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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.09.2019

Aufwühlender Roman

Vergesst unsere Namen nicht
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Eigentlich ist man immer der Meinung, man weiß schon alles über den Holocaust, das dritte Reich und alles drumherum, doch dieses Buch möchte einen eines besseren belehren.
Die Geschichte dreht sich um ...

Eigentlich ist man immer der Meinung, man weiß schon alles über den Holocaust, das dritte Reich und alles drumherum, doch dieses Buch möchte einen eines besseren belehren.
Die Geschichte dreht sich um die Familie Kommisar. Um Hirsch Kommisar, der in ein Arbeitslager gesteckt wird, weil er BBC Nachrichten geschaut hat. Und um seine Familie. Aber die Geschichte handelt auch von Henry Oliver Rinnan. Ein Mann, der nach Bestätigung sucht und dadurch ein Informant für die deutschen wird und viele seiner Landsleute verrät.
Ein aufwühlender Roman, der einen zum Nachdenken anregt.

Das Cover zeigt zwei kleine Mädchen, die wohl nach dem Krieg ein paar Steine aufschichten. Es zeigt schon ein bisschen einen Neuanfang und die Hoffnung auf bessere Zeiten. Es ist in Sepia gehalten und dadurch sieht man auch, dass es sich wohl um eine Geschichte handelt, die in der Vergangenheit spielt.
Den Klappentext finde ich sehr passend und auch ansprechend. Ich hätte mir das Buch wohl auch in einem Buchladen angesehen und bestimmt auf Grund der Beschreibung auch gekauft.
Der Schreibstil ist außergewöhnlich. Die Kapitel sind durch das Alphabet abgegrenzt. Jedes Kapitel handelt einen anderen Buchstaben ab. Es sind immer für diese Zeit sehr passende Schlagwörter mit einer Erklärung dazu. Doch dies ist nicht alles. Natürlich gibt es neben diesen Worten noch eine Geschichte, die erzählt wird. Eine wahre Geschichte. Wenn dies einem bewusst wird, läuft einem nicht nur einmal ein eiskalter Schauer über den Rücken.
Anfangs hatte ich etwas Probleme in die Geschichte hineinzukommen. Es war für mich etwas chaotisch aufgebaut. Fast schon wahllos wurde in der Zeit gesprungen. Aber wenn man sich darauf einlässt, dann ist man schnell im Geschehen drin. Dieses Buch ist definitiv nichts, was man nebenbei liest. Hier sollte man in seiner ganzen Aufmerksamkeit dabei sein.

Man baut sehr schnell eine Bindung zu den Charakteren auf. Man leidet mit ihnen und möchte Rinnan am liebsten etwas antun. Obwohl man durch diesen Roman auch sehr gut versteht, warum dieser Mensch so geworden ist, wie er ist. Dieses Buch beleuchtet nicht nur die Opfer dieser Tragödie. Henry Oliver Rinnan hat einen großen Stellenwert und sein Handeln wird gut beleuchtet.

Mir hat die Lektüre sehr gut gefallen. Auch wenn es eigentlich nicht mein favorisiertes Genre ist, so bin ich froh, dass ich diesen Roman gelesen habe. Es ist wichtig diese Geschichten zu erzählen. Denn es gibt Namen, die man nicht vergessen soll.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Authentizität
  • Geschichte
Veröffentlicht am 22.08.2019

Meister des Grauens

Jagd auf die Bestie (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 10)
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Lucien Folter ist aus dem Vollzug geflohen und hat noch eine Rechnung mit dem Ermittler Robert Hunter offen. Scheinbar wahllos tötet Lucien Menschen um weiter in seinen 'Forschungen' weiter zu kommen. ...

Lucien Folter ist aus dem Vollzug geflohen und hat noch eine Rechnung mit dem Ermittler Robert Hunter offen. Scheinbar wahllos tötet Lucien Menschen um weiter in seinen 'Forschungen' weiter zu kommen. Er scheint vor nichts und niemandem halt zu machen. Kann Hunter ihn zur Strecke bringen?

