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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2019

Eine gute Fortsetzung, aber immer noch ausbaufähig

Elfenkönig
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Da es sich bei „Elfenkönig“ von Holly Black um den zweiten Band handelt, kann diese Rezension SPOILER zum ersten Band „Elfenkrone“ enthalten.

Nachdem ich von dem ersten Band dieser Reihe ein wenig enttäuscht ...

Da es sich bei „Elfenkönig“ von Holly Black um den zweiten Band handelt, kann diese Rezension SPOILER zum ersten Band „Elfenkrone“ enthalten.

Nachdem ich von dem ersten Band dieser Reihe ein wenig enttäuscht wurde, mich das Ende jedoch ziemlich neugierig gemacht hatte, war ich schon gespannt auf „Elfenkönig“.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der aus einer Erinnerung von Jude besteht. Die Geschichte selbst setzt ca. 5 Monate nach dem Ende von dem ersten Band ein. Kurz wird geschildert, was sich alles verändert hat und was bisher geschehen ist.

Jude war mir im ersten Band zu kindisch. Bei diesem Buch merkt man, dass ein wenig Zeit vergangen ist und sie die Ereignisse aus dem ersten Band geprägt haben. Sie ist erwachsener geworden, in ihrer Art, wie sie handelt und wie sie denkt. Aber dadurch wirkte sie auf mich auch distanzierter. Das Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben, aber irgendwie kamen keine wirklichen Gefühle rüber.

In Band eins kam mir Cardan zu wenig vor, das hat sich in diesem Buch gebessert. Aber auch hier habe ich das Gefühl, dass ich ihn noch nicht wirklich kenne. Zwar merkt man auch bei ihm, dass er sich weiter entwickelt hat, doch man sieht immer noch nicht hinter die Maske. Ich hätte mir gewünscht, dass wir vielleicht mal ein Kapitel aus seiner Sicht bekommen. Das hätte sich an einer Stelle im Buch auch wirklich gut angeboten. Er ist wirklich ein sehr interessanter Charakter, von dem man, meiner Meinung nach, viel zu wenig mitbekommt. Auch hätte ich mir noch ein wenig mehr Interaktion mit ihm und Jude gewünscht.

Taryn hatte mich im ersten Bauch tierisch genervt – das tut sie in diesem auch wieder. Irgendwie werde ich mit ihr nicht warm. Ich verstehe ihre Handlungen einfach nicht, warum sie etwas tut. Gerade die Beziehung zu Jude scheint ihr überhaupt nicht wichtig zu sein, obwohl es ihre Zwillingsschwester ist. Ich glaube, Taryn und ich werden keine Freunde mehr.

Die Handlung selbst hatte sich anfangs ein wenig gezogen. Ab Mitte des Buches wurde es jedoch spannend. Der Schreibstil von Holly Black ist einfach ein Traum. Wie schon im letzten Buch konnte sie mich mit der Welt rund um Elfenheim verzaubern.

Auch wenn sich meine Rezension vielleicht etwas negativ anhört, hat mir „Elfenkönig“ doch besser gefallen als „Elfenkrone“. Ich bin auch schon sehr gespannt, wie es weiter geht, da dieses Buch doch ziemlich überraschend für mich geendet hat. „Elfenkönig“ von Holly Black erhält von mir 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 30.04.2019

Eine tolle Fantasy Geschichte rund um Magie und die Macht der Schatten

Rayne - Die Macht der Schatten
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Nach einem lebensbedrohlichen Angriff auf ihre Mutter ist Rayne sofort klar, dass sie selbst nun das Ziel ist. Dunkle Kreaturen, die vor nichts zurückschrecken, verfolgen sie. Nur mit der Hilfe von Skander ...

Nach einem lebensbedrohlichen Angriff auf ihre Mutter ist Rayne sofort klar, dass sie selbst nun das Ziel ist. Dunkle Kreaturen, die vor nichts zurückschrecken, verfolgen sie. Nur mit der Hilfe von Skander – dem in die Verbannung geschickten Bruder ihres Verlobten – gelingt ihr die Flucht. Schnell wird klar dass der Feind weitaus mächtiger ist als gedacht und so muss Rayne sich entscheiden, ob sie Skandar vertrauen und seine Hilfe annehmen soll oder die Sicherheit ihres Königreichs und das Leben ihrer Mutter aufs Spiel setzen will.

