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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2019

Interessant, doch es zieht sich und ohne nennenswerte Highlights! Für zwischendurch!

Work Play Love
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„Work Play Love“ ist die Neuauflage des Buches „Be my Girl!“ – ebenfalls bei LYX im Jahr 2017 erschienen – und auch mein erstes Buch der Autorin Ruth Clampett. Die Covergestaltung hat sich eindeutig verbessert, ...

„Work Play Love“ ist die Neuauflage des Buches „Be my Girl!“ – ebenfalls bei LYX im Jahr 2017 erschienen – und auch mein erstes Buch der Autorin Ruth Clampett. Die Covergestaltung hat sich eindeutig verbessert, mir gefällt die ganze Aufmachung sehr gut. Ist stylish, modern und schön. Der Schreibstil war ganz gut zu lesen, doch ich brauchte unglaublich lange für das Buch. Ich weiß nicht wieso, doch es zog sich ein wenig für mich. Die Geschichte wird nur aus der Sicht des Zeichners Nathan erzählt, was ich zwar gut finde, doch so für mich Brooke nicht wirklich nachvollziehen konnte. Außerordentlich cool und süß fand ich, dass hier ein paar Sketch Zeichnungen eingebaut wurden und so die Story auflockerten. Ich fand dies richtig toll, wurde zudem auch super überrascht, als ich auf einmal so eine tolle Zeichnung vor mir hatte. Klasse und ein Kompliment an den Zeichner!

Der Zeichner Nathan ist ein richtiger Geek und verliebt in Brooke, seit seinem ersten Arbeitstag bei Sketch Republic. Er kann an nichts anderes denken als an sie, doch weiß er auch, dass Brooke für ihn unerreichbar ist und in einer anderen Liga spielt. Als Brooke aber dahinterkommt, dass der niedliche Nathan in jemanden im Büro verknallt ist, setzt sie alles daran ihn zu verkuppeln und ihm in Liebesdingen auf die Sprünge zu helfen. Nicht ahnend, dass sie diese Person ist!

Wenn man hier in diesem Buch erwartet einen Bad Boy oder Aufreißer zu sehen, da ist er komplett auf den Holzweg. Nathan ist ein Nerd durch und durch und ist ein lieber, sehr unbeholfener, unsicherer Kerl, welcher blöde Erfahrung mit der Liebe gemacht hat. Ich sage das jetzt so, da er einfach Pech hatte mit seiner ersten „Liebe“ und dies sich auf alles andere dann auswirkte. Nathan ist aber ein außerordentlich herzlicher, hilfsbereiter, liebevoller und einfach süßer Typ, den man sofort ins Herz schließt. Dazu äußerst klug, kreativ, loyal und einfach ein guter Mann. Was mich aber etwas störte, war, dass er dann bei Brooke dann so richtig Gas gab und alles raushaute. Das hatte ich nicht erwartet von so einem schüchternen Kerl, was für mich da schon zu schnell ging.

Mit Brooke bin ich nicht ganz so warm geworden. Am Anfang hat sie mir da noch besser gefallen, doch ich finde nicht, dass wir so viel erfahren haben. Für mich war sie nur eine Person, in die sich Nathan verliebte, in einer seltsamen Beziehung zu einem Arbeitskollegen steht. Dafür ist sie aber eine liebe, freundliche, zugängliche, kluge und witzige Frau, die jeder mag. Für die „kleineren Personen“ unter ihr wirkt sie wie jemand, den man nie erreichen kann und sich glücklich schätzen kann, wenn sie mit einem redet und einen registriert. Irgendwie kam sie mir nicht sonderlich aufmerksam vor, denn jeder hat doch bemerkt, dass er auf sie steht. Total enttäuscht hat sie mich aber dann zum Schluss, als sie einfach so über die Gefühle und Entscheidungen anderer hinweg entschieden hat und sich da komplett zurückgezogen hat. Zwar für einen guten Zweck, doch verstanden habe ich das so gar nicht. Nein, das war für mich einfach konfus und da hat sich mir der Sinn nicht ergeben. Keine Ahnung.

