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Langeweile

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2019

Wahrheit und Lüge

Silent Victim
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Klappentext:
Alex versteht nicht, warum seine Frau so an ihrem Elternhaus hängt. Ihr Vater ist tot, ihre Mutter verschwand, als sie noch ein Kind war, trotzdem möchte Emma nicht nach Leeds umziehen, ...

Klappentext:
Alex versteht nicht, warum seine Frau so an ihrem Elternhaus hängt. Ihr Vater ist tot, ihre Mutter verschwand, als sie noch ein Kind war, trotzdem möchte Emma nicht nach Leeds umziehen, wo er eine neue, gut dotierte Stelle antreten kann.
Schließlich gesteht Emma ihm, dass sie dort vor etlichen Jahren eine Affäre mit Luke, einem jungen Lehrer, hatte.
Als Luke eines Tages wieder vor ihrer Tür stand, kam es zum Streit; sie tötete ihn und begrub Ihn auf ihrem Grundstück. Nun hat Emma Angst, dass neue Besitzer ihres Hauses den Toten dort finden könnten.
Kurz entschlossen beginnt Alex nach dem Leichnam zu graben. Doch er kann keine Leiche entdecken.
Wird Emma nun allmählich paranoid? Obendrein glaubt sie, dass jemand sie verfolgt.

Meine Meinung:

Die Geschichte wird jeweils aus der Sicht eines anderen Protagonisten und in wechselnden Zeitsprüngen erzählt. Von Anfang an ist ein hohes Spannungspotenzial vorhanden.
Als Leser ist man ständig hin und hergerissen und mit der Frage konfrontiert, wer die Wahrheit sagt.
Der Schreibstil ist flüssig,die Beschreibung der Protagonisten genau,ich hatte deutliche Bilder im Kopf.
Kurz vor Schluss, war ich der Meinung, die Lösung zu kennen, wurde dann aber nochmal eines Besseren belehrt.
Bis auf die Auflösung, die mir nicht ganz schlüssig erschienen, hat mich das Buch gut unter halten.

Fazit:

Ein spannender Thriller mit vielen Perspektiven.

Veröffentlicht am 17.07.2019

Poetische Erzählung

Alles, was passiert ist
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Die Autorin hat in diesem Buch die Erlebnisse ihrer Kindheit und Jugend verarbeitet.
Sie tat dies auf eine etwas ungewöhnliche Weise, an die ich mich zuerst gewöhnen musste.
Es wechselte ständig zwischen ...

Die Autorin hat in diesem Buch die Erlebnisse ihrer Kindheit und Jugend verarbeitet.
Sie tat dies auf eine etwas ungewöhnliche Weise, an die ich mich zuerst gewöhnen musste.
Es wechselte ständig zwischen kurzen knappen Sätzen,Gedichten,Dialogen und manchmal nur Gedanken.
Es blieb beim Lesen viel Raum für eigene Gedanken und Fantasien,manchmal musste man auch zwischen den Zeilen lesen. Dennoch wurde gut vermittelt mit welchen Hindernissen und Schwierigkeiten sie zu kämpfen hatte und wie steinig ihr Weg zum Erwachsenwerden war.
Obwohl es ein Buch war, was sich deutlich von der Masse abhebt, hat es mich nach anfänglichen Startschwierigkeiten, gut unterhalten.

Fazit: Ein etwas außergewöhnliches aber lesenswertes Buch.

Veröffentlicht am 16.07.2019

Spannende Geschichte

Das Weinen der Kinder
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Inhalt übernommen:

Vierzehnfaches Leid, dass vor vielen Jahren von einem Genie auf Leinwand gebannt wurde, so virtuos, dass dem Betrachter das Blut in den Adern gefriert.
Niemand weiß mehr um ihre Identität, ...

Inhalt übernommen:

Vierzehnfaches Leid, dass vor vielen Jahren von einem Genie auf Leinwand gebannt wurde, so virtuos, dass dem Betrachter das Blut in den Adern gefriert.
Niemand weiß mehr um ihre Identität, aber wer mit den weinenden Kindern in Kontakt kommt, dessen Leben gerät gefährlich ins Wanken.
Das spürt die Galeristin Anke Neuhaus, als sie den Fehler begeht, die verstörenden Bilder auszustellen. Mit unheimlicher Macht wird sie in eine Spirale aus Gewalt gezogen, die von den Werken auszugehen scheint und ihre Existenz zu vernichten droht ...

