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Veröffentlicht am 03.03.2020

Ein Genremix

In Kalabrien
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In Kalabrien ist ein Roman des Autors Peter S. Beagle in dem er sich nochmals einem Einhorn widmet. Der Bauer Claudio lebt zurückgezogen auf einem Bergbauernhof in den bergen Süditaliens. Er ist mürrisch ...

In Kalabrien ist ein Roman des Autors Peter S. Beagle in dem er sich nochmals einem Einhorn widmet. Der Bauer Claudio lebt zurückgezogen auf einem Bergbauernhof in den bergen Süditaliens. Er ist mürrisch und lebt zurückgezogen mit seinen Tieren, nur der Besuch des Postboten stört seine Einsamkeit die er selbst gewählt hat. Eines Tages taucht in seinem Weinberg ein Einhorn auf und das wird seine Welt auf dem Kopf stellen. Sein Plan die Existenz des Einhorns geheim zu halten scheitert und er muss sich nicht nur gegen aufdringliche Journalisten wehren auch die kalabrische Mafia, die Ndrangheta taucht auf. Ihm zur Seite stehen nur der Postbote und dessen Schwester.

Die Geschichte ist für mich ein Mix aus Märchen, Liebe, Freundschaft und Erkenntnis. Die Figuren bekommen aufgrund der Kürze der Geschichte wenig Tiefe und da wären ein paar Seiten mehr der Geschichte dienlich gewesen. Claudios Entwicklung wird nur kurz angekratzt und seine Sicht auf das Einhorn war für mich teilweise verwirrend. Das Ende der Geschichte fand ich überraschend und passend.

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Veröffentlicht am 22.02.2020

Missverständnisse

Legal Love – An deiner Seite
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Legal Love An deiner Seite ist eine Liebesgeschichte der Autorin J.T. Sheridan. Die junge Anwältin Nora Collins muss noch den Tod ihres Chefs und Mentors verwinden, da taucht sein Enkel auf, der sich seit ...

Legal Love An deiner Seite ist eine Liebesgeschichte der Autorin J.T. Sheridan. Die junge Anwältin Nora Collins muss noch den Tod ihres Chefs und Mentors verwinden, da taucht sein Enkel auf, der sich seit 20 Jahren nicht um seinen Großvater gekümmert hat und will die Kanzlei übernehmen und neue Ideen einbringen. Nora ist davon nicht begeistert und kämpft gegen Davids Pläne. Wobei ihr die eigenen Gefühle immer wieder in die Quere kommen.

Legal Love ist eine vorhersehbare Liebesgeschichte mit Missverständnissen und teils zickiger Protagonistin. Mit Nora konnte ich nicht so richtig warm werden weil ihr die Kommunikationsfähigkeit mit David in weiten Teilen der Geschichte fehlte. Einiges fand ich überzogen und unrealistisch. David als attraktiver Anwalt war sehr schwankend in seiner Art Nora gegenüber und hat so sicherlich auch einiges an Nora Unsicherheiten und Zicken herausgefordert. Der Schreibstil selber ist frisch und lebendig und lässt sich gut lesen. Die Geschichte spielt sich vorhersehbar ab und endet wie gewohnt. Es gibt auch die üblichen Irrungen und Missverständnisse die zu einer netten Liebesgeschichte gehören. Mein Fazit, eine nette vorersehbare Liebesgeschichte mit einer Protagonistin die mich nicht überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 20.01.2020

Schwächelnde Fortsetzung

Der Lehrmeister (Faustus-Serie 2)
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Mit Der Lehrmeister setzt der Autor Oliver Pötzsch seine Reihe rund um Johann Georg Faustus fort. Seit dem Ende des ersten Bandes Der Spielmann sind einige Jahre vergangen und Faustus zieht mit seiner ...

Mit Der Lehrmeister setzt der Autor Oliver Pötzsch seine Reihe rund um Johann Georg Faustus fort. Seit dem Ende des ersten Bandes Der Spielmann sind einige Jahre vergangen und Faustus zieht mit seiner Tochter Greta und Karl Wagner durchs Land. Sein Ruhm ist gewachsen und seine Rat ist gefragt, doch dann holt ihn seine Vergangenheit wieder ein.

Beim Lesen merkte ich das der Autor gut zur Historie recherchiert hat, er hat auch einen Hang zu ausführlichen Beschreibungen, die leider die Spannung drücken und langatmig werden. Auch wiederholten sich Ereignisse wie Überfall, Gefangennahme und Flucht. Was erst ganz munter beginnt wird im Laufe der Zeit immer zähfließender und ließ mich das Buch mehrfach aus der Hand legen und nach einer anderen Lektüre suchen. Die immer wieder aufkeimenden Dispute fand ich auch eher zu viel des Guten, da wäre eine straffere Erzählweise besser gewesen. Den Schluss fand ich etwas zu dick aufgetragen und dadurch nicht so richtig nachvollziehbar. Insgesamt ein schwächeres Buch als der erste Teil, der mir gefallen hatte.