Es gibt ein paar Personen, welche öfter vorkommen. Wie Nathans Freunde Danielle, welche ihn auf liebe Art unterstützt, doch man hier zu wenig gesehen hat und was nicht wirklich etwas beiträgt. Dann Nick, welcher Danielle verlassen hat, sich aber eine Zukunft mit ihr wünscht. Eifersüchtig und unentschlossen, doch genauso nett und cool. Dann noch Brookes Freund Arnould. Bitte – wie kann man denn so heißen, aber tut er das wirklich? Nun, dieser ist eine komplette Ar***geige und für nichts zu gebrauchen. Keine Ahnung was Brooke so an ihm fand. Der sorgt auf jedenfall für Zunder und bringt ein wenig Schwung in die Bude. Aber dieser Schwung wird für mich zu unkompliziert und unaufgeregt gelöst. Leider, habe mich doch schon richtig darauf gefreut, dass er eines auf den Kopf kriegt – und zwar so richtig! Nun, das Ende hierbei war nur so lala.

Die Geschichte hätte so richtig Pepp haben können, für mich hat sie sich leider etwas gezogen, wie oben schon erwähnt, brauchte ich ziemlich lange das Buch zu lesen. Nathan war echt herzlich und mein Liebling des Buches, seine Kollegen und Freunde waren echt genial, ihr werdet es zum Schluss hin mitbekommen. Wie Nathan Brooke dazu gebracht hat, dass sie sich in ihn verliebt, ja eine kleine Notlüge gepaart mit einem Missverständnis. Kann man machen, war für mich dann aber ein wenig seltsam, wie sich Brooke auf ihn einlässt.

Die Story war gut und hat mich auch unterhalten, nur war sie mir zu lange, ohne diese Highlights, diesen Pepp und Schwung. Es war einfach eine Geschichte für zwischendurch. Die Zeichnungen mitten im Buch waren Top und echt genial. Toll fand ich auch, dass man hier sozusagen schon ein Insiderwissen über diese Trickfilme bekommen hat, denn der Vater von Ruth Clampett ist Robert Clampett, welcher ein legendärer Trickfilmanimateur war, außerdem leitet die Autorin ihr eigenes Filmstudio. Manchmal fand ich diese Details weit spannender als die Geschichte selbst. Es war jedoch interessant, süß, witzig und herzlich. Ich hatte mir etwas Besseres vorgestellt, trotzdem war es schön zu lesen.

Hiermit möchte ich mich auch noch recht herzlich bei NetGalleyDE und LYX für die Bereitstellungen dieses Rezensionsexemplars bedanken, was meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst hat.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Ein nettes Buch für zwischendurch. Ein Sportroman ohne Sport, ein wenig Tiefgang fehlte.

Chicago Devils - Die Einzige für mich
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„Die Einzige für mich“ ist der Auftaktband der „Chicago Devils“ Reihe von Brenda Rothert und mein erster Roman dieser Autorin. Das Cover ist cool, passt sehr gut zum Thema und sieht einfach lässig aus, ...

„Die Einzige für mich“ ist der Auftaktband der „Chicago Devils“ Reihe von Brenda Rothert und mein erster Roman dieser Autorin. Das Cover ist cool, passt sehr gut zum Thema und sieht einfach lässig aus, obwohl man es in dieser Form schon sehr oft gesehen hat. Der Schreibstil ist sehr leicht und locker zu lesen und ich kam flott durch die Geschichte. Das Buch wird aus der Sicht von Anton und von Mia erzählt.

