspektive erzählt wurde, wie der erste Band und man auch nicht in Sashas Perspektive eintauchen durfte. Sie hätte ich gerne näher kennengelernt, denn ich konnte mich bis zum Ende hin nur schwer mit ihr identifizieren und sie ist mir während der gesamten Handlung über etwas fern geblieben.
Ich fand, dass Sasha sehr unterwürfig war, was natürlich ihrer Rolle als Sklavin entsprochen hat, doch ich hätte mir gewünscht, dass sie nicht ganz so passiv gewesen wäre, besonders nicht im zweiten Teil des Buches! Sie ist ein sehr willensstarker, aber auch ruhiger und bescheidener Charakter, der sich mit düsteren Visionen auseinandersetzen muss, die sich schon oft bewahrheitet haben. Sie versucht immer eine Vision zu deuten, um das Unheil abzuwenden, aber viele Menschen treten ihr mit Angst und Misstrauen entgegen, was es Sasha nicht leicht macht.
In Kjell konnte ich mich dann etwas besser hineinversetzen, wobei er mir es mit seiner grummeligen Art auch nicht wirklich leicht gemacht hat. Aber bei Kjell konnte ich seine Gedanken und Motivation nachvollziehen, was ich bei Sasha leider nicht konnte.

Die Geschichte ließ sich anfangs echt gut lesen, wobei mir eine Wendung im Mittelteil nicht besonders gut gefallen hat. Mit Kjell und Sasha ging es mir außerdem viel zu schnell! Ich konnte kaum mit den beiden mitfiebern, weil sie mich leider nicht berührt haben. Dann gab es eben diese Wendung, die Geschichte wurde fast komplett auf den Kopf gestellt und entwickelte sich in eine Richtung, die mich zwar überraschen, aber leider nicht begeistern konnte. Das Ende hat mir dann ein wenig besser gefallen, wobei mir manche Konflikte aber zu einfach gelöst wurden!

Fazit:
"Queen and Blood" von Amy Harmon ist ein zweiter Band, von dem ich mir deutlich mehr erhofft hatte!
Ich fand es schade, dass wir nur aus Kjells Erzählperspektive lesen durften, denn mit Sasha konnte ich mich nicht identifizieren und die Liebesgeschichte konnte mich leider nicht berühren. Auch die Geschichte konnte mich nicht durchgehend fesseln. Eine Entwicklung hat mir gar nicht gut gefallen und am Ende wurde mir vieles zu einfach gelöst. Schade, denn eigentlich ging es echt vielversprechend los!
Ich vergebe schwache drei Kleeblätter.

Veröffentlicht am 23.08.2018

Ein guter Auftakt mit Luft nach oben!

Eine Krone aus Feuer und Sternen
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Prinzessin Dennaleia ist Prinz Thandilimon von Mynaria versprochen, um ein Bündnis zwischen seinem Königreich und Dennas Heimat Havemont zu schmieden.
Als sie an seinen Hof kommt, hofft Denna, dass sie ...

Prinzessin Dennaleia ist Prinz Thandilimon von Mynaria versprochen, um ein Bündnis zwischen seinem Königreich und Dennas Heimat Havemont zu schmieden.
Als sie an seinen Hof kommt, hofft Denna, dass sie einander vielleicht irgendwann lieben werden, doch dann ist es seine Schwester Amaranthine, die Dennas Herz berühren kann.

"Eine Krone aus Feuer und Sternen" von Audrey Coulthurst ist der Auftakt einer Reihe, die aus mindestens zwei Bänden bestehen wird.
Erzählt wird das Buch aus den abwechselnden Ich-Perspektiven der Prinzessinnen Dennaleia und Amaranthine.

Denna ist seit ihrer Kindheit Prinz Thandilimon versprochen und bereitet sich seit Jahren darauf vor eine gute und weise Königin für Mynaria zu werden, doch bis auf Lord Casmiel, dem Hofmeister und Onkel des Prinzen, sieht niemand Dennas enormes Potenzial, bis Denna und Mara sich näher kennenlernen.
Mara ist mit ihren achtzehn Jahren zwei Jahre älter als Denna und wirkt doch oft, als wäre sie die jüngere. Wo Denna verantwortungs- und pflichtbewusst ist, liebt Mara ihre Freiheit und lässt ihre Aufgaben am Hof schleifen. Nur die Ausbildung der Pferde bedeutet ihr viel und in dieser Aufgabe geht sie auf.

Die beiden haben mir wirklich gut gefallen, wobei ich Denna ein wenig lieber mochte als Mara. Während Mara schon seit Jahren gegen ihre Pflichten und das steife Leben am Hof ankämpft, hat Denna sich mutig ihrem Schicksal gefügt, doch wahre Freiheit ist für beide ein Fremdwort.
Ich fand es spannend, wie die beiden zueinandergefunden haben, denn zuerst mochten sie sich nicht wirklich. Aus der zarten Freundschaft, die sich nach und nach entwickelt hat, wurde langsam mehr und auch ihre Beziehung hat mir echt gut gefallen!

Das bevorstehende Bündnis zwischen Havemont und Mynaria wird nicht überall gerne gesehen, denn in Mynaria ist die Magie verboten, wird sogar verfolgt, und die Bewohner von Zumorda, in dem Magier, oder Menschen mit einer Neigung, frei leben können, werden durch das Bündnis von einem ihrer bedeutendsten Tempel ferngehalten, was zu Aufständen und Unruhen führt.
Als kurz nach Dennas Ankunft am Hof ein mysteriöser Mord passiert, spitzt sich die Lage noch mehr zu. Eine gefährliche Situation für Denna, denn sie verbirgt ihre Neigung zum Feuer schon seit Jahren.

