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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2019

Ein grandioses Finale

Das Imperium aus Asche
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Die Fäden laufen zusammen. Clay hat seine Mission zwar erfolgreich erfüllt, doch damit ist der Krieg gegen den weißen Drachen und die Verderbten noch lange nicht gewonnen. Lizanne geht einen Bund mit dem ...

Die Fäden laufen zusammen. Clay hat seine Mission zwar erfolgreich erfüllt, doch damit ist der Krieg gegen den weißen Drachen und die Verderbten noch lange nicht gewonnen. Lizanne geht einen Bund mit dem Teufel ein, in der Hoffnung, die Kontrolle zu behalten und Sirus, weiß nicht, ob er den Weißen tatsächlich täuschen und einen Weg in die Freiheit für die Verderbten finden kann. Währenddessen lassen die Drachen die Welt in Flammen aufgehen. Clay hat einen gewagten Plan, der die letzte Schlacht entscheiden soll.

In einem grandiosen Finale löst Anthony Ryan den aussichtslosen Kampf zwischen Mensch und Drachen auf. In immer höherem Tempo wechseln die Kapitel die Perspektiven und atemlos verfolgt der Leser wie sich die Schlacht entscheiden wird. Währenddessen zittert man um alle liebgewonnenen Charaktere und hofft inständig, dass sie alles irgendwie überstehen.

Ein genialer Mix aus mittelalterlicher Welt, erschütternd modern anmutender Unternehmerkultur und Fantasy. Eine Drachengeschichte der anderen Art. Tolle Wendung, hochspannend und rasant geschrieben – ich liebe diese Trilogie. Detailliert aufgebaut ohne zu filigran zu werden und sie erweckt den Eindruck, dass es so viel mehr gibt von dem man im Rahmen dieser Geschichte nie etwas erfahren wird. Von Band zu Band steigert sich die Komplexität und Spannung und wird immer rasanter.

Ein beeindruckender Abschluss einer ungewöhnlichen Trilogie. Sie sei jedem Fantasy-Fan und Liebhaber von Drachengeschichten ans Herz gelegt.

Veröffentlicht am 09.11.2019

So viel mehr als ein Kochbuch

Abenteuer Geschmack!
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Kochen nach Rezept – für einige bereits eine Herausforderung für andere das No Go schlechthin. Wieder andere zaubern aus dem, was in den Schränken steht die besten Gerichte – und dieses Buch vermittelt ...

Kochen nach Rezept – für einige bereits eine Herausforderung für andere das No Go schlechthin. Wieder andere zaubern aus dem, was in den Schränken steht die besten Gerichte – und dieses Buch vermittelt das notwendige Hintergrundwissen dazu. Ich schmeckte förmlich schon beim Lesen wie sich das Aroma der scheinbar so bekannten Zutaten völlig neu entfaltet und konnte es nicht erwarten, es sofort auszuprobieren.

Das Besondere dieses Buches ist, dass hier nicht einfach Rezepte gesammelt und mit ein paar Tipps und Tricks ergänzt wurden, sondern dass jedes Kapitel durch ein Geschmacksporträt eingeleitet wird, das das Gemüse mit seinen bekannten und unbekannten Eigenschaften vorstellt. Gerade diese Abschnitte geben Anregungen wie man kreativ mit den Zutaten umgehen und neue Dinge ausprobieren kann. Die köstlichen Rezepte, die dann folgen laden zum Nachkochen und variieren ein. Gerade durch den detaillierten Einblick in das Zusammenspiel von Zutaten und Geschmacksnuancen bekommt man Lust sich selbst auszuprobieren und sich auch an Dinge zu wagen, die man bisher nicht ganz so gerne gemocht hat. Vielleicht fehlte ja nur das gewisse Etwas, das man jetzt endlich kennt.

Vorangestellt ist diesem einmaligen Kochbuch eine Einführung in die 5 Sinne des Menschen und welche Rolle sie für die Zubereitung und den Genuss einer Speise spielen. Der Einfluss von Genetik, Kultur und persönlichen Erfahrung – alles zusammen macht aus wie wir kochen und schmecken.

Die atemberaubenden Fotografien von Vivi d’Angelo machen aus diesem vielseitigen Kochbuch zudem einen Kunstband, der zum Schmökern und entdecken einlädt.

Ein unglaubliches Buch, das viel in sich vereint – kunstvolle Illustrationen, Fachwissen, Rezepte und vor allem sehr viel Inspiration für den Leser. Genial!

Veröffentlicht am 04.08.2019

Zu tief in die Geheimnisse eingetaucht

Die Spur des Hexers
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Roderick Andara stammt aus einer Gemeinschaft, die zu tief in finstere Geheimnisse eingetaucht ist. Sich für das Richtige zu entscheidenden bedeutete einem Fluch zum Opfer zu fallen, der erst endet, wenn ...

Roderick Andara stammt aus einer Gemeinschaft, die zu tief in finstere Geheimnisse eingetaucht ist. Sich für das Richtige zu entscheidenden bedeutete einem Fluch zum Opfer zu fallen, der erst endet, wenn er und alle seine Nachkommen ausgelöscht sind. Schweren Herzens trennt sich Andara von seinem Sohn Robert, um wenigstens ihn in Sicherheit zu wissen, doch damit gerät er in eine Falle. Um Roberts Leben zu retten muss sich Andara mit dem dubiosen H.P. Lovecraft verbünden, denn alleine ist er den finsteren Kreaturen, die ihn jagen nicht gewachsen.