Der verschlossene Captain der Chicago Devils Anton Petrov ist bekannt dafür… für nichts bekannt zu sein. Er führt eine strikte Diät, schläft genug und die Enthaltsamkeit ist einer seiner Gründe, wieso er ein toller Spieler ist. Anton ist es völlig egal, was man von ihm denkt, solange niemand die Wahrheit entdeckt. Denn es gibt eine Frau, welche sein Herz höher schlagen lässt. Doch Mia ist die Frau eines Teamkollegen…

Das Buch war okay, sagen wir mal. Ich habe bessere gelesen, doch auch ziemlich schlechtere. Ich habe mir hier einen Ticken mehr erwartet. Dieses Prickeln, wenn man etwas Verbotenes tut, denn mal ehrlich, dass hatte man sich gedacht als man den Klappentext las, oder nicht? Dann eindeutig mehr von Eishockey, denn das ist Antons Leidenschaft und Beruf und da erwartet man sich doch auch wirklich etwas davon zu sehen, doch hier wurde gerade mal die Oberfläche angekratzt und zeigte nicht viel. Schade, denn solche Dinge lese ich gerne, wenn mal ein wenig Action und Flair hineinkommt.

Anton selbst ist so ein ziemlicher Good Guy. Vielleicht schon zu viel. Er ist brav, macht immer das Richtige, strengt sich enorm an um besser zu werden. Er hat keine Fehler. Echt jetzt, ich konnte da ehrlich gesagt nichts erkennen. Anton ist beschützerisch, liebevoll, kümmert sich und kocht auch noch. Gerne hätte ich da etwas gesehen, was ihn ein wenig unperfekt macht und er zeigen konnte, dass er auch anders kann, ein Bad Boy sein. Denn mal ehrlich, nur ein guter Kerl sein ist doch ein wenig langweilig. Sein Bruder Alexei ist da schon eine andere Person, genau das Gegenteil. Der hat davon zu viel.

Mia ihre Entscheidungen sind manchmal etwas eigen und kann ich manchmal nicht nachvollziehen. Sie ist eine liebe, herzliche, hart arbeitende Frau, welche sich den Hintern aufreißt, doch nicht von ihrem Mann loskommt, welcher ein ausgemachter Arsch ist. Sie hat einiges durchgemacht, versucht sich von Adam zu lösen, bekommt dies aber nicht hin.

Ein süßer Lichtblick ist Dre, der Sohn von Anita, die Mitbewohnerin von Mia. Der kleine ist echt süß und wenn er jemanden mag sehr zutraulich. Der coolste Charakter jedoch in dem Buch war „Onkel“ Dix von Anton. Dieser bringt echt Leben in die Bude, mit seinen Aussagen, Verhalten und einfach allem. Er ist echt genial, brummig und wie sein Leben verlief, hat mich echt ein wenig zu Tränen gerührt.

Die Geschichte selbst war nicht schlecht, doch war alles nur so an der Oberfläche, mir hat da der richtige Tiefgang gefehlt. Man merkte schon die Chemie und das Prickeln zwischen Anton und Mia, doch die Liebe darunter konnte ich nicht so ganz sehen. Es ging mit den beiden doch auch recht langsam voran, was ich ja gut finde, vor allem von der Moral von Mia her, top.

Nach diesem einen „Showdown“, welcher wirklich schrecklich war und da auch mal wirklich Gefühle zeigte, ging es mir doch mit Mias Mann Adam doch zu schnell und hat danach keine Probleme mehr bereitet. Ich hätte da vielleicht nochmals ein Drama eingebaut, doch es ging dann ganz glatt.

Trotzdem hat mich das Buch ganz gut unterhalten, es war interessant, lieb und herzlich. An manchen Stellen ist man fassungslos, einige waren urkomisch (Dix) und war gut zu lesen. Für mich war es jetzt nicht der Burner, doch es war ein nettes Buch für zwischendurch, welches man gut und gerne zum Abschalten nochmals lesen kann.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Eher ein Drama um beste Freundinnen als ein Psychothriller! Hat mich ein wenig enttäuscht!

Mein Herz so schwarz
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„Mein Herz so schwarz“ ist ein erneuter Psychothriller von Jenny Blackhurst und mein zweiter Roman der Autorin. Obwohl ich Thriller nicht so gerne habe, dachte ich mir, nachdem mir der Band „Die Stille ...

