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Nicis_Buchecke

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2017

Solide Unterhaltung

Für Happy Ends gibt`s kein Rezept
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Dieses Buch reizte mich vor allem durch seinen Klappentext. Ich war ganz gespannt auf den Rockstar mit der rauchigen Stimme.
Addie ist eine wirklich sympathische Person mit einem bewundernswerten Freundeskreis ...

Dieses Buch reizte mich vor allem durch seinen Klappentext. Ich war ganz gespannt auf den Rockstar mit der rauchigen Stimme.
Addie ist eine wirklich sympathische Person mit einem bewundernswerten Freundeskreis und in dem Zusammenhang auch Arbeitsumfeld. Bei diesen Freundinnen könnte man glatt neidisch werden. Und das ist auch das einzige was mich an Addie ein wenig gestört hat, dass sie trotz dieser tollen Frauen sich selbst bemitleidet, dass sie angeblich jeder verlässt und alleine lässt. Ich meine auch wenn das auf Exfreunde und Familie zutreffen mag hat sie doch viele Menschen permanent um sich rum, die sie unterstützen und für sie da sind.
Jack hingegen war für mich einfach ein richtig cooler Typ. Er hatte immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und hat mich damit manches Mal zum lachen gebracht. Er sieht natürlich, wie soll anders sein und wie wäre es anders zu erwarten gewesen, supersexy aus. Er ist zwar ein Rockstar, aber er ist sehr geerdet und menschlich. Bei ihm gibt es seit Jahren keine Vamps und Allüren mehr, was ihn zuerst sehr mysteriös auf mich wirken ließ. Er wirkt richtig zahm, aber die Autorin erklärt auch warum das so ist.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und angenehm und selbst erotische Szenen wirken bei ihr nicht plump. Ich mag sie vor allem, weil sie das weibliche Geschlechtsteil nicht mit einer Katze gleichsetzt. Die Aufteilung der Kapitel ist wunderbar, da sie wechseln zwischen Jack und Addie und wir so beide besser verstehen und ihre Handlungen besser nachvollziehen können. Komischerweise irritierte mich bei diesem Buch, dass man keinerlei Altersangaben bekommt. Woran das lag? Weil Addie und ihre Freundinnen schon früher die Poster von Jacks Band im Zimmer hatten. Das vermittelte mir den Eindruck, dass Jack älter sein müsste als Addie und das vielleicht nicht nur zwei Jahre. Gleichzeitig wirkt er jung und jugendlich, andererseits aber auch älter und erfahren. Addies Alter erfuhr ich auch nicht, so dass ich keinerlei Anhaltspunkt hatte. Das sorgte bei mir für ein verwirrendes Gefühl, denn ich konnte nur erahnen in welchem Alter wir uns mit diesen Figuren bewegten.
Insgesamt kann ich sagen, dass es ein unterhaltsamer und schöner Roman war, denn auch die erotischen Szenen hielten sich in Grenzen und es wirkte weder vulgär noch kitschig. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte das einiges viel zu rosa dargestellt wurde. Letztlich kann ich sagen, dass ich mich auf den weiteren Teil, der im Juli erscheinen wird sehr freue.

Veröffentlicht am 12.12.2016

Leicht, Locker, Winterlich

Winterzauber in New York
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Dieses Buchcover sieht wunderbar winterlich und weihnachtlich aus, deshalb weckte es gerade in der Adventszeit meine Aufmerksamkeit. Ich las den Klappentext und musste es einfach lesen, denn was passt ...

