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Veröffentlicht am 27.10.2016

Ähm... und ich bin Superwoman...

Alle meine Freunde sind Superhelden
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Alle Freunde von Tom sind Superhelden. Er ist sogar mit einer Superheldin verheiratet, mit der Perfektionistin. Alles was sie macht ist perfektionistisch. Egal ob sie schläft (natürlich perfektionistisch) ...

Alle Freunde von Tom sind Superhelden. Er ist sogar mit einer Superheldin verheiratet, mit der Perfektionistin. Alles was sie macht ist perfektionistisch. Egal ob sie schläft (natürlich perfektionistisch) oder Mann über den Kopf streicht (und dabei eine perfekte Frisur zaubert). Am Hochzeitstag hat Hypno (seine Eigenschaft: hypnotisieren), ein Verflossener der Perfektionistin, Tom jedoch für die Perfektionistin unsichtbar gemacht. So leben beide nebeneinander her statt wirklich miteinander...

Für mich war es ja eigentlich "nur" wichtig, dass ich hier eine schöne, kurzweilige, unterhaltsame Lektüre für meine ca. 15 minütige Straßenbahnfahrt hatte... Und dieses Buch klang eben einfach sehr lustig und unterhaltsam.

An sich ist dieses Buch recht unterhaltsam, aber auch sehr strange. Der Autor war schon sehr einfallsreich, was hier so manchen Superhelden und seine Superheldenkraft angeht, manchmal finde ich das ganze auch recht übertrieben. Die eigentliche Geschichte, um die es immer wieder geht, ist die Liebe zwischen Tom und seiner Perfektionistin, von ihm liebevoll Perf genannt. Da er für sie unsichtbar ist, will er um die Liebe kämpfen. Doch hier gibts auch immer wieder mal Probleme mit den anderen Superhelden...

Man muss schon ein bißchen offen sein für diese Art von Phantasie, irgendwie habe ich mir bei diesem Buch dann auch keinen so großartigen Film im Kopf zusammen bauen können, wie das sonst bei einem Buch abläuft. Was sehr schön ist, ist die Tatsache, dass das Buch recht kurzweilig ist und auch in recht kurze Kapitel eingeteilt ist. So kann man immer mal ne kurze Pause einlegen und ist dann auch nicht komplett aus dem Thema raus.

Generell bin ich hier wirklich hin und her gerissen. Es war mal Unterhaltung der ganz anderen Art, sowas lese ich sonst nicht unbedingt. Manchmal ein bißchen zuviel des Guten - gerade was die Phantasie angeht. Ansonsten kann man sich das Buch schon mal durchlesen, geht ja bei der Seitenanzahl recht schnell.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen und bleibe jedoch unentschlossen.

Veröffentlicht am 27.10.2016

Nachbarn können nett sein.

Unter Nachbarn
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Im Buch werden die Tagebucheinträge von Hauser, der zusammen mit seiner perfekten Frau (Kurz PF) Wand an Wand mit Horst und Else Schnattermann wohnt, wiedergegeben. Diese Nachbarn sind schon ein älteres ...

Im Buch werden die Tagebucheinträge von Hauser, der zusammen mit seiner perfekten Frau (Kurz PF) Wand an Wand mit Horst und Else Schnattermann wohnt, wiedergegeben. Diese Nachbarn sind schon ein älteres Semester (Über 70) und lassen Hauser und die PF täglich an ihrem Leben teilhaben - sei es bei überaus wichtigen Telefonaten in aller Frühe oder beim nachmittäglichen Tierdokumentations-ansehen.

Dieses Buch hat mich wunderbar unterhalten. Die Art und Weise, die ganze Geschichte als Tagebucheinträge wiederzugeben hat mir sehr gut gefallen, denn so kann man auch jederzeit das Lesen unterbrechen, ohne groß aus dem Thema raus zu sein.

Die Schilderungen sind teilweise äußerst lustig, wenn gleich lärmende Nachbarn eine äußerst nervige Angelegenheit sind.... Natürlich wird hier einiges sehr übertrieben dargestellt, was dann entsprechend lustig ist. Generell ist es ein sehr locker, leicht zu lesendes Buch, der Unterhaltungswert ist hoch, man ist teilweise schon ans Buch gefesselt, weil man ja wissen möchte, wie sich das so verhält mit den Schnattermanns.