„Mein Herz so schwarz“ ist ein erneuter Psychothriller von Jenny Blackhurst und mein zweiter Roman der Autorin. Obwohl ich Thriller nicht so gerne habe, dachte ich mir, nachdem mir der Band „Die Stille Kammer“ von ihr so furchtbar gut gefallen hat, muss ich mir noch ein Buch von Jenny Blackhurst besorgen. Nun, ich muss leider sagen, dass mir dieser Roman nicht ganz so zugesagt hat. Die meiste Zeit war ich verwirrt und es war auch nicht wirklich ein Psychothriller für mich, eher ein ausgewachsenes Drama.

Das Cover finde ich wieder sehr schön gemacht, der Gegensatz mit den hellen Blumen und dem dunklen Hintergrund ist cool und wirkt gefährlich. Der Schreibstil war sehr flüssig und leicht zu lesen, doch was mich ein wenig störte, waren die Kapiteleinteilungen. Nicht direkt an sich, nur, dass es Rückblenden gab und ich meistens jetzt raten musste in welcher Zeit ich mich gerade befinde.

Die Geschichte startet damit, dass sich Evie White am Abend ihrer Hochzeit von der Klippe stürzt. Die Leiche wurde nie gefunden, doch es gibt Zeugen für den Sturz. Was hat Evie dazu gebracht ihr Leben so plötzlich zu beenden? Der Bräutigam glaubt nicht, dass sie gesprungen ist, sondern gestoßen wurde. Gemeinsam mit Evies bester Freundin Rebecca gehen sie der Sache auf die Spur.

Dabei stoßen beide auf tiefe, dunkle Abgründe im Leben der vermeintlich Verstorbenen und beginnen zu ahnen, dass sie die echte Evie nie gekannt haben. Sie glauben, dass sie die Vergangenheit besser hätten ruhen lassen…

Wie oben schon erwähnt, wird die Geschichte in JETZT und DAMALS aufgeteilt. Ein wenig verwirrend, mit der Zeit schafft man es da rein zu kommen, trotzdem stört es. Das Buch wird in der „jetzigen“ Zeit von Rebecca erzählt, und „damals“ von Evie. Zwischendurch gibt es mal ein paar kleine Kapitel von Richard und einer anderen Person, welche ich jetzt nicht auf das Paket bringen möchte.

Nun, mit den Protagonisten bin ich ehrlich gesagt mit keinem warm geworden, was mich wirklich überrascht, denn ich habe meistens einen Liebling oder jemanden den ich sympathisch finde. Aber Evie war mir da einfach zu nervig. Ich weiß auch nicht wieso, doch sie hatte bei mir nicht wirklich Eindruck gemacht. Ja sie hatte viel in der Vergangenheit durchmachen müssen, doch sie ist eine Frau welche die Wahrheit verdreht und seltsame Entscheidungen trifft. Genau kann ich auch nicht sagen wieso. War einfach so.

Rebecca wirkte noch wie die überaus liebevolle besorgte Freundin, man wusste gleich zu Anfang, dass sei damit etwas zu tun hat. Man wollte nur herausfinden, wie genau sie da hineinpasste. Ihre Entwicklung war für mich ziemlich abrupt und verwirrte mich wirklich. Man merkte erst zum Schluss hin, dass da etwas im Busch ist, doch eigentlich auch recht cool gemacht, da wäre ich nicht draufgekommen. Sie gibt sich aber die besorgte und beste Freundin, doch merkt man auch, dass ihr dieses Geheimnis zu schaffen, macht. Sie ist immer für Richard da und kann endlich aus dem Schatten von Evie hervortreten.

Richard war für mich einfach nur ein Anhängsel, der ziemlich farblos blieb, sich an Rebecca hängt, sich von ihr trösten lies. Dabei saugt er sich alle möglichen Kleinigkeiten aus den Fingern, welche ja auch stimmten, und suchte drauf los. Man merkte nicht viel davon, für mich war dies doch schon fast zu einfach, wie er dem Ganzen auf die Spur kommt. Nun, für mich war er einfach nur da, um alles mehr Schwung zu verleihen, damit man vorwärtskam, doch blieb er für mich eher im Hintergrund.