Dies ist nicht mein erstes Buch von Chris Carter. Auch mit diesem Buch hat mich der Autor nicht enttäuscht. Das Cover ist genauso schlicht wie die anderen auch. Man kann gut erkennen, dass es sich um eine Reihe handelt. Der Klappentext verspricht Spannung ohne zu viel von der Story zu verraten. Es ist von Anfang an spannend.
Obwohl dieses Buch eine Teil einer Reihe ist, kann man es auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Es ist genauso spannend, wie wenn man die Reihe komplett gelesen hat. An keiner Stelle werden zu viele Sachen wiederholt sodass man sich langweilen könnte.
Der Schreibstil ist wie immer schön locker flockig und man kann das Buch nur so weglesen. Es ist schon fast ein Pageturner.
Die kurzen Kapitel haben mir sehr gefallen. So kann man wirklich mal noch schnell ein paar Kapitel lesen, auch wenn man nicht viel Zeit hat. Ich mochte auch sehr die kleinen Cliffhanger, die am Ende der Kapitel waren. So ist man auch versucht weiter zu lesen. Also durch und durch spannend. Manche Beschreibungen waren sehr detailliert, was den Leser noch mehr ins grauenhafte Geschehen gebracht hat.

Ich kann diesen Thriller nur empfehlen.

Veröffentlicht am 16.08.2019

eine einsame Insel und ein Leuchtturm

Show me the Stars
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Liv wird in ihrem Job gekündigt und sucht eine neue Stelle. Da fällt ihr eine Anzeige auf, in der jemand als Houssitter gesucht wird. Sie überlegt nicht lange und bewirbt sich. Als sie erfährt, dass es ...

Liv wird in ihrem Job gekündigt und sucht eine neue Stelle. Da fällt ihr eine Anzeige auf, in der jemand als Houssitter gesucht wird. Sie überlegt nicht lange und bewirbt sich. Als sie erfährt, dass es sich um einen Leuchtturm handelt ist sie Feuer und Flamme. So langweilig, wie sie erst dachte, wird dieses neue Abenteuer auch gar nicht für sie. Denn der Mann, der sich um ihr Wohl auf der einsamen Insel kümmert, könnte sympathischer gar nicht sein.

Sofort als ich das Cover gesehen habe, war ich hin und weg. Ich wusste genau, das ist etwas, das ich unbedingt lesen muss. Vor allem weil ich mich sehr für außergewöhnliche Häuser und Wohnungen interessiere. Ich stelle es mir super vor, in einem Leuchtturm zu wohnen. Das Cover kann wirklich nicht passender sein für diese Story. Der Klappentext verspricht tolle Lesestunden, ohne zu viel von der Geschichte zu verraten. Ich konnte nur so durch die Seiten fliegen, da der Schreibstil einfach und locker war.

Der Charakter Liv, war mir sofort sympathisch. Ich konnte mich richtig in sie hinein versetzen und an keiner Stelle hat sie unnachvollziebar reagiert. Ihre kleine Schwäche und die Geschichte dahinter fand ich auch sehr passend. Manchmal hat sie mir richtig Leid getan.
Auch Kjer hat sein Päckchen zu tragen. Er macht sich nicht viel aus den Gerüchten, die um ihn ranken. Vielleicht hat er auch einige selbst gestreut?
Man merkt sofort, wie zwischen den beiden die Funken sprühen.
Ich mochte es sehr, dass die Story ohne viel sinnloses Drama auskam. An manchen Stellen hätte ich mir zwar etwas davon gewünscht, aber mich hat es an keiner Stelle gelangweilt.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Einfach wundervoll.

Veröffentlicht am 14.08.2019

traumhaftes Setting

Das Glück an meinen Fingerspitzen
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Nach einem sehr prägenden Erlebnis ist für Jana nichts mehr wie es vorher war. So entschließen sich ihre Eltern, sie für die Ferien mit ihrem Onkel auf eine einsame Insel zu schicken. Natürlich konnten ...

Nach einem sehr prägenden Erlebnis ist für Jana nichts mehr wie es vorher war. So entschließen sich ihre Eltern, sie für die Ferien mit ihrem Onkel auf eine einsame Insel zu schicken. Natürlich konnten sie nicht ahnen, dass diese Entscheidung ein dramatisches Ende nehmen wird.

