Viel Spannung, viele Fälle, nicht alles aufgelöst
10 Stunden tot
„10 Stunden tot“ ist der 4. Band der Serie um den Ermittler Fabian Risk und seinem Team. Da ich die bisherigen Bände sehr gerne gelesen habe, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Mit gleich zwei ...
„10 Stunden tot“ ist der 4. Band der Serie um den Ermittler Fabian Risk und seinem Team. Da ich die bisherigen Bände sehr gerne gelesen habe, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Mit gleich zwei Mordfällen setzt der Krimi ein, so dass man gleich mitten im Geschehen ist. Die Spannung ist von Anfang an geweckt und lässt auch nicht nach. Später kommen dann noch mehr Verbrechen hinzu.
Da mir die Protagonisten zum großen Teil aus den ersten drei Bänden bekannt waren, war ich auch sehr gespannt, wie sich ihr Leben weiter entwickelt. Auch in diesem Bereich wird die Spannung durch häufige Perspektivwechsel und kurze Kapitel durch das ganze Buch hinweg hoch gehalten.
Insgesamt waren es mir aber etwas zu viele Fälle, die teilweise miteinander verwoben sind, aber auch für sich alleine stehen. Die zahlreichen Figuren sind in ihrer Handlungsweise ausführlich charakterisiert und die familiären Beziehungen sind anschaulich dargestellt. Ob die Anhäufung von massiven persönlichen Problemen in einer Behörde allerdings wirklich realistisch ist, wage ich zu bezweifeln. Aber da ich mich durch den Krimi unterhalten lassen möchte und kein Fachbuch über die Schwedische Polizeiarbeit lese, ist das in Ordnung.
Als Fortsetzung der Serie habe ich dieses Buch sehr genossen und die zahlreichen offenen Enden machen mich auch gespannt auf den 5. Teil. Insgesamt finde ich es aber schade, dass gerade der Fall, der mich am Anfang am meisten beeindruckt und gepackt hat, noch nicht wirklich zu einem Ende gebracht wurde.
In einer Serie ist es immer interessant, wenn man etwas vom familiären Hintergrund der Figuren erfährt. In diesem Fall ist es mir aber zu viel davon. Auch in einer Serie sollte für mich jeder Band für sich selber stehen können, so dass man ein einzelnes Buch verstehen und genießen kann. Das ist meiner Meinung nach hier nicht wirklich der Fall. Ohne Vorwissen aus den anderen Bänden wird man Probleme haben, alles zu verstehen. Und auf der anderen Seite sind es für mich zu viele Cliffhanger, so dass das Buch für mich nicht wirklich abgerundet wirkt.
Von mir erhält dieses Buch eine Leseempfehlung für Leser der ganzen Reihe. Als Einstieg in die Risk- Krimis von Stefan Ahnhem ist es nicht geeignet. Da würde ich unbedingt die vorgesehene Reihenfolge einhalten. Von mir erhält das Buch 4 Sterne.