Andere Personen kamen und gingen, eine war von Anfang an dabei, wo ich sofort wusste, was da lief und auch nicht leiden konnte. Die Geschichte war für mich manchmal vorhersehbar, vor allem wusste ich gleich am Anfang, was so ziemlich sicher war. Ein paar Momente konnten mich überraschen, doch kamen sie auch ziemlich abrupt und man drehte dann wieder in eine andere Richtung ab. Für mich eher ein Drama, denn ein Psychothriller. Wenn einmal solche Szenen auftauchten, wo man Angst bekam und dieses Prickeln im Bauch, dass etwas geschieht, verpuffte es auch gleich wieder, da es dann aufhörte und man sich etwas anderem zuwandte.

Das Ende. Hmm. Ich weiß nicht genau, ob es mir gefallen hat. Es war irgendwie unausgegoren und für mich nicht wirklich fertig. Man konnte sich einen Teil denken, doch ich dachte nur, das wars jetzt. Man hat auf ein Zeil hingearbeitet und dann ist aus, ohne eine echte Lösung zu zeigen? Ich weiß, man kann sein eigenes Kopfkino benutzen, doch für mich haben beide Charaktere fiese und schlechte Sachen gemacht, und nun soll nur eine dafür büßen? Verstand ich nicht so ganz, aber okay.

Ich muss auch sagen, obwohl es einige Dinge gab, welche mich störten, verwirrten und einfach nicht zusagten, so konnte ich das Buch auch nicht aus der Hand legen und wollte wissen wie es endet. Nun für mich eher ein Drama der besten Freunde mit Nebeneffekten, als ein Psychothriller. Da hätte man sicherlich mehr herausholen können. Ich habe das Buch aber auch in einer ganz guten Zeit durchgelesen, somit war es doch auch unterhaltsam und das Thema interessant. Zwischenzeitlich aufregend, aber auch mit langwierigen Passagen. Der Roman war für mich okay, zeigt mir aber wieder einmal, wieso ich Thriller nicht so gerne habe.

Veröffentlicht am 19.07.2019

Bin recht zwiegespalten! Gossip Girl a la 19. Jhdt.? Ginge besser!

Die Prinzessinnen von New York - Scandal
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„Scandal“ ist der erste Band der „Prinzessinnen von New York Reihe“ der Autorin Anna Godbersen und ist eine Neuauflage der Bücher aus 2008. Es werden insgesamt vier Bücher erscheinen, in denen es um die ...

„Scandal“ ist der erste Band der „Prinzessinnen von New York Reihe“ der Autorin Anna Godbersen und ist eine Neuauflage der Bücher aus 2008. Es werden insgesamt vier Bücher erscheinen, in denen es um die High Society der Gesellschaft geht, welches im Jahre 1899 spielt. Das Cover finde ich wunderschön, das Kleid ist der Hammer, doch passt es auch gar nicht wirklich zu dieser damaligen Zeit. Es ist viel zu modern und da hätte ich eher gedacht, dass es in der heutigen Zeit spielt und nicht 1899. Das Buch wird auch als New Adult eingestuft, was man gut und gerne machen kann, doch dann würde ich auch auf das Genre History Romance verweisen. Für manche sind solche historischen Romane nichts, auch ich war da ziemlich überrascht, doch ich mag solche Zeiten aber auch, also war das auch kein Problem für mich.

In dem Buch geht es um die Schwestern Elizabeth und Diana Holland, welche sich gegenseitig nicht mehr besonders nahestehen. Beide leben in einer Welt aus Luxus und Vergnügen, aber auch Verrat und Intrigen. Ein Skandal könnte den Ausschluss aus der Gesellschaft bedeuten. Dann erfahren die beiden von ihrer Mutter, dass sie ihr Familienvermögen verloren haben und reich heiraten müssen. Jede nimmt diese Information anders auf.