Dieses Buchcover sieht wunderbar winterlich und weihnachtlich aus, deshalb weckte es gerade in der Adventszeit meine Aufmerksamkeit. Ich las den Klappentext und musste es einfach lesen, denn was passt besser in diese Zeit als ein solcher Roman. Die Autorin kannte ich noch gar nicht und ich war gespannt was mich erwarten würde. Ich kam ganz schnell in den Roman hinein und er ließ sich auch wunderbar lesen. Ein eingeschneites New York ist wirklich eine atemberaubende Kulisse für solch eine Geschichte. Und der Schreibstil zauberte mir direkt die Bilder vom verschneiten und kalten Big Apple vor Augen. Unsere Hauptprotagonistin Hannah war mir am Anfang noch sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, aber je mehr ich ihren Weg verfolgte desto mehr regte sie mich auch auf. Sie wirkt einerseits schüchtern und zurückhaltend, anderseits kommt sie dann aber auch kalt und arrogant rüber. Irgendwie wurde ich mit ihr nicht so recht warm und ihr Verhalten war für mich manches Mal widersprüchlich. Kyle hingegen war mir wirklich sympathisch, ein Mensch über den man sich schnell ein Urteil bildet und der einen dann mit seinen vielen Facetten überrascht. Er war wirklich wunderbar und ich fand ihn zuckersüß mit seinem Aktionen und Aussagen. Insgesamt begleiten wir diese beiden nun 3 weihnachtliche Tage lang und das Buch an sich ist ja auch nur 221 Seiten lang, trotzdem fand ich es schon ein wenig langatmig und an manchen Stellen langweilig. Eine größere Zeitspanne wäre für mich doch spannender gewesen. So werden jedoch 3 Tage ausführlich beschrieben mit allen Höhen und Tiefen und allen Reibungspunkten, die es zwischen den beiden so gibt. Insgesamt gab es jedoch mehr Auseinandersetzungen und Reibereien, als Annährung und Gefühl, wie ich es mir erhofft hatte. Zu Beginn fand ich diese Neckereien und dieses Zieren ja noch irgendwie süß und witzig, aber irgendwann ging es mir auf die Nerven und wurde unglaubwürdig. So zumindest für mich. Weihnachtliche Stimmung kam bei diesem ganzen Hin und Her nicht wirklich auf, auch wenn sich die Autorin wirklich sehr bemühte dieses zu vermitteln. Der Ausgang der Geschichte war dann auch keine große Überraschung mehr und mich hätte dann allerdings der weitere Werdegang interessiert.
Dieser Roman schildert ein Kennenlernen innerhalb von 3 Tagen und endet danach. Für mich eher unbefriedigend. Es war trotzdem ein kurzweiliges schönes Leseerlebnis, dass auch seine schönen Seiten hatte.

Veröffentlicht am 03.12.2016

Kalte Lektüre

Das Frostmädchen
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Das Cover hat meine Aufmerksamkeit sofort erregt und nach dem Lesen des Klappentextes musste ich dieses Buch einfach lesen. Es passt einfach perfekt in die kalte Jahreszeit und zu einer warmen Tasse Kaffee. ...

