Profilbild von Steffi_liest

Steffi_liest

Lesejury Star
offline

Steffi_liest ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Steffi_liest über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2019

Packend von der ersten bis zur letzten Seite!

Die Widerspenstige
0

In "Die Widerspenstige" hat Iny Lorentz mal wieder eine äußerst starke und mutige Protagonistin erschaffen. Johanna mag zwar an der ein oder anderen Stelle fast schon nervtötend stur sein, trotzdem habe ...

In "Die Widerspenstige" hat Iny Lorentz mal wieder eine äußerst starke und mutige Protagonistin erschaffen. Johanna mag zwar an der ein oder anderen Stelle fast schon nervtötend stur sein, trotzdem habe ich sie gleich von Anfang an ins Herz geschlossen.
Besonders geliebt habe ich an diesem Roman die vielen Abenteuer, die die Zwillinge in der ersten Hälfte des Buches erlebt haben. Außerdem fand ich die Kabbeleien zwischen Johanna und Adam sehr erfrischend.
Einen halben Stern Abzug gibt's für den etwas verwirrenden Anfang des Buches - viele Namen, Titel, polnische Orte, die man erst nach einigen Seiten richtig einzuordnen wusste und die den Beginn etwas holprig machten.
Im Übrigen ein wunderbares, packendes Buch, das ich mit großer Freude gelesen habe - 4,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 04.07.2019

Colleen Hoover mal ganz anders!

Too Late
0

Ich bin schon seit vielen Jahren bekennender Colleen Hoover - Fan und habe mich umso mehr gefreut, als ich gelesen habe, dass ein neues Buch von ihr rauskommt. Umso überraschter war ich, als ich "Too Late" ...

Ich bin schon seit vielen Jahren bekennender Colleen Hoover - Fan und habe mich umso mehr gefreut, als ich gelesen habe, dass ein neues Buch von ihr rauskommt. Umso überraschter war ich, als ich "Too Late" nun gelesen habe - denn es handelt sich hier definitiv nicht um einen klassischen Colleen Hoover - Roman!
Eins gleich vorweg: Die Autorin erklärt am Ende des Buches, wie es zu diesem Roman überhaupt gekommen ist. Eine Veröffentlichung war nämlich nie angedacht. Scheinbar hat sie bei jeder Schreibblockade ein Stückchen weiter geschrieben, absichtlich in einem ganz anderen Genre als sonst. Und ich muss sagen: Auch dieses Buch von ihr hat mir super gefallen! Hoover's Stil ist einfach unfassbar packend, jedes Buch ein absoluter Pageturner.
"Too Late" ist also nun kein Jugendbuch, sondern ganz klar für Erwachsene Leser gedacht. Es geht um häusliche Gewalt, Drogen, Sex und Abhängigkeit - aber auch um die Liebe. Die Handlung fand ich schockierend, mitreißend und emotional. Sloan und Carter / Luke waren für mich als Liebespaar sehr stimmig, auch wenn Luke sich an der ein oder anderen Stelle echt ein bisschen dämlich angestellt hat. Asa war hierzu der perfekte Gegenpart - leicht verrückt, aber unglaublich schlau und gewitzt und dadurch natürlich unendlich gefährlich...
Der Roman war toll zu lesen, die einzelnen Erzählperspektiven super herausgearbeitet. Das Ende war mir ein bisschen viel Durcheinander (Epilog zum Epilog etc.), was aber scheinbar auch der Tatsache geschuldet ist, dass der Roman eben in Bruchstücken entstanden ist und genau in der Reihenfolge gedruckt wurde, wie die Kapitel auch entstanden sind. Interessant, aber eben auch ein bisschen chaotisch am Ende.
Dennoch ein tolles Buch, das ich gerne weiterempfehle. 4,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 03.05.2026

Etwas zähe Lovestory, aber sehr schön eingebettet...

Between Fading Stars
0

Nachdem Maddie und Adam im zweiten Teil der London-is-lonely-Reihe ihr Happy End gefunden haben, erzählt Anna Savas in Band 3 nun die Geschichte von Wes, der durch seinen Job bei Prince Publishing plötzlich ...