Elizabeth soll den begehrtesten Erben der Stadt heiraten, nämlich den Dandy Henry Shoonmaker. Doch sie muss auch befürchten, dass ihr eigenes kleines Geheimnis ans Licht kommt. Sie liebt nämlich den mittellosen Will und sie würde damit nicht nur ihre, sondern auch die Zukunft der ganzen Familie aufs Spiel setzen. Ist die Liebe zu Will dies alles wert? Sie muss selbst herausfinden, was sie möchte und sich von ihrem Leben erträumt…

Ich muss sagen, dass mich dieses Buch recht zwiegespalten zurückgelassen hat. Einerseits liebe ich solche Geschichten in den damaligen Zeiten, aber auch nur wenn sie wirklich gut gemacht sind und man tatsächlich in diese Welt eintauchen kann. Hier hatte ich nicht ganz das Gefühl, mir kam es so vor, als würde man einfach sagen, dass man in dieser Zeit spielte, doch es sehr modern wirkte und dieses Flair nicht bei mir ankam. Dazu kommt auch noch, dass das Buch sich nicht nur um Elizabeth dreht, wie ich anfänglich dachte, sondern es werden die Geschichten von gleich fünf verschiedenen Personen erzählt. Ich dachte, dass jeder ein eigenes Buch erhält, doch die Story ist wohl fortlaufend. Es stört mich nicht ganz so, ich lese gerne aus mehreren Sichten, doch ich hatte das Gefühl, dass hier keine wirkliche Spannung auftauchte und jeder bekam nur so wenig Zeit um sich ins „rechte Licht“ zu rücken.

Ich dachte ja wirklich, dass man mehr von dieser geheimen Beziehung zwischen Will und Liz sehen wird, aber das einzige was wir da zu sehen bekommen, sind glaube ich mal drei Abende und sonst wird Will auch nur ein wenig eingeschoben, als würde man denken, hey da war ja noch Will, den müssen wir mal einbauen. Ich fand das hier richtig schade. Will konnte ich so also nicht recht einschätzen. Er wirkt wie ein junger Mann, der sehr unsicher ist, doch sein Glück versuchen will. Elizabeth dagegen ist die brave Unschuld vom Lande. Sie besteht nur aus Anstand und gutem Benehmen, ist die mustergültige Tochter. Sie wirkt etwas farblos. Sehr naiv, unentschlossen und auch leider sehr arrogant und eingebildet. Liz ist aber auch immer hilfsbereit und ist immer zur Stelle, doch dadurch nimmt sie sich selbst zurück. Dabei geht sie aber mit einer solchen Entschlossenheit ans Werk, dass ich manchmal dachte, geht es denn noch? Ich kann sie nicht genau beschreiben, aber wie gesagt, sie war mir zu blass in meinen Augen und zu schwankend in ihren Gedanken. Kurz muss ich noch dazu sagen, dass mir der Prolog schon wirklich alles sagte, wie das Buch für Liz vermutlich enden wird, das wusste ich sofort und das fand ich ein wenig schade, denn so war ein wenig diese Erwartung und dieser Spannungsbogen weg. Leider.

Bei Diana geht es da mit der Liebe doch schneller zugange, obwohl ich es da auch nicht gespürt habe. Diana war zwar hier meine Lieblingsperson, sie ist so offen, sagt was sie denkt und möchte unkonventionell Leben, will frei sein. Diana ist trotzdem ein noch ziemlich Jungspund und ist auch noch leicht wahllos, sie tut was sie will, egal was andere von ihr denken, aber das könnte sie auch einmal in die Pfanne hauen. Trotzdem ist sie ein liebenswürdiger Mensch, welcher einfach nur die Liebe finden und sie selbst sein will. Ich weiß aber zum Besten willen nicht, was sie von Henry will. Der ist nämlich ein Dandy, macht nie etwas selbst, hat keine Verantwortung, ist ein Partylöwe und Taugenichts. Ja, man könnte sagen, dass er durch seinen Vater ziemlich unter Druck steht, doch ich kann in ihm nicht den armen Burschen sehen. Für mich ist er einfach nur ein selbstverliebter Kerl, der mir nicht ganz sympathisch ist, es mit der Zeit aber besser wird.

