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Veröffentlicht am 23.08.2019

Toller Krimi für alle Hamburg-Fans

Der Tote vom Elbhang
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Das Buch ist der 1. Kriminalroman von Anke Küpper, die für ihre Sach- und Kinderbücher bekannt ist. Beim Lesen merkt man schnell, dass sie bereits viel Erfahrung mit dem Schreiben hat, da sich die Geschichte ...

Das Buch ist der 1. Kriminalroman von Anke Küpper, die für ihre Sach- und Kinderbücher bekannt ist. Beim Lesen merkt man schnell, dass sie bereits viel Erfahrung mit dem Schreiben hat, da sich die Geschichte flüssig lesen lässt und genau das richtige Tempo hat.

Die Ermittler sind alle angenehm ausgearbeitet. Svea stammt eigentlich aus dem Pott und ist für ihren Freund nach Hamburg gezogen. Nun ist sie wieder Single und hat eine starke Abneigung gegen die schnöseligen Menschen der Elbvororte entwickelt. Ihr Kollege Tamme ist ein Familienmensch, wie man ihn sich vorstellt. Er hat seine Jugendliebe geheiratet und mit ihr drei Töchter, doch merkt er langsam, dass auch seine Beziehung am Bröckeln ist. Und schließlich wäre da noch das Küken Franziska, die tougher ist als sie scheint und ihrer Umgebung gerne mit Hilfe ihrer Psychologiekenntnisse Ratschläge erteilt.

Ich lese eigentlich lieber Thriller als Krimis, da in Krimis oft seitenlang nur Befragungen stattfinden und nichts passiert. Auch hier gab es natürlich wieder sehr viele Befragungen, doch wurden diese auf das Wesentliche reduziert und auch die Kommunikation zwischen den Ermittlern wurde nicht unnötig lang beschrieben. Ich persönlich brauche nämlich keine doppelten Erzählungen, nur weil die Ermittlerin ihrem Kollegen nochmal alles schildert, was sie in Erfahrung gebracht hat, wie es oft bei Krimis der Fall ist.

Im Buch werden sehr viele Orte in Hamburg erwähnt, schließlich spielt das Buch ja auch dort. Für mich war dies definitiv ein Grund das Buch zu lesen, da ich die Umgebung gut kenne und gehofft habe, einige der Orte wiederzuerkennen. Dies war auch der Fall und hat für mich einen großen Teil des Charmes ausgemacht hat. Für Leser, die sich nicht in Hamburg auskennen, könnten es allerdings etwas zu viele Ortsbegriffe sein, die bei jeder Gelegenheit ohne große Erklärung in den Raum geworfen werden. Ich denke, die Atmosphäre kommt vor allem rüber wenn man die Orte kennt, an denen der Krimi spielt, aber auch für Nicht-Kenner werden viele der Eigenheiten der Hamburger gut rübergebracht.

Ich hatte viel Spaß beim Raten und bin dem Täter erst wenige Seiten vor dem Ende auf die Spur gekommen. Das Ende ist gut gewählt und es bleiben keine großen Fragen zum Fall offen. In Hinsicht auf die privaten Beziehungen der Ermittler bin ich schon gespannt auf den 2. Band der Reihe, der bereits in Planung ist, denn hier gibt es noch einiges zu „klären“.

Fazit:
Der Tote vom Elbhang ist ein toller Hamburg-Krimi, den ich insbesondere Lesern empfehlen kann, die Hamburg ein wenig kennen. Aber auch Leser, die neben einer guten Kriminalgeschichte auch gerne viel über das Privatleben der Ermittler erfahren, werden definitiv Gefallen an der Geschichte haben. Insgesamt gebe ich dem Buch 4 Sterne, da es sich flüssig lesen lässt, einen interessanten Kriminalfall behandelt und sympathische Charaktere hat.

Veröffentlicht am 18.07.2019

Tolles Jugendbuch, dass wichtige Themen aufgreift

An Nachteule von Sternhai
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Ich habe die wundervolle Möglichkeit bekommen, dieses Buch vor dem Erscheinungstag lesen zu können. Als das Buch bei mir ankam, ist mir neben der schönen Covergestaltung direkt auch das Material des Buches ...

Ich habe die wundervolle Möglichkeit bekommen, dieses Buch vor dem Erscheinungstag lesen zu können. Als das Buch bei mir ankam, ist mir neben der schönen Covergestaltung direkt auch das Material des Buches aufgefallen, denn der Einband fühlt sich irgendwie ganz besonders an und ist mit einer Art Stoff überzogen, was das Buch sehr hochwertig wirken lässt. Das Cover selbst ist auch sehr passend gestaltet und zeigt die beiden Synonyme Sternhai und Nachteule, die für Bett und Avery stehen.

