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Veröffentlicht am 19.08.2019

Magische Fantasywelt

Kristallblau - Magisches Blut
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Inhalt: Über dem Himmel wohnen die Cerulean in einer wunderschönen Stadt. Ihr Blut ist magisch und alles ist voll von Frieden und Harmonie. Als die neugierige und aufgeweckte Sera auserwählt wird, sich ...

Inhalt: Über dem Himmel wohnen die Cerulean in einer wunderschönen Stadt. Ihr Blut ist magisch und alles ist voll von Frieden und Harmonie. Als die neugierige und aufgeweckte Sera auserwählt wird, sich für ihr Volk zu opfern, fügt sich das Mädchen in ihr Schicksal. Jedoch stirbt sie nicht, sondern landet in einer ihr völlig fremden Welt, die ihr bislang unbekannte Gefahren bereithält.

Meinung: „Kristallblau – magisches Blut“ ist der erste Band einer neuen Reihe von Amy Ewing, der Autorin der „Das Juwel“-Reihe.
Hier hat sie eine komplexe Fantasywelt geschaffen, die andersartig und doch irgendwie vertraut erscheint.
Da sind zum einen die Cerulean, die in einer Stadt über dem Himmel wohnen. Hier gibt es keinen Hass und alles ist friedlich. Geheiratet wird immer zu dritt und die Zeiten für Hochzeiten und Geburten werden von Mutter Sonne bestimmt. Hierbei spielt die Hohepriesterin eine große Rolle, die den Willen der Göttin für ihr Volk übersetzt. Die Hohepriesterin ist schon mehrere Jahrhunderte alt und wird von allen sehr geschätzt.
Bei den Cerulean hat jeder seine Aufgabe. Dabei durchlaufen die jungen Mädchen (es gibt keine männlichen Wesen) eine Art Praktikum in jedem möglichen Beruf. Nur Sera kann sich nicht entscheiden, ganz im Gegensatz zu den anderen in ihrem Alter.
Aber Sera ist ohnehin nicht wie andere Cerulean. Sie ist neugieriger, lauter und lebenshungriger. Sie klettert auf den Tempel und erkundet ihre Welt, wann immer sie kann. Und gerade das macht sie sympathisch. Ebenso wie ihre Liebe zu ihren drei Müttern und ihrer besten Freundin Leela.
Auch Leela mochte ich sehr, da sie nicht einfach weitermachen kann, nachdem ihre Freundin geopfert wurde, sondern sehr stark trauert und auch anfängt Fragen zu stellen.
Die Stadt über dem Himmel muss an Planeten ankern, um Nährstoffe über ein langes Band zu beziehen. In diesem Fall ist es eine Welt, die aus dem wilderen Pilago und dem geordneten Kaolin besteht. Kaolin erinnert etwas an eine englische Gesellschaft des vorherigen Jahrhunderts. Hier sind die Regeln streng und die Frauen haben nicht viel zu melden.
Ausgerechnet hier lebt die kluge Agnes, die wissenschaftliche Interessen verfolgt und nicht an Männern interessiert ist. Sie ist sehr mutig und steht für das ein, was ihr wichtig ist. Leider hat sie einen strengen Vater, der nicht nur macht- und geldgierig, sondern auch grausam ist.
Ihr Zwillingsbruder Leo unterscheidet sich sehr von ihr. Er liebt Reichtum und Kleidung. Außerdem will er stets seinen Vater beeindrucken. Aber er fürchtet diesen ebenfalls.
Erzählt wird die Geschichte aus den verschiedenen Blickwinkeln von Sera, Leela, Leo und Agnes. Dabei lernt man die Figuren kennen und erfährt zusätzlich, was nach Seras Opferung bei den Cerulean geschieht. Während das Mädchen auf der Erde um ihr Leben bangen muss, forscht Leela bei der Hohepriesterin nach, warum gerade ihre beste Freundin auserwählt wurde. Hier fühlt man sich wie in einem guten Krimi, während Seras Leidensweg eher einem Abenteuerroman gleicht.
Beide Seiten haben mir gut gefallen. Es gibt in dieser magischen Fantasywelt so viel zu entdecken, denn außer den andersartigen Cerulean existieren noch allerlei weiterer magischer Geschöpfe.
Mich konnte „Kristallblau“ zumindest gut unterhalten und ich bin gespannt auf die nächsten Bücher der Reihe.