Zwei andere Personen kann ich gar nicht ausstehen, dass sind zum einen die Geliebte von Henry, Penelope, und das Dienstmädchen von Elizabeth, Lina. Penelope hat die Kunst der Intrige wie ein Schwamm aufgesaugt. Nach außen hin ist sie die wundervolle Freundin von Liz, welche mit ihr durch dick und dünn, geht, aber hinterrücks ist sie die größte Schlange, welche ich je gesehen habe. Ich kann sie einfach nicht ausstehen, immer muss alles nach ihrem Willen gehen und wenn dies nicht geschieht, hilft sie einfach nach. Die klassische Böse eben. Lina ist nicht ganz so schlimm, doch ihre Wut gärt im Inneren wie ein kleiner Vulkan, der nur darauf wartet auszubrechen. Am Anfang konnte ich sie noch ausstehen, doch das verschwand auch wieder schnell und sie wurde einfach nur zu einer rachsüchtigen Person.

Nun, man kann jetzt nicht sagen, dass ich die Charaktere in dem Buch recht gerne habe, dazu waren sie mir zu unausgereift und es waren zu viele Sichten auf einmal. Für dieses Buch. Vielleicht wird es durch die drei anderen Bücher besser werden, wer weiß. Das Buch selbst war nicht ganz so spannend wie erhofft, ja es gab Intrigen, Drama, Liebschaften und so weiter, doch es passierte dann doch nicht so viel. Es wurde immer zu oft von einer Sicht zur nächsten gewechselt und keiner bekam im ersten Band richtig die Chance zu glänzen. Trotzdem, und jetzt kommt das andererseits, konnte ich dann doch nicht aufhören zu lesen. Ich weiß auch nicht. Gerne will ich wissen, wie es mit Will und Liz weitergeht, ob Penelope das bekommt, was sie haben will. Tut mir leid – ich habe mich schon selbst gespoilert, als ich mir die anderen Cover und Beschreibungen angesehen habe – macht es nicht, falls ihr es spannend halten wollt. Und nun bin ich mir ehrlich gesagt nicht mehr sicher, ob ich die weiteren Bände noch lesen will. Es war nicht der Hit, es gab interessante und witzige Szenen, Frustration und auch emotionale Stellen, doch es war mir zu unausgereift. Wie auch schon oben gesagt, vielleicht sind die Folgenbände ja einfach nur darauf aufgebaut und werden besser, doch dann muss man den Ersten auch so fesselnd gestalten, dass man die nächsten überhaupt lesen möchte.

Nun, ich bin eben zwiegespalten, interessant wäre es schon, was hier noch alles geschieht, doch weiß ich nicht, ob ich sie tatsächlich noch lesen will. Dieses Buch war okay, sag ich mal. Es gibt eindeutig bessere, doch es gibt noch hundertprozentig schlechtere Bücher.

Ich möchte mich auch noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, was meine Meinung jedoch in keinster Wiese beeinflusst hat.

Veröffentlicht am 07.05.2019

Ein netter und schöner Roman aus dem man aber mehr herausholen hätte können!

Up All Night
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Mit einer neuen Serie startet April Dawson nun mit "Up All Night". Das Cover finde ich richtig toll, mit diesem Farbenspiel, ist süß, verspielt und traumhaft schön! Der Schreibstil war wie zu erwarten, ...

Mit einer neuen Serie startet April Dawson nun mit "Up All Night". Das Cover finde ich richtig toll, mit diesem Farbenspiel, ist süß, verspielt und traumhaft schön! Der Schreibstil war wie zu erwarten, es ging flott zu lesen, leicht und locker. Die Geschichte wird aus der Sicht von Taylor und Daniel erzählt.