„Du kennst mich nicht... aber ich schreibe dir trotzdem.“ So beginnt der Mailkontakt zwischen den beiden 12-jährigen Mädchen, die zunächst recht unterschiedlich erscheinen. Grund für den Kontakt ist die Beziehung der beiden Väter. Diese haben sich einige Monate zuvor auf einer Baumesse kennengelernt und sind seitdem ein Paar. Den Töchtern passt der Gedanke, dass es im Leben ihrer Väter eine weitere wichtige Person gibt überhaupt nicht, und auch der Plan die beiden im Sommer gemeinsam ins Wissenschaftscamp zu schicken führt nicht grade dazu, dass sie Freudentänze aufführen.

Das Buch besteht ausschließlich aus E-Mails und Briefen, wobei der E-Mail-Beginn immer durch ein Bild des tierischen Synonyms der jeweiligen Verfasserin geschmückt ist, was ich persönlich total schön fand. Zwischendurch gab es auch einige wenige Briefe und Mails der Väter um die Geschichte noch zu ergänzen. Gefehlt haben mir an dieser Stelle Zeitangaben, manchmal wäre es echt nützlich gewesen zu wissen, wie viel Zeit zwischen den jeweiligen E-Mails vergangen ist. Der Schreibstil ist dem von 12-jährigen angepasst und besteht meistens aus knappen Sätzen, was gut zur E-Mail-Konversation gepasst hat.

Bett lebt mit ihrem Dad in Kalifornien und macht gerne Sport (Insbesondere surft und skateboardet sie gerne), liebt Tiere und verbringt ihre Zeit am liebsten draußen, während Avery in New York lebt, vor vielem Angst hat, Schriftstellerin werden möchte und lieber Indoor-Aktivitäten nachgeht. Trotz ihrer Unterschiede, die für zwölfjährige Mädchen natürlich schon fast dramatisch groß sind, schreiben sich die beiden immer weiter und erzählen sich sehr persönliche Dinge aus ihrem Leben.

Ich fand es super, wie in dem Buch mit dem Thema Homosexualität umgegangen wird. Besonders gut fand ich, dass die beiden Väter alleinerziehend sind, denn alleinerziehende schwule Väter gibt es definitiv noch viel zu selten in der Kinder- und Jugendliteratur. Auch die Art und Weise wie sich die Mädchen immer für ihre Väter einsetzen und wie sie die Liebesgeschichte als Kinder wahrnehmen hat mir sehr gut gefallen.

Insgesamt ist es ein tolles Jugendbuch, dass einige wichtige Themen aufgreift und sehr rührend geschrieben ist. Ich würde es hauptsächlich an Jugendliche empfehlen, es lässt sich aber auch noch angenehm lesen, wenn man wie ich, eigentlich nicht mehr der Zielgruppe des Buches entspricht. Insgesamt gebe ich dem Buch 4/5 Sterne, da ich mich mit 12-jährigen Protagonisten einfach nicht mehr identifizieren kann, dass Buch aber unbedingt empfehlenswert für Kinder und Jugendliche ist! Wäre ich 13 wäre es mein absolutes Lieblingsbuch gewesen!

Veröffentlicht am 21.11.2025

Schwächster Band der Reihe

Hasen rasen mit dem Schlitten
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Hasen Rasen mit dem Schlitten ist eines dieser Bücher die Kinder zum Schreien komisch finden, Erwachsene aber eher so lala.

Die Story ist einfach - Weihnachten steht an, doch am Nordpol geht alles schief: ...

Hasen Rasen mit dem Schlitten ist eines dieser Bücher die Kinder zum Schreien komisch finden, Erwachsene aber eher so lala.

Die Story ist einfach - Weihnachten steht an, doch am Nordpol geht alles schief: Die Wichtel haben sich mit Süßigkeiten ins Zuckerkoma gefuttert und eine Gruppe Hasen springt ein, um den Weihnachtsmann beim Austragen der Geschenke zu unterstützen.

Wer die Bücher aus der „Hasen Rasen“ …-Reihe kennt kann schon ahnen, dass die Hasen für ein riesengroßes Chaos und viele Beinaheunfälle sorgen. Hasen Rasen mit dem Bus ist eines der Lieblingsbücher unserer Kids, ich muss aber sagen, dass ich das Weihnachtsbuch inhaltlich irgendwie schwächer finde. Die Story ist einfach und lebt vor allem von einfachen Sätzen a la „Die Hasen machen dies…“, „die Hasen machen das“. Irgendwie passt es für mich aber nicht in die Logik der Bücher, dass die Hasen die Geschenke tatsächlich auch austragen, schließlich sorgen sie ja sonst eigentlich nur für Chaos.

Dafür ist das Buch, wie bereits die Vorgänger, teilweise gereimt, fördert also die Sprachbildung und vielleicht könnte man es auch als Negativbeispiel in Sachen Verkehrserziehung nutzen.

Die Illustrationen sind aber wieder unheimlich schön! Es gibt super viele Details und Gesichtsausdrücke zu entdecken, Tiere können benannt werden und es gibt kleine Nebengeschichten zu entdecken, die sich durchs Buch ziehen.

Die Jungs finden das Buch trotzdem unheimlich witzig und ich finde es schön, dass es so viel zu Entdecken gibt. Trotzdem würde ich nur zu diesem Band raten, wenn eure Kinder große Fans von Hasen rasen mit dem Bus und Hasen Rasen mit Dem Boot sind, weil es der bisher schwächste Band der Reihe ist.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Etwas zu redundant!