Bei „Rayne - Die Macht der Schatten“ von Rachel Crane handelt es sich um einen Spin-Off Band. Das wurde mir erst beim Lesen des Prologs klar. Jedoch wurde in diesem vieles kurz zusammengefasst, so dass man ohne Probleme das Buch lesen kann. Die Handlung selbst hat, würde ich behaupten, auch nicht wirklich etwas mit dem Vorgänger-Band zu tun, so dass man diesen auch nicht unbedingt gelesen haben muss. Durch diese sehr gute Einführung, fiel mir auch der Einstieg in das Buch überhaupt nicht schwer.

Wie oben bereits erwähnt, fängt das Buch mit dem Prolog an, durch welchen man eine kleine Einführung erhält. Danach beginnt die Handlung, indem man einen kleinen Einblick in Raynes Alltag bekommt und sie selbst ein wenig kennenlernt. Als dann ihre Mutter angegriffen wird, fängt Raynes Reise an.

Bei diesem Buch hat mich anfangs am meisten überrascht, wie schnell man vorankommt. Der Schreibstil von Rachel Crane ist locker und angenehm zu lesen, er ist aber auch detailliert, man kann sich die Orte und Handlungen sehr gut vorstellen. Nicht selten ist es passiert, dass ich anstatt zwei Kapiteln plötzlich zehn gelesen hatte. Die Geschichte selber wird meist aus der Sicht von Rayne und Skandar erzählt, zwischen durch jedoch auch von anderen Personen, so dass man einen rund um Blick bekommt.

Rayne war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist eine sehr bodenständige junge Frau. In den meisten Situationen hat sie erst nachgedacht, bevor sie gehandelt hat, was ich sehr angenehm empfand. Auch Skandar war mir von Beginn an sympathisch. Er hat einen leicht sarkastischen Humor und durch die Kapitel aus seiner Sicht bekommt man auch einen guten Einblick in seine Gefühlswelt.

Ein wenig unübersichtlich fand ich jedoch die Zeitsprünge - irgendwann hatte ich keinen Überblick mehr, wie lange sie jetzt schon auf ihrer Reise waren. Wenn dann auch noch die Sicht zu einem anderen Charakter gewechselt hat, hatte ich überhaupt kein Gefühl mehr, wie viel Zeit seit dem Aufbruch vergangen war. Ich könnte bis jetzt nicht sagen, ob sich die Geschichte nur auf ca. 3 Monate oder ein Jahr erstreckt.

Was ich auch ein wenig schade fand, ist, dass einer von Raynes Brüdern komplett vergessen wurde. Am Anfang der Geschichte erfuhr man, das sie zwei Brüdern hat – einen älteren namens Darragh (der auch im Laufe der Geschichte ein Rolle spielt) und einen Zwillingsbruder, Taeril. Gerade weil es ihr Zwillingsbruder ist, hätte ich doch ein wenig mehr erwartet, da Zwillinge doch meist eine besondere Bindung zueinander haben. Es wurde zwar erklärt, dass er selbst auch auf Reisen ist, doch das war es auch schon.

Alles in allem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Der ganze Aspekt rund um die Magie und die Schatten war sehr spannend und auch detailliert gestaltet. Auch die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet. Das Buch erhält von mir 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.04.2019

Ein kleines Örtchen Freiheit

Und wo ist dein Herz zu Hause?
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„Und wo ist dein Herz zu Hause?“ ist das erste Buch von Anne Kröber. Der Einstieg in das Buch fiel mir ein wenig schwer, was jedoch eher an mir als an der Geschichte lag, da ich mich in einer Art Leseflaute ...

„Und wo ist dein Herz zu Hause?“ ist das erste Buch von Anne Kröber. Der Einstieg in das Buch fiel mir ein wenig schwer, was jedoch eher an mir als an der Geschichte lag, da ich mich in einer Art Leseflaute befand. Zu Beginn erhält man einen kurzen Einblick in Ellas Leben in Deutschland. Man bekommt ein wenig über das Verhältnis zu ihrer Mutter und zum Rest der Familie mit. Als sie dann in den Sommerferien ihren Vater in Amerika besucht, beginnt die Reise.