Der Auftakt zum gewaltigen Hexer-Zyklus von Wolfgang Hohlbein fesselt sofort durch seine düstere Atmosphäre, gruseligen Wendungen und den brillanten Crossovers. Basis der Geschichte ist Lovecrafts Cthulu-Mythos und das sagenhafte Necronomicon. Darauf baut Hohlbein eine Mantel-und-Degen-Geschichte mit Hexerei, Monstern und genialen Verzweigungen mit perfekter Gruselatmosphäre auf. Durchsetzt mit seinem typischen Humor, der das beklemmende Flair erträglich macht ohne es zu zerstören.

Die Ausgabe von Weltbild wartet zudem mit einem Vorwort Wolfgang Hohlbeins zu fast jedem Band auf, das einen Einblick in die Entstehungsgeschichte gibt, in die Arbeit eines Autors und die einzigartige Welt der Fans in den 80er und 90er Jahren, die noch ganz anders tickte als die heutige. Das Vorwort selbst hat einen eigenen Unterhaltungswert.

Großartig schauerlich, komplex und originell hat mich der Hexer von Anfang an fasziniert! Ich liebe diese Serie!

Veröffentlicht am 04.08.2019

Die große Reise

Geschichten aus Nian
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Dila ist begeisterte Wanderin – etwas was ihren Eltern zutiefst suspekt ist. Als überzeugter Eichenreiter und hochrangiges Mitglied seiner Loge, ist ihr Vater sehr traditionsverbunden und duldet bei seiner ...

Dila ist begeisterte Wanderin – etwas was ihren Eltern zutiefst suspekt ist. Als überzeugter Eichenreiter und hochrangiges Mitglied seiner Loge, ist ihr Vater sehr traditionsverbunden und duldet bei seiner Tochter solch merkwürdige Ambitionen nicht. Dila umgeht seine Verbote, indem sie sich auf eine traditionelle Klärungswanderung begibt. Dabei entdeckt sie nicht nur ihre Stärke und ihren Weg in die Zukunft, sondern auch ihre unbekannte Gabe, die für das Wohlergehen Nians von großer Bedeutung ist.

Ein Buch mit Gänsehautgarantie! Während der erste Band die Nian-Heptalogie manchmal über seine besondere sprachliche Konzeption stolpert hat mich der zweite restlos begeistert. Immer noch einzigartig geschrieben, mit einer eindrucksvollen Geschichte, sympathischen Charakteren und unvergesslichen originellen Ideen, hat Paul M. Belt ein außergewöhnliches Fantasy-Märchen vorgelegt, das man immer wieder zur Hand nehmen wird. Zusätzlich zur mitreißenden Hauptgeschichte werden unzählige Verbindungen zum ganzen Zyklus aufgebaut, deren man sich oft erst bewusst wird, wenn man schon mitten im nächsten Abenteuer ist. Diskret, verschlungen und magisch, leuchten sie immer wieder auf, wenn man gar nicht mit ihnen rechnet.

Zum Lesen und Vorlesen und zum Immer-wieder-entdecken! Ich freue mich bereits auf den nächsten Band des märchenhaften Nian-Zykluses.

Veröffentlicht am 03.08.2019

Mord vor der Haustür

Bretonisches Vermächtnis
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Das Timing könnte nicht schlechter sein als Dupin ein Mord in seiner direkten Nachbarschaft gemeldet wird: das Kommissariat wird renoviert, Kadeg ist in Elternzeit, Riwal bei seiner Schwester und Nolwenn ...

Das Timing könnte nicht schlechter sein als Dupin ein Mord in seiner direkten Nachbarschaft gemeldet wird: das Kommissariat wird renoviert, Kadeg ist in Elternzeit, Riwal bei seiner Schwester und Nolwenn verreist. Außerdem stehen Claires Eltern vor der Tür. Trotzdem nimmt Dupin sofort die Ermittlungen auf, in einem Fall, der erstaunliche Parallelen zu einem Maigret‘ Roman aufweist.

Der achte Fall von Kommissar Dupin hat mich wieder absolut begeistert! Die Charaktere haben so viel Witz und vor allem Nolwenn hat ein Tempo, das mich einfach mitreißt. Der grummlige Dupin hat sowieso mein Herz erobert. Der Fall war auch wieder spannend und überraschend, obwohl ich diesmal die Mystik vermisst habe, die mich in den vorhergehenden Bänden verzaubert hat.

Fazit: Ich liebe die Krimis mit Kommissar Dupin! Der vorliegende Band beweist, dass Jean-Luc Bannalec noch lange nicht seinem Kommissar fertig ist. Er hat weiterhin eine Menge zu erzählen und die Bretagne bietet eine phantastische Kulisse mit ihrer traumhaften Landschaft und ihren faszinierenden Mythen. Bannalec erschafft das perfekte Kopfkino – ein Urlaub auf der Couch!