Nachdem Maddie und Adam im zweiten Teil der London-is-lonely-Reihe ihr Happy End gefunden haben, erzählt Anna Savas in Band 3 nun die Geschichte von Wes, der durch seinen Job bei Prince Publishing plötzlich mit seiner Jugendliebe Hailey konfrontiert wird. Auf einer gemeinsamen Lesereise entwickeln sich anfänglicher Schmerz und Wut in Sehnsucht und altbekannte Zuneigung - und plötzlich stellt sich die Frage, ob die einst verloren geglaubte gemeinsame Zukunft für die beiden eventuell doch noch eine Chance bekommt...

Ich mag Anna Savas Erzählstil grundsätzlich gerne, bin in dieser Reihe aber nicht ganz glücklich mit den vielen inneren Monologen und der deshalb oft nicht stattfindenden Kommunikation zwischen den Protagonisten. Ich mag Geschichten, in denen die Charaktere ihre Probleme ansprechen und nicht über Hunderte Seiten hinweg verschwiegen, gemutmaßt und missverstanden wird. So auch in diesem Buch - ich hätte mir wirklich gewünscht, dass Hailey sich Wes gegenüber schneller öffnet.
Am Aufbau der Geschichte hab ich sonst nichts zu meckern. Ich mochte die wechselnden POVs, die für mich immer die Nähe zu beiden Protagonisten ermöglichen. Besonders gelungen fand ich in diesem Buch die Überleitungen von einem Kapitel zum nächsten, z. B. endet ein Kapitel mit dem Satz "Nur ein bisschen Schnee." und das nächste beginnt mit "Ich wünschte, es wäre nur ein bisschen Schnee.". Details, ich weiß, aber über sowas freu ich mich immer sehr.

Total interessant fand ich den Einblick in die Seele einer Autorin, vor allem wenn es darum geht, wie Rezensionen ankommen. Ich werde mich auch zukünftig nicht daran hindern lassen, negative Punkte in meinen Rezensionen zu erwähnen, da die Wiedergabe meiner ehrlichen Meinung für mich der Sinn einer Rezension ist. Dennoch war dies nochmal eine gute Erinnerung daran, dass man das Werk einer anderen Person bewertet und dementsprechend eine Verantwortung ihr gegenüber hat.

Kurz zu den Charakteren: Wes fand ich in Band 1 schon super, auch wenn ich ihm seine Gefühle für Maddie damals nicht ganz abgekauft habe. Im Nachhinein ja zu recht... Ich mag, wie authentisch er mit Hailey zusammen ist, und mein Herz ist für ihn gebrochen, weil ich so gut nachfühlen kann, unter welchem Druck er stand und wie verloren er sich lange Zeit gefühlt haben muss.
Hailey hat Fürchterliches erlebt. Ich kann ihm Nachhinein verstehen, warum sie Wes verlassen hat, hätte mich aber - wie oben bereits erwähnt - gefreut, wenn sie ihm ihre Geschichte früher offenbart hätte. Das hätte uns viel Hin und Her erspart und die Lovestory nicht so unendlich zäh gemacht. Charakterlich hat sie mir ebenfalls gut gefallen - einfach ein süßes Couple, die beiden.

Mein Fazit: Für meinen Geschmack hat sich die Lovestory zu sehr gezogen - das Außenrum fand ich dafür total schön und interessant. Nach den ersten beiden Bänden ein gelungener Abschluss, der alle losen Fäden miteinander verknüpft.

Veröffentlicht am 18.02.2026

Tolle Kombi von Witz und Gefühl - ein wundervoller Roman!

The American Roommate Experiment – Die große Liebe findet Platz in der kleinsten Wohnung
0

Elena Armas zweiter Liebesroman hat mir deutlich besser gefallen als der erste. Rosie und Lucas begegnen sich auf Augenhöhe und lassen dabei kräftig die Funken sprühen.

Die Geschichte ist abwechselnd ...

Elena Armas zweiter Liebesroman hat mir deutlich besser gefallen als der erste. Rosie und Lucas begegnen sich auf Augenhöhe und lassen dabei kräftig die Funken sprühen.

