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Veröffentlicht am 30.12.2019

Könnte straffer erzählt sein

Mia und der Erbe des Highlanders
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Mia und der Erbe des Highlanders ist ein Roman der Autorin Morag McAdams und nimmt Bezug auf die Figuren der Berserker Reihe der Autorin Lena Detlefsson. Mia wird in die Zeit zurückversetzt gerade als ...

Mia und der Erbe des Highlanders ist ein Roman der Autorin Morag McAdams und nimmt Bezug auf die Figuren der Berserker Reihe der Autorin Lena Detlefsson. Mia wird in die Zeit zurückversetzt gerade als ihr Freund Fred ihre einen Heiratsantrag auf einem historischen Festival macht. Mia landet im Jahr 1843 und übernimmt das Leben des Hausmädchens Emma. Langsam findet sich Mia in Emmas Leben ein und erregt auch die Aufmerksamkeit von Frederick McLaren, dem Zweitgeborenen des Clanchefs. Langsam heilen Mias Wunden, die durch die Trennung von Fred geschlagen wurden, als weitreichende Ereignisse Entscheidungen von ihr verlangen.

Die Geschichte ist in einem ruhigen und sehr beschreibenden Schreibstil geschrieben der meiner Ansicht nach durchaus straffer sein könnte. Die ewig gleichen Tagesablaüfe von Mia/Emma werden mir zu ausführlich erzählt. Mias/Emmas Gedankenwelt ist eher naiv und ängstlich angelegt, ihr Selbstwertgefühl scheint wenig ausgeprägt zu sein, im Laufe der Geschichte gewinnt sie mehr Kontur und auch mehr Selbstsicherheit. Insgesamt plätschert die Geschichte eher dahin statt nennenswerte Spannungspunkte zu bieten. Die Situationen sind vorhersehbar und richtig warm kann ich mit den einzelnen Personen nicht werden. Ansonsten leichte Kost zur Entspannung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.07.2019

Das Buch zum Film

Das Labyrinth des Fauns
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Das Labyrinth des Fauns ist eine Fantasy Geschichte der Autorin Cornelia Funke in der sie die Handlung des Filmes Pans Labyrinth von Guillermo del Toros in ein Buch packt. Wer den Film kennt wird keine ...

Das Labyrinth des Fauns ist eine Fantasy Geschichte der Autorin Cornelia Funke in der sie die Handlung des Filmes Pans Labyrinth von Guillermo del Toros in ein Buch packt. Wer den Film kennt wird keine neue Geschichte entdecken, man bekommt hier lediglich den Film nacherzählt.

Die Handlung spielt im Jahr 1944 im faschistischen Spanien, das Mädchen Ofelia reist mit ihrer hochschwangeren Mutter und dem Stiefvater Capitan Vidal zu einer verlassenen Mühle. Diese dient als Stützpunkt im Kampf gegen die Rebellen, den Vidal unbarmherzig betreibt. Im Garten begegnet Orfelia ein Faun der behauptet sie wäre die verschwundene Prinzessin des Reiches in dem er lebt. Um dies zu beweisen muss Orfelia drei Aufgaben erledigen.

Die Geschichte selber ist gut erzählt, aber bietet leider nichts Neues. Die Handlung ist düster und mystisch und die Autorin legt sich schnell fest wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Alle Handlungsstränge sind für diejenigen bekannt, welche den Film mal gesehen haben, wer den Film nicht kennt, kann gedanklich nicht auf die düsteren und dennoch teilweise schönen Bilder des Filmes zurückgreifen. Der Faun des Filmes ist sehr greifbar, in dieser Geschichte wird er zu flach beschrieben um sein Potential voll auszuschöpfen. Die Handlung selber ist an einigen Stellen recht drastisch und auch brutal, in meinen Augen nichts für ein Kinderbuch. Die Folterszenen werden recht ausführlich und bildlich beschrieben.

Die eingeschobenen Märchen fand ich recht nett und für die Geschichte passend. Orfelias Ängste und Gedanken werden sehr bildhaft beschrieben. Insgesamt ein Buch das ich nicht als Kinderbuch einstufen würde, der Film hat eine Altersfreigabe ab 16 Jahre und das finde ich passend, diese Altersempfehlung würde ich auch für das Buch geben.

Veröffentlicht am 20.07.2019

Zieht sich lang hin

Something in the Water – Im Sog des Verbrechens
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Something in the water Im Sog des Verbrechens ist ein Thriller der Autorin Catherine Steadman. Das Ehepaar Erin und Mark befindet sich in den Flitterwochen als sie Geld, ein Smartphone, einen USB Stick ...

Something in the water Im Sog des Verbrechens ist ein Thriller der Autorin Catherine Steadman. Das Ehepaar Erin und Mark befindet sich in den Flitterwochen als sie Geld, ein Smartphone, einen USB Stick und Diamanten in einem Koffer finden der im Meer treibt. Wie es sich herausstellt stammt der Koffer aus einem abgestürzten Flugzeug nach dem niemand offiziell sucht. Nachdem sie beschließen alles zu behalten spitzen sich die Umstände rund um Erin und Mark zusammen, denn inoffiziell wird nach den Fundstücken gesucht.