Wer mal eine schnelle Lektüre braucht, die locker, leicht unterhalten soll, dem kann ich Unter Nachbarn absolut empfehlen, zumal das Buch auch für unterwegs sehr gut geeignet ist, da es nicht so dick ist und als Taschenbuch auch sehr handlich ist. Einzig und allein etwas störend fand ich die Längen, die das Buch hat. Manchmal zieht sich ein Tagebucheintrag etwas hin, statt auf den Punkt zu kommen. Das hat mich ein bißel gestört.

Für mich war das nette Unterhaltung, die von mir 4 von 5 Sterne erhält. (Ein Stern Abzug für die Längen.)

Veröffentlicht am 27.10.2016

Wegen der Fitamine... (!)

Das Dosenmilch-Trauma
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Jess Jochimsens Eltern meinten es immer nur gut mit ihm, auch dann, wenn sie ihn im Sommer zu warm angezogen haben. Als 68er-Kind hat er so einiges mitgemacht, musste so interessante Ansichten hinnehmen, ...

Jess Jochimsens Eltern meinten es immer nur gut mit ihm, auch dann, wenn sie ihn im Sommer zu warm angezogen haben. Als 68er-Kind hat er so einiges mitgemacht, musste so interessante Ansichten hinnehmen, hat sich diesen aber auch sehr oft quer gestellt, seine eigenen Ansichten sind auch sehr lustig. Diese Geschichten aus seinem Leben (ob das alles wirklich so passiert ist kann man natürlich nicht sagen... ) hat er in relativ kurzen Geschichten über manchmal nur drei bis fünf Seiten, in seltenen Fällen längeren Geschichten (ca. zwölf Seiten lang) zusammen gefasst - oft auch mit einem zur jeweiligen Situation passenden Foto, oft mit einem Straßenschild etc.

Äußerst gute Unterhaltung! Ich habe mich sehr amüsiert, dennoch waren es viele "tiefergehenden", ab und an auch politischen Witze, manche Dinge sollte man also auch ein Stück weit "miterlebt" haben, damit man hier mitreden bzw. mitlachen kann. Also nicht nur flache Witze im Buch, sondern wirklich mitgedacht, das schätze ich sehr.

Die Geschichten sind mal lang, mal kurz, man muss sich also nicht lange überlegen ob man das Buch mal kurz zur Seite legen kann, man kann gut Geschichten zu Ende lesen und dann mit einer neuen Geschichte starten. Das finde ich ziemlich gut, denn so konnte ich gerade vorm Einschlafen auch mal nur ein-zwei Geschichten lesen ohne sich wieder groß reindenken zu müssen. Zu jeder Geschichte gibts eigentlich auch immer ein Foto, so sind unter anderem Verkehrszeichen mit interessanten Hinweisen zu finden, die zum Thema passen, außerdem auch andere, lustige Bilder.

Ein wirklich amüsantes Buch, welches trotz seiner elf Jahre, die es nun schon auf dem Markt ist, noch immer aktuell ist, denn es berichtet ja über vergangene Zeiten.

Ich fand das Buch sehr lustig, die meisten beschriebenen Dinge kannte ich auch, ab und an hat das Buch mal ne Länge, weshalb ich einen Stern abziehe.

Ich vergebe also 4 von 5 Sternen und spreche eine Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 27.10.2016

Ekkehard und der Transrotor... eine Liebesgeschichte ;-)

Wir tun es für Geld
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Lukas ist Mitte 30 und bei Karstadt als Teilzeit-Herrenunterwäscheverkäufer angestellt. Von seiner Mitbewohnerin Ines lässt er sich dazu überreden, eine Scheinehe mit ihr einzugehen, damit sie steuerlich ...