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Perspektive eines der Protagonisten erzählt, was dem Leser immer einen guten Einblick ins Gefühlsleben unseres Pärchens beschert. Wie auch schon in Linas und Aarons Fall, ist auch die Lovestory von Rosie und Lucas wieder schön langsam angelegt, nur um am Ende dann umso fulminanter und sinnlicher zu werden. Lucas war mir manchmal etwas zu soft, ein paar Ecken und Kanten hätten ihm nicht geschadet. Rosie scheint mir tatsächlich ein wenig autobiografisch angelegt zu sein. Zumindest lässt die Danksagung darauf schließen... Sie mochte ich als Person sehr gerne, ich fand sie stark, loyal und liebenswert.

Wenn ich etwas bemängeln müsste, wäre das der Schluss, der mir nach der charmanten und mitreißenden Handlung ein wenig erzwungen vorkam. Und zum anderen (möglicherweise ein Problem der Übersetzung) die vielen Wiederholungen, teilweise sogar zwischen den beiden Büchern. Man müsste zum Beispiel einmal zählen, wie oft der Ausruf "Himmel!" in Aarons und Lucas Sprachgebrauch vorkommt...

Mein Fazit: ein ganz wunderbarer, leichter und moderner Liebesroman mit leichten Mängeln. Buch Nummer 3 steht schon in den Startlöchern...

Veröffentlicht am 10.01.2026

Happy End auf Japanisch

Küsse unter Sternschnuppen – Tokyo Dreaming
0

Auch der zweite Band der Reihe besticht vor allem durch sein Lokalkolorit. Die Hintergrundinfos über Japan und sein Königshaus fand ich total interessant und haben es mir leicht gemacht, mich in Izumis ...

Auch der zweite Band der Reihe besticht vor allem durch sein Lokalkolorit. Die Hintergrundinfos über Japan und sein Königshaus fand ich total interessant und haben es mir leicht gemacht, mich in Izumis neue Welt hineinzuversetzen.

Die Handlung ist - wie auch schon in Band 1 - etwas kitschig und unrealistisch. Dennoch konnte ich mich diesmal irgendwie besser darauf einlassen, weil in Band 2 nicht alles so furchtbar schwarz-weiß ist, sondern auch mal Grautöne auftauchen, die der Geschichte eine gewisse Natürlichkeit verleihen. Izumi lernt zum Beispiel ihre Cousinen, die "Shining-Zwillinge", die im ersten Band die Rolle der Antagonisten in ihrer heilen Prinzessinnen-Welt eingenommen haben, besser kennen und stellt fest, dass die zwei gar nicht so böse sind, wie sie bisher angenommen hatte. Und auch die Liebesgeschichte ihrer Eltern weicht vom vorgezeichneten Weg ab und macht einen kleinen, unerwarteten, aber nicht unwillkommenen Schlenker. Und Izumi selbst? In Band 1 hatte sie ihr Herz ja an Akio verloren. Dieser spielt in Band 2 nun weitestgehend keine Rolle mehr, sondern wird durch den reichen Reederssohn Eriku ersetzt. Doch auch hier ist nicht alles so, wie es anfangs scheint, und die Geschichte hält auch in diesem Punkt noch die ein oder andere Überraschung für die Leser bereit...

Gut gefallen hat mir in diesem Buch Izumis Charakterentwicklung. Zum einen lernt sie immer besser, sich in ihrem neuen Umfeld zurechtzufinden. Zum anderen besinnt sie sich jedoch auch darauf zurück, dass sie auch eine eigene Stimme und eigene Wünsche hat, die sie nicht länger zum Wohle anderer verleugnen möchte.
Ganz zauberhaft fand ich auch ihre Beziehung zu Mutter Hanako - man merkt, dass die beiden den Großteil ihres Lebens zu zweit verbracht haben und dadurch zu einem richtigen Team zusammengewachsen sind.

Mein Fazit: Band 2 hat mir besser gefallen als Band 1. Eine moderne Cinderella-Story für Jugendliche, die einen zauberhaften Eindruck von Japan vermittelt und mit einer taffen jungen Frau als Protagonistin aufwartet. Hierfür gibts von mir 4 von 5 Sternen.