Die Welt und die Idee der Geschichten haben mir ebenfalls echt gut gefallen, aber ich finde, dass Audrey Coulthurst da etwas mehr draus hätte machen können. Im Fokus der Geschichte standen Denna und Mara, was nicht schlimm war, weil die beiden mir gut gefallen haben, aber die Magie und die Geschichte der Königreiche hätte für mich noch stärker im Vordergrund stehen können! Ich finde es schade, dass man nicht mehr über die Welt an sich erfahren hat, weil viele gute Ansätze da waren!
An manchen Stellen zog sich die Handlung für meinen Geschmack etwas, auch weil es oft um politische oder höfische Angelegenheiten ging. Der Mord, der gleich zu Beginn des Buches geschehen ist, hat Spannung versprochen, aber irgendwie verlief die Suche nach dem Mörder im Sande, was ich sehr schade fand. Hier hat die Autorin viel Potenzial verschenkt!

Fazit:
"Eine Krone aus Feuer und Sternen" von Audrey Coulthurst ist ein guter Auftakt, bei dem ich allerdings noch Luft nach oben sehe.
Im Fokus der Geschichte standen Mara und Denna, die mir echt gut gefallen haben, aber aus der Welt und der Handlung hätte man deutlich mehr machen können, weil man nur wenig erfahren hat und an manchen Stellen hätte es für mich ein wenig spannender sein können.
Ich habe ein wenig mehr erwartet und vergebe drei Kleeblätter.

Veröffentlicht am 19.08.2018

Konnte mich leider nicht so mitreißen!

Hazel Wood
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Während Alices Mutter Ella mit Märchen großgezogen wurde, ist Alice auf Highways aufgewachsen.
Alle paar Monate mussten die beiden umziehen, denn sie werden vom Unheil verfolgt.
Als Alices Großmutter Althea ...

Während Alices Mutter Ella mit Märchen großgezogen wurde, ist Alice auf Highways aufgewachsen.
Alle paar Monate mussten die beiden umziehen, denn sie werden vom Unheil verfolgt.
Als Alices Großmutter Althea Proserpine stirbt, lassen die beiden sich in Brooklyn nieder, doch das Unheil können sie nicht abschütteln und schon bald verschwindet Ella spurlos.

"Hazel Wood - Wo alles beginnt" ist der Auftakt einer Reihe von Melissa Albert, der aus der Ich-Perspektive der siebzehn Jahre alten Alice Crewe erzählt wird.

Alices Leben war bisher geprägt von vielen Umzügen, denn nie blieben ihre Mutter Ella und sie lange am gleichen Ort, auch weil irgendwann immer ein Unglück geschah, wenn die beiden zu lange blieben. Nach dem Tod von Alices Großmutter, der berühmten Märchenerzählerin Althea Proserpine, haben die beiden gedacht, dass Unglück hinter sich gelassen zu haben, doch dann verschwindet Ella spurlos. Nur die Warnung, dass Alice sich von Hazel Wood, dem Anwesen ihrer Großmutter, fernhalten soll, ist geblieben und Alice macht sich natürlich sofort gemeinsam mit ihrem Schulfreund Ellery Finch auf den Weg und landet in einer unfassbaren Welt voller Märchen.

Vielleicht war mir die Welt, in die Melissa Albert uns entführt, ein wenig zu abstrus, oder es lag daran, dass es bis zum Ende hin kaum Erklärungen gab, aber ich habe mich leider sehr schwer getan, in die Geschichte hineinzukommen! Es gab zwar auch Stellen, die mir gut gefallen haben und auch die Idee hinter der Geschichte mochte ich sehr, aber ich fand, dass das Buch sich nicht ganz so gut lesen ließ, fast schon zäh, und so hatte ich leider auch das Gefühl nicht wirklich in der Handlung voranzukommen.
Die Märchen und das Hinterland spielen in diesem Buch eine große Rolle, wobei die Märchen ein Stück weit gruseliger und düsterer waren, als normal, was mir aber gut gefallen hat! Auch die Atmosphäre fand ich klasse, aber die Handlung konnte mich dann leider nicht so mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte!

Auch Alice hat es mir nicht leicht gemacht, denn mit ihr bin ich nicht wirklich warm geworden. Sie hat ein ziemliches Temperament, eine unterschwellige Wut, die später zwar erklärt wurde, aber trotzdem ist mir Alice nicht wirklich sympathisch geworden.
Für Alice ist Ella die wichtigste Person auf der Welt. Ihre Großmutter Althea hat Alice nie kennengelernt, auch wenn ihre mysteriöse Geschichte Alice immer fasziniert hat. Als Ella verschwindet, setzt Alice alles daran ihre Mutter zu finden. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter, die auf mich eher wie Schwestern wirkten, hat mir richtig gut gefallen!

Fazit:
Leider hat mir "Hazel Wood - Wo alles beginnt" von Melissa Albert nicht ganz so gut gefallen, wie ich es mir erhofft hatte!
Ich habe mich sehr schwer getan in die Geschichte hineinzufinden und die Handlung konnte mich dann auch nicht so fesseln. Auch mit der Protagonistin Alice bin ich nicht warm geworden.
Allerdings fand ich die Idee hinter der Geschichte wirklich klasse und auch die düstere Atmosphäre hat mir gut gefallen.
Trotzdem habe ich mehr von diesem Auftakt erwartet und so vergebe ich schwache drei Kleeblätter.