Etwas, was mich am Anfang gestört hat ist, dass Ella direkt die richtigen Menschen angesprochen oder getroffen hat, sei es wegen dem Busticket oder später in Tofino. Da hätte ich mir gewünscht, dass sie auf etwas mehr Hindernisse stößt, bevor ihr tatsächlich gelingt nach Kanada zu reisen oder sich dort zurechtzufinden. Auch dass es keine Verständigungsschwierigkeiten gab, gerade zu Beginn, fand ich ein wenig unrealistisch. Zwar wird später zwei, drei Mal darauf eingegangen, aber Ella ist 16 Jahre alt und beherrscht schon ein fast perfektes Englisch – das passt für mich irgendwie nicht ganz.

Ella ist ein sehr verschlossenes Mädchen, was mich bei ihrer Familie nicht wundert. Sie hat ihren Platz noch nicht gefunden. Den Drang, von zu Hause abzuhauen, kann man sehr gut verstehen. In Tofino findet sie die Freiheit, mit der sie auch sich selbst findet.

Der Schreibstil von Anne Kröber ist locker und leicht, er lässt sich sehr angenehm lesen. Die Beschreibungen von den Orten rund um Tofino waren sehr genau und detailreich, so dass ich mich während dem Lesen oftmals fragte, ob die Autorin selbst an diesen ganzen Orten war. Wie ich aus der Danksagung entnahm, war das meiste ziemlich gut recherchiert, doch sie war auch selbst schon dort gewesen. Ich glaube, dadurch konnte sie die ganze Atmosphäre des Örtchens, die auch Ella spürte, dem Leser sehr gut vermitteln.

Leider fehlte mir diese Ausführlichkeit bei den Gefühlen von Ella. Sie wird als sehr verschlossen beschrieben und so kam es mir auch vor. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt, doch teilweise fühlte es sich für mich nicht so an. Es mangelte mir einfach manchmal an einer Reaktion seitens Ella. Bei manchen Szenen, gerade als sich Ben und Ella näher kommen, wäre ich gerne mehr in ihre Gefühlswelt eingestiegen. Die Gefühle fehlten jedoch nicht immer. Gerade wenn sich Ella zum Schreiben hinsetzte, dann erhaschte man einen Blick darauf, was in ihr vorging. Auch die Texte von ihre gefielen mir sehr gut.

An diesem Buch hat mir vor allem, wie oben bereits erwähnt, sehr gut gefallen, wie die Autorin Tofino und die ganzen Wälder, Strände und was es mit sich bringt, beschrieben hat. Dadurch hatte man zu jeder Zeit ein sehr gutes Bild der Örtlichkeiten vor Augen. Etwas, was ich auch sehr gut und interessant fand, war die Kultur der Nuu-chah-nulth, einem Indianervolk.

„Und wo ist dein Herz zu Hause?“ hat mir gut gefallen und erhält 4 Sterne von mir. Es ist an manchen Stellen ausbaufähig, aber beim Lesen versprüht es eine ganz besondere Atmosphäre. Ich bin froh, Ella und ihre Geschichte kennengelernt zu haben. Mit Tofino habe ich auch ein neues Reiseziel für mich entdeckt. Ich möchte den Ort unbedingt selbst mal erleben und vielleicht werde ich dann die gleiche Freiheit verspüren, wie es Ella tat.

Veröffentlicht am 15.04.2019

Geschichte ist ausbaufähig

Sehnsucht zwischen den Sternen
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„Um den Fortbestand ihrer Dynastie zu sichern, soll Prinzessin Alyssa heiraten. Aber nicht irgendjemanden, sondern den ihr von den Sternen zugewiesenen Partner. Um diesen zu finden, schickt König Rhodesos ...

„Um den Fortbestand ihrer Dynastie zu sichern, soll Prinzessin Alyssa heiraten. Aber nicht irgendjemanden, sondern den ihr von den Sternen zugewiesenen Partner. Um diesen zu finden, schickt König Rhodesos den jungen Kapitän Paro und seine Flotte auf eine gefährliche Reise. Niemand ahnt, dass sich ein blinder Passagier an Bord befindet: Alyssa will selbst entscheiden, wen sie heiratet. Es beginnt eine Suche nach der Liebe, die verborgen am Himmel funkelt und ein Kampf gegen das Böse, das mit aller Macht Alyssas Hochzeit verhindern will.“

Bevor ich irgendetwas zu dem Buch schreibe, schaut euch doch mal bitte dieses wunderschöne Cover an! Das ist ein absoluter Traum.