Fazit: Magische Fantasywelt, die fesseln kann. Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 15.08.2019

Spannend und geheimnisvoll

Secret Keepers 1: Zeit der Späher
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Inhalt: Ruben lebt, gemeinsam mit seiner Mutter, im Armenvierteln von New Umbra. Als er auf einem Streifzug eine geheimnisvolle Uhr findet und herausfindet, was diese kann, gerät er in große Gefahr. Denn ...

Inhalt: Ruben lebt, gemeinsam mit seiner Mutter, im Armenvierteln von New Umbra. Als er auf einem Streifzug eine geheimnisvolle Uhr findet und herausfindet, was diese kann, gerät er in große Gefahr. Denn der gefährlichste Mann der Stadt, der sogenannte Schatten, ist ebenfalls auf der Jagd nach dem außergewöhnlichen Schmuckstück. Ehe sich Ruben versieht, gerät er in das Abenteuer seines Lebens, denn die Uhr umgibt noch weitere Rätsel und der Feind kommt immer näher.

Meinung: „Secret Keepers 1: Zeit der Späher“ ist der Auftakt einer neuen Reihe des Autors Trenton Lee Stewart.
Hier geht es um Freundschaft und Abenteuer. Und natürlich um eine geheimnisvolle Uhr, die seinen Träger unsichtbar machen kann. Diese Gabe ist jedoch mit viel Übung und einigen Schwierigkeiten verbunden. Und sie wird von einem großen Rätsel begleitet, dass Ruben erst nach und nach aufdeckt.
Dieser hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Er ist aufgeweckt und mitfühlend. Durch sein Herumstreunen in der Stadt hat er gelernt auf sich selbst aufzupassen und auch Hindernisse zu meistern. Mit seiner Mutter, die zwei Jobs hat, um für ihn und sich selbst zu sorgen, versteht er sich ausgesprochen gut. Wenn sie unter sich sind gibt es jede Menge lustige Momente und die Chemie stimmt einfach. Von seinen Ausflügen weiß sie jedoch nichts.
Penny hat mir ebenfalls gut gefallen, ebenso wie ihre herrlich laute und sehr liebevolle Familie.
Dann gibt es noch die Späher. Sie sind eine Art Geldeintreiber und arbeiten für den Botschafter, der wiederum für den Schatten arbeitet. Die Späher sind immer zu viert unterwegs und beobachten so alles, was um sie herum geschieht. Niemand wagt es sich ihnen entgegenzustellen und sogar die Polizei geht ihnen lieber aus dem Weg. Denn niemand möchte am Ende mit dem Schatten zu tun haben. Er gilt als kompromisslos und gefährlich.
Die Geschichte ist flüssig geschrieben und voller Spannung und Geheimnissen. Ich habe die ganze Zeit mit Ruben mitgefiebert und bin nun total gespannt, wie es im zweiten Band weitergeht.

Fazit: Gelungener Reihenauftakt. Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 08.08.2019

Tolle Sommerlektüre

Wunder & so - Falls ich dich küsse
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Inhalt: Als Lou mit ihren Großeltern und ihrer besten Freundin Amy eine Nostalgie-Kreuzfahrt antritt, ist sie begeistert. Nicht nur, dass das Schiff aussieht wie eine weiße Titanic, das Flair und die Kleiderordnung ...

Inhalt: Als Lou mit ihren Großeltern und ihrer besten Freundin Amy eine Nostalgie-Kreuzfahrt antritt, ist sie begeistert. Nicht nur, dass das Schiff aussieht wie eine weiße Titanic, das Flair und die Kleiderordnung lassen sich die Gäste ebenfalls fühlen, wie in einer längst vergangenen Zeit.
Und dann wäre da noch Sam, der Junge, der ihr Herz schneller schlagen lässt, obwohl sie ihn nicht kennt. Doch es gibt eine geheimnisvolle Verbindung zwischen den beiden. Aber der Junge mit den grauen Augen scheint etwas zu verbergen. Und Lou möchte unbedingt hinter sein Geheimnis kommen.

