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Veröffentlicht am 06.07.2019

Komplex und spannend

Dark Palace – Die letzte Tür tötet
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Gebundene Ausgabe: 493 Seiten
Verlag: FISCHER FJB (24. April 2019)
ISBN-13: 978-3841440112
Originaltitel: Tarnished City
Übersetzung: Franca Fritz und Heinrich Koop
Preis: 18,99 €
auch als E-Book erhältlich

Komplex ...

Gebundene Ausgabe: 493 Seiten
Verlag: FISCHER FJB (24. April 2019)
ISBN-13: 978-3841440112
Originaltitel: Tarnished City
Übersetzung: Franca Fritz und Heinrich Koop
Preis: 18,99 €
auch als E-Book erhältlich

Komplex und spannend

Dies ist der 2. Band der Dark Palace-Reihe. Meine Rezension kann SPOILER zum 1. Band enthalten. Diesen sollte man unbedingt vorher gelesen haben, um der Handlung folgen zu können.

Inhalt:
Luke wird von Lord Crovan gefangengehalten auf einer Burg, aus der es kein Entkommen gibt. Daisy bleibt als Kindermädchen für Gavars Tochter Libby bei den Jardines. Der Rest der Familie Hadley soll nach Millmoor gebracht werden. Doch Abi flieht. Sie will unbedingt Luke befreien.

Der Übergangskanzler Whittam Jardine verfolgt seine eigenen Pläne, ebenso wie Silyen und Gavars Braut Bouda. Nicht nur den Gewöhnlichen ergeht es schlimm, auch manch Ebenbürtiger muss sein Leben lassen.

Meine Meinung:
Für einen Mittelband wird in diesem Buch die Handlung recht gut vorangetrieben. Das Beziehungsgeflecht zwischen den einzelnen Figuren wird ausgebaut, es kommen neue Charaktere hinzu, die eine große Rolle spielen. Die Pläne der Protagonisten werden weitergesponnen und teilweise umgesetzt. Dabei entwickelt sich die Geschichte zunehmend brutaler und blutiger. Für zarte Seelen ist das nicht unbedingt geeignet.

Mir gefiel vor allem Abis Entwicklung, die nun endlich immer mehr durchschaut und nicht mehr so blauäugig ist wie noch im ersten Band. Luke und Daisy fand ich auch wieder toll, aber das war schon immer so.

Ein kleiner Kritikpunkt ist das zum Teil zu sorglose Verhalten der Ebenbürtigen, wodurch es den Geschicklosen auch mal gelingen kann, einen Stich zu machen, obwohl sie eigentlich gnadenlos unterlegen sind. Das fand ich manchmal schon ziemlich dumm und unpassend.

Insgesamt hat mir aber auch dieser Band sehr gut gefallen, er ist mitreißend und spannend und macht neugierig auf den 3. Teil, der am 27. November 2019 erscheinen soll.

Die Reihe:
1. Zehn Jahre musst du opfern
2. Die letzte Tür tötet
3. Für wen wirst du kämpfen?

★★★★☆

Veröffentlicht am 28.06.2019

Kann Verständnis wecken und vielleicht auch Mut machen

Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.
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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Ueberreuter Verlag (15. Februar 2019)
ISBN-13: 978-3764170899
empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Preis: 16,95 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Kann Verständnis ...

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Ueberreuter Verlag (15. Februar 2019)
ISBN-13: 978-3764170899
empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Preis: 16,95 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Kann Verständnis wecken und vielleicht auch Mut machen

Inhalt:
Das Jahr vor dem Abi ist für Leni das schrecklichste. Plötzlich dreht ihr Körper durch und Leni weiß nicht, wie ihr geschieht. Sie hat mit Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen, mit Schweißausbrüchen und unerklärlichen Angstzuständen. Es fällt ihr immer schwerer, morgens aufzustehen. Und irgendwann bekommt sie die Diagnose Depression. Leni will dagegen ankämpfen, aber alle Therapien helfen nicht so wirklich. Erst als sie mit Matti aus der Klinik abhaut und sich auf ein Abenteuer einlässt, kommt Leni sich selbst wieder ein Stück näher.

Meine Meinung:
Ein hoch gelobtes Buch und ich wollte es auch wirklich ganz toll finden. Aber irgendwas fehlte mir einfach. Die Themen Depression und HSAN Typ IV (hereditäre sensorische und autonome Neuropathie Typ IV, die Krankheit, unter der Matti leidet) wird mir hier zu weichgespült dargestellt. Mir ist klar, dass dieses Buch sich an jüngere Leser richtet und nicht auf Leser*innen aller Altersgruppen abzielt, aber trotzdem darf man Depressionen nicht verniedlichen.