Der Einstieg in das Buch ist mir relativ leicht gefallen. Der Schreibstil ist einfach gehalten und angenehm zu lesen. Die Handlung wird die meiste Zeit aus der Sicht von Alyssa erzählt, dadurch hat man einen relativ guten Einblick in ihre Gefühlswelt und ihre Gedanken. An sich war mir Alyssa von Anfang an sympathisch. Ich kann ihren Wunsch, sich ihren Lebenspartner selbst aussuchen zu wollen, vollkommen nachvollziehen. Im Laufe der Handlung ist sie manchmal doch etwas naiv, ihre charakterliche Entwicklung ist auch eher minimal.
Captain Paro ist mir anfangs sehr sympathisch, doch irgendwie hat sich sein Charakter in eine Richtung entwickelt, die ich nicht so mochte. Abgesehen davon erfährt man sonst relativ wenig über ihn, was ich echt schade fand. Allgemein könnten die Charaktere und die Story ein wenig mehr Tiefe und Details vertragen.

Teilweise fehlte der Handlung ein wenig die Spannung, doch gerade zum Schluss hin zog es wieder an. Allerdings ging es mir dann gegen Ende ein wenig zu schnell. Wo manche Stellen ein wenig zu lang waren, fiel mir das Ende dann doch ein wenig kurz aus.
Fazit: Die Geschichte rund um Alyssa hat viel unausgeschöpftes Potenzial. Auch wenn sich das oben alles eher negativ anhört, hat mir das Buch gefallen. Es erhält 3/5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.04.2019

Leider ein wenig enttäuschend

Sturmtochter, Band 1 - Für immer verboten
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„Sturmtochter - Für immer verboten“ war mein erstes Buch von Bianca Iosivoni und ich muss sagen, ich war ein wenig enttäuscht.

Seit jeher herrschen fünf mächtige Clans, die die Elemente beeinflussen ...

„Sturmtochter - Für immer verboten“ war mein erstes Buch von Bianca Iosivoni und ich muss sagen, ich war ein wenig enttäuscht.

Seit jeher herrschen fünf mächtige Clans, die die Elemente beeinflussen können, über Schottland. Davon ahnt die 17-jährige Ava nichts, dabei macht sie jede Nacht jagt auf Elementare - die Kreaturen, die ihre Mutter getötet haben. Doch dann entdeckt Ava, dass sie die Gabe hat, das Wasser zu beherrschen. Und plötzlich steht ihre Welt Kopf.

Das Buch hatte durch den Hype schon ein wenig meine Interesse geweckt. Leider hat es meine Erwartungen nicht erfüllt.

Der Schreibstil von Bianca Iosivoni ist zwar angenehm zu lesen und einfach gehalten, aber mir hat die ein oder andere Redewendung oder der Satzbau nicht zugesagt. Es wird Hauptsächlich aus der Sicht von Ava erzählt, aber es sind vereinzelt auch ein paar Kapitel aus der Sicht von Reid und Juliana.

Die Handlung ist meiner Meinung nach noch ein wenig Ausbau fähig. An manchen Stellen fehlten mir ein paar Erklärungen oder es fehlte einfach ein kleines Detail, damit das ganze Sinn ergab. Die Kampfszenen kamen mit manchmal ein wenig in die Länge gezogen vor.

Mit Ava wurde ich auch nicht so recht warm. Sie war mir an manchen Stellen einfach zu uneinsichtig und an anderen Stellen zu lebensmüde. Obwohl Gefühle bei Avas Kräften eine wichtige Rolle spielen, fehlten mir diese jedoch ein wenig in dem Buch. Oftmals stellte sie sich die selben Fragen in mehreren Kapiteln, dabei wurde jedoch nicht so ganz auf ihre Gefühlslage eingegangen.

Die Nebencharaktere fand ich eigentlich ganz nett, doch man hätte - finde ich zumindest - ruhig ein wenig näher noch auf sie eingehen könne und auch auf die Beziehung zwischen Ihnen und Ava, da man doch nicht wirklich viel über sie erfährt.

Mein Fazit: Den Hype um das Buch kann ich leider nicht so richtig nachvollziehen, da es doch an einigen Ecken harkt. Von Anfang an konnte es mich nicht so richtig packen. Gerade zum Schluss hin wollte ich es einfach nur noch beenden. Dennoch denke ich, dass die Idee an sich gut ist und man die Handlung einfach nur an manchen Stellen ein wenig Ausbauen müsste.
Trotz alledem werde ich auch den zweiten Band lesen, was zum einen daran liegt, dass ich der Story doch nochmal eine Chance geben möchte und zum anderen, weil ich das Buch schon zu Hause habe.