Meinung: „Wunder & so – Falls ich dich küsse: Band 1“ ist ein stimmungsvoller Jugendroman, der richtig Lust auf eine Kreuzfahrt macht. Am liebsten natürlich auf so einem Schiff wie der Galatea, denn dieses Schiff ist wunderschön und nostalgisch. Es gibt Kronleuchter, Bälle und wunderschöne Kleider. Alle Gäste halten sich an herrschende Benimmregeln und werden von Butlern verwöhnt.
Im Mittelpunkt steht die 15-jährige Lou. Sie ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, jedoch hat sie schon immer Déjà-vus und Vorahnungen. Sie liebt ihre Familie und ihre beste Freundin Amy, die ihre engste Vertraute ist, über alles.
Amy scheint sie ohne Worte zu verstehen und ist die Art von Freundin, die man selbst gerne hätte.
Die ruhige Cleo, die ebenfalls Gast auf dem Schiff ist, wird zu einer weiteren Freundin. Ebenso wie die unterschiedlichen Drillinge William, Arthur und Phillip, die aus einer angesehenen Familie stammen und bei den Mädchen für etwas zusätzliches Herzklopfen sorgen.
Und dann wäre da natürlich noch Sam. Er ist undurchsichtig, mal lieb, mal abweisend. Man kommt ihm erst im Laufe des Buches, zusammen mit Lou, etwas näher. Doch auch er scheint die Anziehung und die Verbundenheit zu spüren, die zwischen den beiden herrscht.
Am besten gefallen haben mir allerdings Lous zauberhafte Großeltern. Die beiden scheinen immer noch so verliebt, wie eh und jeh und genauso lieben sie natürlich auch ihre Enkelin. Während Oma Momo eine taffe Ärztin ist, die so leicht nichts aus dem Konzept bringen kann, ist Großvater Julius ein angesehener Professor, der viel Herz und Einfühlungsvermögen zeigt.
Auch Butler Mortimer fällt durch sein herzliches und sympathisches Wesen auf.
Ganz anders als die zickige Calissa, die sich für etwas Besseres hält.
Das Schiff und das ganze Setting sind toll beschrieben und machen Lust auf mehr. Die Geschichte ist spannend und etwas geheimnisvoll, was mir sehr gut gefallen hat.
Ohnehin konnte mich dieses Buch auf ganzer Linie überzeugen, denn es liest sich flüssig und man kann gut mit den sympathischen Charakteren mitfiebern.

Fazit: Eine tolle Sommerlektüre, die Lust aufs Meer macht. Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 05.08.2019

Liebesgeschichte mit Tiefgang

Blue Water
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Inhalt: Als das Meermädchen Merla eines Morgens dem Surfer Marc das Leben rettet, bricht sie damit mehr als nur ein Gesetz ihrer Unterwasserwelt. Und trotz drohender Bestrafung zieht es sie immer wieder ...

Inhalt: Als das Meermädchen Merla eines Morgens dem Surfer Marc das Leben rettet, bricht sie damit mehr als nur ein Gesetz ihrer Unterwasserwelt. Und trotz drohender Bestrafung zieht es sie immer wieder in seine Nähe.
Doch bald tauchen mehrere Bedrohungen auf und das nicht nur unter dem Wasser. Und so hängen plötzlich viele Leben von Merla und Marc ab.

Meinung: „Blue water: Wie die Luft zum Atmen“ ist eine wunderschöne und spannende Liebesgeschichte, die zum Nachdenken anregt.
Im Mittelpunkt stehen Marc und Merla, aus deren Perspektiven die Geschichte erzählt wird.
Marc ist ein 17-jähriger Surfer, der nicht nur sportlich, sondern auch klug ist. Er lebt zusammen mit seinem Vater und seinem jüngeren Bruder Leo zusammen, die beide das Meer ebenso lieben, wie er selbst. Eigentlich ist er schon lange in die Schulschönheit Leilani verliebt, doch die Augen des Meermädchens gehen ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf.
Merla hingegen, lebt mit ihren beiden Geschwistern bei ihrer Großmutter, in einer Kolonie unter dem Meer. Sie liebt es, wie eine Bodysurferin zu schwimmen und den Fischen zuzusehen. Vor allem zu ihrem fröhlichen Bruder Maris und der liebenswerten Großmutter hat sie ein tolles Verhältnis. Einzig ihre Schwester Sira wirkt sehr streng und angepasst, was immer wieder zu kleinen Streitereien zwischen den Geschwistern führt.
Unter dem Meer gibt es Regeln und der Hohe Rat bestimmt über alles.
Der Kontakt zu Landmenschen ist unter Strafe verboten und so begibt sich Merla mit der Rettung von Marc in höchste Gefahr.
Die Geschichte ist spannend gemacht und es geht nicht nur um Liebe, sondern vor allem darum, was die Menschen den Meeren und ihren Bewohnern antuen. So ist es natürlich kein Wunder, dass Akana, die Anführerin des Hohen Rates die Landbewohner hasst.
Mich konnte die Geschichte gut unterhalten. Vor allem die Beschreibung der Unterwasserwelt und der Lebensweise der Meermenschen hat mir gut gefallen.