Lukas ist Mitte 30 und bei Karstadt als Teilzeit-Herrenunterwäscheverkäufer angestellt. Von seiner Mitbewohnerin Ines lässt er sich dazu überreden, eine Scheinehe mit ihr einzugehen, damit sie steuerlich gesehen einiges spart - denn sie verdient sehr gut, Lukas hingegen ist ein armer Schlucker. Lieben tut Ines jedoch Bernd, der beruflich viel unterwegs ist, so dass die beiden quasi eine Fernbeziehung führen. Vanessa ist Lukas' Traumfrau, sie wohnt auch noch im gleichen Haus und führt mehr eine Distanz-Affäre mit Lukas als eine Beziehung. Als nun ein neuer Nachbar ins Haus einzieht, der ein echter Hifi-Freak ist, kommt für beide das unvorstellbare heraus: Ihr neuer Nachbar, Ekkehard Stöckelein-Grummler ist ihr Sachbearbeiter beim Finanzamt! Damit ihre Scheinehe nicht auffliegt, müsssen Ines und Lukas nun natürlich das verliebte Paar mimen. Was das alles mit sich bringt...

Ich habe das Buch gekauft, weil mich die Geschichte sehr angesprochen hat, zumal ich ja öfter auch noch beruflich mit dem Finanzamt zu tun habe. Aber mich hat auch die Aussage von Kerstin Gier auf der Buchrückseite überzeugt: "Mein letztes Buch von Matthias Sachau musste ich zweimal kaufen. Das erste war mir vor lauter Lachen in die Badewanne gefallen." Jaaaa, ich war das, die da so laut in der Buchhandlung gelacht hat. g Aber generell lese ich eben gerne auch mal "solche" Bücher, die eher lustig, aber dennoch nicht anspruchslos sind, aber eben keine solchen typischen Frauenromane sind.

Der Schreibstil des Autor gefällt mir sehr gut, auch wenn sich so manche Stelle ein bißel hingezogen hat oder eben einfach noch lustiger hätte sein können - gerade nach so manchem vorherigen Witz ("Bauschaum-Dose"). Generell wird im Buch auch viel an Musik abgehandelt, wo ich nun nicht unbedingt immer mitreden kann, obwohl ich da sonst schon sagen kann "Music was my first love"... Ein Punkt, der für einen anderen Leser evtl. noch mehr zählt, so dass man sich hier auch noch musikalisch gut orientieren kann. (Die Lieder sind sogar hinten im Buch nochmal alle aufgeführt.!).

Die Geschichte an sich finde ich auch sehr lustig, beginnend bei der (Schein-)Hochzeit, gut eingebaut der Einzug des Nachbarn, der so manches Missgeschick mit sich bringt, über den Einbau der Musikanlage. Es gibt öfter mal ein "Unglück", so bringt manche Situation immer wieder ein Missgeschick mit, solche Situationen mag ich bei Filmen nicht so gerne, im Buch war es richtig spannend und lustig.

Ich kann dieses Buch empfehlen, auch wenn ich nicht die volle Punktzahl geben kann, sondern "nur" 4 von 5 Sternen, es hat sich dennoch gelohnt, das Buch zu lesen, ich habe sehr viel gelacht, wurde gut unterhalten, kann das Buch also wirklich weiterempfehlen - Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 27.10.2016

Umgeschubste Schafe bleiben hier einfach liegen.

Westfalen. Als Leo Frida suchte und Pumpernickel fand - ein Heimatbuch
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Leo folgt seiner Ex-Freundin Frida auf ihrer Tour durch Westfalen -sie möchte gerade eine Auszeit nehmen, einfach mal raus aus allem, ist in der Beziehung wohl nicht mehr wirklich glücklich. Leo, absolut ...

Leo folgt seiner Ex-Freundin Frida auf ihrer Tour durch Westfalen -sie möchte gerade eine Auszeit nehmen, einfach mal raus aus allem, ist in der Beziehung wohl nicht mehr wirklich glücklich. Leo, absolut fassungslos, will um sie kämpfen und so folgt er ihr auf die Reise nach Westfalen - die eigentliche Reise sollte nach Thailand gehen... Mit der Zeit findet er Gefallen an diesem Land, dem eigenbrötlerischen Volk, den interessanten westfälischen Gerichten und dem "Dialekt".

Haaaach, was habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Ich mag Westfalen. Ich mag Westfalen sogar total gerne. Entsprechend war ich gespannt, was ich im Buch noch über dieses nette Volk erfahren würde. Und da wurde ich sehr gut unterhalten.