Die Symptome, die Leni hat und über die sie nur schwer mit anderen sprechen kann, werden aber ganz gut aufgezeigt. Somit kann der Roman Verständnis für an Depressionen erkrankte Menschen erzeugen. Natürlich ist jede Depression anders, aber man bekommt ein gewisses Grundverständnis dieser Krankheit.

Mir fiel es leicht, mich in Leni und Matti hineinzuversetzen. Ihr Handeln erklärt sich aus ihren Gedanken heraus sehr gut. Beide habe ich auch als ziemlich sympathisch empfunden, sodass ich sie gerne eine Zeit lang begleitet habe.

★★★★☆

Veröffentlicht am 18.06.2019

Dieser Band fordert etwas Geduld

Renegades - Geheimnisvoller Feind
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Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (10. Juni 2019)
ISBN-13: 978-3453271791
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Originaltitel: Archenemies
Übersetzung: Charlotte Lungstrass-Kapfer
Preis: 20,00 ...

Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (10. Juni 2019)
ISBN-13: 978-3453271791
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Originaltitel: Archenemies
Übersetzung: Charlotte Lungstrass-Kapfer
Preis: 20,00 €
auch als E-Book erhältlich

Dieser Band fordert etwas Geduld

Inhalt:
Nova Artino alias Nachtmahr alias Insomnia ist eine Anarchistin. Sie will die Renegades vernichten und hat sich zu diesem Zweck bei ihnen eingeschlichen. Ihre Gefühle für Adrian machen ihr manche Entscheidung gegen die Renegades schwer.

Adrian Everhart ist ein Renegade. Er ist hinter Nachtmahr her, von der er sich Aufklärung zum Tod seiner Mutter erhofft, und verliebt sich in Insomnia, nicht wissend, dass Nova Insomnia und Nachtmahr zugleich ist.

Sie stehen auf unterschiedlichen Seiten und wollen doch beide nur das Richtige tun. Ob es für ihre sich anbahnende Liebe eine Zukunft geben kann, ist ungewiss. zumal die Entwicklungen auf Seiten der Renegades besorgniserregend sind.

Meine Meinung:
„Gefährlicher Feind“ ist ein recht typischer Mittelband. Es passiert kaum etwas Neues, die Handlung kommt nicht so rasch voran wie im 1. Band. Als Leser braucht man daher schon ein bisschen Geduld und muss leider noch eine lange Zeit bis zum 3. Band warten, bis die drängendsten Fragen aufgelöst werden.

Trotzdem macht es auch bei diesem Band viel Spaß, ihn zu lesen. Marissa Meyers Schreibstil wirkt sehr lebendig. Man bekommt von den Figuren und den Örtlichkeiten eine klare Vorstellung. Durch die Zwickmühlen, in denen sich vor allem die Protagonisten Nova und Adrian befinden, entsteht eine unterschwellige Spannung, die noch von Kämpfen und Verfolgungsjagden verstärkt wird.

Ich fand es schön, all die Charaktere wieder zu treffen, die ich schon im 1. Band sehr faszinierend fand. Hier kommen sogar noch neue hinzu, die auch sehr interessant sind, z.B. Callum. Die Fähigkeiten der Wunderkinder rücken hier noch mal stärker in den Vordergrund. Es wird aber auch immer klarer, dass es nicht „die Guten“ und „die Bösen“ gibt. Eigentlich wollen beide Seiten eine bessere Welt, nur eben mit anderen Mitteln. Nova und Adrian spielen dabei eine wichtige Rolle, weil sie diejenigen sind, die sich nicht konsequent an die Regeln der eigenen Seite halten, sondern tun, was sie selbst für richtig halten.

Ich freue mich jetzt schon auf Band 3, der für Januar 2020 angekündigt ist.

Die Reihe:
1. Gefährlicher Freund
2. Geheimnisvoller Feind
3. Rebellische Liebe (ET voraussichtlich: 27.01.2020)

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.06.2019

Mehr Kriminalroman als Thriller

Löwenzahnkind
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Broschiert: 421 Seiten
Verlag: Penguin Verlag (13. Mai 2019)
ISBN-13: 978-3328103813
Originaltitel: Annabelle
Übersetzung: Sabine Thiele
Preis: 13,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

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Broschiert: 421 Seiten
Verlag: Penguin Verlag (13. Mai 2019)
ISBN-13: 978-3328103813
Originaltitel: Annabelle
Übersetzung: Sabine Thiele
Preis: 13,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Mehr Kriminalroman als Thriller