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Veröffentlicht am 30.12.2019

Könnte straffer erzählt sein

Mia und der Erbe des Highlanders
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Mia und der Erbe des Highlanders ist ein Roman der Autorin Morag McAdams und nimmt Bezug auf die Figuren der Berserker Reihe der Autorin Lena Detlefsson. Mia wird in die Zeit zurückversetzt gerade als ...

Mia und der Erbe des Highlanders ist ein Roman der Autorin Morag McAdams und nimmt Bezug auf die Figuren der Berserker Reihe der Autorin Lena Detlefsson. Mia wird in die Zeit zurückversetzt gerade als ihr Freund Fred ihre einen Heiratsantrag auf einem historischen Festival macht. Mia landet im Jahr 1843 und übernimmt das Leben des Hausmädchens Emma. Langsam findet sich Mia in Emmas Leben ein und erregt auch die Aufmerksamkeit von Frederick McLaren, dem Zweitgeborenen des Clanchefs. Langsam heilen Mias Wunden, die durch die Trennung von Fred geschlagen wurden, als weitreichende Ereignisse Entscheidungen von ihr verlangen.

Die Geschichte ist in einem ruhigen und sehr beschreibenden Schreibstil geschrieben der meiner Ansicht nach durchaus straffer sein könnte. Die ewig gleichen Tagesablaüfe von Mia/Emma werden mir zu ausführlich erzählt. Mias/Emmas Gedankenwelt ist eher naiv und ängstlich angelegt, ihr Selbstwertgefühl scheint wenig ausgeprägt zu sein, im Laufe der Geschichte gewinnt sie mehr Kontur und auch mehr Selbstsicherheit. Insgesamt plätschert die Geschichte eher dahin statt nennenswerte Spannungspunkte zu bieten. Die Situationen sind vorhersehbar und richtig warm kann ich mit den einzelnen Personen nicht werden. Ansonsten leichte Kost zur Entspannung.

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Veröffentlicht am 31.07.2019

Das Buch zum Film

Das Labyrinth des Fauns
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Das Labyrinth des Fauns ist eine Fantasy Geschichte der Autorin Cornelia Funke in der sie die Handlung des Filmes Pans Labyrinth von Guillermo del Toros in ein Buch packt. Wer den Film kennt wird keine ...

Das Labyrinth des Fauns ist eine Fantasy Geschichte der Autorin Cornelia Funke in der sie die Handlung des Filmes Pans Labyrinth von Guillermo del Toros in ein Buch packt. Wer den Film kennt wird keine neue Geschichte entdecken, man bekommt hier lediglich den Film nacherzählt.

Die Handlung spielt im Jahr 1944 im faschistischen Spanien, das Mädchen Ofelia reist mit ihrer hochschwangeren Mutter und dem Stiefvater Capitan Vidal zu einer verlassenen Mühle. Diese dient als Stützpunkt im Kampf gegen die Rebellen, den Vidal unbarmherzig betreibt. Im Garten begegnet Orfelia ein Faun der behauptet sie wäre die verschwundene Prinzessin des Reiches in dem er lebt. Um dies zu beweisen muss Orfelia drei Aufgaben erledigen.

Die Geschichte selber ist gut erzählt, aber bietet leider nichts Neues. Die Handlung ist düster und mystisch und die Autorin legt sich schnell fest wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Alle Handlungsstränge sind für diejenigen bekannt, welche den Film mal gesehen haben, wer den Film nicht kennt, kann gedanklich nicht auf die düsteren und dennoch teilweise schönen Bilder des Filmes zurückgreifen. Der Faun des Filmes ist sehr greifbar, in dieser Geschichte wird er zu flach beschrieben um sein Potential voll auszuschöpfen. Die Handlung selber ist an einigen Stellen recht drastisch und auch brutal, in meinen Augen nichts für ein Kinderbuch. Die Folterszenen werden recht ausführlich und bildlich beschrieben.

Die eingeschobenen Märchen fand ich recht nett und für die Geschichte passend. Orfelias Ängste und Gedanken werden sehr bildhaft beschrieben. Insgesamt ein Buch das ich nicht als Kinderbuch einstufen würde, der Film hat eine Altersfreigabe ab 16 Jahre und das finde ich passend, diese Altersempfehlung würde ich auch für das Buch geben.