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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.07.2019

Sehr vorhersehbar, doch einige Charaktere und das Setting können punkten

Dein fremdes Herz
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Nela Harolds lebt allein in ihrer Wohnung. Sie lebt nur noch für die Arbeit, bis sie eines Tages ein Paket mit Briefen vor ihrer Tür findet. Mit Briefen von der neuen Frau ihres Vaters, die sie ans Meer ...

Nela Harolds lebt allein in ihrer Wohnung. Sie lebt nur noch für die Arbeit, bis sie eines Tages ein Paket mit Briefen vor ihrer Tür findet. Mit Briefen von der neuen Frau ihres Vaters, die sie ans Meer führen. Zu Maximilian, dem Träger des Herzes ihres Vaters…

Da ich bereits die anderen Bücher der Autorin gelesen habe, wollte ich natürlich auch dieses Buch lesen. Der altbekannte Stil von Kati (Katharina) Seck hat mir gewohnt gut gefallen und lässt sich sehr gut lesen. Die Idee mit dem neuen Herzträger und der Verbindung finde ich ganz süß und natürlich passt die Umgebung mit dem Meer und den Wildpferden perfekt. Hier hätte ich gerne mehr über die Wildpferde erfahren. Das Thema Organspende ist ja immer brandaktuell und mir hat es mal wieder die Augen geöffnet, wie viele Leben man retten kann, wenn man sich dazu bereit erklärt. Ansonsten hat mich die Geschichte nicht umgehauen. Ich hatte meine Probleme mit Nela und ihrer Art und ihren Ansichten. Auch die Hintergrundgeschichte zum Vater fand ich nicht so passend. Hätte er sie geliebt, hätte er sie nicht verlassen. Und ihre Mutter die auch nichts erzählt..ich weiss nicht. Diese Konstellation konnte mich nicht zufrieden stellen. Zudem ist die ganze Geschichte sehr vorhersehbar, meines Erachtens gibt es so gut wie keine Überraschungen und durch Kleinigkeiten kann man sich schon denken, was als nächstes passiert. Die Briefe fand ich berührend und es gab einige Nebencharaktere und Orte (die Pension, das Cafe), die mir sehr gefallen haben.

Ein Buch für zwischendurch, das hauptsächlich mit dem brisanten Thema der Organspende und ein paar Nebencharakteren punktet.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Solider Auftakt

Clans of London, Band 1: Hexentochter
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Caroline ist Waise und lebt mit Megan in einer WG. Auf einer Party lernt sie Ash kennen, der sie als Hexe enttarnt. Damit sie ihre Kraft richtig entfalten kann, muss sie sich auf die Suche nach ihren Eltern ...

Caroline ist Waise und lebt mit Megan in einer WG. Auf einer Party lernt sie Ash kennen, der sie als Hexe enttarnt. Damit sie ihre Kraft richtig entfalten kann, muss sie sich auf die Suche nach ihren Eltern machen und erlebt dabei die verschiedensten Abenteuer.

Die Geschichte wird von Caroline erzählt, was tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt zulässt. Caroline ist ein einfacher Charakter, ohne besondere Merkmale, nett aber jetzt nicht unbedingt etwas Besonderes. In diesem ersten Band geht es grundsätzlich erst einmal um die Grundzüge der Magie, die verschiedenen Arten und die unterschiedlichen Clans. Die Geschichte ist schnell erzählt und lässt sich dank des lockeren Stils auch gut lesen. An manchen Stellen fast zu einfach. Besonders anspruchsvoll ist die Geschichte jedenfalls nicht. Die Welt der Clans finde ich interessant und auch die Stärke und Art der Macht der einzelnen Personen, jedoch war mir alles etwas zu oberflächlich. Seitenlang passiert eher wenig oder nur Unwichtiges und dann überschlagen sich die Ereignisse, aber es geht dann doch alles gut. Auch das Misstrauen Ash gegenüber und das Vertrauen zu Henri war für mich schwer nachvollziehbar, mir ging es eher anders herum. Das Ende bleibt auch offen und lässt viel Spielraum für die Fortsetzung, die ich gerne lesen möchte.

Ein gutes Buch, aber doch eher für jüngere Leser geeignet.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Wundervolles Setting, aber ausbaufähig

Nachts schweigt das Meer
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Ben Kitto will auf seiner Heimatinsel Abstand von seiner Vergangenheit bekommen, doch bei seiner Ankunft auf den Scilly-Inseln wird die 16-jährige Laura vermisst und dann tot aufgefunden.

Bei diesem ...

Ben Kitto will auf seiner Heimatinsel Abstand von seiner Vergangenheit bekommen, doch bei seiner Ankunft auf den Scilly-Inseln wird die 16-jährige Laura vermisst und dann tot aufgefunden.