Mich hat an diesem Buch das Cover sehr angesprochen. Ich gehe mal davon aus, dass es der Umriss von Kanada sein soll. Die Idee finde ich wunderbar. Das Cover zeugt auch, dass die Story in Richtung Wildnis und Einsamkeit geht.
Mit dem Titel kann ich so gar nichts groß anfangen, aber viele nehmen ja solche Sätze, die wenig mit der Story an sich zu tun haben.
Der Klappentext ist sehr passend, verspricht spannende Lesestunden ohne zu viel zu verraten.
Der Schreibstil war super locker und ich konnte schnell Seite um Seite lesen.
Ich mochte es auch sehr, dass von Kapitel zu Kapitel öfter mal die Sicht von Jana und Luke abwechselt. So kann man mehr in die Charaktere hineinsehen und bekommt mehr von ihrem Gefühlsleben mit.
Mit Janas Schicksal habe ich so gar nicht gerechnet. Meine Gedanken gingen in eine völlig andere Richtung, was mir sehr gefallen hat. Ich war schon richtig überrascht, da es mal etwas ganz anderes war und auch gut im Gegensatz zu Luke stand. Das fand ich super durchdacht.
Ich konnte mich auch gut in die Charaktere hineinversetzen. Der Zeitpunkt um mit Janas Geschichte herauszurücken war auch gut gewählt. Es hatte sich schon genug Spannung aufgebaut, ohne dass es nervig geworden ist, dass man es noch nicht erfahren hat.
Mir hat das Buch durch und durch gefallen und kann es nur weiter empfehlen, da es auch nur auf das wichtigste beschränkt ist und kein unnötiges Drama heraufbeschworen wurde.

Veröffentlicht am 14.08.2019

beunruhigende und zugleich spannende Story

ON:OFF
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Nora ist in einem Begabtenförderungsprogramm und arbeitet für NGS. Sie kann sich mit anderen Menschen verlinken. Jedoch kommt es immer wieder zu Selbstmorden. NGS möchte herausfinden was dafür der Auslöser ...

Nora ist in einem Begabtenförderungsprogramm und arbeitet für NGS. Sie kann sich mit anderen Menschen verlinken. Jedoch kommt es immer wieder zu Selbstmorden. NGS möchte herausfinden was dafür der Auslöser ist und benutzt Nora um diese Erkenntnis zu erlangen. Noras Freundin Tessa hat im Zusammenhang mit NGS wichtige Sachen herausgefunden, doch ehe sie mit ihrer Freundin darüber reden kann, erfährt ihr ein tödlicher Unfall.

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Leider kann ich nicht viel über die Haptik oder ähnliches sagen, aber optisch finde ich es schon einmal ansprechend und auch recht passend für die Story. Der Klappentext verspricht spannende Lesestunden ohne zu viel von der Story zu verraten und Spannung zu nehmen.
Der Schreibstil war locker flockig und ich konnte schnell Seite um Seite lesen.

Nora war für mich eine sehr mutige und toughe Protagonistin. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und hatte nie das Gefühl, dass sie irgendetwas tut, was ich nicht nachvollziehen kann.
Es gab keinen Charakter, den ich irgendwie falsch fand. Alle hatten ihre Geschichte und das ohne zu viel über sie zu varraten oder zu wenig über sie zu wissen. Für mich war das alles stimmig.

Die Story an sich ist nichts neues, aber dennoch hat es mir sehr gut gefallen. Vielleicht gibt es solch eine Technologie oder wird irgendwann erfunden. Wer weiß das schon? Immerhin werden solche Sachen immer sehr gut von der Wissenschaft geheim gehalten. Beim Lesen bekommt man schon fast ein bisschen Angst und genau das macht den Thrill des Buches aus. Für mich war es von Anfang bis Ende spannend. Es gab sogar Verläufe, mit denen ich nicht gerechnet habe. Es ist also eine durch und durch gelungene Geschichte, die ich nur weiter empfehlen kann.