Inhalt:
In der Kleinstadt Gullspång ist die siebzehnjährige Annabelle verschwunden. Die Ermittler Charlie und Anders rücken aus Stockholm zur Unterstützung der örtlichen Polizei an. Charlie ist selbst in Gullspång aufgewachsen und wird nicht gerne daran erinnert. Doch jetzt muss sie sich mit ihren alten Dämonen auseinandersetzen …

Meine Meinung:
„Löwenzahnkind“ wird vom Verlag als Thriller deklariert. Das trifft es in meinen Augen allerdings nicht. Der Fall der verschwundenen Annabelle wird eher gemächlich bearbeitet, dafür spielt Charlies Vergangenheit eine umso größere Rolle. Die Story ist fesselnd und auch einigermaßen spannend, aber der echte Thrill fehlt. Als Kriminalroman funktioniert die Geschichte aber recht gut.

Charlie schämt sich ihrer Herkunft und verleugnet sie auch vor den Kollegen. Doch für die Aufklärung des Falls ist ihr Insiderwissen ganz nützlich. Sie kennt sich im Ort und mit seinen Gepflogenheiten aus, obwohl sie ihm vor fast zwanzig Jahren den Rücken gekehrt hat. Ihre Vergangenheit nagt allerdings immer noch an ihr. Nach und nach klärt sich, was damals geschehen ist und warum Charlie so schlecht auf die kleine Stadt zu sprechen ist.

Erzählt wird aus drei verschiedenen Perspektiven, wobei die Handlung aus Charlies Sicht den Hauptteil ausmacht. Dazwischen sind kurze Kapitel aus Annabelles Perspektive um die Tatzeit eingeschoben sowie die Erzählung einer dritten Person, deren Verknüpfung mit der übrigen Handlung erst kurz vor dem Ende aufgedeckt wird.

Einiges ist recht bald abzusehen, an anderen Stellen hält die Autorin immer wieder Überraschungen bereit. Insgesamt hat mich das Buch ganz gut unterhalten, auch wenn das Ende ziemlich kurz abgehandelt wird und mich nicht ganz zufriedenstellen konnte.

Fazit:
Kein Thriller, aber ein fesselnder Kriminalroman, der vielschichtig aufgebaut ist und einige Überraschungen birgt. Es ist der erste Band der Reihe um die Ermittlerin Charlie Lager.

★★★★☆

Veröffentlicht am 12.06.2019

Wohlfühl-Fantasy

Mitternacht
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Inhalt:
Nicholas ist Student in London. Er jobbt bei der Post und schreibt Romane. Naja, er hat bisher einen Roman geschrieben. Und nun fliegt ihm quasi der Anfang eines neuen Werks im Schlaf zu. Doch ...


Inhalt:
Nicholas ist Student in London. Er jobbt bei der Post und schreibt Romane. Naja, er hat bisher einen Roman geschrieben. Und nun fliegt ihm quasi der Anfang eines neuen Werks im Schlaf zu. Doch irgendwie geht das nicht mit rechten Dingen zu. Ehe er es sich versieht, findet Nicholas sich an der Seite des „Flüsterers“ Peter Chesterton in der Welt der Geister wieder …

Meine Meinung:
Von der ersten Seite an habe ich mich in diesem Buch wohlgefühlt. Der Schreibstil ist einfach wunderbar, teilweise poetisch, dann wieder humorvoll und bildhaft.

Nicholas ist ein toller Protagonist, den man einfach gernhaben muss. Er hat natürlich viele Fragen zu dieser für ihn unbekannten Welt, doch Peter Chesterton macht es ihm nicht leicht. Mehr als ein Mal wird Nicholas mit einem „Das ist kompliziert.“ oder „Nicht jetzt.“ abgespeist. Das ist nicht nur für ihn, sondern auch für den Leser anfangs etwas frustrierend. Aber mit der Zeit erfährt man dann doch alles, was man wissen muss.

Auch Peter Chesterton hat mir gut gefallen. Ein geheimnisvoller Mensch, den man zunächst schwer einschätzen kann. Oft weiß man nicht, ob man seine Aussagen ernst nehmen soll oder ob er sich einen Spaß erlaubt.

Immer wieder gerät Nicholas in Gefahr, denn die Welt der Geister ist genauso böse und intrigant wie die unsere. Er verliebt sich in die schöne Agatha und muss einen Weg finden, die bösen Geister zu besiegen und Agatha vor dem Vergessen zu retten.

Mir gefielen die vielen Anspielungen auf Autoren und die grandiose Idee zur Entstehung von Geschichten. Wer weiß, vielleicht ist etwas Wahres dran?

Das Ende kommt dann leider ziemlich schnell. Hier überschlagen sich ultrakurze Kapitel geradezu. Im Nachwort bekommen wir dann eine Erklärung dazu. Rund ist die Geschichte trotzdem.