Fazit: Tolle Liebesgeschichte, die zum Nachdenken anregt und gut unterhalten kann. Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 24.07.2019

Wohlfühl-Gruselgeschichte

Heaven's End – Wen die Geister lieben
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Inhalt: Die 15-jährige Jojo ist nicht wie andere Jugendliche in ihrem Alter, denn sie kann, wie alle in ihrer Familie, Geister sehen und wohnt sogar mit vielen bereits verblichenen Familienmitgliedern ...

Inhalt: Die 15-jährige Jojo ist nicht wie andere Jugendliche in ihrem Alter, denn sie kann, wie alle in ihrer Familie, Geister sehen und wohnt sogar mit vielen bereits verblichenen Familienmitgliedern unter einem Dach. Jedoch ist es nicht gut, ihr Geheimnis unter den Dorfbewohnern zu verbreiten, wie bereits eine ihrer Vorfahren schmerzlich erfahren musste.
Als sich dann aber die unheimlichen Vorkommnisse in der Nachbarschaft häufen, muss ausgerechnet Jojo etwas dagegen unternehmen. Dabei helfen könnte ihr Zack, der Schuldschwarm, in den die halbe Schule verliebt ist. Doch Zack glaubt nicht an Geister. Und warum fühlt sich Jojo in seiner Nähe immer so komisch?

Meinung: „Heaven's End – Wen die Geister lieben“ ist der erste Band der neuen Reihe von Kim Kestner, die mich unter anderem schon mit ihrer Zeitrausch-Trilogie auf ganzer Linie überzeugen konnte. Und hier hat sie es wieder geschafft. Die Charaktere, der Schreibstil und die wunderbare Geschichte laden zum Lesen und Mitfiebern ein.
Im Mittelpunkt steht Jojo. In ihrer Familie können, bis auf ihren Vater, alle Geister sehen und leben sogar mit einigen zusammen. Darunter ist zum Beispiel Onkel Paddy, der immer Rat weiß und Annabelle, die eine gute Freundin geworden ist. Neben Familienangehörigen gibt es im Haus noch zwei Tiergeister, von denen einer süß und der andere eher grantig ist. Außerdem lebt der Boggart Lickspittle hier, der einen ausgeprägten Drang zu blauen Dingen hat.
Am besten gefallen hat mir aber Jojos kleiner Bruder Luke, der durch sein quirliges und liebenswertes Wesen auffällt.
Jojo selber ist ebenfalls sympathisch. Mit ihren fuchsroten Haaren ist sie eine auffällige Erscheinung, hält sich jedoch lieber im Hintergrund. Trotzdem ist sie um keine Antwort verlegen und kann sich gegen eventuelle Hänseleien gut wehren.
Ihr zur Seite steht ihr bester Freund, der schwule Benny, der eine kleine Dramaqueen ist. Und bald findet sie in der neuen Mitschülerin Big Kate, die ebenso groß wie laut ist, eine echte Freundin.
Auch Nachbarin Holly gehört irgendwie mit dazu.
Zack ist der gutaussehende Schulschwarm und stammt aus einer reichen Familie. Eigentlich möchte sich Jojo nicht zu ihm hingezogen fühlen, jedoch kann sie sich in seinen Augen verlieren. Und bald merkt man, dass hinter Zack mehr steckt, als es auf den ersten Blick scheint.
Die Geschichte ist spannend und stellenweise gruselig. Es geht viel um Geister und Andersweltwesen. Außerdem um Freundschaft und erste Liebe.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Man fühlt sich einfach wohl beim Lesen. Nun bin ich gespannt, wie es in den nächsten Büchern weitergeht und empfehle dieses hier erst einmal jedem, der leicht unheimliche Wohlfühl-Gruselgeschichten mag.

Fazit: Tolles Buch. Bitte mehr davon. Sehr zu empfehlen.