Generell fand ich die Idee der Geschichte gut, denn Leo reist seiner Ex-Freundin Frida hinterher, weil er sie zurück haben will. So kommt er ja nach Westfalen, lernt immer wieder neue Leute kennen (ich würde das ja gleich mal aufs westfälische Volk, das doch recht weltoffen ist, projizieren), erfährt einiges über die jeweiligen Städte, die Umgebung und auch noch Historisches.

Den Aufbau finde ich hier richtig toll - so werden die Städte dann noch von "Insidern" kurz vorgestellt, in Bielefeld gibt beispielsweise Casper (Musiker) ein paar Infos preis, die Lieblingskneipe, den Lieblingsclub, einen Entspannungstip bzw. -ort, eine Klamottenladen-Empfehlung sowie die Lieblingsgaststätte(n). In Münster ist es beispielsweise Andy Strauß (Autor und Aktionskünstler, Slammer), in Dortmund Nachtfalke (DJ). Die Insidertipps sind immer in grau hinterlegten "Kästen" zu finden, heben sich also deutlich vom Text bzw. der Geschichte ab.

Außerdem sind auch weitere Infos über die jeweilige Gegend bzw. örtliche Besonderheiten (Salzkuchen) in grau hinterlegten Kästen zu finden, was ich sehr gut finde. Immer wieder findet man auch nochmal Tipps, was sich sonst noch so in der Nähe befindet (In Münster beispielsweise: Allwetterzoo (4,1km), Ibbenbüren-Aaasee (ca. 49km).

Was ich wirklich recht lustig fand, ist die Tatsache, wer so an welchen Orten auftauchte. In Münster beispielsweise hört man mal kurz was von einem St. Pauli-Tshirt-Träger, wer hier gemeint ist, sollte dem gebildeten TV-Publikum eigentlich klar sein. (Müüüüünster. Muss ich noch was sagen? ;) )

Meiner Ansicht nach ist auch ein gewisser Slammer im Buch öfter beschrieben, ohne dass je sein Name fällt. Hier würde es mich wirklich mal interessieren, ob das beabsichtigt ist, möglicherweise hier was verarbeitet wurde oder eben einfach mal so der Phantasie entsprungen ist. (Ich mag hier nicht genauer darauf eingehen, vielleicht liest der ein oder andere das Buch ja noch.)

Mich hat das Buch auf alle Fälle gut unterhalten, teilweise musste ich richtig laut lachen (Nein, ich möchte nicht wissen, was andere Menschen dann denken...), öfter auch schmunzeln, habe aber auch wirklich noch einiges über Westfalen erfahren. Im Endeffekt hat man hier einen recht flippigen, jungen Reiseführer, der natürlich nicht wie ein Marco Polo etc. aufgebaut ist, aber hier erhält man auch mal andere Tipps. Selbst ein Lesezeichen enthält das buch - hier sind 10 Handlungen beschrieben, mit denen man in jedem Fall auffällt ("Autofahren in Münster", "Schalke-Trikot in Dortmund tragen").

Was mir noch sehr gut gefallen hätte: Eine aufgedruckte Westfalen-Karte, damit man sich das ganze auch mal während man liest, mal angucken kann, von wo es dort nach wo geht, die Reiseroute nachvollziehen kann. Das fand ich ein bißchen schade. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass man manches noch ein bißchen witziger hätte formulieren können... und manchmal sind kleine Details nicht erwähnt, die ich (für mich) als interessant erachte. So zum Beispiel in Soest, dort gabs das erste Pumpernickel, von der dortigen Allerheiligen-Kirmes ist allerdings gar nicht die Rede. (Dabei ist die richtig toll, finde ich!) Wahrscheinlich ist die Kirmes noch zu "normal", ebenso das Drei-Hasen-Fenster in Paderborn, das keine Erwähnung findet.

Alles in allem wurde ich hier gut unterhalten, habe noch einiges über mein liebstes Bundesland (nach Franken hüstel) erfahren, konnte in Erinnerungen an eigene Westfalen-Besuchen schwelgen. Wer auf gute Literatur steht, die schon ein bißchen herausfordern ist, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.

Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen und spreche unbedingt eine Empfehlung aus.