Meine Meinung:

Einen Thriller in der Kunstszene anzusiedeln, ist mal eine neue Herangehensweise. Zugegebenermaßen brauchte ich ein bisschen Zeit, um mich mit der Geschichte anzufreunden, dann jedoch wurde es spannend bis zum Ende des Buches.
Die einzelnen Personen waren gut dargestellt, ich hatte klare Bilder im Kopf.
Die Protagonistin war ständig im Konflikt, wie sie Familie und Beruf unter einen Hut bringen soll. Diese innerliche Zerrissenheit wurde sehr gut dargestellt .

Fazit:

Insgesamt gesehen, eine spannende Geschichte,die ich gerne weiterempfehle

Veröffentlicht am 14.07.2019

Eine Familie mit vielen Geheimnissen

Sterbenstörtchen
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Die 80-jährige Frau Rieder eröffnet ihren drei Töchtern, dass sie ein Testament mit folgendem Inhalt verfasst hat. Ihr Erbe soll die Tochter erhalten, die zum Zeitpunkt ihres Todes, ohne Mann ist.
Da ...

Die 80-jährige Frau Rieder eröffnet ihren drei Töchtern, dass sie ein Testament mit folgendem Inhalt verfasst hat. Ihr Erbe soll die Tochter erhalten, die zum Zeitpunkt ihres Todes, ohne Mann ist.
Da alle drei verheiratet sind (mehr oder weniger unglücklich) und die Mutter sterbenskrank ist,drängt die Zeit. Die Töchter halten Kriegsrat und entwickeln teuflische Pläne.
Als dann tatsächlich ein Mann nach dem anderen das Zeitliche segnet,kommen immer mehr Geheimnissse ans Tageslicht.
Auf eine sehr humorvolle Weise nähert sich die Autorin dieser Familiengeschichte. Als Leserin wird man hin und hergerissen zwischen Mitleid, Schadenfreude, aber auch dem
Gedanken an die Gesetze.
Auch wenn manche Geschehnisse ein bisschen dick aufgetragen waren und die Geheimnisse dieser Familie, das Durchschnittsmass deutlich überschritten, habe ich die Geschichte gerne gelesen.

Fazit:

Ein humorvoller und sehr kurzweiliger Krimi.

Veröffentlicht am 10.07.2019

Drei Frauen gegen den Rest der Welt

Aufbruch in ein neues Leben
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Inhalt übernommen:

Drei junge Frauen beginnen im Juli 1917 ihre Ausbildung zur Hebamme an der neu eröffneten Frauenklinik in Neukölln bei Berlin. Edith Stern, die aus reichen Verhältnissen stammt und ...

Inhalt übernommen:

Drei junge Frauen beginnen im Juli 1917 ihre Ausbildung zur Hebamme an der neu eröffneten Frauenklinik in Neukölln bei Berlin. Edith Stern, die aus reichen Verhältnissen stammt und sich gegen den Willen ihrer Eltern für die Ausbildung entschieden hat. Die Arbeitertochter Margot Bach, die alle ihre Hoffnungen auf ein besseres Leben in die Ausbildung zur Hebamme legt. Luise Mertens ist bei ihrer Großmutter, einer Hebamme, in Ostpreußen, aufgewachsen und will in ihre Fußstapfen treten.
Eines ist ihnen gemeinsam: Sie träumen von Unabhängigkeit und davon, Frauen in den schwierigen Kriegszeiten zu helfen.

Meine Meinung:

Wie auch in den anderen Büchern der Autorin, nahm mich der schöne Schreibstil sofort gefangen.
Wie immer sind die Protagonisten sehr gut gezeichnet, das Kopfkino startet sofort. Eingebettet in die Wirren des ersten Weltkriegs ,mit all seinem Schrecken, den vielen Toten,der Seuchen , des Hungers und sonstigen Entbehrungen ,steht das Schicksal der drei jungen, unterschiedlichen Frauen im Mittelpunkt der Geschichte.
Unbeirrt gehen Sie Ihren Weg, wobei sie beruflich und privat einige Niederlagen einstecken müssen.
Der sehr wichtige Beruf der Hebamme, der durch nichts zu ersetzen ist, wird eingehend geschildert und gewürdigt. Den jungen Frauen gelingt es, trotz der widrigen Umstände,jede Geburt als ein kleines Wunder zu betrachten.
Besonders beeindruckt hat mich ein Spruch von Luises Großmutter,einer Hebamme:

„ Das Leben selbst ist das Wunder und wenn es beginnt, ist es am allerschönsten. Und es ist jedes Mal eine Ehre, ihm dabei behilflich zu sein“.

Fazit:

Ich habe das Buch sehr gerne und in kürzester Zeit gelesen. Ich bin schon voller Vorfreude auf den zweiten Band, weil ich wissen möchte, wie es im Leben der drei Frauen weitergeht.