Dreh-das-Rad-Buch: Füttere dein Monster
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In Füttere das Monster begegnen wir einem seeeeeeehr hungrigen Monster, dessen Monster-Snacks leider leer sind. Unsere Aufgabe ist es nun etwas passendes zu essen für das Monster zu finden.

Indem wir ...

In Füttere das Monster begegnen wir einem seeeeeeehr hungrigen Monster, dessen Monster-Snacks leider leer sind. Unsere Aufgabe ist es nun etwas passendes zu essen für das Monster zu finden.

Indem wir am Rad drehen können wir dem Monster verschiedene kulinarische Highlights servieren, von Fischgräten, über einen Schraubenschlüssel bis hin zur stinkigen Socke. Doch unser Monster it etwas wählerisch, so lehnt es die meisten unserer Präsente ab, verdreht dabei seine Augen witzig und teilt seine Gedanken dazu mit uns.

Die Illustrationen sind einfach, aber sehr farbenfroh und besonders die verschiedenen Ausdrücke in den Augen des Monsters machen Spaß. Das Drehrad ist angenehm gestaltet, sodass bereits kleinere Kinder in der Lage sind das Rad selbstständig zu Drehen. Auch der Text ist sehr kurz und einfach gehalten, sodass die Altersangabe ab 2 Jahren realistisch ist.

Dadurch, dass das Monster eklige und witzige Sachen isst und dann auch noch laut pupst macht das Buch Kindern einen Riesenspaß.

Ich persönlich finde es mit 5 Doppelseiten etwas zu kurz und gleichzeitig redundant und hätte mir inhaltlich etwas mehr Abwechslung gewünscht.

Durch die vielen verschiedenen Situationen, die am Rad erdreht werden können werden aber Gesprächsanlässe geschaffen und durch das Drehen vom Rad wird die Feinmotorik gestärkt, sodass das Buch, obwohl es sich vorwiegend um ein Quatschbuch handelt aus Erwachsenensicht auch einen kleinen Mehrwert hat.

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Veröffentlicht am 04.11.2021

Interessanter Ansatz, bei dem etwas zu viel gewollt wurde.

Game Changer
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Ash ist ein weißer, heterosexueller cis-Junge aus der Mittelschicht, der im Football-Team seiner High School spielt, für Mädchen schwärmt und sich selbst als weltoffen sieht, da in seinem Freundeskreis ...

Ash ist ein weißer, heterosexueller cis-Junge aus der Mittelschicht, der im Football-Team seiner High School spielt, für Mädchen schwärmt und sich selbst als weltoffen sieht, da in seinem Freundeskreis und seinem Football-Team viele Schwarze und lateinamerikanische Leute sind. Die Tatsache, dass er auf einer Demo gegen Polizeigewalt gegenüber Schwarzen war, gibt ihm das Gefühl genug Engagement für eine bessere Welt gezeigt zu haben, doch bei einem Footballspiel ändert sich plötzlich alles. Durch einen schweren Schlag gegen den Kopf wird er in eine andere Dimension katapultiert und ist plötzlich der Mittelpunkt des Universums. Jeder Versuch die Änderungen rückgängig zu machen verschlimmert alles, bis er schließlich aus Versehen die Rassentrennung wieder einführt und selbst lernen muss, wie es sich anfühlt diskriminiert zu werden.

Die Grundidee der Story hat mir wirklich gut gefallen, da wichtige gesellschaftliche Themen, wie Rassismus, Homophobie, Gewalt in Beziehungen und die Benachteiligung von weiblich gelesenen Personen behandelt werden. Ash als Protagonist blieb dabei jedoch relativ charakterschwach und besitzt trotz einiger Änderungen weiterhin mehr Privilegien als die meisten anderen Charaktere im Buch, sodass ich eine Charakterentwicklung bei ihm nur sehr bedingt erkennen konnte. Unter den Nebencharakteren gab es dafür einige, die mir sehr gut gefallen haben und für die ich mir mehr Fläche gewünscht hätte, so bekam unter anderem sein bester Freund Leo kaum Fläche, sodass man mit ihm wenig mitfiebern konnte.

Positiv fand ich, dass immer wieder „logische“ Erklärungen für die Ereignisse geliefert werden und die Gründe für die Sprünge in andere Dimensionen so nicht völlig der Fantasie überlassen bleiben.

Das Buch hat einige sehr wichtige Botschaften übermittelt, an einigen Stellen hatte ich allerdings das Gefühl, dass weniger mehr gewesen wäre. Manches wirkte zu gewollt, anderes war etwas vorhersehbar, während insgesamt die Tiefe etwas fehlte, da versucht wurde zu viele gesellschaftliche Themen in einem 400 Seiten-Buch zu behandeln.

Auf Grund des angenehmen Schreibstils und der interessanten Handlung, die zu Teilen noch etwas tiefgehender und weniger vorhersehbar sein könnte, gebe ich 3,5 Sterne.

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