Das Cover hat meine Aufmerksamkeit sofort erregt und nach dem Lesen des Klappentextes musste ich dieses Buch einfach lesen. Es passt einfach perfekt in die kalte Jahreszeit und zu einer warmen Tasse Kaffee. Der Schreibstil ist wirklich leicht verständlich und die Autorin hat die Fähigkeit die Winterlandschaft bildgewaltig und eindrucksvoll zu schildern. Die Landschaft und das Schneegestöber hat man direkt vor Augen und ich fand es einfach wie schwer und bedrückend die Atmosphäre durch die Worte vermittelt wurde.
Unsere Hauptprotagonistin ist Neve und sie ist wirklich eine kleine Eisprinzessin. Blond, schlank und blass passt sie perfekt in diese Landschaft. Charakterlich ist sie zu Beginn schwer einzuschätzen und fast schüchtern. Sie wirkt oft verloren und sie tat mir in vielerlei Hinsicht leid. Lauri ist eher der Mann, der für sich bleibt, mit Einsamkeit kein Problem hat und seinen Freundeskreis eher klein hält. Seine Vergangenheit hat ihre Tücken und seine Person war mir sofort sympathisch. Die Handlung wird im Wechsel der beiden Charakter erzählt, dadurch kann man der Handlung sehr gut folgen und fühlt sich Neve, sowie Lauri sehr verbunden.
Bis zur Hälfte fand ich das Buch spannend und war interessiert, wie es mit den beiden weiter geht. Allerdings stellte sich dann bei mir Frustration ein und ich hatte trotz der schönen Winterlandschaft wenig Lust das Buch weiter zu lesen. Es kam mir vor als würde ich in einer Dauerschleife stecken oder das Murmeltier würde täglich grüßen. Es wiederholt sich mehrfach das gleiche und irgendwann wurde es extrem nervig und langweilig. Warum sich die Autorin für diesen Weg entschieden hat kann ich nicht ganz nachvollziehen. Lieber wären es 100 Seiten weniger geworden, aber dafür spannend und knackig. Man hätte sicher aus der ein oder anderen Szene noch mehr rausholen können. Ich habe das Buch letztlich zwar beendet, aber so wirklich neugierig war ich irgendwann nicht mehr. Für mich war das Ende dann doch ziemlich vorhersehbar und unspektakulär. Und ganz ehrlich es ist doch etwas unrealistisch.
Es ist auf jeden Fall ein Buch für dunkle Wintertage und heißen Tee, wenn draußen der Schnee fällt und der Wind an den Fensterläden klappert. Aber es ist definitiv nichts für Leser, die spannungsgeladene Fantasyromane bevorzugen.
Das Cover hat meine Aufmerksamkeit sofort erregt und nach dem Lesen des Klappentextes musste ich dieses Buch einfach lesen. Es passt einfach perfekt in die kalte Jahreszeit und zu einer warmen Tasse Kaffee. Der Schreibstil ist wirklich leicht verständlich und die Autorin hat die Fähigkeit die Winterlandschaft bildgewaltig und eindrucksvoll zu schildern. Die Landschaft und das Schneegestöber hat man direkt vor Augen und ich fand es einfach wie schwer und bedrückend die Atmosphäre durch die Worte vermittelt wurde.
Unsere Hauptprotagonistin ist Neve und sie ist wirklich eine kleine Eisprinzessin. Blond, schlank und blass passt sie perfekt in diese Landschaft. Charakterlich ist sie zu Beginn schwer einzuschätzen und fast schüchtern. Sie wirkt oft verloren und sie tat mir in vielerlei Hinsicht leid. Lauri ist eher der Mann, der für sich bleibt, mit Einsamkeit kein Problem hat und seinen Freundeskreis eher klein hält. Seine Vergangenheit hat ihre Tücken und seine Person war mir sofort sympathisch. Die Handlung wird im Wechsel der beiden Charakter erzählt, dadurch kann man der Handlung sehr gut folgen und fühlt sich Neve, sowie Lauri sehr verbunden.
Bis zur Hälfte fand ich das Buch spannend und war interessiert, wie es mit den beiden weiter geht. Allerdings stellte sich dann bei mir Frustration ein und ich hatte trotz der schönen Winterlandschaft wenig Lust das Buch weiter zu lesen. Es kam mir vor als würde ich in einer Dauerschleife stecken oder das Murmeltier würde täglich grüßen. Es wiederholt sich mehrfach das gleiche und irgendwann wurde es extrem nervig und langweilig. Warum sich die Autorin für diesen Weg entschieden hat kann ich nicht ganz nachvollziehen. Lieber wären es 100 Seiten weniger geworden, aber dafür spannend und knackig. Man hätte sicher aus der ein oder anderen Szene noch mehr rausholen können. Ich habe das Buch letztlich zwar beendet, aber so wirklich neugierig war ich irgendwann nicht mehr. Für mich war das Ende dann doch ziemlich vorhersehbar und unspektakulär. Und ganz ehrlich es ist doch etwas unrealistisch.
Es ist auf jeden Fall ein Buch für dunkle Wintertage und heißen Tee, wenn draußen der Schnee fällt und der Wind an den Fensterläden klappert. Aber es ist definitiv nichts für Leser, die spannungsgeladene Fantasyromane bevorzugen.

Veröffentlicht am 28.11.2016

Sehnsüchtig erwartet, aber...

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht
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Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und wollte unbedingt wissen wie es mit Elias und Laia weiter geht. Darum war ich am strahlen als ich endlich mit dem Lesen beginnen konnte. Zu Beginn hatte ich ...