Die Geschichte selber ist ganz gut und die Grundidee klingt spannend, leider ist es der Autorin nicht gelungen bei mir Spannungsbögen aufzubauen oder das ich die Geschichte wirklich interessant finde. Die Erzählweise ist sehr weitschweifig und nicht dazu geeignet die für ein Thriller für mich notwendige Spannung aufzubauen. Auch die Hauptcharaktere sind eher flach und Erin ist mir zu naiv und in ihrer Neugierde, die alles verschlimmert, unsympathisch. Ihre Fehler führen letztendlich zu den Ereignissen die im Prolog genannt werden. Mark wartet mit einer Überraschung auf und ist als Protagonist wenig fassbar. Die Geschichte wird aus Erins Sicht erzählt und lässt den Leser daher wenig von den anderen Charakteren erfahren. Insgesamt dümpelt die Geschichte eher herum als richtig Fahrt aufzunehmen. Um Zeit herumzubringen zwar geeignet aber kein Pageturner.

Veröffentlicht am 22.06.2019

Wo ist Cora?

The Couple Next Door
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The Couple Next Door ist der Debütroman der Autorin Shari Lapena. In diesem Thriller geht es um ein junges Paar deren Baby spurlos verschwindet als sie bei den Nachbarn feiern sind. Da die Babysitterin ...

The Couple Next Door ist der Debütroman der Autorin Shari Lapena. In diesem Thriller geht es um ein junges Paar deren Baby spurlos verschwindet als sie bei den Nachbarn feiern sind. Da die Babysitterin abgesagt hat wollen sie wechselseitig nach dem Baby sehen, das Babyphon haben sie dabei. Alles geht gut bis sie endgültig nach hause kommen, das Bettchen ist leer und Cora ist verschwunden.

Natürlich wird die Polizei eingeschaltet und beginnt zu ermitteln. Diese Ermittlungen laufen in verschiedenen Richtungen, wurde Cora entführt oder haben gar ihre Eltern sie beseitigt.

Die Geschichte nimmt einen rasanten Anfang um dann zwischendrin immer wieder abzuflachen. Die Charaktere bleiben eher blass und undurchsichtig. Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte selber ist gut lesbar, aber für mich ist es eher ein Familiendrama statt ein Thriller. Richtige Sympathien oder Abneigungen für und gegen die Charaktere kommen aufgrund der fehlenden Tiefe bei mir nicht so richtig auf. Die Nebenfiguren wirken eher wie ein Band das die Hauptakteure zusammen halten soll und der Geschichte einen Faden verleiht. Wer jetzt nun genau mit dem Nachbarspaar gemeint ist kommt während der ganzen Geschichte für mich nicht klar heraus. Da kann der Leser selber entscheiden welches Paar damit gemeint sein könnte.

Der Schluss selber ist noch mal ein Paukenschlag und ich hatte ihn so nicht erwartet. Insgesamt für mich ein Buch das mich zwar unterhalten hat, das mich aber nicht fesseln konnte. Für einen echten Thriller fehlten mir die größeren Spannungsbögen die einen Leser bei einem Thriller in Atem halten sollten.

Veröffentlicht am 30.05.2019

Das Rote Kreuz entsteht

Die Mohnfelder von Solferino
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Die Mohnfelder von Solferino aus der Feder der Autorin Diana Menschig beschäftigt sich in kleinen Teilen mit dem Thema wie das Rote Kreuz entstanden ist. Eingebettet in die Liebesgeschichte zwischen Gio ...

Die Mohnfelder von Solferino aus der Feder der Autorin Diana Menschig beschäftigt sich in kleinen Teilen mit dem Thema wie das Rote Kreuz entstanden ist. Eingebettet in die Liebesgeschichte zwischen Gio und Magdalena kann der Leser verfolgen aufgrund welcher Eindrücke Henry Dunat auf den Gedanken gekommen ist das Rote Kreuz zu gründen. Wobei die Erzählung rund um Gio und Magdalena einen großen Teil der Geschichte ausmacht und erst im letzten Drittel des Romans geht es mehr um die Gründung der Hilfsorganisation.


Die Liebesgeschichte zwischen Gio und Magdalena finde ich etwas stark konstruiert und mit den Charakteren werde ich nicht so richtig warm. Gerade die vielen unausgesprochenen Dinge und die daraus resultierenden Zweifel und Missverständnisse zwischen den beiden finde ich im Laufe der Geschichte recht mühselig zu lesen. Die politischen Streitereien zwischen Magdalena und Gio tun das weitere dazu, das ich die Geschichte langatmig und wenig spannend fand. Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir mehr zu Dunant und die Geschichte des Roten Kreuzes erhofft, doch das bleibt in diesem Roman eher Nebensache. Insgesamt eine Geschichte die ganz nett zu lesen ist aber die für mich Längen und Wiederholungen enthielt, welche der Geschichte die Dynamik genommen hat.