Bei diesem Buch fällt mir die Sternvergabe schwer. Die Spannung an sich war für mich nicht so hoch, die Ermittlungsarbeit ging nur langsam voran, aber die Charaktere haben mir ausgesprochen gut gefallen. Ben Kitto ist mir gleich sympathisch gewesen und mir haben die Vielschichtigkeit und die Eigenarten der einzelnen Personen sehr gefallen. Anfangs hatte ich Probleme mit den vielen verschiedenen Namen und mit den Verbindungen untereinander. Zudem waren mir es in der Mitte des Buches zu viele Verdächtige, da hätten auch weniger Verknüpfungen gereicht. So hatte ich das Gefühl, jeder hat etwas damit zu schaffen und das hat mich gestört. Was mich aber noch mehr genervt hat, waren die Kapitel aus Rose Sicht. Diese Kapitel waren für mich total unnütz und wurden zu wenig bei der Haupthandlung berücksichtigt. Dieser Teil kommt zu kurz und wird nicht richtig aufgelöst. Es läuft eher nebenher. Die Täterauflösung war dann doch etwas überraschend, wenn auch im Nachhinein manche Handlungen eher unrealistisch waren bzw. für mich nicht 100 % nachvollziehbar.

Alles in allem ein solides Buch mit einem genialen Setting und interessanten Charakteren.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Nicht Jedermanns Sache

Borderland
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Vincent musst durch den Tod seines Vaters schnell erwachsen werden. Nach dem Tod wurde das Geld schnell knapp und seine Mutter verfiel in eine Depression. So war Vincent auf sich alleine gestellt. Als ...

Vincent musst durch den Tod seines Vaters schnell erwachsen werden. Nach dem Tod wurde das Geld schnell knapp und seine Mutter verfiel in eine Depression. So war Vincent auf sich alleine gestellt. Als seine Mutter dann ins Krankenhaus kommt, ist er in einem Zwiespalt. Und dann taucht noch die mysteriöse Jane auf, die ihm mit Rat und Tat zur Seite steht.

Mir hat Borderland an sich gut gefallen, jedoch bin ich mir nicht sicher, ob die Zielgruppe die richtige ist. Der Erzählstil ist fesselnd und fließend und selbst als Erwachsene musste ich manches Wort nachschlagen. Vincent selbst lässt niemanden wirklich an sich heran und macht sein eigenes Ding, was ich durchaus verstehen kann. Seine Erlebnisse führen ihn zu seinem Platz im Leben und die Begegnung mit Jane ist durchaus interessant, wenn auch sehr spirituell. Auch die weiteren wichtigen Personen lernt man ausreichend kennen und jeder vermittelt andere Werte und Vorstellung, was mir persönlich gut gefallen hat. Die Suche nach seinem Platz gestaltet sich nicht immer einfach und die Menschen in seiner Umgebung helfen ihm dabei, einige besser andere schlechter, wobei jedes Erlebnis seinen Charakter prägt. Vieles ist vorhersehbar und doch kann man sich an vielen Stellen sein eigenes Urteil ziehen. So wirkt dieses Buch auf jeden Leser etwas anders und man sollte offen für spirituelle Aspekte sein.

Anders als erwartet. Hat mich gut unterhalten, ist aber nicht für jedermann geeignet.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Interessante Idee, aber zu langwierig

Secret Keepers 1: Zeit der Späher
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Ruben lebt mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung und verbringt die Tage draußen, obwohl er das eigentlich nicht soll. Bei einem seiner Streifzüge entdeckt er eine Taschenuhr, die nur einen Stundenzeiger ...

Ruben lebt mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung und verbringt die Tage draußen, obwohl er das eigentlich nicht soll. Bei einem seiner Streifzüge entdeckt er eine Taschenuhr, die nur einen Stundenzeiger hat. Bei der Suche nach der Herkunft stößt er auf ein großes Geheimnis und gerät in Gefahr.

Dieses Kinderbuch hat mich gleich angesprochen. Die Idee mit der unsichtbarmachenden Uhr ist außergewöhnlich, die Umsetzung war mir etwas zu langwierig. Im Verlauf der Geschichte fehlt ein wenig die Spannung, es gibt zwar haufenweise kurze Momente, die wirklich interessant sind, doch das hält sich einfach nicht. Man wartet dauernd auf den großen Knall oder die Entdeckung des Geheimnisses, doch das zieht sich durch die komplette Geschichte und dann hört sich plötzlich auf. Mittendrin, ohne weitere Erklärungen. Gut ist, dass der zweite Teil mit dem ersten erscheint, aber eventuell hätte man die beiden zusammenfassen können oder wenigstens diesen ersten Teil straffen. Denn es gibt viele Informationen, die man einfach nicht benötigt. Dann finde ich auch das Armutsthema für ein Kinderbuch zu heftig, wie auch die Schatten an sich. Da kann man regelrecht Angst bekommen. Zudem ist Ruben kein Vorbildcharakter. Sein Verhalten ist nicht entgegenkommend und er ist ein wirklicher Einzelgänger. Den Großteil seiner Mitmenschen, egal, ob sie ihm helfen wollen oder nicht, stößt er vor den Kopf und macht sein Ding allein.
An sich hat mir die Geschichte gefallen, es hat sich gut lesen lassen. Aber es ist definitiv ausbaufähig.

Ein interessantes Buch, aber nicht für ganz so junge Kinder geeignet. Man kann hier schnell die Leselust verlieren.