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und wollte unbedingt wissen wie es mit Elias und Laia weiter geht. Darum war ich am strahlen als ich endlich mit dem Lesen beginnen konnte. Zu Beginn hatte ich noch etwas Mühe hineinzufinden, denn der erste Band lag doch schon eine Weile zurück. Die Autorin lässt zwar vereinzelt kleine Rückblicke einfließen, doch die sind für mich doch ein wenig zu gering gewesen. Auch wenn ich kein Fan von ewig langen Rückblicken bin. Daher empfehle ich wirklich hier diesen Teil direkt im Anschluss an Teil 1 zu lesen. Nach einer gewissen Weile war ich dann jedoch drin und hatte auch richtig Spaß am Lesen. Alte Charaktere wieder zu treffen und neue kennen zu lernen war wirklich schön. Wir lernen in diesem Teil Helena auch besser kennen, denn sie bekommt einen eigenen Handlungsstrang. Das rundete die Geschichte wunderbar ab, denn nun haben wir drei Handlungsperspektiven. Sie ist mir auch im Laufe der Geschichte sehr ans Herz gewachsen und ich habe ganz neue Seiten an ihr kennengelernt.
Elias und Laia machen sich zunächst gemeinsam auf den Weg nach Kauf und dieser Weg birgt viele Gefahren und Überraschungen. Sabaa Tahir hält hier auch einige Wendungen für uns bereit. Allerdings war mir der gesamte Weg etwas zu langatmig und ich hatte das Gefühl, dass sich diese Reise ewig hinzieht. Auf den letzten hundert Seiten geht es dann jedoch Schlag auf Schlag und man rauscht nur so durch die Seiten. Denn dann werden Entscheidungen getroffen, die Ereignisse überschlagen sich und die Handlung erhält ein paar interessante Wendungen. Ich muss aber auch gestehen, dass das Ende jetzt keine allzu große Überraschung in sich birgt und ich es schon in gewisser Weise so erwartet hattet. Aber die Autorin hat hier eine würdigen Abschluss des Bandes hervorgezaubert und trotz manch negativer Aspekte werde ich den dritten Band sicher ebenfalls lesen. Ich hoffe dann noch einiges mehr über den ein oder anderen Charakter zu erfahren und bin gespannt was die Fortsetzung für Überraschungen mit sich bringt.

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2016

Thriller würde ich das nicht nennen

Mirror
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Auf dieses Buch bin ich in einem Buchshop im Bahnhof aufmerksam geworden. Der Klappentext und das Cover machten mich mehr als neugierig.
Der Einstieg in das Buch gestaltete sich für mich zunächst schwierig. ...

Auf dieses Buch bin ich in einem Buchshop im Bahnhof aufmerksam geworden. Der Klappentext und das Cover machten mich mehr als neugierig.
Der Einstieg in das Buch gestaltete sich für mich zunächst schwierig. Denn der Anfang ist ziemlich verwirrend und auf den Leser stürmen viele Informationen ein. Wir lernen in den ersten Kapiteln so ziemlich jeden Protagonisten kennen und haben dadurch mehrere parallele Handlungsstränge. Jedes Kapitel enthält einen Handlungsstrang, also insgesamt laufen 3 – 5 Handlungsstränge nebeneinander. Erst gegen Ende fügen sich diese dann langsam zusammen. Das war für mich zu Beginn doch etwas, was mich leicht verwirrte und überforderte. Doch nach einer gewissen Zeit gewöhnt man sich daran, je besser man auch die Charaktere kennenlernt, und es erhöht so auch das Tempo des Romans. Was auch daran lag, dass die Kapitel doch sehr kurz gehalten wurden. An die 70 Kapitel warten hier auf den Leser und ich habe mir manches Mal gewünscht, dass diese doch ein paar Seiten mehr enthalten würden. Der Schreibstil an sich ist gut verständlich und auf zu viel irritierende Fachsimpelei wird auch verzichtet. Bis auf wenige technische Erläuterungen, die auch notwendig für die Handlung sind, hat der Autor hier eine beängstigend realistische Situation geschildert. Im Fokus stehen hier eindeutig der Mirror und sein Netzwerk und durch die unterschiedlichen Personen werden dem Leser die Erfahrungen der einzelnen Nutzer mit diesem System näher gebracht. Die Charaktere wurden hier für mich relativ neutral und oberflächlich gehalten, denn sie stehen ja auch nicht im Mittelpunkt. Trotzdem mochte ich vor allem Andy sehr, er ist wirklich ein liebenswerter Charakter. Und gerade er machte für mich sehr deutlich, wie sich die Personen auf ihren Mirror einlassen und sich von ihm leiten lassen, nicht zuletzt weil sie auch auf ihn durch persönliche Defizite angewiesen sind. Die Darstellung der Personen und ihre Beziehung zu dieser neuen Technologie hat Karl Olsberg wirklich gut hinbekommen. Allerdings steht auf dem Cover auch „Thriller“ und dieser war für mich eher bis auf einige Elemente weniger erkennbar. Ich empfand es eher als einen spannenden Sci-Fi-Roman, der bei unserer technologischen Entwicklung gar nicht so unrealistisch und durchaus vorstellbar ist. Und gerade deshalb war dieser Roman für mich auch etwas beängstigend.
Wer also Lust auf einen temporeichen möglichen Blick in unsere Zukunft hat ist bei diesem Roman goldrichtig.