Taylor Jensen hat einen grauenvollen Tag. Zuerst verliert sie ihren Job, dann erwischt sie ihren Freund beim Fremdgehen! Ihr Leben ist ein Scherbenhaufen und sie muss nun auch aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen. Völlig aufgelöst läuft sie ihrem ehemaligen besten Freund Daniel Grant in die Arme. Er bietet ihr einen Platz in seiner WG an.

Doch Taylor zögert, denn er ist jetzt mega attraktiv, tattowiert und genau die Sorte Mann, welcher ihr das Herz brechen würde. Daniel aber steht auf Männer und so nimmt sie erleichtert an. Aber je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto weniger kann sie dieses Prickeln ignorieren, doch es kann nicht mehr passieren als eine Freundschaft, oder?

Das Buch hat interessant begonnen, man bekam schon viel geboten. Taylor ist eine starke, toughe Frau, welche sich schon sehr früh um andere gekümmert hat und für sie eingestanden ist. Sie ist eine liebe, tolle Person, welche aber manchmal vor lauter Bäumen vor den Augen nichts mehr sieht. Dazu auch ein wenig naiv. Ein wenig irritiert hat mich, dass sie die meiste Zeit nur schläft, liest, isst und sich mit Freundinnen unterhält. Währenddessen mal nach einem Job schauen, aber am meisten verschläft sie den lieben langen Tag. Ansonsten hat mir Tae gut gefallen, sie ist herzlich, natürlich und sympathisch.

Daniel ist echt süß. Er ist ein riesiger Teddybär, welchen man immer knuddeln möchte. Vor allem nachdem er sich selbst ein Tor schießt! Man, der Arme tat mir schon richtig leid, aber da hat man auch gemerkt, was er alles für diejenigen tun würde, welche er liebt. Er ist äußerst aufmerksam, loyal und aufopferungsvoll. Daniel steckt seine eigenen Wünsche zurück, damit andere glücklich sind. Er gefällt mir fast etwas besser als Tae.

Die zwei anderen Frauen in der WG sind auch jeder eine Klasse für sich. Addison wirkte anfangs so richtig distanziert, aber je mehr man sie kennenlernt, desto cooler und lieber wurde sie. Grace ist eine kleine Künstlerin, sehr authentisch, herrisch in ihrem Job, aber ein Herz einer Seele. Daniels Freunde, welche er liebevoll "Tick, Trick und Track" nennt, sind ein chaotischer, liebevoller, energischer Haufen, welche jede Menge Spaß machen!

Die Geschichte hat anfangs sehr Spaß gemacht zu lesen - außer den Teil wo es für Tae nicht so gut lief - aber diese ganzen Szenen, in denen sich Daniel richtig zurückhalten muss - ich sage mal nur Dessous - waren mega fesselnd und spaßig zu lesen. Danach ging es eher in die wirkliche Freundschaftsschiene. Beide haben sich unterhalten, sind füreinander da gewesen. Aus Daniels Sicht merkte man, wie anders er die Situationen wahrgenommen hat, als Tae. Ein Lob für seine Geduld!

Trotzdem war dieser mittlere Teil eher etwas langatmig, kam man doch nicht weiter. Es war sehr frustrierend, dass sich nichts vorbewegte und man auf der Stelle verweilte. Der Schluss ging dann ziemlich flott, das etwas unnötig aufgeputschte Drama war für mich zu sehr aufgesetzt. Wie sie es wieder hinbekamen war doch süß und schön. Der Epilog war einfach zum Grinsen, der "Hottie-Dienstag" war einfach zu genial, und was daraus entsteht, da muss man wohl noch auf den nächsten Band "Next to You" warten.

Dieser Band aber war einfühlsam, witzig, spannend und auch frustrierend. Es hat mir Spaß gemacht das Buch zu lesen, bis auf ein paar Kleinigkeiten und dem langatmigen Mittelteil, un dass es eigentlich keine Überraschungen gab, hat es mich trotzdem  gut unterhalten. Es ging die meiste Zeit eher um Freundschaft, woraus Liebe entsteht, und das fand ich sehr schön gemacht, wenn es doch auch lange gedauert hat. Wie gesagt, ein schöner und lieber Roman.